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| 25.03.10 | Solar Millennium: Was tun nach dem Desaster? |
| 09.03.10 | Solar Millennium: Warum fällt die Aktie? |
| 16.02.10 | Solar Millennium: Wichtige Infos!! -- Teil 2 |
| 15.02.10 | Solar Millennium: Wichtige Infos!! |
| 09.02.10 | Solar Millennium: Was tun? |
| Meldung |
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Sie alle kennen wahrscheinlich den Ohrwurm bzw. die Zeilen „The sun
aint gonna shine anymore...“ von den Walker Brothers. Wobei die
letzte Gesangszeile mit den Worten endet: „the dark shade of blue is
always there“. Dieser Blues, von dem in dem Liebeslied die Rede ist,
hat nun auch die Solarwerte ergriffen.
Nun wollte ich diesmal nicht schon wieder auf den Dauerbrenner
Griechenland-Krise Bezug nehmen, wobei ich nicht umhin kam, bei
Durchsicht meiner Kolumnen auf die vom 29.04.2010 mit der
\xDCberschrift „Stoppt Merkel stoppt Griechenland“ (alle im Internet
verf\xFCgbar, bitte gerne nachlesen) zu sto\xDFen. Wie man darin lesen
kann, ahnte und warnte ich schon damals, dass es so kommen wird, wie
es heute gekommen ist. Was keine Hexerei war, wenn man das einfache
Wirtschafts-ABC beherrscht. Wobei dieser derzeitige Griechenland
Tourismus von Experten und sog. Troiken ja schon was Niedliches hat.
Ich z.B. muss gar keine Reise antreten, um zu wissen, wie sch\xF6n
Griechenland auf der einen Seite ist und wie schlecht es anderseits
um dieses Land steht. Was soll da in ein paar Tagen schon passieren, wo doch Griechenland im Gegensatz zur T\xFCrkei, die weiter boomt, das geliehene Geld und damit Jahrzehnte wirtschaftliche Entwicklung schlicht verzockt haben, statt es in den Aufbau einer Wirtschafts-Infrastruktur zu stecken? Und so sind die neuen Sparversprechen nicht einmal die Tinte, geschweige das Papier wert, auf dem sie stehen und die uns die Troika stolz pr\xE4sentieren wird. Das ist doch alles ein die menschliche Intelligenz beleidigendes durchsichtiges Man\xF6ver und abgekartetes Spiel. Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren. Auch in der Wiege der Demokratie. Aber ich wollte dar\xFCber eigentlich gar nicht schreiben. Mir geht es heute um die Solarindustrie in Deutschland. Dort werden bei einigen derzeit - will man den Nachrichten und Kurseinbr\xFCchen und vor allem Daten und Fakten - Glauben schenken, bereits die Sterbegl\xF6cklein hervorgeholt. Nun tun manche ja recht \xFCberrascht. Wobei mich das schon ein wenig wundert. Wollen wir uns mal die Zeit nehmen und all die Analysen anschauen, die diese Werte gepusht haben, dass alles zu sp\xE4t ist? Keine Angst, Ihr sog. Bank-Analysten und Researcher. F\xFCr eine Aufz\xE4hlung von Euch ist mir der Platz hier schlicht zu schade. Hingegen will ich Ihnen meine Kolumnen aus der Vergangenheit dazu pr\xE4sentieren. Die jedenfalls unsere Globalyze Kunden vor hohen Verlusten und manchem Unheil bewahrt haben. Weil wir n\xE4mlich \xFCber den Tag hinausdenken. Der Sonne zu nah (vom 29.10.2007; „Auch, weil unbemerkt vom gro\xDFen Siliziumhype, es bereits Unternehmen gibt, die mit Solarzellen experimentieren, ja bereits in Pilotprojekten Solarzellen und -module produzieren, deren Herstellkosten bis zu 50 % unter denen der derzeitigen siliziumbasierten Solarzellen liegen sollen. Was wird wohl passieren, wenn diese Solarzellen, mit ann\xE4hernd gleichem Wirkungsgrad n\xE4chstes Jahr auf den Markt kommen?“) Solarpiraten (vom 09.05.2008; „Trotz enorm hoher Roh\xF6l- und Strompreise rechnet sich die Solarenergie bis heute, mit Ausnahme weniger Gegenden in dieser Welt, einfach nicht. D.h., dass es im Falle einer K\xFCrzung der F\xF6rderung zu einem dramatischen Einbruch bei Solarwerten kommen wird. Wahrscheinlich werden das nur wenige Unternehmen \xFCberleben. Insofern sollte der intelligente Investor gut \xFCberlegen, ob es wirklich Sinn macht, in diesen alternativen, am staatlichen Tropf h\xE4ngenden Unternehmen investiert und damit von Politikern abh\xE4ngig zu sein“) Showdown der Solarindustrie (vom 12.01.2009: „Insofern kann man derzeit von Investitionen in die Solarbranche nur abraten“) Und obwohl die Solarindustrie, die uns als nachhaltig verkauft wurde, ist sie derzeit gerade ein Beweis daf\xFCr, dass sie unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten, also unter Zugrundelegung des Begriffs des „nachhaltiges Wirtschaftens“, wohl eher schlechte Noten bekommt. Wobei man betonen muss, dass ein von mir schon lange gefordertes st\xE4rkeres ordnungspolitisch richtiges Handeln das so weit h\xE4tte gar nicht kommen lassen. Stattdessen l\xFCgen wir uns wieder und wieder in die Tasche. Und handeln uns nun im Osten, wo die Solarindustrie bevorzugt angesiedelt ist, ein weiteres regionalpolitisches Problem ein. Dass???, ja dass durch weitere Subventionen f\xFCr den \xDCbergang zugedeckt wird. Das wir uns da weiter verschulden, wenn wir so krass fehlinvestieren, wundert mich ehrlich gesagt nicht. Insofern ist es sehr schade, dass der Begriff „Ordnungspolitik“ in Deutschland in der t\xE4glichen Auseinandersetzung leider zum Schimpfwort verkommen ist. Wie oft habe ich schon in meinem Leben geh\xF6rt, dass es nicht auf ordnungspolitische Richtigkeit ankommen w\xFCrde, sondern jetzt „pragmatisch“ gehandelt werden m\xFCsse. Dabei wurde der sog Pragmatismus nur dazu missbraucht, eigene Interessen zu bem\xE4nteln und diese knallhart auf Kosten anderer durchzusetzen. Eines muss klar sein. Was ordnungspolitisch verkehrt ist, also wirtschaftlich nicht tr\xE4gt, wird auch bei Heranziehen und Beharren auf pragmatischem Vorgehen nicht richtiger. Die Sonne scheint eben, wo und wann sie will. Pragmatismus hin, Pragmatismus her. Und wer in die falsche Richtung l\xE4uft, ist zwar unterwegs, kommt aber nie an. Insofern k\xF6nnte man es mit Humor nehmen, dass diejenigen, die einfach loslaufen, dem Kompass vorwerfen, dass er nur theoretisch Recht h\xE4tte. Aber mit zunehmendem Alter lernt man, dass man die Dinge wohl manchmal auch ihren falschen Gang gehen lassen muss. Auch, wenn das sch\xF6ne Griechenland das Ziel ist. Wie hei\xDFt es doch so sch\xF6n: „Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu Handeln; erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.“ Deutschland ist derzeit wieder einmal im Begriff sich f\xFCr Letzteres zu entscheiden. G\xE4be es hierzulande die vielfach postulierte Bildungsrepublik w\xFCrde man klar der ersten Alternative den Vorzug geben. Ich w\xFCnsche Ihnen einen sch\xF6nen Tag und stets hohe Renditen. Ihr Norbert Lohrke |