HDAX (Performance)


WKN: 846901 ISIN: DE0008469016
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Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Fondsmanager sind regelmäßig gezwungen, die größten Positionen ihres Fonds zu veröffentlichen, so die Analysten der HSBC Trinkaus & Burkhardt in ihrem Kommentar zum HDAX (ISIN DE0008469016 / WKN 846901 ).


Diese regulatorische Anforderung verleite institutionelle Investoren im Vorfeld der Veröffentlichungstermine zum Kauf von Wertpapieren, die zuvor bereits sehr gut gelaufen seien. Schließlich solle keinesfalls der Eindruck erweckt werden, dass man einen Trend falsch eingeschätzt oder gar verpasst hätte. Letztlich führe dieses Verhaltensmuster dazu, dass Titel, die ohnehin schon gut gelaufen seien, dann auf die erhöhte Basis nochmals etwas "draufsatteln". Das als "window dressing" bekannte Phänomen sei sicherlich zum Jahresende am stärksten ausgeprägt.

Deshalb hätten die Analysten zum Auftakt des Schlussquartals überprüft, ob man aus dieser "Bilanzkosmetik aus dem Lehrbuch" einen Nutzen ziehen könne. Hierfür hätten sie die Performance der Gewinnertitel der ersten neun Monate bis zum Jahresende ermittelt. Testgegenstand seien dabei die 110 Einzeltitel aus dem HDAX bzw. die 500 Mitglieder des S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0 ) während des Zeitraums vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2011 gewesen.

Die Ergebnisse der Untersuchungen der Analysten würden zeigen: Im beschriebenen Zeitraum hätten 71,69% der HDAX-Titel mit positiver Wertentwicklung in den ersten drei Quartalen dieses Kunststück im Schlussquartal wiederholt. Die durchschnittliche Kurssteigerung bis zum Jahresultimo habe dabei 7,72% betragen und führe im Vergleich zum durchschnittlichen HDAX-Zugewinn im 4. Quartal von 6,04% zu einer deutlichen Outperformance.

Die Analysedes Phänomens beim S&P 500 führe zwar zu einer besseren Trefferquote von 74,59%, dafür verschlechtere sich allerdings die durchschnittliche Kurssteigerung der Gewinnerpapiere im letzten Jahresabschnitt auf 5,14%. Die Vergleichsperformance der US-Standardwerte von 4,13% sei aber dennoch in den Schatten gestellt worden. Selbst das "Buy-and-hold-Investment" seit Oktober 2001 habe jeweils nicht einmal eine halb so hohe Wertentwicklung erreicht (HDAX 3,16%; S&P 500 1,73% p.a.).

Mit diesem Verfahren sei aber eine psychologische Hürde verbunden. Schließlich würden Anleger auf Aktien setzen, die bereits zugelegt hätten, sodass gewissermaßen auf den "fahrenden Zug" aufgesprungen werde. Die Ergebnisse würden allerdings zeigen, dass es sich lohne, diese psychologische "Klippe zu umschiffen" und auf die Gewinneraktien einen näheren Blick zu werfen. (01.10.2012/ac/a/m)


 

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