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Meldung
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Finanzmarktteilnehmer waren sich am Freitag mal wieder einig, dass sie ein "griechisches Wochenende" zu erwarten hatten, so die Analysten von Cognitrend in der aktuellen Ausgabe von "FX-Tagesausblick" der Deutschen Bank.


Tatsächlich habe es hitzige Debatten im griechischen Parlament gegeben, bei denen Abgeordnete auch schon mal ihrem Unmut Luft verschafft und die komplette neue Gesetzesvorlage in Richtung Regierungsbank gepfeffert hätten. Die dramatischen Appelle von Regierungschef und Finanzminister hätten die Demonstranten außerhalb des Parlaments aber kaum beeindrucken können. Dort flogen keine Gesetzestexte, dort flogen wieder Steine, so die Analysten von Cognitrend.

Und so sei alles beim Alten geblieben: Abgeordnete hätten sich die Köpfe zermartert, welchen Umfang das nächste Sparpaket haben solle, während Gewerkschaften weiter damit beschäftigt gewesen seien, das öffentliche Leben lahm zu legen. Diese Situation führe einmal mehr ein Problem vor Augen: Kurzfristig möge die griechische Regierung die besten Vorsätze haben, Sparpakete durchzuboxen. Um die Krise zu bewältigen, bedürfe es aber mehr: Die Aussicht auf zukünftiges Wachstum. Letzteres sei sicher nicht zu erreichen, wenn die Bevölkerung sich im Dauerstreik befinde oder denjenigen, die arbeiten wollten, die Möglichkeit dazu verwehrt werde.

Es wäre demnach nicht die schlechteste Idee, wenn die Regierung nun ein Signal gesetzt habe und ihren Bürgern klarmache: Wenn wieder Wachstum geschaffen werde, würden nach der heute Nacht beschlossenen keine weiteren Sparmaßnahmen drohen. Angesichts ständig neuer Forderung seitens der EU sei diese Perspektive aber bislang noch nicht gegeben.

An neuen Perspektiven fehle es auch den meisten Euro-Händlern, so dramatisch die Ereignisse in Griechenland auch gewesen sein mögen. Der Euro-Kursverlauf bzw. die Volatilität seien kaum beeinflusst worden. Der Kursverfall vom Freitag sei rechtzeitig vor dem 1,3130er-Risikolimit der Analysten abgefedert worden. Ihr Kursziel bleibe daher die 1,3395er-Marke. (13.02.2012/ac/a/m)


 

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