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Der TecDAX kann im Berichtszeitraum merklich zulegen, was die
institutionellen Anleger dazu veranlasst, die Notbremse zu ziehen.
Sie kehren dem Pessimistenlager den Rücken und hieven den
Bull/Bear-Index wieder spürbar nach oben. In Griechenland nichts Neues: Zwar geben sich Politiker und Zentralbanker weiterhin alle Mühe zu signalisieren, eine Einigung im hellenischen Schuldendrama stehe unmittelbar bevor. Doch noch sind die Marathonverhandlungen um das umstrittene neue Sparpaket, die Voraussetzung für weitere Hilfskredite, in vollem Gange. Krisensitzungen wurden immer wieder verschoben. Genaues weiß man aber nicht. Einerseits ist die Rede davon, dass schon bald konkrete Ergebnisse zu erwarten seien. Andererseits wird in Brüssel zunehmend lauter über einen Rauswurf der reformmüden Griechen aus der Eurozone nachgedacht, wie jüngste Äußerungen hochrangiger Politiker nahelegen. Ein nach wie vor existierender Unsicherheitsfaktor, dem die TecDAX-Akteure im Berichtszeitraum jedoch keine sonderlich große Beachtung zu schenken scheinen. Denn wie die aktuelle Erhebung zeigt, sind die mittelfristig orientierten Teilnehmer unseres Panels stimmungstechnisch wieder merklich aufgetaut: Der Bull/Bear-Index springt zurück auf sein in der zweiten Januarwoche markiertes Niveau. Dabei tat sich bei den Privatanlegern wenig: Sie hielten an ihrem bereits in der vorigen Woche bekundeten Optimismus fest. Für die Aufhellung im Sentiment zeichnen diesmal die institutionellen Investoren verantwortlich, die sich in der Vorwoche noch mehrheitlich skeptisch gaben. Ganze 12 Prozent von ihnen kehrten dem Bären-Camp den Rücken und wanderten allerdings nicht etwa überwiegend ins Bullenlager, sondern erst einmal an die neutrale Seitenlinie. Zwar gab es mit dem besser als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht sowie einigen rar gesäten Nachrichten aus dem Tech-Segment, etwa zufriedenstellende vorläufige Geschäftszahlen des Spezialmaschinenherstellers Singulus, im Berichtszeitraum tatsächlich die ein oder andere Positivmeldung. Doch das dürfte die Profianleger wohl kaum zum Umdenken, d.h. zur Abkehr von ihrer Skepsis motiviert haben. Ihnen wird es schlichtweg missfallen haben, dass der Technologie-Index zuletzt auf sein höchstes Kursniveau seit Anfang August 2011 zurückkehren konnte. Sie sahen sich gezwungen, die Notbremse zu ziehen. Damit sind die zuletzt angehäuften Schieflagen nun wieder größtenteils bereinigt. Die aus diesem Bias-Abbau resultierende Antriebskraft hat sich also bereits entfaltet, was aber noch nicht das Ende der Fahnenstange für die Kursentwicklung des TecDAX bedeuten muss. Denn die institutionellen Marktteilnehmer sind ja nicht wieder eingestiegen, sondern lauern noch auf günstigere Kaufgelegenheiten, die sich ihnen bislang nicht boten. Katrin Nink, cognitrend ___________________________________________________________________________ Wenn auch Sie
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