Cancom


WKN: 541910 ISIN: DE0005419105
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Meldung

Wenn man sieht, dass das drittgrößte deutsche IT-Systemhaus in den ersten beiden Monaten 2012 mit einer Geschwindigkeit von 30 Prozent im Umsatz gewachsen ist, und sich vor Augen hält, dass bereits in den Jahren 2009 und 2010 das Wachstum im hohen zweistelligen Bereich zulegen konnte, dann muss man sich als Anleger schon fragen, wo sind bei Cancom  die Grenzen des Wachstums. Aber es ist ja ganz wesentlich zu sehen, dass auch die Erträge mit der Geschäftsvolumen-Ausdehnung einhergehen.  Konsequent wurden in den vergangenen Jahren die Verlustbringer eliminiert. Zuletzt wurde das defizitäre Englandgeschäft verkauft.

CANCOM mutiert immer mehr zum IT-Dienstleister. Dort sind die Margen deutlich höher als beim Hard- und Softwarehandel, und die sogenannten wiederkehrenden Erträge aus dem Dienstleistungsbereich stabilisieren auch das Wachstum auf hohem Niveau und sichern die Planbarkeit von Cancom ab. Seit 2005 ist der Dienstleistungsanteil nach unserer Einschätzung von 6,4 auf fast 25 Prozent gewachsen und macht in der zwischenzweit fast Zwei Drittel das Rohertrages aus.

In 2011 lag das Ergebnis je Aktie am oberen Rand in der Guidance bei 1,14 Euro,   sehen die Hamburger  Analysten von Warburg Research für das laufende Jahr wiederum einen Zuwachs auf 1,26 Euro. Unterstellt man diese Gewinnschätzung als realistisch, dann hätte CANCOM  auf der aktuellen Kursbasis von 11,60 Euro ein KGV von weniger als 10. Zieht man dann noch die nicht notwendige Netto-Liquidität von ca.13 Millionen Euro in Betracht, dann reduziert sich die Bewertung auf ein KGV von 8,3. Damit liegt im Gegensatz zum Gesamtmarkt eine deutliche Unterbewertung vor.

Zum kommenden Wachstum resümiert Warburg: „Das erste Quartal ist gut angelaufen: Im Januar und Februar 2011 lagen die Wachstumsraten bei deutlich mehr als 20 %, das EBITDA dürfte überproportional gewachsen sein. Damit sollten bereits die Q1-Zahlen einen Großteil des erwarteten Wachstums abdecken.“ Es erstaunt daher nicht, dass seit Oktober letzten Jahres bei diesen  Gewinnschätzungen von mehreren Analysten Kursziele von 16,00 Euro je Aktie publiziert werden. Bis dahin ist ja wirklich noch mehr als 40 Prozent „Luft“.

 

Ihr Christoph Martin

 



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