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WKN: 927200 ISIN: GB0059822006
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VARTA (WKN: A0TGJ5) ist kein Chip-Hersteller, aber Innovationen im Halbleiterbereich gehören zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren des Batterieherstellers. Auf diese Weise wird VARTA irgendwie doch ein Internet-der-Dinge-Unternehmen.

Wenn das Richtige zusammenkommt, dann kann Großartiges entstehen

VARTAs klassisches Kerngeschäft sind Hörgerätebatterien. Dort hat sich das Unternehmen eine dominante Marktposition erarbeitet und das ist eine tolle Sache. Aber die Anlegerfantasie kann dieses Geschäft kaum beflügeln, dazu ist es zu berechenbar.

Spannender sind da schon die neuen Märkte, in die das Unternehmen seit einiger Zeit immer weiter vordringt, darunter Akku-Packs und wiederaufladbare Mikrobatterien. In diesen Bereichen profitiert VARTA von bestimmten Innovationen anderer Unternehmen, die völlig neue Möglichkeiten eröffnen.

Wer erinnert sich zum Beispiel noch an den Akku-Schrauber Ixo von Bosch mit seinem integrierten 3,6-Volt-Akku? Dieses millionenfach verkaufte Gerät legte 2003 den Grundstein für die heute allgegenwärtigen kabellosen Werkzeuge jeder Art und Leistungsklasse. Als Batteriepartner vieler Hersteller surft VARTA seit Jahren erfolgreich auf dieser Welle.

Wenn das richtige Produktdesign auf die passende Batterietechnologie trifft, dann kann Großartiges für beide Seiten entstehen.

Etwas Ähnliches ist nun im Bereich des Internets der Dinge zu beobachten. Vor dem Ixo hätte man von handlichen Werkzeugen mit ausdauernder Batterie nur träumen können. Sie waren entweder zu schwer oder zu leistungsschwach. Genauso hätte man bis vor Kurzem nur davon träumen können, ein kleines, mit Sensorik gespicktes Gerät zu haben, dass über weite Strecken kommunizieren kann, seine Position kennt sowie leicht und kompakt ist – und dessen Batterie dann auch noch monatelang hält.

Doch genau das wird nun einerseits durch VARTAs kleine Lithium-Ionen-Knopfzellen und andererseits eine Vielzahl von Innovationen im Halbleitersektor immer besser möglich.

Diese neuartigen Halbleiterlösungen machen den Unterschied

Wenn man auf einem Smartphone WiFi, Bluetooth sowie GPS aktiviert und gleichzeitig auch noch Videos schaut, dann wird der Akku innerhalb kürzester Zeit leergesaugt. Eine Smartwatch hält oft nur wenige Stunden durch, wenn sie intensiv genutzt wird. An solchen Beispielen wird deutlich, dass kleine Effizienzsteigerungen und bessere Batterien einen riesigen Unterschied ausmachen können.

Wenn es um Trackermodule für die Logistikindustrie geht, dann sollten diese möglichst klein und ausdauernd sein. Praktisch ist es auch, wenn man Alarmsensoren ohne Verkabelung frei im Raum positionieren kann. Denkt man darüber hinaus an industrielle und landwirtschaftliche Anwendungen, dann werden die Möglichkeiten nahezu unendlich.

Man will smarte Funktionalität überall platzieren können, aber ohne Kabelsalat und ohne alle paar Tage die Batterie aufladen zu müssen. Bessere Batterien sind schon einmal eine gute Grundlage, aber nur mit einer vielfach höheren Effizienz der Elektronik mit besonders stromsparenden Bausteinen lassen sich viele solcher Lösungen tatsächlich umsetzen.

Solche Bausteine sind zum Beispiel die „Low-Power“-Mikrocontroller von Silicon Labs (WKN: 935345), die das Unternehmen als die energiefreundlichsten der Branche bezeichnet. Das Internet der Dinge (englisch kurz: IoT) gehört zu den Hauptzielmärkten des Unternehmens.

Auch Nordic Semiconductor (WKN: 932405) sieht in diesem Bereich riesige Potenziale. Die Norweger haben stromsparende Funkchips für unterschiedlichste Anwendungsfälle im Portfolio, die einen ausdauernden Batteriebetrieb erlauben. Die kürzlich vorgestellte Thingy:91-Entwicklerplattform ist vollgestopft mit Sensorik, Konnektivität und einem integrierten Prozessor. Mit ihr soll es ein Kinderspiel sein, speziell auf die Anwendung zugeschnittene batteriebetriebene Tracking-Module zu entwickeln.

Ein drittes Beispiel ist ein WiFi-System-on-Chip von Dialog Semiconductor (WKN: 927200), das Dinge wie smarte Türschlösser, Überwachungskameras und Sensoren über das gewohnte WLAN an die Cloud anbindet und bei einem niedrigen Stromverbrauch – laut Hersteller – alles bisher Dagewesene übertrifft. Kaum ein anderes Unternehmen ist so stark auf das Thema „Energieeffizienz“ gepolt.

VARTA kann auf Jahre hinaus profitieren

Die Halbleiterbranche ist unheimlich motiviert, um den Energiebedarf ihrer Chips zu senken und die Rivalen immer wieder aufs Neue zu übertreffen. Trotz der zunehmenden Genügsamkeit wird mehr Funktionalität und Leistung geboten. Außerdem werden Software-Werkzeuge und Prototyping-Plattformen bereitgestellt, die die erste Umsetzung einer Idee beschleunigen.

All das sorgt dafür, dass kabellose IoT-Geräte in immer mehr Anwendungsbereiche vordringen und ihre Anzahl geradezu explosionsartig steigt. Jedes dieser Dinge braucht eine kleine Batterie und VARTAs aufladbare Mikrobatterien sind eine erstklassige Option dafür. Solange also die Chiphersteller so innovativ bleiben, werden sich VARTA und seine Aktionäre über eine steil wachsende Nachfrage freuen können.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

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