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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat sich am Freitag nach schwachen US-Daten weiter stark präsentiert. Die Gemeinschaftswährung notierte im US-Handel zuletzt bei 1,1167 US-Dollar. Wenige Stunden zuvor hatte der Eurokurs sein Tageshoch bei 1,1197 Dollar erreicht. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1113 (Donnerstag: 1,1090) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8999 (0,9017) Euro.

Schwache Investitionen der Unternehmen hatten das Wirtschaftswachstum der USA im Frühjahr belastet. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes hatte sich nach dem schwachen Start in das Jahr im zweiten Quartal nur wenig beschleunigt und war mit auf das Jahr hochgerechneten 1,2 Prozent deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Dollarkurs geriet nach Veröffentlichung der Zahlen unter Druck und gab dem Euro im Gegenzug Auftrieb. Zusätzlich verstärkt wurde dieser Effekt durch ein etwas schwächer als erwartetes US-Konsumklima.

Bereits am Vormittag hatte der Eurokurs von einer im Juli gestiegenen Inflationsrate in der Eurozone profitiert. Die Verbraucherpreise waren im Jahresvergleich um 0,2 Prozent geklettert. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

Die Inflationsrate wird sich nach Einschätzung von Experten des Versicherungskonzerns Allianz in den kommenden Monaten weiter von der Nulllinie entfernen und zum Jahreswechsel bei über einem Prozent liegen. "Auch wenn dies durch einen ölpreisbedingten Basiseffekt hervorgerufen wird, dürfte die Debatte um Deflationsgefahren dann vom Tisch sein und wahrscheinlich werden auch die Inflationserwartungen ansteigen", so die Ökonomen.

Für deutliche Bewegung am Devisenmarkt sorgte vor dem Wochenende insbesondere der japanische Yen . Die Währung gewann kräftig an Wert, nachdem die Notenbank des Landes ihre Geldpolitik weniger als erwartet gelockert hatte. Zuletzt mussten Anleger für einen Dollar nur noch 102,09 Yen zahlen. Vor der geldpolitischen Entscheidung waren es noch über 105 Yen gewesen./la/he



 

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