Freddie Mac


WKN: 876872 ISIN: US3134003017
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Wien (aktiencheck.de AG) - Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie der Bank of America (ISIN US0605051046 / WKN 858388 ) mit "verkaufen" ein.


Die Bank of America habe sich mit einer Gruppe von Anleihegläubigern auf einen USD 8,5 Mrd. schweren Vergleich geeinigt. Damit lege das Institut Forderungen nach Rückerstattungen von fast sämtlichen faulen Hypotheken bei, die einst (2004 bis 2008) von Countrywide Financial in Anleihen gebündelt worden seien. Der Vergleich betreffe 530 Hypothekenpakete (Trusts) mit einem Forderungsvolumen von USD 424 Mrd. Außerdem lege die Bank of America für eventuelle zukünftige Rückkaufsverpflichtungen aus Problem-Hypotheken USD 5,5 Mrd. zur Seite und habe eine weitere Abschreibung im Ausmaß von USD 6,4 Mrd. durchgeführt.

Das Risikopotenzial sei weiterhin gegeben: Mit USD 405 Mrd. an verbrieften Forderungen in den Jahren 2005 bis 2007 habe die Tochter Countrywide an der Spitze im Verbriefungsgeschäft rangiert. Mit der Bank of America (USD 77 Mrd.) und Merrill Lynch (USD 116 Mrd.) habe der Konzern insgesamt USD 598 Mrd. an verbrieften Forderungen emittiert, was rund 20% des gesamten Volumens in diesem Zeitraum entspreche.

Infolge des Vergleichs habe die Bank of America im abgelaufenen Quartal einen Rekordverlust von USD 8,83 Mrd. bzw. USD 0,90 je Aktie eingefahren. Ohne diesen Sondereffekt hätte das Institut einen Gewinn von 0,33 je Anteilschein erwirtschaftet. Die Erträge seien um 55% auf USD 13,24 Mrd. eingebrochen. Die Nettozinsmarge (2,50%) stagniere auf niedrigem Niveau (Q2 2010: 2,77%).

Die Bank of America habe im abgelaufenen Quartal den größten Vergleich geschlossen, den jemals ein Kreditinstitut geschlossen habe und habe dadurch den größten Verlust in der Geschichte des Unternehmens eingefahren. Nach einer USD 3 Mrd. schweren Einigung mit Fannie Mae (ISIN US3135861090 / WKN 856099 ) und Freddie Mac (ISIN US3134003017 / WKN 876872 ) im Januar und mit Assured Guaranty (ISIN BMG0585R1060 / WKN A0CATL ) im April (USD 1,6 Mrd.) sei dies der dritte Vergleich, um rechtliche Risiken in Verbindung mit den Countrywide-Hypotheken auszuräumen.

Allerdings würden auch ohne Countrywide-Exposure nach wie vor signifikante Risiken in der Bilanz schlummern, die das eine oder andere Quartalsergebnis noch verhageln könnten. CEO Moynihan habe eine Kapitalerhöhung trotz enormer Belastungen ausgeschlossen. Im Hinblick auf strengere Eigenkapitalregeln durch Basel III würden die Analysten allerdings mittelfristig auch hier Bedarf sehen.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank stufen die Aktie der Bank of America mit "verkaufen" ein. (Analysevom 01.08.2011) (02.08.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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