Fidelity Funds - European Growth Fund A-Euro


WKN: 973270 ISIN: LU0048578792
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Meldung
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der China-Crash und der folgende Einbruch an den Börsen rund um den Globus hat auch im Fondshandel Spuren hinterlassen, so die Deutsche Börse AG.


"Über 1.000 Punkte hat der DAX innerhalb kurzer Zeit abgegeben, da wurden schon einige Stopps gerissen", berichte Matthias Präger von der Baader Bank. "Der Jahresanfang war sehr turbulent, die Unsicherheit enorm." Speziell Fonds mit chinesischen oder generell asiatischen Aktien seien massiv verkauft worden. Andere Regionen hätten sich dem Trend nicht entziehen können. "Auch bei europäischen und internationalen Aktien haben wir vor allem Abgaben gesehen."

Bei der ICF Bank sei es zum Jahreswechsel hingegen ruhiger zugegangen: "Selbst beim Absturz Anfang Januar gab es keinen Verkaufsdruck", berichte Ivo Orlemann. Die Leute hätten vermutlich dazu gelernt und gerieten bei Rückgängen nicht mehr so in Panik. "Anleger haben sich jedenfalls rational verhalten - oder sie waren in Urlaub."

Einbrechende Kurse in Shanghai und Shenzhen, der Ölpreis im freien Fall, geopolitische Konflikte und Terroranschläge - Gründe für Nervosität gebe es derzeit genug. Der DAX, der am 29. Dezember noch bei 10.860 Punkten gestanden habe, sei am Montag dieser Woche auf 9.825 Zähler gefallen. Am gestrigen Dienstag habe allerdings eine Erholung eingesetzt, am Mittwochmorgen habe der Index bei 10.130 Punkten notiert.

Fonds mit asiatischen Aktien seien Präger zufolge durchweg abgegeben worden. "Käufe gab es überhaupt nicht." Auch mit der jüngsten Beruhigung der Märkte habe sich das nicht geändert. Auf den Abgabelisten hätten der First State Greater China Growth (ISIN GB0033874107 / WKN A0BKZB ), der Fidelity Funds China Focus (ISIN LU0173614495 / WKN A0CA6V ) und der Robeco Asia-Pacific Equities (ISIN LU0084617165 / WKN 988149 ) gestanden.

Auch von international gestreuten Aktienfonds hätten Anleger nichts mehr wissen wollen, sie hätten sich laut Präger Anfang des Jahres in Scharen vom JO Hambro Capital Management Global Select (ISIN IE00B3DBRM10 / WKN A0RPNU ) und vom M&G Global Basics (ISIN GB0030932676 / WKN 797735 ) getrennt. Abgegeben worden seien aber auch Anteile an Portfolios mit deutschen und anderen europäischen Aktien, etwa dem DWS German Small/Mid Cap (ISIN DE0005152409 / WKN 515240 ) und dem Fidelity Funds European Growth (ISIN LU0048578792 / WKN 973270 ). Zugegriffen worden sei dagegen beim DWS Top Dividende (ISIN DE0009848119 / WKN 984811 ) und beim DWS Aktien Strategie Deutschland (ISIN DE0009769869 / WKN 976986 ). "Die laufen immer", bemerke Präger.

Rege gehandelt würden weiterhin Mischfonds. Beim Flossbach von Storch Multiple Opportunities (ISIN LU0323578657 / WKN A0M430 ) hätten die Zuflüsse dominiert, melde Orlemann. Auch beim Carmignac Patrimoine (ISIN FR0010135103 / WKN A0DPW0 ), der lange Zeit auf den Verkaufslisten gestanden habe, hätten diesmal die Käufe überwogen. Präger melde, dass der Arero Weltfonds überwiegend gekauft worden sei. (ISIN LU0360863863 / WKN DWS0R4 ).

Daneben bleibe die Biotech-Branche großes Thema. Der Branchenindex Nasdaq Biotech, der über Jahre nur gestiegen sei, habe seit Juli 2015 deutlich an Wert verloren, die Gewinne aus dem Herbst seien durch heftige Verluste im neuen Jahr mittlerweile nahezu komplett dahin.

Orlemann berichte von Käufen und Verkäufen des DWS Biotech (ISIN DE0009769976 / WKN 976997 ) und des SEB Concept Biotechnology (ISIN LU0118405827 / WKN 542164 ). Der DWS Biotech sei auf Zwölfmonatssicht mittlerweile in den Minusbereich gerutscht, wer den Fonds seit zwei Jahren halte, komme aber noch auf ein Plus von 53 Prozent, für fünf Jahre seien es 239 Prozent.

Ebenfalls umsatzstark hätten sich Orlemann zufolge einmal mehr Immobilienfonds gezeigt, vor allem die weiterhin offenen Produkte. "Hier werden beide Seiten gespielt." Als Beispiele nenne er den Deka-ImmobilienEuropa (ISIN DE0009809566 / WKN 980956 ), den UniImmo Deutschland (ISIN DE0009805507 / WKN 980550 ) und den UniImmo Europa (ISIN DE0009805515 / WKN 980551 ), wobei beim Letzteren die Abgaben leicht überwogen hätten. "Unter den sich in Abwicklung befindenden Fonds ist der CS Euroreal (ISIN DE0009805002 / WKN 980500 ) der am aktivsten gehandelte", ergänze der Händler.

Die anhaltenden Preisrückgänge bei Rohstoffen hätten für weitere Kursverluste von Minenaktien gesorgt. Einen eindeutigen Trend im Fondshandel habe es der Baader Bank zufolge aber nicht gegeben, die Umsätze seien niedrig geblieben. "Viel los war nicht. Es wurde gekauft und verkauft", erkläre Präger, etwa Anteile des BGF World Mining Fund in US-Dollar (ISIN LU0075056555 / WKN 986932 ) und in Euro (ISIN LU0172157280 / WKN A0BMAR ). Der auf die US-Währung lautende Fonds habe auf Sicht von zwölf Monaten mittlerweile 47 Prozent an Wert verloren, der auf Euro lautende 42 Prozent. (Ausgabe vom 13.01.2016) (14.01.2016/fc/a/f)


 

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