AUD/USD (Australischer Dollar / US-Dollar)


WKN: A0E4TC ISIN: XC000A0E4TC6
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08.11.19 Open End Turbo Long Zertifikat auf AUD/USD.
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28.01.19 Open End Turbo Long auf AUD/USD: Abwärts.
07.01.19 Open End Turbo Long auf AUD/USD: Zum Ja.
19.07.18 Open End Turbo Short auf AUD/USD: Aufbäu.
12.07.18 Open End Turbo Short auf AUD/USD: Widerst.
02.07.18 Open End Turbo Short auf AUD/USD: Positive.


 
Meldung
Paris (www.zertifikatecheck.de) - Die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate" ein Mini Long-Zertifikat (ISIN DE000PR72LL0 / WKN PR72LL ) und ein Mini Short-Zertifikat (ISIN DE000PR72M43 / WKN PR72M4 ) auf das Währungspaar AUD (Australischer Dollar)/USD (ISIN XC000A0E4TC6 / WKN A0E4TC ) vor.


Während in Europa bereits erste Rezessionsszenarien durchgespielt würden, sehe man der Zukunft in Australien derzeit "noch" recht gelassen entgegen. Bisher habe Australien auch allen Grund dazu gehabt, gelassen zu sein, denn das Land gelte als Wirtschaftswunder. 2018 dürfte die australische Wirtschaft um rund 3 Prozent gewachsen sein, womit die gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) vierzehntgrößte Volkswirtschaft der Welt bereits seit 27 Jahren ununterbrochen wachsen würde. Noch beeindruckender sei der Blick auf die Quartalsstatistik, denn im dritten Quartal 2018 sei die australische Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,8 Prozent gewachsen und damit jeweils verglichen mit dem Vorjahr bereits seit 107 Quartalen in Folge nicht mehr geschrumpft.

Kaum ein Land habe vom wirtschaftlichen Aufschwung Chinas so stark wie Australien profitiert. Down Under, wie Australien gerne bezeichnet werde, sei mit einer Vielzahl von Rohstoffen gesegnet. Und China habe in den vergangenen Jahren gar nicht genug von australischen Rohstoffen wie Kohle, Eisenerz, Gold, Kupfer, Erdöl oder Erdgas bekommen können. China sei für Australien längst zum wichtigsten Handelspartner geworden. Habe Australien 1991 noch rund 2 Prozent seiner Waren in die Volksrepublik exportiert, so seien es mittlerweile rund ein Drittel. Wer aber meine, der Wachstumserfolg Australiens hänge einzig an den Rohstoffen, der irre. Der wichtigste Stützpfeiler der Wirtschaft sei der Dienstleistungssektor, der rund zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmache. Dazu würden Finanzdienstleistungen, Tourismus und Bildung gehören. Rund drei Viertel aller Australier seien hier beschäftigt.

Für die Chinesen sei Australien zu einem beliebten Reiseziel geworden, was auch dem Tourismus in Australien einen kräftigen Schub gegeben habe. Sehr viele reiche chinesische Familien würden ihre Kinder zum Studieren nach Australien schicken. Diese Familien seien es meist auch, die in Australien Immobilien erwerben würden. Von dieser Nachfrage getrieben, boome auch der Immobilienmarkt in Down Under seit vielen Jahren. Doch auch ausländische Investoren außerhalb Chinas würden die Immobilienpreise kräftig anheizen. In Sydney und Melbourne, den beiden wichtigsten Städten Australiens, würden die Immobilienpreise um bis zu 17 Prozent pro Jahr wachsen. Habe der durchschnittliche Preis eines Hauses in Sydney 1991 noch bei umgerechnet etwa 100.000 Euro gelegen, so müsse aktuell fast das Siebenfache bezahlt werden.

Die immense Rohstoffnachfrage Chinas sowie der Tourismus- und Immobilienboom seien auch dafür verantwortlich gewesen, dass Australien die New-Economy-Krise 2000 nahezu schadlos überstanden habe. Und auch die Finanzkrise 2008 habe Australien gut überstanden. Australien habe auch etwas Glück gehabt, denn eine der stärksten Wachstumsphasen Chinas sei genau in diese Zeit gefallen. Doch nur mit Glück habe dies natürlich nicht zu tun gehabt. Das Bankensystem Australiens habe den Ruf eines der stabilsten der Welt zu sein. Mit exotischen Investitionen hätten sich die Banken nicht konfrontiert gesehen. Zudem habe die damalige Regierung besonnen reagiert, früh die Zinsen gesenkt und ein Stabilisierungsprogramm eingeleitet. Unternehmen hätten die Arbeitszeiten gekürzt, statt Angestellte zu entlassen. Die Reaktion Australiens auf die drohende Krise sei damals vorbildlich gewesen.

Doch wo Licht sei, da sei meist auch Schatten. Die junge Generation Australier, für die Rezession ein Fremdwort sei, sei alles andere als zufrieden. Sie würden sich fragen, wo nach 27 Jahren Wachstum der Reichtum geblieben sei. Viele junge Australier würden glauben, sich niemals ein Eigenheim leisten zu können. Schon jetzt seien die privaten Haushalte so hoch verschuldet wie in kaum einem anderen Land. In Sydney liege die durchschnittliche Hypothekenbelastung bei umgerechnet 33.000 Euro pro Jahr. Bei einem Durchschnittsgehalt von umgerechnet etwa 51.000 Euro bleibe da kein Spielraum für andere Dinge.

Auch sei der Wirtschaftsaufschwung in den vergangenen Jahren zulasten der Umwelt gegangen. Das Land leide wie kein anderer Industriestaat unter den Folgen der globalen Erwärmung - Extremtemperaturen, Buschbrände oder die Korallenbleiche seien das Ergebnis. Die meisten Australier würden beklagen, dass das Geld aus dem Aufschwung falsch investiert worden sei und der Klimawandel komplett verschlafen worden sei. Australien könnte locker seinen gesamten Strombedarf mit Wind-, Solar- und Gezeitenkraft decken. Doch produziere das Land noch immer rund 70 Prozent des Stroms mit der Verbrennung von Kohle. Kohle werde jedoch gerne als fossiler "Klimakiller" bezeichnet. Neue Studien würden zeigen, dass Solar- und Windstrom in Australien sogar billiger wären als Elektrizität aus neuen Kohlekraftwerken. Und dennoch wolle die Regierung neue Kohlekraftwerke bauen, falls nötig sogar mit Steuergeldern.

Die Wirtschaft habe sich in den vergangenen Jahren zudem enorm abhängig von China gemacht und bekomme die Konjunkturabschwächung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt bereits zu spüren. Im dritten Quartal sei die australische Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar noch um 2,8 Prozent gewachsen, doch im Vergleich zum Vorquartal habe das Wachstum lediglich 0,3 Prozent betragen - Ökonomen hätten mit einem doppelt so hohen Wachstum gerechnet. Die Reserve Bank of Australia habe die Leitzinsen zuletzt im August 2016 angepasst und den Zinssatz von 1,75 auf 1,50 Prozent gesenkt. Seither würden die Leitzinsen Australiens auf diesem Niveau verweilen. Der Markt sei bis vor kurzem davon ausgegangen, dass noch im ersten Halbjahr 2019 mit ersten Zinserhöhungen zu rechnen sei. Doch kühle sich die Weltwirtschaft bereits merklich ab. Überdies seien die chinesischen Handelsdaten für Dezember enttäuschend ausgefallen und würden Grund zur Sorge geben. Insbesondere der kräftige Rückgang der Importe um 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr sei den Marktteilnehmern bitter aufgestoßen. Eine Zinserhöhung sei daher aktuell kein Thema mehr.

Der Leidtragende der jüngsten Entwicklung sei der Australische Dollar AUD, der am 3. Januar bei 0,6743 US-Dollar auf ein 9-Jahres-Tief abgerutscht sei. Händler hätten von einem Flash Crash gesprochen, von dem sich der Australische Dollar jedoch schnell wieder erholt habe. Auch weil das 2016er Tief bei 0,6825 US-Dollar von den Charttechnikern im Vorfeld als massive Unterstützung in den Fokus gerückt worden sei. China habe bereits Maßnahmen angekündigt, die die chinesische Wirtschaft anschieben sollten. Eine Belebung der chinesischen Wirtschaft würde auch Australien helfen, seine Wachstumsserie fortzusetzen. Die Australische Währung dürfte davon profitieren. (Ausgabe Februar 2019) (15.02.2019/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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