Fidelity Funds - European Growth Fund A-Euro


WKN: 973270 ISIN: LU0048578792
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Meldung
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Eindeutig nach oben geht es an den Börsen nicht mehr, Aktienfonds bleiben aber beliebt, auch wenn zum Teil Gewinne mitgenommen werden, so die Deutsche Börse AG.


"Als der DAX nach Erreichen des Rekordhochs bei 12.390,80 Zählern über 600 Punkte nach unten rutschte, waren die Umsätze natürlich extrem", berichte Matthias Präger von der Baader Bank.

Insgesamt sei das Handelsaufkommen im April noch sehr gut, wenn auch nicht mehr ganz so hoch wie im ersten Quartal. "Das war ja geradezu bombastisch." Bei der ICF Bank seien die Umsätze in deutschen und europäischen Aktienfonds mit dem Ende des eindeutigen Aufwärtstrends zurückgegangen, Spezialthemen wie Biotechnologie und Russland zögen aber immer noch viel Aufmerksamkeit auf sich, wie Frank Wöllnitz feststell.

Dass der russische Aktienmarkt seit den dramatischen Verlusten im zweiten Halbjahr 2014 - Folge des Ölpreisverfalls und der Ukraine-Krise - ordentlich Boden habe wiedergutmachen können, sei auch Fondsanleger nicht entgangen. "Hier sind viele kurzfristig orientierte Anleger unterwegs und sehr aktiv", meine Wöllnitz.

Positioniert werde sich "den Marktbewegungen angepasst", gekauft werde also bei einem Kursanstieg und verkauft bei Verlusten. Das gelte vor allem für den DWS Russia (ISIN LU0146864797 / WKN 939855 ). Der sei zwischen Juli und Dezember um mehr als ein Drittel gefallen, habe die Verluste mittlerweile aber schon wieder wettmachen können. Allein für die vergangenen drei Monate komme der Fonds auf ein Plus von 31 Prozent.

Viel Beachtung finde außerdem nach wie vor die Biotech-Branche. "Die Schwankungen sind hoch, die Umsätze auch", meine Wöllnitz. Auch hier werde in Aufwärtsbewegungen massiv gekauft, in Abwärtsbewegungen verkauft. Betroffen seien besonders der DWS Biotech (ISIN DE0009769976 / WKN 976997 ) und der SEB Concept BioTech (ISIN LU0118405827 / WKN 542164 ). Trotz der holprigen Kursentwicklung seit Mitte März: Wer vor vier Jahren Anteile am DWS Biotech erworben habe, habe seinen Einsatz mehr als vervierfacht.

In deutschen und europäischen Aktienfonds seien in den vergangenen Wochen häufig Gewinne glattgestellt worden. Präger zufolge hätten etwa der Cominvest Fondak (ISIN DE0008471012 / WKN 847101 ), der FF European Growth von Fidelity (ISIN LU0048578792 / WKN 973270 ), der Allianz Nebenwerte Deutschland (ISIN DE0008481763 / WKN 848176 ) und der Deutsche Invest I German Equities (ISIN LU0740822977 / WKN DWS1AA ) auf den Abgabelisten gestanden.

Im DWS Aktien Strategie Deutschland (ISIN DE0009769869 / WKN 976986 ) und im DWS Deutschland (ISIN DE0008490962 / WKN 849096 ) hätten aber noch Zuflüsse überwogen. Wöllnitz melde hingegen ein wieder rückläufiges Interesse an klassischen Aktienfonds. "Gerade die Privatkunden halten sich in der Seitwärtsbewegung eher zurück, die Höhen und Tiefen im DAX haben wir ja alle schon gesehen."

Präger zufolge hätten sich bei internationalen Fonds die starken Währungsschwankungen bemerkbar gemacht. Der Euro, der sich in der zweiten Märzhälfte gegenüber dem US-Dollar etwas erholt habe, sei bis Mitte April wieder unter 1,06 US-Dollar gefallen, jetzt werde die Gemeinschaftswährung aber erneut zu knapp 1,10 US-Dollar gehandelt. Sehr rege Umsätze in beide Richtungen habe die Baader Bank im DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119 / WKN 984811 ) verzeichnet. Im Robeco BP Global Premium Equities (ISIN LU0203975437 / WKN A0DLK6 ) und im KBC Equity Fund High Dividend (ISIN BE0940703946 / WKN A0JKMV ) hätten hingegen die Zuflüsse dominiert.

Richtig gut an komme offenbar ein neuer internationaler Aktienfonds von "Mr. DAX" Dirk Müller, der Dirk Müller Premium Aktien (ISIN DE000A111ZF1 / WKN A111ZF ). "Da hatten wir hohe Umsätze und nur Käufe, selbst im Abwärtstrend", berichte Präger.

Der Fonds verfolge den Value-Ansatz, nach dem auch Börsenlegende Warren Buffett seine Investments auswähle, gesetzt werde also auf unterschätzte Aktien. "Es ist ein bewährter Ansatz: Aktien von Firmen suchen, die zu den besten der Welt gehören, ein robustes Geschäftsmodell haben und unterbewertet sind", erläutere Müller in einem Interview mit "Börse Online". Zudem kämen nur Papiere ins Depot, die man verstehe, nicht zuletzt seien ihm auch ethische Aspekte bei der Aktienwahl wichtig.

Im Geschäft mit asiatischen Aktienfonds hätten die Händler extrem viel zu tun gehabt. Das sei kein Wunder, die chinesischen Börsen hätten in den vergangenen Monaten eine rasante Aufwärtsbewegung hingelegt. "Allein im April sind chinesische Aktien um 16 Prozent gestiegen", bemerke Präger.

Anleger hätten sich daher zum Beispiel mit dem Threadneedle China Opportunities (ISIN GB00B1PRW957 / WKN A0MMW3 ) und dem Aberdeen Global Asian Smaller Companies (ISIN LU0231459107 / WKN A0HMM3 ) eingedeckt, im Baring Hong Kong China (ISIN IE0004866889 / WKN 933583 ) hätten hingegen die Gewinnmitnahmen dominiert, im First State Greater China (ISIN GB0033874107 / WKN A0BKZB ) würden beide Seiten gespielt. Der China-Fonds von Threadneedle komme auf Sicht von drei Monaten auf ein Plus von 24 Prozent, auf Sechsmonatssicht seien es 42 Prozent.

In der Gunst der Anleger weit oben stünden weiter europäische Mischfonds wie der Kapital Plus (ISIN DE0008476250 / WKN 847625 ). "Da sehen wir nur Käufe", bemerke Wöllnitz. Unter den Mischfonds gebe es aber einen klaren Favoriten: Den M&G Optimal Income (ISIN GB00B1VMCY93 / WKN A0MND8 ). "Der Fonds war 2014 offenbar der, der sich in Europa am besten verkauft hat, also die größten Kapitalzuwächse verzeichnen konnte", berichte der Händler. In den vergangenen drei Jahren habe der schwerpunktmäßig auf Anleihen setzende Fonds eine Rendite von 6,9 Prozent im Jahr erwirtschaftet.

Ruhiger geworden sei es im Bereich der Geldmarktfonds, wie Präger feststelle. Umsätze gebe es vor allem in US-Dollar-Fonds (ISIN LU0064963852 / WKN 986376) - mit einem Abgabeüberhang - und in Schweizer Franken-Fonds (ISIN LU0120694996 / WKN 578796 ) - mit hauptsächlich Zuflüssen. (Ausgabe vom 29.04.2015) (30.04.2015/fc/a/f)


 

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