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WKN: 747206 ISIN: DE0007472060
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Meldung
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Wirecard-AktienAnalysevon "Der Aktionär":

Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie des Anbieters von Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.


Im Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Wirecard-Bilanzskandal hätten sich Defizite bei der Abschlussprüfung des Skandal-Unternehmens angedeutet. Der Druck auf die Wirtschaftsprüfer von KPMG und EY werde immer größer. Auch die Finanzaufsicht BaFin werde beschuldigt, Wirecard nicht ordnungsgemäß geprüft zu haben.

Befragt worden sei am gestrigen Donnerstag im Bundestag unter anderem der Sonderuntersucher Alexander Geschonneck von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Er habe in einer Sonderprüfung aufgedeckt, dass es keine Nachweise zur Existenz von angeblichen Kundenbeziehungen und daraus erzielten Umsätzen des aufstrebenden Tech-Konzerns gegeben habe.

Es sei mit Standard-Prüfmethoden untersucht worden, die auch das Institut der deutschen Wirtschaftsprüfer vorsehe. "Wir haben nichts weiter gemacht, als uns nach unseren Standards zu verhalten", habe Geschonneck gesagt.

Die konkrete Arbeit der Wirecard-Prüfer der Prüfungsgesellschaft EY (vormals Ernst & Young) habe er nicht bewerten wollen. Diese Prüfer hätten die Abschlüsse des Skandalkonzerns jahrelang als ordnungsgemäß bestätigt.

Ein Wirtschaftsprüfer von EY habe sich bei seiner Befragung am Abend auf seine Schweigepflicht belaufen - habe aber generelle Aussagen zum Ablauf von Wirtschaftsprüfungen gemacht. Konkret zum Fall Wirecard wolle er sich gern äußern, könne das aber nicht, bevor die Rechtslage nicht eindeutig geklärt sei, so Christian Orth.

Der 50-Jährige leite nach eigener Aussage bei EY die Abteilung für interne Qualitätssicherung. Orth habe im Ausschuss unter anderem betont, ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk von Wirtschaftsprüfern sei kein Gütesiegel für ein Unternehmen. Die Arbeitsweise des Wirtschaftsprüfers baue "leider" auch auf Vertrauen, habe er gesagt.

Die Wirtschaftsprüfer von EY würden immer mehr in die Kritik geraten. Seit 2009 hätten sie die Bilanzen von Wirecard kontrolliert. Aufgefallen sei nichts - weder die Konten in Asien noch die 1,9 Milliarden Euro. Kurz vor der Anhörung habe das "Handelsblatt" berichtet, die Wirtschaftsprüfer-Aufsicht Apas habe die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wegen Hinweisen auf Straftaten der EY-Prüfer. EY streite das als haltlos ab. Bei Orths Vortrag über das "Wesen des Wirtschaftsprüfers" falle laut Tagesschau.de noch dieser Satz: "Wir prüfen nicht jede Quittung."

Der Finanzpolitiker der Grünen, Danyal Bayaz, habe die Aussage des KPMG-Prüfers Geschonnecks als "desaströses Zeugnis" für die Abschlussprüfer von EY gewertet. Der SPD-Obmann im Ausschuss, Jens Zimmermann, habe betont, es gebe erhebliche Zweifel, ob dem jahrelangen Abschlussprüfer jemals geeignete Unterlagen vorlagen um die Existenz der Konten zu bestätigen. Mit einer ordnungsgemäßen Abschlussprüfung wäre der Wirecard-Betrug aufgeflogen, habe er erklärt.

Die Bilanz-Kontrolleure von EY stünden derzeit in mehrerlei Hinsicht unter Druck. So erhebe nach einem Bericht des "Handelsblatts", der der dpa bestätigt worden sei, auch die Wirtschaftsprüferaufsicht Apas Vorwürfe gegen sie. Es solle Hinweise auf Straftaten der beteiligten Akteure geben, die Aufsichtsbehörde habe deshalb die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Ein EY-Sprecher habe dazu erklärt: "EY sieht keinerlei Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten von Abschlussprüfern von EY im Fall Wirecard." Der Finanzpolitiker der Linken, Fabio De Masi, habe kommentiert: "Bei EY brennt der Dachstuhl!"

Die Wirecard-Aktie sei mit dem Rutsch unter die 1-Euro-Marke im August zum Pennystock geworden und habe am Mittwoch bei 47 Cent ein neues Allzeittief markiert. Heute notiere das Papier von Zockern getrieben etwa sieben Cent höher.

Auch die Finanzaufsicht BaFin stehe im Fokus der Aufarbeitung des Wirecard-Skandals. Sie habe bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass mit Wirecard-Aktien handelnde Mitarbeiter einen möglichen Informationsvorsprung zum privaten Vorteil genutzt hätten. "Wir hatten ein Compliance-System, das den gesetzlichen Vorgaben entsprach, aber nicht mehr zeitgemäß ist und deshalb zu Recht verändert wird", habe BaFin-Chef Felix Hufeld der "Wirtschaftswoche" gesagt. Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass Mitarbeit Insiderwissen genutzt hätten.

Die BaFin prüfe derzeit private Börsengeschäfte ihrer Mitarbeiter, bei denen der Kurs der Wirecard AG eine Rolle gespielt habe. Der Finanzaufsicht seien mittlerweile fast 500 private Geschäfte ihrer Mitarbeiter mit Bezug zum Skandalunternehmen Wirecard bekannt.

Auf den Kurs der Wirecard-Aktie hätten die Querelen um die Aufklärung des Skandals kaum noch Auswirkungen. Kurzfrist-Zocker würden den Kurs zwischenzeitlich mal in die eine oder andere Richtung bewegen.

Anleger sollten besser die Finger von der Pleite-Aktie lassen, so Martin Mrowka von "Der Aktionär". (Analyse vom 27.11.2020)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Wirecard-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
0,5093 EUR +1,86% (27.11.2020, 14:23)

Tradegate-Aktienkurs Wirecard-Aktie:
0,5056 EUR +1,06% (27.11.2020, 14:36)

ISIN Wirecard-Aktie:
DE0007472060

WKN Wirecard-Aktie:
747206

Ticker-Symbol Wirecard-Aktie Deutschland:
WDI

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Wirecard-Aktie:
WRCDF

Kurzprofil Wirecard AG:

Die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060, WKN: 747206, Ticker-Symbol: WDI, Nasdaq OTC-Symbol: WRCDF) ist einer der weltweit führenden unabhängigen Anbieter von Outsourcing- und White-Label-Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr. Wirecard unterstützt Unternehmen dabei, elektronische Zahlungen aus allen Vertriebskanälen anzunehmen. Über eine globale Multi-Channel-Plattform stehen internationale Zahlungsakzeptanzen und -verfahren mit ergänzenden Lösungen zur Betrugsprävention zur Auswahl.

Für die Herausgabe eigener Zahlungsinstrumente in Form von Karten oder mobilen Zahlungslösungen stellt die Wirecard Gruppe Unternehmen die komplette Infrastruktur inklusive der notwendigen Lizenzen für Karten- und Kontoprodukte bereit.

Am 25.06.2020 stellte das Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. (27.11.2020/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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