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| 25.06.10 | Faszination im Sinkflug |
| 17.07.07 | Boeing stiller Sieger! |
| 04.07.05 | EADS: Vorsprung vor Boeing restlos verspielt? |
| Meldung |
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Wie seinerzeit als ich noch ein kleiner Junge war und das erste Mal ein
Flugzeug in den Himmel fliegen sah, bin ich noch heute erstaunt und
fasziniert zugleich, wenn ich die respekteinflößenden
Interkontinentalflugzeuge abheben sehe. Und zwar darüber, dass diese
schweren Dinger überhaupt ihre Räder vom Boden kriegen und in den
Himmel fliegen können. Nun weiß ich natürlich rein intellektuell wie
das geht. Dennoch nimmt das nichts von meiner Faszination.
Das Gegenteil von Faszination ist, was die beiden Flugzeugbauer in der
Vergangenheit mit ihren neuen Internkontinentalflugzeugen an
Verspätungen im Sinne von verspäteter Auslieferung hingelegt haben. Der
Militärtransporter A400M, dessen überbordende Kosten, die europäischen
Staaten am Ende doch mit übernehmen werden, ist da nur der traurige
Höhepunkt. Dachte man jedenfalls bisher. Jetzt aber hat Boeing die Testflüge von 23 Maschinen des eh sich in Verspätung befindlichen Typs 787 Dreamliner unterbrochen weil ein neues Produktionsproblem aufgetaucht ist. Sogenannte „sims“, die wohl für die horizontale Stabilisierung des Rumpfes zuständig sind und mit dem bekannten Simulations-Computerspiel aber auch gar nichts gemein haben, machen wohl Schwierigkeiten. Wobei Boeing versichert, dass der der Testterminkalender weiter gehalten und es bezüglich der Auslieferung des Dreamliner an den ersten Kunden All Nippon Airways zu keinen weiteren Verzögerungen kommen werde. Was wenn dem nicht so wäre bedeuten würde, dass weitere Konventionalstrafen in einer Größenordnung von mehreren hundert Millionen Dollar auf Boeing zukommen könnten und den Gewinn des Unternehmens drücken würden. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass Kunden abspringen und enttäuscht das Konkurrenzprodukt von Airbus ordern. Wie auch immer es kommen wird. Auch wenn die Boeing Aktie nach seinem finanzkrisenbedingten Abtauchen in 2009 wieder an Höhe gewonnen hat, so scheint mir der Flug nicht frei von Erschütterungen zu sein. Und so kann man bei solch beunruhigenden Neuigkeiten niemanden ernsthaft empfehlen in eine solche Aktie zu gehen. Wenn Sie nun meinen, dass ich dann eher zu Airbusbauer EADS tendiere, so täuschen sie sich. Für mich haben sich beide Unternehmen in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Und so bleibe ich beiden fern. Weil mich die Flugzeuge an sich mehr faszinieren, als diejenigen, die sie bauen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und stets hohe Renditen. Ihr Norbert Lohrke |