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Meldung
München (www.aktiencheck.de) - SAP-AktienAnalyseder Bank Vontobel Europe AG:

Europas größter Softwarehersteller hat in der Corona-Krise ein unerwartet starkes zweites Quartal hingelegt, so die Bank Vontobel Europe AG in einer aktuellen Veröffentlichung zur Aktie der SAP SE (ISIN: DE0007164600, WKN: 716460, Ticker-Symbol: SAP, Nasdaq OTC-Symbol: SAPGF).


Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8% gestiegen. Die positiven Entwicklungen des zweiten Quartals hätten das Unternehmen selbst überrascht. Noch im Frühjahr habe man den Jahresausblick gesenkt und im Besonderen vor der ungewissen wirtschaftlichen Lage im zweiten Quartal gewarnt. "Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Teams das sehr schwierige Umfeld erfolgreich gemeistert und ein besseres Quartalsergebnis erreicht haben als erwartet", habe Vorstandschef Christian Klein in einer Mitteilung zu den unerwartet guten Quartalszahlen seines Unternehmens gesagt.

Besonders das breite Portfolio mit einer "beispiellosen Diversifikation" habe dafür gesorgt, die Herausforderungen des ersten halben Jahres gut bewältigen zu können. Dabei habe man noch im Frühjahr angekündigt, das breite Produktportfolio auszudünnen, um sich mehr auf einzelne Kernkompetenzen zu fokussieren. Nun habe ausgerechnet die breite Diversifikation SAP sicher durch das schwierige Umfeld navigiert.

Im Wesentlichen seien für die positiven Quartalszahlen zwei Geschäftsfelder verantwortlich: Das Geschäft mit Software-Lizenzen, welches Lösungen für Unternehmen verschiedenster Branchen liefere, und der wachsende Markt des Cloud-Computings. Das Geschäft mit Software-Lizenzen sei speziell in Asien nach den coronabedingten Ausgangssperren stärker angelaufen als im Rest der Welt, nachdem es im ersten Quartal dieses Jahres bereits erheblich unter der Corona-Pandemie gelitten habe.

Das Cloud-Geschäftsmodell sei besonders wichtig für eine nahtlose Integration der Geschäftsprozesse der Kunden des Walldorfer Software-Unternehmens. Nun habe sich bei der Präsentation der aktuellen Quartalszahlen gezeigt, dass das Geschäft mit der Cloudsoftware um rund ein Fünftel, verglichen mit dem Vorjahresquartal, zugelegt habe und damit maßgeblicher Treiber der Umsatzzuwächse des Unternehmens sei. Unter normalen Voraussetzungen wäre das Cloud-Geschäft noch stärker gewachsen - Corona sei hier ein stark limitierender Faktor gewesen. Das Geschäft sei zwar nicht so stark wie in den Monaten vor der Corona-Pandemie gewachsen, aber viele der bestehenden Kunden hätten ihre auslaufenden Verträge mit SAP verlängert oder neue abgeschlossen. Das gebe Sicherheit für die Zukunft. SAP wähne sich in diesem Geschäftsbereich gut positioniert. Seitens des Unternehmens gehe man davon aus, dass die Nachfrage nach Lösungen für digitale Logistikketten, E-Commerce und die Marktforschungsplattform Qualtrics "unverändert stark" bleibe.

SAP wirtschafte aufgrund einer Strategie, die einen vorwiegend virtuellen Vertrieb und Remote-Implementierungen ermögliche, sehr effizient. Seitens der Unternehmensführung habe man schnell auf die Corona-Krise reagiert und weniger neue Mitarbeiter eingestellt, kurzfristig anpassbare Ausgaben verringert und weitere Ausgaben, wie Geschäftsreisen, reduziert. Zusammen mit der starken Umsatzentwicklung hätten diese Maßnahmen, trotz des schwierigen Marktumfeldes, zu einem höheren Betriebsergebnis und einer höheren Marge geführt. Diese sei auf 29,1% gestiegen, was vor allem von Investoren positiv aufgenommen worden sei, da sie als wichtige Kennzahl für die Entwicklung des Tagesgeschäftes stehe.

Es scheine als könne man wertvolle Erkenntnisse aus der Corona-Krise übernehmen, um auch in Zukunft profitabler zu arbeiten ohne Umsätze einzubüßen. Aber SAP wolle künftig nicht nur effizienter wirtschaften, sondern auch Geld ausgeben. Man sei zwar nicht immun gegen die Krise, aber finanziell gut aufgestellt, lasse das Unternehmen verlauten. Kürzlich habe das Unternehmen mitgeteilt, an der Integration der vielen zum Konzern gehörenden Unternehmen zu arbeiten. Zudem wolle man mehr Geld in die Eigenentwicklung investieren, um Kunden Lösungen anzubieten, die näher an deren Bedürfnisse gekoppelt seien. Dabei stünden Investitionen in branchenspezifische Cloud-Lösungen im Vordergrund. SAP sei quasi das einzige Technologieunternehmen aus Deutschland, das mit der brancheninternen Konkurrenz aus den Vereinigten Staaten technologisch mithalten könne. Investitionen in Zukunftstechnologien seien deshalb nicht nur sehr wichtig, um nicht den Anschluss an die Tech-Riesen aus den USA zu verlieren, sondern auch, um den Technologiestandort Deutschland zu repräsentieren.

Die Aktie der SAP SE werde aktuell bei EUR 134,40 (10.07.2020) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 139,72 (09.07.2020) und das Jahrestief bei EUR 82,13 (16.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 29 Analysten die Aktie auf "buy", fünf auf "hold" und fünf auf "sell" setzen. (Analyse vom 10.07.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze SAP-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs SAP-Aktie:
136,76 EUR +0,81% (13.07.2020, 09:48)

Xetra-Aktienkurs SAP-Aktie:
136,82 EUR +1,32% (13.07.2020, 09:34)

ISIN SAP-Aktie:
DE0007164600

WKN SAP-Aktie:

716460
Ticker-Symbol SAP-Aktie:
SAP

NYSE Ticker-Symbol SAP-Aktie:
SAP

Reuters-Kürzel SAP-Aktie:
SAPG.DE

Kurzprofil SAP SE:

Als die Experience-Company powered by the Intelligent Enterprise ist SAP (ISIN: DE0007164600, WKN: 716460, Ticker-Symbol: SAP, NYSE-Symbol: SAP) Marktführer für Geschäftssoftware und unterstützt Unternehmen jeder Größe und Branche dabei, ihre Ziele bestmöglich zu erreichen: 77% der weltweiten Transaktionserlöse durchlaufen SAP-Systeme. Seine Technologien für maschinelles Lernen, das Internet der Dinge und fortschrittliche Analyseverfahren helfen Kunden auf dem Weg zum intelligenten Unternehmen.

SAP unterstützt Menschen und Unternehmen dabei, fundiertes Wissen über ihre Organisationen zu gewinnen, fördert die Zusammenarbeit und hilft so, dem Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein. Die End-to-End-Suite aus Anwendungen und Services ermöglicht es mehr als 440.000 Kunden, profitabel zu sein, sich stets neu und flexibel anzupassen und etwas zu bewegen. Mit einem globalen Netzwerk aus Kunden, Partnern, Mitarbeitern und Vordenkern hilft SAP die Abläufe der weltweiten Wirtschaft und das Leben von Menschen zu verbessern. Weitere Informationen unter www.sap.com. (13.07.2020/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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