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WKN: 972915 ISIN: LU0041345751
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08.02.10 ING-Schwellenländer-Anleihefonds erhält Super.


 
Meldung
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Schwellenländer-Anleihefonds ING (L) Renta Fund Emerging Market Debt Hard Currency (ISIN LU0041345751 / WKN 972915 ) hat im Januar 2010 von der Ratingagentur Morningstar die "Superior"-Bewertung verliehen bekommen, so ING Investment Management in der aktuellen Pressemitteilung.
Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Im fünfstufigen Morningstar Qualitative Rating™ ist dies die zweitbeste Note. Sie wird an Fonds vergeben, die nach Meinung der Morningstar-Analysten nicht nur überdurchschnittlich sind, sondern auch künftig in der Lage sein sollten, ihre Vergleichsgruppe zu schlagen. Morningstar begründet die Auszeichnung des ING-Produktes vor allem mit der herausragenden Qualität des Managements, dass als eines der besten im gesamten Schwellenländeranleihen-Segment gelobt wird.

Seit Rob Drijkoningen, Chef des Global Emerging Markets Teams und Co-Head EMD bei ING Investment Management mit Sitz in Den Haag, und Gorky Urquieta, ebenfalls Co-Head EMD mit Sitz in Atlanta, den Fonds im Jahr 2000 übernahmen, lieferte der Schwellenländer-Anleihefonds in Hartwährung per Ende November 2009 jährliche Erträge von 10,3 Prozent. Das sind 5,8 Prozent mehr als beim Durchschnittsfonds in der Morningstar-Kategorie Schwellenländer-Anleihen im selben Zeitraum.

Die Rendite einiger Fonds in dieser Kategorie hängt von der Entwicklung lokaler Währungen ab, die große Mehrzahl aber investiert wie das ING-Produkt in Hartwährungsanleihen, so dass die hohe Überrendite des Fonds aussagekräftig ist. Eine Besonderheit des Fonds ist sein hoher Anteil an Unternehmensanleihen, die mit etwa einem Drittel deutlich stärker gewichtet sind als im Durchschnittsfonds der Vergleichsgruppe. Der ING-Fonds kann sich diese Gewichtung leisten, denn anders als die meisten Wettbewerber, die in Fonds für Schwellenländer-Anleihen nur Staatsanleihen-Analysten einsetzen, sind im ING-Team auch zwei sehr erfahrene Analysten für Unternehmensanleihen vertreten. Der Anlageprozess des Fonds umfasst zwei Stufen: Die Bewertung der Einzelpapiere und die Bewertung der Anlageklasse Schwellenländer-Anleihen.

Bei Staatsanleihen wird zunächst die Kreditwürdigkeit jedes Landes mit einem quantitativen Modell geprüft, dass Faktoren wie Wirtschaftswachstum und Währungsreserven berücksichtigt. Die Ergebnisse dienen als ein Ausgangspunkt für die Titelauswahl, die am Ende vorwiegend nach qualitativen Kriterien erfolgt. Dabei spielen politische Entwicklungen, strukturelle Reformen und die Qualität des Bankensektors in den einzelnen Ländern wichtige Rollen.

Die ING-Portfoliomanager wollen Staatsanleihen kaufen, deren Kurse höhere Ausfallrisiken implizieren, als der eigenen Analystenbewertung nach zu erwarten sind. Bei Unternehmensanleihen wird die Kreditwürdigkeit der Emittenten unter anderem anhand ihrer Bilanzen, der Eigenkapitalrenditen und der Wechselkurse geprüft. Im zweiten Schritt des Anlageprozesses wird die Anlageklasse Schwellenländer-Anleihen bewertet und danach die Aggressivität des Portfolios ausgerichtet.

Anleihen aus Schwellenländern gelten vielen Investoren als zu riskant, doch diese Einschätzung ist übertrieben. In den letzten 13 Jahren hätte ein je zur Hälfte in Hart- und Lokalwährungs-Anleihen aus Schwellenländern investiertes Portfolio jährliche Renditen von fast zehn Prozent bei einer ebenso hohen Volatilität erzielt. Die Wertentwicklung der Schwellenländer-Anleihen fiel damit besser aus als die von Schwellenländeraktien, und die Qualität der Papiere hat sich verbessert. Während Anfang der neunziger Jahre kaum eine Schwellenländer-Anleihe mit dem Gütesiegel "Investment Grade" bewertet wurde, sind es heute mehr als 40 Prozent.

"Die immer stärkere Marktorientierung vieler Schwellenländer, ihre oftmals großen Rohstoffvorkommen und der durch die Globalisierung zunehmende Export haben zu einer Schuldenreduzierung und zunehmender Kreditwürdigkeit geführt", erklärt Rob Drijkoningen, Co-Portfolio Manager des ING (L) Renta Fund Emerging Market Debt Hard Currency. Vor diesem Hintergrund ist der Rückgang der Risikoprämien und die gute Wertentwicklung in den vergangenen Jahren nicht erstaunlich.

Gerade auf lange Sicht bietet die Anlageklasse noch attraktive Investmentchancen, denn die Schwellenländer werden auch weiterhin von ihrem hohen Wirtschaftswachstum und einem anhaltenden weltweiten Rohstoffboom profitieren. "Wir gehen von einer weiteren Verbesserung der Bonität und Transparenz aus", ergänzt Drijkoningen, "die Verschuldung öffentlicher und privater Haushalte in den meisten Schwellenländern ist verglichen mit den entwickelten Staaten relativ gering, und die meisten Schwellenländer haben starke Finanzsektoren, die sich in der Krise als widerstandsfähiger erwiesen als die Finanzsektoren vieler Industrienationen." Auch die Szenarien für den Ausstieg aus einer stimulierenden Finanz- und Geldpolitik erscheinen in vielen Schwellenländern glaubwürdiger als in den meisten Industrieländern.

Allerdings ist es bei Schwellenländer-Anleihen wichtig, länderspezifische Chancen und Risiken im Auge zu behalten. Der Emerging Market Debt Hard Currency ist derzeit übergewichtet in Ländern, deren Anleihen nach der Lehman-Krise stärker abverkauft wurden, als es ihre Bonität rechtfertigt, und die ihre Indikatoren für Kreditwürdigkeit erfolgreich stabilisieren konnten. Dazu zählen Kasachstan und Russland. Auch einige Länder mit hohen Risikoprämien sind im Fonds übergewichtet, deren Fähigkeit zum Schuldendienst die ING-Manager höher einstufen, als es der Markt tut. Beispiele dafür sind Argentinien und, in geringerem Umfang, die Ukraine.

Bei den Ländern mit niedrigeren Risikoprämien sieht das Fondsmanagement Möglichkeiten dort, wo Staaten am Primärmarkt nicht sehr aktiv waren und die Emissionstätigkeit nun wieder aufgenommen haben. Dies drückt sich in der Übergewichtung von Südkorea und Katar aus. Untergewichtet ist der Fonds in Ländern mit hohen Risikoprämien wie Pakistan, Venezuela, Ecuador oder Jamaika, deren Fundamentaldaten eine unvorteilhafte Dynamik aufweisen. Auch Länder wie El Salvador, die ING für anfälliger gegenüber wirtschaftlichen Abschwüngen hält als der Markt, sind untergewichtet. Ebenso Staaten wie China, Mexiko, Panama und die Türkei, die zwar weniger anfällig bei Einbrüchen erscheinen, deren Bewertungen aber wenig Aufwärtspotenzial bieten.

Bei nichtstaatlichen Titeln bestehen Übergewichtungen sowohl bei ausgewählten Emittenten, die voll oder mehrheitlich in Staatsbesitz sind, als auch bei Anleihen von Privatfirmen. In Russland sehen die ING-Manager noch viel Wertpotenzial bei ausgewählten Großunternehmen, aber auch bei Firmen mit staatlicher Mehrheitsbeteiligung. Weil die russische Regierung Banken zur anhaltenden Kreditvergabe drängt, suchen sich diese Banken die sichersten Schuldner aus, was für Großunternehmen den Zugang zu Finanzierungen erleichtert. Bei quasi-staatlichen Anleihen von Unternehmen, die vollständig in Staatsbesitz sind, bestehen im ING-Fonds derzeit die größten Übergewichtungen in Kasachstan, Indonesien und den Philippinen. (08.02.2010/fc/n/s)


 

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