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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Mittwoch an die Erholung vom Vortag angeknüpft und ist über 1,11 US-Dollar gestiegen. Nach der Talfahrt infolge der Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union stabilisieren sich die Märkte damit weiter.

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,1119 Dollar gehandelt. In der Nacht war er noch zeitweise bis auf 1,1049 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,1090 (Dienstag: 1,1073) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9017 (0,9031) Euro.

"Die Märkte erkennen zunehmend, dass die Auswirkungen des Brexit auf die Eurozone nicht so stark sind wie zunächst befürchtet", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. "Es gibt keine Hinweise dafür, dass sich die sogenannte Dominotheorie bestätigt." Einige Beobachter hatten befürchtet, dass weitere Länder Großbritannien bald folgen könnten. Dafür gebe es jedoch keine Hinweise. Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen für Großbritannien könnten sogar abschreckend auf Populisten in anderen Ländern wirken.

Noch deutlicher legte am Mittwoch das britische Pfund zu. Die britische Währung wurde bei 1,3526 Dollar gehandelt. Am Montag hatte das Pfund mit 1,3121 Dollar den niedrigsten Stand seit dem Jahr 1985 erreicht. "Insgesamt zeigt sich, dass es keinen Grund zur Panik gibt", sagte Rieke. Schließlich seien die Aktienmärkte zu Jahresbeginn deutlich stärker gefallen als an den Tagen nach der britischen Entscheidung. Die wirtschaftlichen Folgen für Großbritannien dürften sich erst nach und nach zeigen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82550 (0,82720) britische Pfund, 113,85 (113,40) japanische Yen und 1,0854 (1,0845) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1321,50 (1309,70) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 680,00 (37 480,00) Euro./jsl/tos/das



 

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