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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Anlegern und Analysten mit ihren neuen Entscheidungen ein kleines Rätsel aufgegeben. Zum einen weitete die Notenbank ihre Geldschwemme zur Inflations- und Wachstumsbelebung zeitlich aus, wie EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der Zinssitzung des EZB-Rats bekanntgab. Zum anderen jedoch wird die monatliche Kaufsumme ab April 2017 um 20 Milliarden auf 60 Milliarden Euro verringert. Während Draghi mehrfach betonte, es handele sich nicht um den Beginn des Ausstiegs aus den Anleihekäufen ("Tapering"), waren sich Fachleute in dieser Frage uneins.

In jedem Fall überraschte die Notenbank mit ihren Entscheidungen die meisten Experten. Sie hatten erwartet, dass die EZB ihre Wertpapierkäufe in unveränderter Höhe vom bisherigen Enddatum März 2017 um ein halbes Jahr auf September 2017 verlängert. Die tatsächliche Entscheidung der EZB ist also zum einen weniger expansiv ausgefallen als erwartet, wenn auf die Reduzierung des monatlichen Kaufvolumens abgestellt wird. Sie ist andererseits expansiver als erwartet, falls die zeitliche Verlängerung in den Blick genommen wird.

TAPERING ODER NICHT?

Ähnliches gilt, wenn man die Gesamtsumme der Entscheidung heranzieht: Die Markterwartungen einer halbjährlichen Verlängerung um monatlich 80 Milliarden Euro ergibt einen Gesamtbetrag von 480 Milliarden Euro. Die tatsächliche Verlängerung um neun Monate und monatlich 60 Milliarden Euro ergibt eine Summe von 540 Milliarden Euro. Insoweit wurden die Markterwartungen also übertroffen. Allerdings kauft die EZB im kommenden Jahr weniger Anleihen als in diesem Jahr. Die Geldschwemme wird insoweit also verringert.

Analysten gaben sich in ihren Kommentaren alles andere als einmütig. Während die einen zumindest von einer Art "Tapering" sprachen, sahen das andere Fachleute nicht so. "Tapering ist nicht das richtig Wort dafür", kommentierte Holger Schmieding vom Bankhaus Berenberg. Verglichen mit der US-Notenbank Fed, die einen ähnlichen Prozess im Jahr 2013 begann, habe die EZB einen anderen Weg gefunden, ihre Käufe zu verringern. Schmieding sprach von einer unterm Strich neutralen geldpolitischen Entscheidung, die also weder eine lockerere noch eine straffere Haltung nach sich ziehe.

DRAGHI: 'DAS IST KEIN TAPERING'

Auch EZB-Chef Draghi bemühte sich in der Pressekonferenz nach der Zinssitzzug redlich, Spekulationen über ein Abschmelzen der Wertpapierkäufe im Keim zu ersticken. Mehrfach sagte er, "Tapering" sei im geldpolitischen Rat überhaupt nicht diskutiert worden. Er ging sogar so weit, das Kaufprogramm der Notenbank als "in einem gewissen Sinne unbefristet" zu bezeichnen. "Die Reduzierung der monatlichen Käufe ist kein Tapering", sagte Draghi nicht nur einmal. Kein Ratsmitglied habe ein Abschmelzen der Käufe angesprochen, die Entscheidung sei in "sehr breitem Konsens" getroffen worden. Zudem könnte die monatliche Kaufsumme auch wieder angehoben werden, falls dies erforderlich werden sollte.

Neben den Entscheidungen zum Umfang ihres Kaufprogramms traf die Notenbank Vorsorge gegen absehbare Knappheiten am Anleihemarkt. So wird die Notenbank künftig auch Wertpapiere kaufen, deren Effektivzins oder Rendite unterhalb des EZB-Einlagensatzes von minus 0,4 Prozent liegt. Bisher hatte die Notenbank derartige Käufe nicht vorgenommen, was Bankökonomen mit der Vermeidung von Verlusten auf Seiten der EZB begründet hatten. Draghi räumte auf Rückfrage ein, dass die Notenbank mit derartigen Käufen tatsächlich Verluste einfahre. Zugleich sagte er, Käufe von Anleihen mit einer Rendite unterhalb des Einlagensatzes seien eine Option, keine Notwendigkeit.

EZB WILL KNAPPHEITEN VORBEUGEN

Darüber hinaus erweiterte die Notenbank den Laufzeitbereich der kaufbaren Anleihen. Statt bisher 2 bis 31 Jahren sollen zusätzlich Wertpapiere mit einer Laufzeit ab einem Jahr gekauft werden. Einige Bankvolkswirte hatten mit einer solchen Maßnahme gerechnet, weil sich damit die kaufbare Menge an Wertpapieren erhöht. Ohne derartige Schritte wären nach Einschätzung von Experten die von der EZB erwerbbaren Wertpapiere, insbesondere deutsche Bundesanleihen, im Laufe des kommenden Jahres knapp geworden.

Eine Erhöhung des maximal kaufbaren Anteils einer Wertpapieremission oder eines Emittenten (derzeit je 33 Prozent), was einige Volkswirte zur Behebung von Knappheitsproblemen erwartet hatten, nahm die Notenbank nicht vor. Draghi erklärte, dies würde rechtliche Probleme mit sich bringen. Vermutlich spielte er damit auf Vorwürfe an, dass die Anleihekäufe der Notenbank ab einer gewissen Grenze kein geldpolitisches Instrument mehr, sondern Staatsfinanzierung darstellen könnten. Ihre Leitzinsen beließ die EZB wie allgemein erwartet unverändert. Der wichtigste Leitzins liegt damit weiter bei null Prozent.

UNEINHEITLICHE MARKTREAKTION

An den Finanzmärkten waren sich die Anleger nicht ganz einig, wie die Notenbankentscheidungen zu deuten sind. Der Euro reagierte mit deutlichen Verlusten, was die Interpretation einer geldpolitischen Lockerung nahelegt. An den Anleihemärkten stiegen die Renditen vieler Staatsanleihen dagegen spürbar an, besonders deutlich in den südeuropäischen Ländern Portugal, Spanien und Italien. Dies dürfte eine Reaktion auf den ab April verringerten Anleihekaufbetrag sein. An den Börsen wurden die Entscheidungen überwiegend freundlich aufgenommen./bgf/jkr/she



 

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