Euro Stoxx 50


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Meldung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kauflaune der Anleger am deutschen Aktienmarkt hat sich nach dem starken Wochenstart wieder gelegt. Im frühen Handel kam der Dax kaum vom Fleck und stand zuletzt 0,18 Prozent über seinem Vortagesschluss und notierte bei 10 704,10 Punkten. Tags zuvor hatten die Anleger den Schock über die abgelehnte Verfassungsreform in Italien schnell abgeschüttelt und der deutsche Leitindex hatte letztlich über eineinhalb Prozent zugelegt. Trotz dieser Erholung bleibe der Dax aber instabil, konstatierten die Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar.

Nachdem sich das wichtigste deutsche Börsenbarometer seit August an der Marke von 10 800 Punkten die Zähne ausgebissen hat, sollten sich Anleger nicht zu viel Hoffnung machen, dass dieser Widerstand gebrochen werden könnte, so Index-Radar.

KEIN FRISCHER WIND TROTZ STARKER KONJUNKTURDATEN

So konnte auch der jüngste Rekord des Dow Jones Industrial an der Wall Street nicht für neuen Schwung im Leitindex sorgen. Auch frische Konjunkturdaten aus Deutschland bewegten kaum, obwohl diese stark ausgefallen waren. Demnach hat das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland im Oktober deutlich mehr Aufträge erhalten als erwartet. Im späteren Tagesverlauf dürften die Anleger zudem noch auf die aus den USA anstehenden Daten zur Produktivität sowie zu den Auftragseingängen achten.

Das Thema Italien sollte derweil die Anleger auch im Wochenverlauf weiter begleiten. Daneben rückt vor allem der anstehende EZB-Leitzinsentscheid an diesem Donnerstag zunehmend in den Blick.

Etwas besser als im Dax lief es am Dienstagmorgen im MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen - der Index legte zuletzt um 0,21 Prozent auf 20 732,40 Punkte zu. Auch der Technologiewerte-Index TecDax legte leicht um 0,16 Prozent auf 1703,56 Zähler zu, nachdem er sich zuvor kaum bewegt gezeigt hatte. Im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand zuletzt ein moderates Kursplus von 0,10 Prozent auf 3055,88 Zähler zu Buche.

URTEIL ZUM ATOMAUSSTIEG: ANLEGER HOFFEN AUF GÜNSTIGES URTEIL

Im Dax sicherten sich am Morgen vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum beschleunigten Atomausstieg die Aktien der Versorger die Spitzenplätze. Papiere von Eon legten um mehr als 3 Prozent zu und RWE verteuerten sich um mehr als 2 Prozent. Die großen Energiekonzerne haben geklagt, da sie die Kehrtwende der Bundesregierung nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 als Enteignung sehen, für die ihnen Entschädigung zustehe. Die Anleger hoffen nun auf ein günstiges Urteil: Nach Branchenschätzungen geht es um eine Gesamtsumme von etwa 19 Milliarden Euro.

Ebenfalls in den vorderen Reihen landeten die FMC -Aktien mit einem Aufschlag von mehr als 1 Prozent. Die Aktien des Dialysespezialisten profitierten von einer frischen Kaufempfehlung durch Mainfirst. Die deutschen Banken, die wegen der frisch aufgeflammten Regierungskrise in Rom am Markt unter besonderer Beobachtung stehen, hielten sich wacker: Anteilsscheine an der Deutsche Bank und Commerzbank verzeichneten nach ihrem guten Lauf am Vortag nunmehr weitere Gewinne.

RÜCKSCHLAG FÜR BRAAS MONIER

In den hinteren Reihen stachen im SDax die Aktien des Dachziegelherstellers Braas Monier hervor - hier mussten Anleger zuletzt Verluste von fast dreieinhalb Prozent einstecken. Das Unternehmen hat im Abwehrkampf gegen die Übernahme durch Standard Industries einen Rückschlag erlitten. Die als Mittel gegen den Zukauf gedachte Kapitalerhöhung wurde am Montagabend durch eine einstweilige Verfügung vorläufig gestoppt.

Index-Kollege Biotest konnte dagegen die Anleger mit neuen Forschungsdaten zu seinem Mittel BT-062 bei der Knochenmarkserkrankung fortgeschrittenes Multiples Myelom überzeugen. Die Aktie verteuerte sich an der SDax-Spitze um mehr als 3 Prozent./tav/fbr



 

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