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Wer hat nicht schon einmal mal daran gedacht, wie es einmal sein wird im Alter, wenn man das Arbeitsleben hinter sich gebracht hat und in den wohlverdienten Ruhestand eintritt? Nicht mehr früh aufstehen, kein Stress auf der Arbeit und viel Zeit für seine Hobbys. Oder auch endlich einmal schöne Reisen unternehmen, für die man vorher der vielen Arbeit wegen einfach keine Zeit hatte. Oder auch einfach nur die Seele baumeln lassen und das Leben genießen.

Ja, so könnte es aussehen, das Rentnerdasein. Aber wahrscheinlich nicht, wenn man in Deutschland gesetzlich rentenversichert ist. Denn hier wird es vermutlich in Zukunft für die meisten neuen Rentner bedeuten, auf vieles zu verzichten statt zu genießen. Viele werden froh sein, wenn das Geld, was sie von der Rentenkasse überwiesen bekommen, überhaupt den ganzen Monat lang zum Leben reichen wird.

Aber wie kann das sein? Deutschland ist ein wirtschaftlich starkes Land mit einer niedrigen Arbeitslosigkeit und somit vielen Arbeitnehmern, die in die Rentenkasse einzahlen. Dass so viele zukünftige Rentner kaum noch von ihrer Rente leben können, hat natürlich vielfältige Gründe. Lassen wir einmal komplizierte Erläuterungen außen vor und versuchen ganz einfach zu erklären, wie es zu diesem Phänomen kommt.

Reicht das Geld?

Schauen wir einmal auf die jetzigen Arbeitnehmer, die in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren in Rente gehen werden. Wie sieht es hier eigentlich aus? Jeder kann ja mal für sich selbst herausfinden, in welcher Situation er sich befindet. Denn wer schon jetzt Probleme hat, mit seinem Lohn oder Gehalt über den Monat zu kommen, der wird erst recht in Schwierigkeiten geraten, wenn er in den Ruhestand geht.

Denn hier hat man dann nicht einmal mehr 50 % seines Nettoeinkommens als Rente zu erwarten. Keine allzu schönen Aussichten, wie ich finde. Und wenn man jetzt noch bedenkt, dass alleine 25 % der Arbeitnehmer in Deutschland im Niedriglohnsektor tätig sind, kann man sich schnell ausmalen, wie es in nicht mehr ferner Zukunft in der „Rentenwüste“ Deutschland aussehen könnte.

Brutto statt Netto

Ein anderer wichtiger Punkt ist die etwas irreführende Darstellung der zukünftigen Rentenansprüche. Gesetzlich Versicherte erhalten diese wichtigen Daten jedes Jahr mit der sogenannten Renteninformation. Doch alle dort genannten Werte sind Bruttoangaben. Die meisten vergleichen diese Summen nun aber mit ihrem jetzigen Nettolohn. Doch das ist ja eher so, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen.

Hier ein kurzes Beispiel: Männliche Rentner, die in den alten Bundesländern lebten, erhielten Ende 2017 laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung, durchschnittlich 1.095 Euro Rente im Monat. Doch von dieser Summe muss man jetzt noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge abziehen. Und das bedeutet, dass von rund 1.100 Euro Bruttorente nur rund 990 Euro Nettorente übrig bleiben. Und sollte man über dem jährlichen Grundfreibetrag von derzeit 9.168 Euro liegen, fallen auch noch Steuern an.

Keine so rosigen Aussichten also und vermutlich werden viele jetzt ihre Renteninformation mit völlig anderen Augen betrachten.

Achtung Inflation!

Auch das ist eine Angelegenheit, die viele überhaupt nicht auf dem Schirm haben. Man sieht, was man später einmal an Rente zu erwarten hat, geht aber bei dem, was man sich davon leisten könnte, von der heutigen Kaufkraft aus. Aber die Rentenzahlungen erhält man erst in ferner Zukunft und bis dahin hat dann die Inflation schon dafür gesorgt, dass man wesentlich weniger für einen Euro erhält als heute.

Das Gespenst der Inflation sollte man also bei der Vorstellung seiner zukünftigen Altersbezüge unbedingt berücksichtigen, sonst könnte zu Rentenbeginn ein böses Erwachen die Folge sein.

Mein Foolishes Fazit

Ob die Rente also zukünftig noch für jeden zum Leben reichen wird, ist ungewiss. Um im Alter nicht nur frustriert in den eigenen vier Wänden zu sitzen, sondern sich ein Leben leisten zu können, wie man es sich früher einmal ausgemalt hat, sollte man also frühzeitig etwas tun.

Man könnte zum Beispiel in Renten- und Investmentfonds oder auch in solide Dividendentitel wie 3M (WKN: 851745), Johnson&Johnson (WKN: 853260) oder Unilever (WKN: A0JMQ9) investieren, um hier massiv gegenzusteuern.

Wer sich beim Investieren noch unsicher ist, findet hier bei uns Fools auf jeden Fall eine Menge wertvolle und hilfreiche Artikel zu dem Thema. Getreu dem Motto: Arm in Rente? Nein, danke!

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatzwachstum (2018) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internethändler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt 3M und Johnson & Johnson.

Motley Fool Deutschland 2019

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