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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag weiter gesunken. Marktbeobachter sprachen von einer allgemeinen Dollar-Stärke, die den Euro im Gegenzug belastet hat. Im Mittagshandel fiel die europäische Gemeinschaftswährung auf ein Tagestief bei 1,1754 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1803 Dollar festgesetzt.

Am Devisenmarkt steht die Geldpolitik in den USA im Mittelpunkt des Interesses. Auf der Suche nach einer neuen Führungsspitze für die US-Notenbank Fed hatte sich Präsident Donald Trump laut Medienberichten zuletzt mit dem renommierten Ökonom John Taylor von der Universität Stanford getroffen. Taylor wird zu den geldpolitischen "Falken" gezählt, also zu denjenigen Ökonomen, die sich für eine eher straffe Geldpolitik mit steigenden Zinsen aussprechen. Generell beflügelt die Aussicht auf weiter steigende Zinsen den Dollar und belastet im Gegenzug den Euro.

Trump soll bei dem Treffen von Taylor beeindruckt gewesen sein. Der US-Ökonom hat sich einen Namen durch die sogenannte "Taylor-Regel" gemacht, die als die wohl bekannteste geldpolitische Regel gilt. Demnach kann der Leitzins durch eine vergleichsweise einfache Berechnung bestimmt werden. Bei einer konsequenten Anwendung der Taylor-Regel wäre der Leitzins in den USA deutlich höher als die aktuelle Spanne von 1,00 bis 1,25 Prozent.

Weiterhin im Rennen für den Spitzenposten bei der Fed ist wohl auch noch Amtsinhaberin Janet Yellen. Trump will sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag mit ihr treffen. Allerdings hat Yellen offenbar kaum Anhänger im Umfeld von Trump. Dieser hatte Yellen im Wahlkampf immer wieder kritisiert. Nach seiner Amtseinführung hatte er sich aber positiver über sie geäußert. Ihre derzeitige Amtszeit läuft im Februar 2018 aus./jkr/tos/zb



 

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