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Donnerstag und Feiertag in Deutschland und die Sonne scheint - leider zur gleichen Zeit nicht an den globalen Finanzm\xE4rkten. W\xE4hrend man sich in Deutschland die gro\xDFe Mahlzeit zu g\xF6nnen scheint und einen kr\xE4ftigen Schluck aus der Pulle nimmt, so m\xFCssen sich in anderen L\xE4ndern in der Eurozone manche B\xFCrger den G\xFCrtel enger schnallen und zur Not bei Brot und Wasser sitzen. Nun ganz so schlimm ist es bestimmt nicht \xFCberall. Es soll auch bestimmt keine \xDCbertreibung sein oder eine ernste Thematik in die L\xE4cherlichkeit ziehen. Die Lage in der Eurozone und auch in Europa bleibt aber angespannt und auch die politischen Spannungen zwischen manchen L\xE4ndern steigern sich. Das mag Interpretationssache sein und genau dies macht es eigentlich auch so gef\xE4hrlich. W\xE4hrend die einen versuchen Europa beisammen zu halten, st\xE4nkern die anderen es m\xF6glichst mit ihrem Euro auch zerbrechen zu lassen (UK). Was sie im Endeffekt dann aber davon haben, ist jenen wohl derzeit noch nicht ganz klar. Wir werden im Ernstfall zwar nicht untergehen, wenn der Euro tats\xE4chlich den Bach runtergehen sollte, aber wir werden alle leiden - auch Deutschland als Zahlmeister so mancher "EU-Party" oder wie so einige Medien es auch beschreiben als Zahlmeister f\xFCr "Club-Med" (gemeint sind die "S\xFCdstaaten"). Was zur H\xF6lle passiert da eigentlich an den M\xE4rkten oder ist alles doch nur Medienhysterie? Stirbt der Euro tats\xE4chlich? Bekommen wir am Ende sogar wieder die Deutsche Mark oder wird es gar die Merkel-Mark? PIGIS, Club-Med und mehr Viele Journalisten schreiben sich teils die Finger wund und man mag glauben, sie bek\xE4men einen Extra-Preis, wenn sie gegen ihre eigene W\xE4hrung - den Euro - schreiben. Da die Medien zentral nicht bremsbar, steuerbar oder kontrollierbar sind (zum Gl\xFCck gibt es die Pressefreiheit bei uns in Europa), entsteht so ein Lauffeuer und marktpsychologisch betrachtet auch eine hohe Wirkung, die auf die Finanzm\xE4rkte einwirkt und dort auch oft "einschlagende" Wirkung erzielt. Dabei w\xE4re so manche Berichterstattung in der Tat besser im PC verblieben, anstatt diese an die jeweilige Redaktion zu versenden. Getreu nach dem Motto: "Si tacuisses, philosophum manisses"! Spr\xFCchen, wie: "Der Euro ist eine Missgeburt", "Der Euro kann nicht funktionieren", "Der Euro wird implodieren", "...explodieren" - nun - Totgesagte leben ja bekanntlich l\xE4nger, als man denkt. W\xE4hrend sich die B\xFCrger in Deutschland \xFCber ihre Renten sorgen, die derzeit z.B. in Athen, Lisboa, Dublin "angelegt" oder besser "verblasen" werden, streiten sich die Hellenen \xFCber eine geeignete Regierungsmannschaft, die den Griechen selbst und auch dem Rest der Eurozone das Leben geb\xFChrend erschweren und so ziemlich jeden vern\xFCnftig denkenden Menschen auf die Palme bringen kann. Doch man mag es ja kaum glauben, neben Griechenland gibt es schlie\xDFlich auch noch Portugal, Irland, Spanien und Italien in der Runde der PIGIS bzw. Club-Med-L\xE4nder mit hohen staatlichen Refinanzierungsrisiken. Und nun gesellt sich auch noch Frankreich in die Reihe der "Troublemaker" - wo soll das enden? Wir sind da auch nicht auszuklammern und recht bald wird es auch uns erwischen. Man kann sich wirklich nicht vorstellen, das Deutschland auf l\xE4ngere Sicht diese Last tragen kann und will. Eurokrise - jetzt live einschalten Wie ein TV-Ereignis wird die Eurokrise in den USA oder bei unseren europ\xE4ischen "Gro\xDF-Insulanern" verkauft. "Euer Euro ist nicht angez\xE4hlt - er krepiert". Solche Meinungen bleiben hoffentlich auch Meinungen. Nicht nett \xE4u\xDFern sich auch amerikanische und britische Gro\xDFinvestoren. Neben Sorge um ihre eigenen Gelder s\xE4hen sie zudem noch Spott. Am Ende aber haben sie doch alle keine wirkliche L\xF6sung oder Alternative zu ihrem Geschw\xE4tz anzubieten. Der britische Premier Cameron umschreibt die Situation um die europ\xE4ische Gemeinschaftsw\xE4hrung mit "make or break" - sch\xF6n gesagt Herr Cameron. Was machen die Briten eigentlich, wenn ihnen der Euro um die Ohren fliegt und sie am Ende gigantische zus\xE4tzliche Mittelzufl\xFCsse in ihr Pfund Sterling haben (das ist in den letzten Monaten ja sowieso erheblich st\xE4rker geworden und dies trotz ebenso schlechter Realdaten der britischen Wirtschaft - von den britischen Staatsschulden mal gar nicht erst angefangen)? Wird Gro\xDFbritannien derzeit als gr\xF6\xDFerer Schweiz-Ersatz gefeiert? Kommt es zu noch weiteren Aufwertungen des Pfunds? Selbst Britanniens oberster Zentralbanker Mervin King (BoE) redet das Pfund nun schon schw\xE4cher, weil seine vermeintlich noch funktionierende Rechnung mit Geldmengen, Inflationszielen und Gelddrucken sonst gar nicht mehr aufzugehen scheint. Die Briten haben folglich auch kein Geheimrezept und werden das Rad auch nicht neu erfinden. Irgendwann werden es alle einmal verstehen - wir alle steuern mittlerweile in einem gemeinsamen, europ\xE4ischen oder sogar globalen Boot. Wir m\xFCssen gemeinsame Wege finden und d\xFCrfen blo\xDF nicht wieder auf die alte, nationale Schiene zur\xFCckfallen. Dies w\xE4re ein wahres Fehlman\xF6ver. Merkozy und Grexit Unterdessen \xFCberbieten sich gerade die Schlagzeilen \xFCber Spanien und Griechenland wieder. Die Spreads zwischen den Pr\xE4mien f\xFCr deutsche Staatsanleihen (Bunds) und den spanischen Staatsanleihen (Bonos) und italienischen Staatsanleihen (BTPs) weiten sich wieder st\xE4rker. Die neuerliche Ausweitung der CDS-Spreads wird zus\xE4tzlich wieder durch Herabstufungen durch die Rating-Agenturen entfacht. Wieder einmal gie\xDFt man \xD6l ins Feuer. Nun kommt auch noch die Panikmache mit dem "Banken-Run" hinzu - Leute! Die Medien erfinden neben dem alten Stichwort "Merkozy", das man jetzt ja sinnvoll ersetzen muss (oder auch nicht) nun auch Wortkombinationen, wie "Grexit" - wirklich uns\xE4glich so ein Schwachsinn. Der Austritt Griechenlands wird f\xF6rmlich herbeigeschrieben, herbeigew\xFCnscht - einer Umfrage einer gro\xDFen griechischen Tageszeitung zufolge wollen 78 Prozent der Griechen diesen Euro-Austritt aber gar nicht. Bei den Spaniern ziehen weiter dunkle Wolken auf. Im spanischen Bankensektor rumort es ebenfalls kr\xE4ftig. Die Verstaatlichung der viertgr\xF6\xDFten Bank des Landes - der "Bankia" - zieht seine Nachbeben nach sich. Zum heutigen Tag h\xF6rt man von immerhin schon Abhebungen von \xFCber einer Milliarde Euro von Konten bei der Bankia - setzt sich dies fort, so haben die Spanier ihren "Banken-Run" tats\xE4chlich. Dies ist aber auch schon in UK zu Zeiten der Krise um Northern Rock der Fall gewesen und man konnte auch dieses Problem schnell und sehr glaubw\xFCrdig l\xF6sen - bitte also keine Panik verbreiten! Man sieht folglich eindrucksvoll und teils schon besorgniserregend, wie schnell eine Entwicklung ausufern kann. In der Eurozone gibt es derzeit kein Wachstum - wir stecken bei der noch schwarzen Null fest. Deutschland ist zwar weiter die Lokomotive, alle anderen hinken mehr oder weniger stark hinterher, manche haben sehr starke Schwierigkeiten den Anschluss zu bekommen und einer hat die rote Laterne auf Ewigkeit gepachtet - Griechenland. Wenn nun noch innerhalb Europas der Sozialneid ausbricht, wird diese schnell wuchernde Krankheit auf fruchtbaren Boden fallen - dies muss unbedingt verhindert werden. Auch gerade aus diesem Grund brauchen wir die "gemeinsame Anstrengung". Exkurs: CDS - Credit Default Swaps Allerorts wird in den Finanzmedien dieses K\xFCrzel \x93CDS\x94 verwendet - auch in den Nachrichten fallen diese drei Buchstaben gelegentlich auf. Doch was sind eigentlich CDS-Credit Default Swaps? Wie darf man sich den Markt, den CDS-Handel vorstellen? Eines sollte man sich jedoch vorstellen - der Markt rund um den Handel mit CDS ist gigantisch geworden und er l\xE4uft \x93OTC-over-the-counter\x94 ohne zentrale B\xF6rsenaufsicht. Da haben wir schon den Salat! Vielleicht war die Erfindung der "Credit Default Swaps" (\xFCbrigens von einer Frau erfunden) der Anfang vom Ende, quasi der vorprogrammierte Untergang des Finanzsystems, das wir bis heute noch so kennen. Letztlich waren es die Investmentbanken, die diese Form des Investierens f\xFCr Investoren, Trader oder Spekulanten erst m\xF6glich machten. Investmentbanken entwickelten den Markt f\xFCr "Credit Default Swaps" immer weiter, einige beteiligte Banken gibt es heute bereits nicht mehr. Namen wie Bear Stearns oder Lehman Brothers sind Geschichte. Mit dem "Credit Default Swap" bekam der Investor ein Vehikel in die Hand, das ihm die M\xF6glichkeit gab, auf fallende Kurse jeder beliebigen Anleihe zu spekulieren. Man handelte fortan folglich auf Versicherungspolicen, die \xFCblicherweise den Zweck verfolgen, den Basiswert z.B. eine Staatsanleihe gegen das Ausfallrisiko des Emittenten (in diesem Fallbeispiel ein beliebiger Staat) abzusichern. Der eigentliche Fehler im System oder bzw. die Kuriosit\xE4t an solch einem Handel - man kann die Versicherungspolice auch "naked/nackt" handeln. Dies bedeutet, man muss den Basiswert erst gar nicht besitzen. Keine Versicherungspolice der Welt bietet Ihnen so etwas. Da gibt es das ber\xFChmte Beispiel: Sie besitzen ein Haus und versichern es durch eine Brandschutzversicherung. Sie sch\xFCtzen sich dadurch vor dem Abbrennen Ihres Hauses. Nun kaufe ich als Spekulant jedoch auch eine Versicherungspolice f\xFCr Ihr Haus bzw. ich erwerbe ein Derivat, welches mir Gewinne erbringt, wenn Ihr Haus sogar abbrennt. \xDCber die Moral kann man hier bestimmt streiten - dieses Beispiel zeigt jedoch den Kern des Problems. Im Normalfall sollen z.B. "Credit Default Swaps" gegen Ausfallrisiken bei Anleihen absichern. Ein Staat begibt als Italien eine 5-Jahres-Anleihe. Der aktuelle Spread gem\xE4\xDF "Markit" zwischen den Deutschen 5-Jahres-Anleihen ("Bunds"), die als Benchmark im Handel mit Staatsanleihen gelten und den italienischen 5-Jahres-Anleihen betr\xE4gt 505 Basispunkte. Dies bedeutet, dass die italienische Schuldenagentur 505.000 US-Dollar j\xE4hrlich zus\xE4tzlich aufwenden muss, um 10 Millionen US-Dollar italienischer 5-Jahres-Schuldtitel gegen Ausfall zu versichern. Auf die 5 Jahre sind demnach 2.525.000 US-Dollar an CDS-Geb\xFChren f\xE4llig - zus\xE4tzlich kommen noch weitere Geb\xFChren dazu. An diesem Beispiel soll vor allem die enorme Mehrbelastung dieser Staaten erkannt werden, die sich ja weiter irgendwie am Markt refinanzieren m\xFCssen. Zudem nehmen Staaten ja nicht nur 10 Millionen Euro mit einer Auktion am Markt auf, sondern begeben Anleihen gew\xF6hnlich in Gr\xF6\xDFenordnungen von einer halben Milliarde Euro oder US-Dollar bis zu mehreren Milliarden Euro bzw. US-Dollar. Da werden allein die CDS-Kosten zum Horror! Einige Eurol\xE4nder haben den Zugang zum Markt bereits verloren und h\xE4ngen am Tropf des IWF, des EFSF(European Financial Stability Facility) oder zuk\xFCnftig eben (ESM), der EZB oder einer sonstigen Institution. Die Europ\xE4ische Zentralbank ist bereits jetzt schon mit Schuldtiteln der PIGIS-L\xE4nder \xFCberfrachtet, zudem kommen neben Staatsanleihen auch noch Bankenanleihen und zus\xE4tzliche Liquidit\xE4tsspritzen f\xFCr die Banken hinzu. Das Exposure der EZB im Bezug auf in Schieflage geratene Emittenten ist eine Farce - die EZB ist faktisch schon zum allerletzten Rettungsanker f\xFCr strauchelnde Emittenten geworden. In den Kellern der EZB (wenn man dies mal bildlich ausdr\xFCcken m\xF6chte) stapeln sich Schuldtitel der PIGIS-L\xE4nder in H\xF6he von rund 750 Milliarden Euro (diese Zahl stammt noch aus dem Dezember 2011 und mittlerweile sind es leider wohl \xFCber eine Billion Euro - und es werden "malheureusement" (Hollande) eher mehr! M\xE4rkte suchen die Stabilit\xE4t Verzweifelt sucht man Stabilit\xE4t in diesen Tagen. Doch wo ist diese zu finden? In deutschen Bundesanleihen wiegt man sich vermutlich sicher. Es ist ein Wahnsinn, der da gerade passiert. Nur Deutschland scheint man als gro\xDFem Markt noch trauen zu wollen. Das dr\xFCckt die Renditen von deutschen 10-Jahres-L\xE4ufern auf Rekordtiefs und damit derzeit auf 1,42 Prozent. Der Euro-Bund-Future - der Zins-Future - notiert mit aktuell 144,06 auf seinem Rekordhoch, den Charttechnikern gehen schon die Referenzpunkte aus (uncharted territories), um weitere vern\xFCnftige und technische Anlaufmarken zu generieren. Es bleibt nur noch die obere Aufw\xE4rtstrendkanallinie, die den Zins-Future auf 145,87 laufen lassen k\xF6nnte. Die massive Anlage in deutsche Anleihen zu einem faktisch ja negativen Realzins verdeutlicht die derzeitige Angst und das Misstrauen des Marktes anderen Teilnehmern gegen\xFCber. Wo soll das blo\xDF enden? Der Euro bleibt zumindest auch durch dieses Bild insgesamt schwach. Risikoaversion bedeutet steigende Notierungen im Euro-Bund-Future und vice versa fallende Renditen bei den Bundesanleihen. Durch die Risikoaversion kommt es zu Mittelabfl\xFCssen aus dem Euroraum hin zum Greenback und auch Yen und Pfund. Der Franken hat derzeit sein eigenes Spiel mit und durch die SNB, die \xFCbrigens auch kr\xE4ftig Bunds kauft. Diese Mittelabfl\xFCsse aus Aktienm\xE4rkten, Rohstoffm\xE4rkten und weiteren europ\xE4ischen (in Euro notierten) Anlageklassen lassen den US-Dollar rapide an Wert gewinnen. Damit einhergehend fallen die in US-Dollar fakturierten Rohstoffe in ihren Notierungen meist teils bis deutlich zur\xFCck, da diese durch den erstarkten US-Dollar vorerst teurer wirken. Es ist ein verbl\xFCffend oft zutreffendes "Korrelationsspiel", das man als Trader nat\xFCrlich jeden Tag st\xFCndlich, min\xFCtlich auch "spielt". Keiner wird dies wohl jemals \xE4ndern, es sei denn die B\xF6rsen werden abgeschafft. Euro weiter schwach In der abgelaufenen Woche kratzte EUR/USD schon bei Kursen um 1,2645. Die EUR/USD 1,25 sind folglich nur noch einen Schritt weit entfernt - so etwas kann ja bekanntlich pl\xF6tzlich und schnell gehen. Die Unterst\xFCtzung liegt aktuell um die Marke von EUR/USD 1,2625. Der Test dieser Notierung befindet sich aktuell im Versuch. Zum Zeitpunkt dieser Analyselag das Tagestief bei rund 1,2642. Die st\xE4ndige Marktunsicherheit um Griechenland und der gef\xFCrchtete \xDCbertragungseffekt (Ansteckungsgefahr bzw. Domino-Effekt) auf Spanien, Italien und weitere Eurol\xE4nder, ist weiter das marktbeherrschende Thema. Die Ressourcen des EFSF mit derzeit wohl immer noch 700 Milliarden Euro (ob diese tats\xE4chlich bereitstehen wissen wohl nur die Eingeweihten) werden als "Firewall" gegen einen Euro-Massenverkauf bei Extrem-Panik wohl nicht ausreichen. Nur zum Vergleich: Bei einem t\xE4glichen Handelsvolumen von 1 Billion Euro nur in EUR/USD wird die Gr\xF6\xDFe des EFSF sichtbar. (IWF und weitere Institutionen werden jedoch wohl sehr zeitnah einschreiten k\xF6nnen und eine etwaige, vollst\xE4ndige Kurskatastrophe verhindern. Obendrein werden auch die USA, UK, Schweiz, Japan und weitere Handelspartner nicht an einem W\xE4hrungszerfall des Euro interessiert sein. Allein deshalb werden sie den Kurs der Gemeinschaftsw\xE4hrung st\xFCtzen und ihre W\xE4hrungen halbwegs stabil im Wechselkurs zum Euro halten. Was immer passieren mag in naher und ferner Zukunft, die EZB ist mehr und mehr im Zugzwang und es ist tats\xE4chlich fraglich, wie weit sie als "unabh\xE4ngige" Institution \xFCberhaupt \xFCberleben kann, wenn sie nicht schon l\xE4ngst "politisch" ist. Ein Vorantreiben einer Fiskalunion wird - ob das allen Betroffenen schmeckt oder nicht - die einzige nachhaltige L\xF6sung f\xFCr den Euro sein. Gelingt dies nicht, so ist bald "Ende der Veranstaltung". Den Weg in die Transferunion wollen viele vermeiden - so kann man es in Statements der Politiker lesen. Faktisch haben wir die Transferunion schon l\xE4ngst. Die "Triple-A-L\xE4nder" (viele sind ja nicht mehr \xFCbrig) sitzen auf gigantischen Verpflichtungen. Wenn die "Zeitbombe" namens "Euro-Verbindlichkeiten" kracht, so machen auch bei uns die Bilanzen der Bundesbank und der Bundeshaushalt die Kr\xE4tsche. Wenn das passiert, ist "Mutti" (Angela Merkel) auf und davon! Der rettende Anker bleibt aber aktuell tats\xE4chlich Deutschland. Analysten der anglo-amerikanischen Banken haben zwar eine Bandbreite von Kurszielen von 1,45 bis hinunter zur Parit\xE4t f\xFCr das Jahresende 2012 ausgegeben, die wenigsten gehen aber von einem "blow-up" des Euro aus (ein paar sagen das nat\xFCrlich aus reinem Eigeninteresse f\xFCr gro\xDFe Shortpositionen gegen den Euro). Ein Fakt bleibt weiter im Markt vorhanden: Die USA ben\xF6tigen einen schwachen US-Dollar! Allein dies sch\xFCtzt vor einem \xFCberraschenden "blow-up". Zudem sehen viele Analysten aus dem Bond-Sektor, Devisen-Sektor in Deutschland einen hohen Wert. Selbst Deutschland verzeichnet derzeit in dieser Krisenstimmung Repatriierungen von Auslandsinvestitionen und weiteren Mittelr\xFCckfl\xFCssen - das sorgt f\xFCr langsamere Fahrt im Euro-Abw\xE4rtstrend. Ungereimheiten, Chaos und st\xE4ndige Meetings und Gipfel Ein paar Ereignisse lassen weiter das Chaos im Euroraum regieren. Alles wird zum einem Anti-euro-Giftcocktail verr\xFChrt und dem Investor via Ticker serviert. Themen wie Banken-Run, massive Geldtransfers in die Triple-A-L\xE4nder, schlechte Wirtschaftsdaten aus Spanien, politisches Durcheinander in Spanien, kurzfristig ja auch in Frankreich, in Italien und vor allem \xC4rger beim Dauerthema Griechenland lassen den Euro einfach nie zur Ruhe kommen. Der spanische Bankensektor schreibt dauerhaft Schlagzeilen in dieser Woche und dar\xFCber hinaus. Bankia wird verstaatlicht, die Kunden heben 1 Milliarden Euro ab, herrje welch Chaos! Pl\xF6tzlicher Abfall von 700 Millionen Euro auf griechischen Bankkonten kommt da noch erschwerend hinzu. Ungereimtheiten bzw. Verwirrung stiften auch Aussagen von EZB-Pr\xE4sident Draghi. Die EZB akzeptiert nun von griechischen Banken keine "collaterals" mehr. Komischerweise k\xF6nnen die trudelnden griechischen Banken sich nun bei der griechischen Zentralbank durch diese von der EZB nicht mehr akzeptierten Sicherheiten weiter Liquidit\xE4t besorgen - hier scheinen die Juristen schon das Zepter f\xFCr einen drohenden "Grexit" (Austritt Griechenlands aus der W\xE4hrungsunion) in die Hand genommen zu haben. Zumindest k\xF6nnte man diesen Schritt als rein juristisch interpretieren. Im Endeffekt l\xE4uft danach n\xE4mlich eh wieder alles \xFCber die EZB und die \xFCblichen Verd\xE4chtigen EFSF, IWF usw. - Verwirrung und Un\xFCbersichtlichkeit eben. Durch die vielen weiteren Treffen, Meetings, Gipfel, Wahlen und EZB-Termine kommt der Euro zus\xE4tzlich nicht zur Ruhe. Niemand kann derzeit einsch\xE4tzen, was wohl als n\xE4chster Schritt droht und welche neuen Fakten man wohl auf den vielen Treffen, Meetings, Gipfeln denn noch so schaffen mag. In diesem Fall ein weiterer Punkt f\xFCr US-Dollar und Pfund - da herrscht zumindest kein Durcheinander! Die EZB hat aktuell angek\xFCndigt, vorerst keine \xC4nderungen ihrer "Politik" vorzunehmen. Bei LTRO (long term refinancing operation) und SMP (Securities Markets Programme - Hinter dem SMP-Programm steht der Ankauf von Staatsanleihen aus finanzschwachen Mitgliedsl\xE4ndern der Eurozone (PIIGS) durch die EZB) wird es ohne neuen Marktschock keine \xC4nderungen geben - eigentlich be\xE4ngstigende Ausdrucksweisen. Technische Betrachtung des W\xE4hrungspaares - EUR/USD Sie verschwinden einfach nicht vom Angesicht der M\xE4rkte - die politischen B\xF6rsen haben sich in Euroland festgebissen. Es bleibt ungeheuer schwierig halbwegs reelle, glaubw\xFCrdige und nachhaltige technische Analysen zu erstellen. Denn politischen B\xF6rsen sagt man ja kurze Beine nach. Sie verf\xE4lschen nahezu jeden Markt und lassen damit auch eine genaue Analyse schnell zu Makulatur werden. Auf die Sicht der n\xE4chsten Handelstage werden die M\xE4rkte auf weitere Pr\xFCgel gegen den Euro setzen - die Positionierungen auf der Short-Seite gegen den Euro sind gigantisch - dies birgt aber jederzeit besonders hohe Gefahr f\xFCr den Devisentrader, denn durch die extrem hohe Anzahl von Shorties im Markt und einem bereits sehr stark abverkauften Euro seit den Zwischenhochs um EUR/USD 1,3350er-Niveau, werden nun auch irrationalen Kursbewegungen T\xFCr und Tor ge\xF6ffnet. Schnell kommen mal St\xFCtzungsk\xE4ufe durch konzertierte Aktionen der Notenbanken oder weiterer, durch ihre eigene Interessenlage agierenden Gro\xDFbanken, zustande. Die Derivatemaschinerie tut ihr \xDCbriges und die Gro\xDFspekulation gegen den Euro soll und will auch bek\xE4mpft werden. Es ist und bleibt gerade in diesem gr\xF6\xDFten und wichtigsten W\xE4hrungspaar sehr gef\xE4hrlich. Theoretisch l\xE4uft man als Trader zu diesen Marktzeiten jederzeit in die B\xE4ren- oder Bullenfalle. Eine Meldung drau\xDFen im Markt von Merkel & Co oder eine vermeldete Katastrophe oder Hiobsbotschaften aus den PIGIS-L\xE4ndern und schon kracht es am Devisenmarkt und den Bond- und Aktienm\xE4rkten. Es ist aus diesem Grund nicht ganz sicher, ob EUR/USD seine Abw\xE4rtsbewegung auch tats\xE4chlich fortsetzen wird. Die Marke von 1,2625 bietet derzeit zumindest einen Halt. Der n\xE4chste Rutsch kann dann schon bis auf die 1,2465/50 gehen. Die alten Tiefs um EUR/USD 1,1875 stehen in diesem ungeheuer schnellen Markt schnell in ein paar Wochen auf dem Tableau. So unrealistisch sind diese Zahlen von diversen Instituten nun nicht. Man bemerkt immer wieder die Rasanz des Kursabschwungs, die Schnelligkeit der Abw\xE4rtsbewegung und registriert eine umso langsamere Gegenbewegung, der in der letzten Zeit mehr und mehr die Luft ausgeht. Spikes in EUR/USD werden gerne genutzt, um wieder Shortpositionen neu zu platzieren. Die immer tieferen Zwischenhochs verdeutlichen den aktuell eingeschlagenen, langfristigen Abw\xE4rtstrend, der auf seiner unteren Abw\xE4rtstrendlinie deutlich auf ein Kursniveau um EUR/USD 1,1500 Peilung nimmt. Die runde Marke von EUR/USD 1,3000 hat sich eine Weile als sehr knackig und bissfest erwiesen. Nun ist sie gefallen und alle Euro-Bullen tr\xE4umen von dieser Marke, die nun in weite Ferne ger\xFCckt scheint. Nun kann nur noch Ben Bernankes (BBs) "Geschw\xE4tz" die M\xE4rkte drehen lassen und den Greenback stark abgeben lassen. Ob es allerdings mal wieder eine 500-Pip-Tages-Nadel geben wird, wie schon einmal an einem "Bernanke-Tag" ist jedoch fraglich. Charttechnik Werden wir die Parit\xE4t sehen? Werden wir Kurse um EUR/USD 1,1875 oder darunter in Richtung 1,1500 oder sogar 1,10 sehen? Es ist niemals etwas auszuschlie\xDFen, aber eine 1,60 oder 1,40 werden wir jedoch in diesem Umfeld tats\xE4chlich nicht mehr so schnell sehen. F\xFCr die gro\xDFe Unruhe, die aber aktuell rund um den Euro im Markt herrscht, ist ein aktuelles Kursniveau von 1,26/1,27 bestimmt kein Chaos oder Ungl\xFCck. Die europ\xE4ische Gemeinschaftsw\xE4hrung handelt zum Zeitpunkt dieser Analyse vor der amerikanischen Markter\xF6ffnung bei EUR/USD 1,2711 (14:58 Uhr). EUR/USD ist auf Tagesbasis charttechnisch betrachtet mit einem RSI-Wert von 37,1330 (Zeitpunkt der Analyse 18.05.2012, 14:58 Uhr) neutral zu werten. Die Unterst\xFCtzungen auf Tagesbasis liegen bei S3/S2/S1 > 1,2676/1,2691/1,2700 - die Widerst\xE4nde auf Tagesbasis liegen bei R1/R2/R3 1,2724/1,2739/1,2749. EUR/USD handelt in einer Tagesspanne von nur 88 Pips vom Tageshoch 1,2730 zum Tagestief bei 1,2642. Eine wichtige Haltemarke, die durch den langfristigen Aufw\xE4rtstrend gebildet wird, findet sich im Bereich der EUR/USD 1,2625. Von den langfristigen Fibonacci-Retracements vom Allzeithoch bei EUR/USD 1,6036 (100.0) zum Zwischentief bei 1,1875 (0.0) bestimmt derzeit die 23.6-prozentuale Fibo-Marke bei rund 1,2850 das \xFCbergeordnete Kursbewegungsmuster. Der Trend bleibt weiter abw\xE4rts gerichtet. Um an diesem Bild etwas zu \xE4ndern, muss EUR/USD nach oben aus der Range ausbrechen, die 1,2850 zur\xFCckerobern und per Tagesschluss knacken - erst dann w\xE4re die 1,3000er-Marke anlaufbar. Das B\xE4ren-Szenario ist jedoch weiter zu favorisieren in diesem Marktumfeld. Achten Sie auf Spikes in Richtung der EUR/USD 1,2850/70 und nutzen diese erneut f\xFCr Shorts! Beachte: Derivate wirken in beide Marktrichtungen!!! Denken Sie immer an eine vern\xFCnftige und besonnene Weise des Handels mit Derivaten. Derivate k\xF6nnen Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Schuhe ausziehen. Beherzigen Sie immer eine genaue Risikopr\xFCfung und haben Sie Ihr Risiko- und Moneymanagement im Griff und vor allem sich selbst und Ihre Gef\xFChle bei jedem eingegangenen Trade. Sie handeln nicht gegen den Markt, sondern nur gegen sich selbst! Jeden einzelnen Handelstag! Ich w\xFCnsche allen Lesern, Tradern und Investoren ein sonniges Wochenende und eine erfolgreiche neue Handelswoche! Dirk Friczewsky Friczewsky Financial Markets Ob Long oder Short - Wollen Sie Gewinne in steigenden und fallenden M\xE4rkten erzielen? In den n\xE4chsten Wochen startet der neue Dienst von Friczewsky Financial Markets. Der neue Dienst informiert Sie in Echtzeit \xFCber die aktuellen Kursbewegungen der wichtigsten M\xE4rkte. Mittels der eigenen hausinternen Expertise werden durch die Technische Analyse, die Fundamentalanalyse und die Sentimentanalyse Basiswerte der Handelsklassen im Bereich Aktien, Anleihen, Devisen, Indizes und Rohstoffen einem Marktscreening unterworfen. Sie werden via Mail und im angemeldeten Bereich via "Tweets" \xFCber konkrete Setups informiert. Der Dienst ist unabh\xE4ngig, bevorzugt keine Bank bzw. keinen Broker, keinen Emittenten oder jedweden Marktakteur oder auch jedwedes Institut!Mit unserem Markteintritt rechnen wir in den n\xE4chsten Wochen! Offenlegung gem\xE4\xDF \xA734b WpHG wegen m\xF6glicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert. Technical anlysis supported by: ActivTrades PLC, 1 Thomas More Square, London, E1W 1YW Kurs- und weitere Informationen zum Thema: EUR/USD (Euro / US-Dollar) Aktuelle Diskussionen zum Thema: SCHWER-Gewichte in SILBER (28.05.12) Der EUR/USD 2,0 Thread (28.05.12) Euro 3.0 Alternativ Thread (28.05.12) Aktuelle Nachrichten zum Unternehmen: Euro steigt über die Marke von . (08:03) Euro über 1,25 US-Dollar, Goldpr. (25.05.12) Neue MINI Long-Zertifikate auf E. (25.05.12) US-Dollar: Wohin geht die Reise. 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