Nikkei 225


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Meldung
Hannover (aktiencheck.de AG) - In Japan wurden heute die vorläufigen BIP-Zahlen für das vierte Quartal 2011 publiziert, so die Analysten der Nord LB.


Diese seien überraschend negativ ausgefallen: Im letzten Quartal 2011 sei die japanische Wirtschaftsleistung um 0,6% Q/Q geschrumpft. Mit dieser deutlich negativen Zahl seien nicht nur die Analysten der Nord LB, sondern auch die anderen von Bloomberg befragten Analysten überrascht worden. Für das Jahr 2011 habe das japanische BIP nun insgesamt einen Rückgang von rund 1,4% zu verzeichnen.

Während das dicke Minus für das Gesamtjahr vor allem der Tsunami-Katastrophe zuzuschreiben sei, habe die japanische Wirtschaft zum Jahresende 2011 hin vor allem unter der thailändischen Flutkatastrophe, die die Lieferketten japanischer Automobilbauer und High-Tech-Unternehmen empfindlich gestört habe und unter der schwächeren globalen Nachfrage zu leiden. Die Exporte hätten einen Rückgang von 3,1% Q/Q verzeichnet, während die Importe etwa aufgrund der durch die abgeschalteten Kernkraftwerke erhöhten Nachfrage nach fossilen Energieträgern mit 1% Q/Q zugenommen hätten. Einen weiteren negativen Beitrag zum schlechten Quartalsergebnis hätten die Ausrüstungsinvestitionen geleistet.

Die Binnennachfrage habe sich mit +0,2% Q/Q hingegen von der stabilen Seite gezeigt. Obwohl diese in Japan einen größeren Anteil an der Wirtschaftsleistung habe als die Exportwirtschaft, habe das Inland nicht ausgereicht, um die Auswirkungen der negativen Handelsbilanz zu kompensieren.

Das vierte Quartal 2011 habe unter einer Reihe von Sonderfaktoren zu leiden. Die durch die thailändische Katastrophe bedingten Produktionsausfälle würden sich aber im I. Quartal 2012 ebenso wie die andauernden Wiederaufbaumaßnahmen positiv auswirken. Auch die im dritten Nachtragshaushalt beschlossenen Konjunkturmaßnahmen würden nun ihre Wirkung entfalten. Die Analysten würden daher insgesamt ein dickes Plus erwarten. Die Exportindustrie dürfte jedoch weiter ein Belastungsfaktor bleiben, zumal die globale Nachfrage weiter nachgebe und der Yen noch immer teuer sei.

Trotz der positiveren Aussichten für das erste Quartal 2012 werde der Druck auf die Notenbank zunehmen, das Quantitative Easing auszuweiten: Die Preissteigerung sei zuletzt erneut im negativen Bereich gewesen, der Yen sei trotz der kleineren Abwertungen in den letzten Tagen immer noch auf unangenehm hohem Niveau und die globale Konjunkturentwicklung trage zu Sorgenfalten in der japanischen Wirtschaft bei. Die Analysten würden jedoch erwarten, dass die Bank of Japan noch mindestens einen Monat die Situation beobachten werde, bevor sie zu effektiven Maßnahmen schreite.

Der Yen habe mit der Vorgabe dieser Zahlen abgewertet und kämpfe mit der 78-USD/JPY-Marke. Der Nikkei 225 (ISIN XC0009692440 / WKN 969244 ) habe sich von den Zahlen nicht beeindrucken lassen und heute 52 Punkte zugelegt.

Das japanische BIP habe im vierten Quartal 2011 mit -0,6% Q/Q negativ überrascht. Vor allem die Exporte und die Ausrüstungsinvestitionen hätten zu dem schlechten Ergebnis beigetragen. Allerdings hätten auch Sonderfaktoren wie die thailändische Flutkatastrophe für eine außerordentliche Belastung gesorgt. Das erste Quartal 2012 werde nach Meinung der Analysten deutlich positiv ausfallen, allerdings steige der Druck auf die Bank of Japan, der Wirtschaft mit einer Ausweitung der quantitativen Maßnahmen unter die Arme zu greifen. (13.02.2012/ac/a/m)


 

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