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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstag trotz einer schwachen Nachfrage nach neuen Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) über der Marke von 1,29 US-Dollar gehalten. Börsianer begründeten dies mit einer Gegenbewegung nach den deutlichen Verlusten zur Wochenmitte, als die US-Notenbank die Erwartungen über die künftige Leitzinsentwicklung abermals angehoben und damit den Dollar wieder attraktiver gemacht hatte. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2914 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2872 (Mittwoch: 1,2956) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7769 (0,7718) Euro.

Die EZB musste am Donnerstag einen Rückschlag im Kampf gegen Wachstumsflaute und Niedriginflation hinnehmen. Die Nachfrage nach neuen Langfristkrediten blieb unter Banken überraschend gering. Statt der erwarteten 150 Milliarden Euro fragten die Geldhäuser nur knapp 83 Milliarden Euro nach. "Mit dem geringen Interesse nimmt der Druck auf die EZB zu, weitergehende Maßnahmen zu beschließen", kommentierte Experte Jan Holthusen von der DZ Bank. Laut Analysten könnte die Notenbank sogar ihre schärfste Waffe gegen Deflationsrisiken zücken: breitangelegte Wertpapierkäufe.

Das britische Pfund legte am Tag des Schottland-Referendums unterdessen zu. Händler begründeten dies mit jüngsten Umfragen, die auf eine knappe Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien hindeuten. Das Rennen bleibt aber denkbar knapp. Erhebungen zufolge waren viele Schotten bis zuletzt unentschlossen. Ob sich Schottland nach mehr als 300 Jahren vom Vereinigten Königreich lossagt, wird am frühen Freitagmorgen feststehen. Im Falle einer Abspaltung sind Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht auszuschließen./la/stw



 

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