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FRANKFURT (dpa-AFX) - Einen Tag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed ist der Eurokurs am Dienstag unter Druck geblieben. Zwischenzeitlich war die Gemeinschaftswährung bis auf das bisherige Tagestief von 1,1023 US-Dollar abgerutscht. Zuletzt notierte sie bei 1,1046 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1025 (Montag: 1,1058) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9070 (0,9043) Euro.

Am Devisenmarkt richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Nach allgemeiner Erwartung wird es zwar vorerst keine Zinsanhebung geben. Dafür könnte es aber Signale geben, wann genau mit einer Zinswende zu rechnen ist. Als wahrscheinlichste Termine gelten September und Dezember dieses Jahres. Analysten der Postbank sehen eine gewisse Nervosität an den Devisenmärkten. Sie befänden sich in Hab-Acht-Stellung, so die Experten.

Für eine leichte Gegenbewegung zum sinkenden Eurokurs sorgten negative Konjunkturdaten aus den USA. Die Hauspreise im Mai waren im Vormonatsvergleich überraschend gefallen. Zudem hatte sich die Stimmung der Verbraucher im Juli unerwartet deutlich auf den niedrigsten Stand seit September 2014 eingetrübt. Die Hauspreise gelten als wichtig für die Entscheidungen der Fed, weil sie die Konsumfreude der privaten Haushalte beeinflussen.

Auch Unsicherheiten rund um Griechenland könnten in den kommenden Tagen weiter auf den Eurokurs wirken. Bei den aktuellen Verhandlungen zum neuen Hilfspaket kam es zu Verzögerungen aufgrund von Unstimmigkeiten über die Unterbringung der Troika-Vertreter in Athen außerhalb der Innenstadt. "Und so ist schon wieder Zeit ins Land gegangen", schreibt Lutz Karpowitz, Analyst bei der Commerzbank. "Zeit, die vor allem Athen nicht hat. Ich bin mir sicher, dass solche Scharmützel mit der Zeit noch an Fahrt aufnehmen werden."/la/he



 

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