| Märkte | Charts | Nachrichten | Research | Weitere Tools |
|
Profil Börsenplätze Historische Kurse |
Intraday Historisch |
Neuigkeiten Analysen |
Kolumnen Insider-Trading Kennzahlen |
Forum IKB News |
| Kolumnen | |
| 14.12.10 | Institutionalisierter Betrug |
| 15.07.10 | War da was |
| 03.04.09 | Merkel und Steinbrück schädigen IKB Aktionäre |
| 25.08.08 | Desaster IKB |
| 20.08.08 | IKB und Bahn: Abzocke pur |
| 08.04.08 | Bauernopfer reicht nicht! |
| 26.03.08 | Zieht endlich den Stecker raus! |
| 13.03.08 | Hau weg den Dreck |
| 18.02.08 | Ablenkungsmanöver Zumwinkel |
| 14.02.08 | Jetzt reicht's! IKB und Staatsversagen |
| 11.02.08 | Fass ohne Boden |
| 18.12.07 | Kapitalvernichtung als Volkssport! |
| Meldung |
|
Wissen Sie was man meint, wenn man in amerikanischen Finanz- und
Industriekreisen verächtlich von „Düsseldorfern“ spricht? Dann meint
man nach amerikanischer Redensart die „deutschen Idiotenbanker“, die
den ganzen Hypothekenmist aus den USA gekauft haben. Gehörte dazu
auf der einen Seite eine ganze Menge Inkompetenz so spricht
Professor James Gailbraith von University of Texas davon, dass diese
Banker auf „massivste Art und Weise“ betrogen wurden. Ich gehe davon
aus, dass Her Galbraith u.a. da die in der Krise in Schieflage
geratene IKB meint. Möglicherweise auch die WestLB.
Galbraith spricht weiter davon, dass „die deutschen Anleger auf
phantastische Weise von Leuten über den Tisch gezogen wurden, die
genau wussten was sie taten.“ Und die „die schlechten Wertpapiere,
in vollem Bewusstsein bei jenen Anlegern abluden, von welchen sie
annahmen, dass sie ihnen vertrauen würden.“ Und so spricht er in diesem Zusammenhang von „institutionalisiertem Betrug oder Control Fraud“, also dem „betrügerischen Verhalten der obersten Führungsriegen in Unternehmen.“ So greift er vor allem die Ratingagenturen Moody“s und Standard & Poors an, deren Erlöse laut Galbraith zu 80 % aus der Vergabe von AAA Ratings an Hypothekenpapiere schlechter Qualität resultierten. Diese hätten die Dokumentationen zu den Hypothekenpapieren nicht nur nicht angeschaut. Banken hätten sich zum Teil geweigert überhaupt welche zu liefern. Und so stellt er die berechtigte Frage, „wie man etwas bewerten kann, was man gar nicht kennt?“ und „Was aber ist ein Betrug, wenn nicht das?“. Und so geht für ihn die Glaubwürdigkeit der Ratingagenturen gegen Null. Als ich seinerzeit die Kolumne „Krise geht Finanzbetrug voraus“ schrieb, bekam ich zum Teil mächtigen Gegenwind. Wobei ich damals nichts anderes tat, als das wiederzugeben, was in Untersuchungsbericht der Börsenaufsichtsbehörde SEC mit Titel „Summary Report of Issues Identified in the Commissions Staff’s Examinations of Select Credit Rating Agencies“ stand. Da konnte man schon seinerzeit Aussagen von Ratingagenturmitarbeitern lesen, die davon sprachen, dass Ratings herausgegeben wurden, obwohl noch Punkte offen waren. Oder das Modell einer Firma nicht einmal die Hälfte des Risikos abdeckte. Und ich zitierte folgende Aussage eines Senior Analyst Manager: „Let’s hope we are all wealthy and retired by the time this house of cards falters”. Was soviel heißt wie:”wir wollen hoffen, dass wir im Warmen und Trockenen sitzen, wenn das Kartenhaus zusammenbricht”. Damals sprach ich von Betrug, worunter man strafrechtlich eine Täuschung versteht, „die den Getäuschten dazu veranlasst, so über sein Vermögen oder das eines Dritten zu verfügen, dass ein Vermögensschaden eintritt.“ Und so ist das unverständliche Erstaunen von Professor Galbraith nachvollziehbar, wenn er fragt, „warum die Leute aus Düsseldorf bisher nicht vor amerikanischen Gerichten vorstellig geworden sind und Schadensersatz fordern?“ Und auch seine Verblüffung darüber, „dass deutsche Staatsanwälte bisher nicht aktiv geworden sind?“ Schließlich handelt es sich noch dazu um unsere Steuergelder. Nebenbei sei noch erwähnt, dass er der Auffassung ist, dass „der Finanzsektor Raubau am restlichen Teil der Volkswirtschaft betreibt“. Wo doch die die vorrangigste Aufgabe des Kreditwesens sei, die „Zahlungsströme zu sichern und die Vergabe von Krediten an Unternehmen der Realwirtschaft zu gewährleisten“. Und so bleiben weiter viele Fragen in Sachen Finanzkrise offen. Hinter diesen sich wahrscheinlich die Gründe verbergen, warum man nur sehr zögerlich strukturelle Änderungen vornimmt. Auch warum z.B. irische Banken die den europäischen Stresstest doch durchlaufen haben, Geld von uns benötigen. Hans D. Barbier spricht in seiner heutigen Kolumne „Zur Ordnung“ wegen des Brechens des ursprünglichen No-Bailout Versprechens, dass „der Traum Währungsunion wirtschaftlich, politisch und moralisch in die Irre führt.“ Und überschreibt das Ganze mit: „Es gilt das gebrochene Wort“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und stets hohe Renditen. Ihr Norbert Lohrke Globalyze – Mehr Börse braucht keiner! 78% Volltreffer trotz Krise! Machen auch Sie ab sofort hohe Rendite durch Daten & Fakten statt Verluste mit „Glaskugelempfehlungen“! Globalyze Top10 und TopFlop. |