die Tendenz, die wir bereits in der letzten Woche beobachtet haben, setzt sich fort – das Vorhandensein durchaus wichtiger positiver Wirtschaftsdaten verleitet die Marktteilnehmer nicht zu neuen Käufen. Ein möglicher Grund dafür? Die allgemein angenommene Schwäche des Euros, die jedes Mal offensichtlicher wird.
Zunächst zum Positiven, denn da gab es, wie bereits oben erwähnt, Einiges zu verzeichnen. Zum einen erleben wir ein Eineinhalb-Jahres-Hoch der Industrieproduktion in Europa (1,0 Prozent bei erwarteten 0,4 Prozent), zum anderen stufte die Rating-Agentur Fitch Griechenland um eine Bonitätsstufe höher ein (vermutlich werden bald auch weitere Agenturen folgen). Hinzu kommt die gestiegene Risikofreude einiger Marktteilnehmer (der S&P 500 erreichte sein historisches Maximum).
Doch die Verkäufe im Euro setzten sich fort. Das könnte sich dadurch erklären, dass einigen Fakten von den Anlegern mehr Gewicht beigemessen wird als anderen. Zu diesen zählt sicherlich der deutsche ZEW-Index, der die Konjunkturerwartungen widerspiegelt. Bei einer Erwartung von 40 wurden die Marktteilnehmer mit enttäuschenden 36,3 Punkten konfrontiert. Sicherlich haben auch einige Diskrepanzen zwischen der EZB und dem deutschen Finanzministerium in der Frage einer Bankenunion dazu beigetragen, Unsicherheiten zu schaffen.
Zusammenfassend gehen wir davon aus, dass eine Welle der
Margin Calls und Stop Losses bei Privatinvestoren bevorsteht,
bevor die ganze Situation sich stabilisieren wird. In diesem
Sinne widmen wir uns der Technischen
Analyse:
Der 200-Tage-SMA fungiert nun als der Schlüsselwiderstand, und nur wenn dieser passiert ist, hat das Paar die Chance auf einer positive Entwicklung in Richtung der Widerstände im Bereich bei 1,3200, weiter zum 61,8-Prozent-Fibo-Retracement des Rückgangs von 1,3710 auf 1,2745 bei 1,3340. Mit genug Kraft würde das Währungspaar wahrscheinlich sogar die 1,3500 schaffen und von dort in Richtung des Maximums bei 1,3710 laufen.
Nun kommen wir zu unserer Daily-Wave-Analyse:
Vermutlich formiert sich ein Impuls [iii] of C. Wenn diese Vermutung richtig ist, können wir im Rahmen der Impulsentwicklung von Kurssenkungen ausgehen.
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Ihr Jens Chrzanowski
Managing Director Admiral Markets AS
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