Nasdaq 100


WKN: A0AE1X ISIN: US6311011026
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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Rekordjagd an der Wall Street geht weiter - wenn auch im Schneckentempo. Gute Quartalszahlen und angehobene Ziele einiger Unternehmen sorgten am Dienstag für Rückenwind und verhalfen dem Dow Jones Industrial erstmals in seiner langen Geschichte über die Marke von 23 000 Punkten. Angesichts der bereits hohen Bewertungen hielten sich die Gewinne allerdings in Grenzen.

Der US-Leitindex behauptete knapp zwei Stunden nach dem Handelsstart ein Plus von 0,18 Prozent auf 22 997,73 Punkte. Auch der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 schaffte es erneut auf eine Bestmarke und gewann zuletzt 0,06 Prozent auf 6118,48 Zähler. Der marktbreite S&P 500 dagegen blieb hauchdünn unter seinem Rekordhoch vom Vortag und stand 0,02 Prozent höher bei 2558,14 Punkten.

"Das Vertrauen in die Berichtssaison ist auf beiden Seiten des Atlantiks hoch", sah MarktAnalyst Mike van Dulken von Accendo Markets gute Argumente für die aktuelle Entwicklung. Er verwies außerdem auf die Hoffnung, dass der Widerstand im US-Kongress gebrochen wird und US-Präsident Donald Trump seine Steuerversprechen doch noch einlösen kann.

Doch nicht alle Berichtsunternehmen konnten ihre starken Geschäftsresultate oder angehobenen Ziele in steigende Kurse ummünzen. Am besten schlugen sich in dieser Hinsicht der Krankenversicherer UnitedHealth und der Gesundheitskonzern Johnson & Johnson , die beide mit den Zahlen des abgelaufenen Quartals positiv überraschten und ihre Ziele für das laufende Geschäftsjahr bereits zum dritten Mal anhoben. Die Aktien erreichten jeweils Rekordstände und belegten zuletzt mit Gewinnen von knapp 5 beziehungsweise über 2 Prozent die ersten Plätze im Dow Jones.

Die besser als erwartet ausgefallenen Resultate zweier großer Banken stießen am Markt derweil auf ein unterschiedliches Echo: Während die Titel von Morgan Stanley um knapp 1 Prozent zulegten, ging es für Goldman Sachs um anderthalb Prozent bergab. Letztere stehen allerdings nicht mehr weit unter ihrer Bestmarke aus dem Frühjahr, während der Aktienkurs von Morgan Stanley sich mehr als verdoppeln müsste, um die Rekordstände aus der Zeit um die Jahrtausendwende zu erreichen.

Auch bei Netflix machte sich die bereits hohe Bewertung bemerkbar: Obwohl der Online-Streamingdienst sein rasantes Wachstum im dritten Quartal fortgesetzt und die Nutzerzahlen überraschend deutlich gesteigert hatte, drehten die Anteilscheine nach einer Rekordmarke zum Start mit anderthalb Prozent ins Minus. Auch positive Analystenkommentare reichten nicht, um den Kurs nach oben zu treiben.

Die Boeing-Titel verloren ein halbes Prozent, nachdem sich Airbus die Mehrheit an der C-Produktreihe des kanadischen Herstellers Bombardier gesichert hatte. Der europäische Erzrivale stärkt damit das eigene Portfolio. Außerdem könnten von Boeing geforderte Strafzölle für die Flugzeuge der Baureihe durch den Schritt womöglich umgangen werden. Bombardier schossen in Toronto um fast 20 Prozent nach oben./gl/he



 

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