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WKN: 747206 ISIN: DE0007472060
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07.05.20 Discount Put auf Wirecard: Markus Braun weh.
06.05.20 BNP Paribas-Zertifikate auf Wirecard und Visa.
30.04.20 Wirecard: Lukrative Hebelchancen bei Kurskorre.
30.04.20 Discount Put auf Wirecard: Die Katze ist aus .
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25.02.20 Bullishe Tradingchance bei Wirecard? - Options.
20.02.20 Inline-Optionsschein auf Wirecard: Keine Infos .
13.02.20 Wirecard-Calls mit 123%-Chance bei Kursansti.
31.01.20 Wirecard-Discounter mit 8,10%-Chance und 38.
27.01.20 Wirecard-Deep-Express-Zertifikate mit bis zu 1.
13.01.20 Bei Kurserholung: Hohe Renditechancen mit Ca.
09.01.20 Inliner auf Wirecard: Markus Braun zeigt sich .
30.12.19 Wirecard-Calls mit 159%-Chance bei Kurserhol.
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22.11.19 Wirecard-Calls: Hohe Chancen bei "geringen" S.
05.11.19 Wirecard, Volkswagen, Total mit hohen Chance.


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Meldung
Paris (www.zertifikatecheck.de) - Die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate" ein Bonus-Zertifikat (ISIN DE000PX7NNJ5 / WKN PX7NNJ ) auf die Aktie von Wirecard (ISIN DE0007472060 / WKN 747206 ) sowie ein Mini Long-Zertifikat (ISIN DE000PF0MJH6 / WKN PF0MJH ) und ein Mini Short-Zertifikat (ISIN DE000PF0C516 / WKN PF0C51 ) auf die Aktie von Visa (ISIN US92826C8394 / WKN A0NC7B ) vor.


Die Coronavirus-Pandemie werde für einige Branchen zum Wendepunkt. Nun werde über das Internet nicht nur eingekauft und gechattet, sondern auch gelernt und geradelt - und das quer durch alle Altersgruppen.

Lorenzo Gallo trete in die Pedale. Steil winde sich die Straße am Berg nach oben. Der Poggio di Sanremo sei die Qualstrecke auf dem Weg zum Ziel in Sanremo. Wer hier ein paar Sekunden Zeit verliere, habe kaum noch eine Chance, auf das Siegerpodest zu kommen. Lorenzo schwitze, stöhne und gebe alles. Keine Chance, die Profis würden am ihn vorbeiziehen. "Lorenzo", töne es aus dem Zimmer nebenan. "Das Essen ist fertig. Jetzt komm bitte." Lorenzo steige vom Fahrrad, schalte den Computer aus. Das war's, das Rennen ist für ihn gelaufen, so die Analysten der BNP Paribas.

Okay, zugegeben, man wisse nicht, ob ein Lorenzo Gallo am diesjährigen Rennen Mailand - Sanremo teilgenommen habe, aber so oder sehr ähnlich könnte es sich zugetragen haben. Denn der fiktive Lorenzo habe sich via Internet in das berühmte Frühjahrs-Radrennen eingeklinkt. Denn das habe im März aufgrund der Coronavirus-Pandemie entfallen müssen - zumindest in der realen Welt. In der virtuellen, in der Online-Welt habe es stattgefunden. Über 4.000 Fahrradnarren hätten sich am 21. März über ihren Garmin-Radcomputer in die Schlussstrecke eingeloggt, die von Alassio über die berühmten Anstiege Tre Capi, Cipressa und Poggio ins Ziel auf der Via Roma in Sanremo geführt habe. 4.000 Fahrradnarren, die in ihren vier Wänden gegeneinander angetereten seien - im Wohnzimmer, im Hobbykeller, auf der Terrasse oder im Flur -, im virtuellen Raum seien sie alle gemeinsam die Küstenstrecke am Ligurischen Meer entlang gefahren.

Auch wenn das Online-Event kein Novum gewesen sei - seit längerem würden Profi-Fahrradrennställe den virtuellen Raum für Übungsfahrten nutzen - es markiere dennoch eine Art Wendepunkt. Bislang hätten nämlich viele Sportler die Übungsfahrten via Internet abgelehnt. Sie hätten sich lieber bei Wind und Wetter durch die reale Welt bewegt. Nun, einmal aus der Not geboren - weil in der wirklichen Welt alle Veranstaltungen dem Coronavirus zum Opfer gefallen seien - werde der digitale Wettkampf sozusagen zum Breitensport.

Und das wiederum sei kein Einzelfall. "Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt", sage etwa Matthias Horx. Das Zitat des bekannten Trend- und Zukunftsforschers verunsichere beim ersten Durchlesen, sei aber gar nicht so gemeint. Ganz im Gegenteil, Horx wolle Mut machen, aufzeigen, dass die Welt mit dem neuartigen Coronavirus leben könne und leben werde. "Wir werden uns wundern, wie schnell sich plötzlich Kulturtechniken des Digitalen in der Praxis bewähren", sage Horx und meine damit vor allem Tele- und Videokonferenzen. Denn trotz Ausbau des Internets zum superschnellen Glasfasernetz würden Tele- und Videokonferenzen in Deutschland immer noch zu den Randerscheinungen gehören. Zu Geschäftsterminen reise man persönlich an, vorzugsweise mit dem Auto oder dem Flugzeug. Von daheim arbeiten? Manchmal vielleicht in Ausnahmefällen. Und wenn man einen Arzt benötige, dann gehe man natürlich in die Praxis. Das digitale Deutschland im Jahr 2020 - Fehlanzeige. Deutschland sei immer noch ein Land der physischen Fortbewegung von A nach B. Das Digitale beschränke sich nur allzu oft auf den Freizeitbereich: Filme streamen oder mal ein lustiges Bild über WhatsApp versenden - mehr sei meistens nicht.

Das könnte sich mit der Coronavirus-Pandemie nachhaltig ändern. "Tele- und Videokonferenzen, gegen die sich die meisten Kollegen immer gewehrt hatten, stellten sich als durchaus praktikabel und produktiv heraus. Das Homeoffice wurde für viele zu einer Selbstverständlichkeit - einschließlich des Improvisierens und Zeit-Jonglierens, das damit verbunden ist", so der Entwurf von Horx aus einer möglichen Coronavirus-Retroperspektive in ferner Zukunft. Dann nämlich, so der Trendforscher, werde man erkennen, dass die Pandemie in einigen Bereichen zu nachhaltigen Veränderungen geführt habe. Tele- und Videokonferenzen seien dann Standard und das Homeoffice sei für viele Arbeitnehmer normaler und zeitsparender Alltag, da Anfahrtswege zum Arbeitslatz entfallen würden.

Eine Vision, die auch an der Börse auf fruchtbaren Boden falle, wie ein Blick auf den Kursverlauf einiger Anbieter von Videokonferenzsystemen zeige. Während die meisten Aktienkurse nach dem Ausbruch der Pandemie in Europa in die Tiefe gerauscht seien, habe Zoom Video Communications neue Hochs erklommen. Das kalifornische Unternehmen sei erst im zurückliegenden Jahr an die Börse gebracht worden, habe dann längere Zeit vor sich hingedümpelt, bis schließlich das Coronavirus den Börsenkurs binnen weniger Wochen auf das Doppelte habe ansteigen lassen.

Noch rasanter gegangen sei es bei Teladoc Health nach oben. Der auf telemedizinische Dienste spezialisierte Anbieter habe seinen Aktienkurs in der Krise verdreifachen können. Dabei sei auch die Telemedizin kein Novum, aber ein Bereich, der trotz großer Chancen weder in Europa noch in Nordamerika bislang auf der Agenda der Politik gestanden habe. Bis vor kurzem sei es Ärzten in Deutschland sogar ausdrücklich verboten, bei Patienten, die sie vorher noch nicht persönlich gesehen hätten, mehr als nur eine Beratung abzugeben. Diagnosen stellen und Rezepte schreiben, das sei erst seit einem Beschluss des Deutschen Ärztetags im Mai 2018 erlaubt. Aber in der Praxis, und das im wahrsten Sinne des Wortes, habe das am Alltag der Ärzte nur wenig geändert. Nur wenige seien bislang auf telemedizinische Angebote umgestiegen. Gespräch, Beratung und Diagnose fänden immer noch ausschließlich in den Praxisräumen statt. Die Krankenakte werde schriftlich geführt, bei einer Überweisung werde ein Arztbrief angefertigt, versendet mit der Post. Eine digitale Krankenakte, die von allen behandelnden Ärzten eingesehen und in Echtzeit bearbeitet werden könnte - auch hier Fehlanzeige.

Die Coronavirus-Pandemie habe das schon ansatzweise geändert. Denn deren Behandlung lasse keine Verzögerung zu und der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient sei sogar ausdrücklich zu vermeiden. Im Grunde genommen sei das Coronavirus wie für die Telemedizin gemacht, zumindest solange der Verlauf der Erkrankung nicht eskaliere. "Wie fühlen sie sich? Haben Sie Temperatur? Husten Sie bitte mal" - per Internet und Blickkontakt über den Monitor sei zumindest eine Erstversorgung bei Verdacht auf Coronavirus möglich und ratsam. Einmal genutzt, könnte so auch die Telemedizin in all ihren Facetten ihren Durchbruch feiern. Das Gespräch zwischen Arzt und Patient via Internet sei da nur die Spitze des Eisbergs.

Zum Wendepunkt könnte die Coronavirus-Pandemie auch für das E-Learning werden. Weil Schulen weltweit hätten geschlossen werden müssen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sei das Angebot an Lerninhalten im Internet hochgefahren worden. Auch wenn Deutschland noch weit von einem vernünftigen E-Learning-Niveau entfernt sei, der Zwangsurlaub für den Lehrkörper führe zumindest zu einem Nachdenken über die digitale Schule der Zukunft. Plattformen wie "Moodle" oder "Classroom" von Google würden ausreichend Möglichkeiten für die Schulklasse im Virtuellen zur Verfügung stellen.

Und noch ein Wendepunkt sei auszumachen: Der Kauf von Produkten für den alltäglichen Bedarf bei Anbietern im Internet. "Menschen, die es früher vermieden haben, Kleidung, Schuhe oder Lebensmittel online zu bestellen, zählen jetzt plötzlich zu ihren Kunden. Durch die Krise probieren viele Menschen digitale Angebote aus", sage Valentin Stalf, Gründer der Smartphone-Bank N26, und unterstreiche, dass die Deutschen unter dem Eindruck der Krise digitaler würden. Keine Einzelbeobachtung. "Im Onlinehandel spüren wir eine deutlich gesteigerte Bestellintensität", so ein Sprecher der REWE-Gruppe in einem Interview. Dabei seien es nun vor allem auch ältere Menschen, die bestellen würden, eine Käufergruppe, die in Sachen Onlinebestellungen eher zurückhaltend gewesen sei. Viele Beobachter würden davon ausgehen, dass mit der Coronavirus-Pandemie auch Hürden gefallen seien, Vorbehalte und Ängste; wer einmal im Internet seinen alltäglichen Einkauf getätigt habe, werde dies auch in Zukunft tun, zumindest immer wieder mal.

Und ganz nebenbei verschwinde das Bargeld. Denn wer im Internet einkaufe, brauche keine Münzen und Scheine. Bezahlt werde per Rechnung, per Lastschrift oder per Kreditkarte, hier und da auch mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin. "Wir sehen jetzt einen radikalen Wechsel - weg vom Bargeld, hin zum kontaktlosen Bezahlen", so die Beobachtung von N26-Gründer Stalf. Anbieter solcher Technologien wie die zuletzt in die Kritik geratene Wirecard würden davon profitieren, aber auch Kreditkartenbieter wie MasterCard und Visa würden mit neuer Kundschaft rechnen.

Und so sei es wie in jeder Krise, es gebe Gewinner, es gebe Verlierer. Das digitale Deutschland könnte zu den Gewinnern gehören, mit all seinen Facetten: Video- und Konferenzsysteme, Telemedizin, E-Learning und Online-Shopping - Wendepunkte gebe es viele. Oder, wie Zukunftsforscher Horx formuliere: "Die Welt as we know it löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen, deren Formung wir zumindest erahnen können." (Ausgabe Mai 2020) (06.05.2020/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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