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Meldung
Berlin (aktiencheck.de AG) - Offene Immobilienfonds sind nicht nur in Immobilien investiert, so die Analysten von Scope Analysis.


Vielmehr bestehe ein Teil ihres Vermögens aus liquiden Anlagen wie zum Beispiel Bankguthaben, Geldmarktinstrumenten, Anleihen oder Rentenfondsanteilen. Die wichtigste Liquiditätsanlage der Offenen Immobilienfonds sei derzeit das Bankguthaben. Rund 52 Prozent der liquiden Mittel der gesamten Branche würden darauf entfallen. Mit 32 Prozent würden Rentenfondsanteile folgen. Auf den Plätzen drei und vier würden Geldmarktfondsanteile sowie direkt gehaltene Anleihen mit zehn bzw. 6,5 Prozent folgen.

Zwischen den einzelnen Offenen Immobilienfonds würden allerdings erhebliche Unterschiede in der Struktur der Liquiditätsanlagen existieren. Eine Reihe von Fonds setze fast ausschließlich auf Bankguthaben, darunter der hausInvest (ISIN DE0009807016 / WKN 980701 ), der AXA Immoselect (ISIN DE0009846451 / WKN 984645 ), der INTER ImmoProfil (ISIN DE0009820068 / WKN 982006 ), die beiden Fonds der UBS sowie der KanAm grundinvest (ISIN DE0006791809 / WKN 679180 ) und der KanAm SPEZIAL grundinvest (ISIN DE000A0CARS0 / WKN A0CARS ).

Einige Fonds hätten ihre liquiden Mittel dagegen fast ausschließlich in Investmentfondsanteile investiert - etwa der UniImmo: Deutschland (ISIN DE0009805507 / WKN 980550 ), der UniImmo: Europa (ISIN DE0009805515 / WKN980551), der UniImmo: Global (ISIN DE0009805556 / WKN 980555 ) und der HANSAimmobilia (ISIN DE0009817700 / WKN 981770 ). Diese Fonds würden den Konzernverbund nutzen und in Rentenfonds der eigenen KAG investieren. Eine dritte, kleinere Gruppe von Fonds habe einen Teil ihrer Liquidität - jeweils etwa 40 Prozent - direkt in Anleihen angelegt. Dazu würden der grundbesitz global (ISIN DE0009807057 / WKN 980705 ) und der grundbesitz europa (ISIN DE0009807008 / WKN 980700 ) sowie der Deka-ImmobilienGlobal (ISIN DE0007483612 / WKN 748361 ) zählen. Die Mehrzahl der Fonds halte jedoch keine Anleihen direkt.

Geldmarktinstrumente würden nur bei zwei Fonds eine nennenswerte Rolle spielen. Der Deka -ImmobilienEuropa (ISIN DE0009809566 / WKN 980956 ) habe rund 35 Prozent seiner Liquidität - fast eine Mrd. Euro - und der SEB ImmoInvest (ISIN DE0009802306 / WKN 980230 ) 40 Prozent auf dem Geldmarkt angelegt.

Auch wenn die Offenen Fonds unterschiedliche Liquiditätsstrategien verfolgen würden. Den Folgen des niedrigen Zinsniveaus könne man sich nicht entziehen. Die Liquiditätsrenditen der Fonds lägen im Durchschnitt bei gerade einmal 0,65 Prozent p.a.

Das Investmentgesetz schreibe Offenen Immobilienfonds eine Mindestliquidität von fünf Prozent und eine Obergrenze von 49 Prozent vor. In der relativ großen Spanne dazwischen würden sich die Liquiditätsquoten der Fonds bewegen. Während ein Teil der Fonds - überwiegend die von der Rücknahmeaussetzung betroffenen - aktuell niedrige Liquiditätsquoten aufweise, existiere durchaus auch eine Reihe von Fonds, die über eine relativ hohe Liquidität verfügen würden. Aktuell würden sieben Fonds Liquiditätsquoten von mehr als 20 Prozent ausweisen - Spitzenreiter sei der UniImmo: Deutschland mit aktuell über 37 Prozent, gefolgt vom grundbesitz europa mit 31,5 Prozent. Das Problem hoher Liquiditätsquoten: Sie würden auf die Gesamtrendite des Fonds drücken, da Liquidität niedriger verzinst werde als Immobilieninvestitionen. (Ausgabe vom 04.11.2011) (07.11.2011/fc/n/s)


 

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