Teva Pharmaceutical ADR


WKN: 883035 ISIN: US8816242098
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Meldung
Paris (www.zertifikatecheck.de) - Die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate" ein Mini Long-Zertifikat (ISIN DE000PP6G3U0 / WKN PP6G3U ) und ein Mini Short-Zertifikat (ISIN DE000PP5YZT9 / WKN PP5YZT ) auf die Aktie von Teva Pharmaceutical (ISIN US8816242098 / WKN 883035 ) vor.


Jahrelang hätten sie in der Pharmabranche für Unruhe gesorgt und mit ihren Produkten einen extremen Preisdruck ausgeübt. Nun stünden sie selbst unter Druck: Aus Jägern seien Gejagte geworden. Die Rede sei von den Herstellern von Nachahmerpräparaten, den Generika-Produzenten. Nachahmerpräparate kämen dann ins Spiel, wenn der Patentschutz auf Medikamente, das seien in der Regel 20 Jahre, auslaufe. Dann dürften die Originalpräparate nachgeahmt, kopiert werden. Das übernähmen unter anderem die Generika-Hersteller, die sich auf das Kopieren spezialisiert hätten. Auch die nachgeahmten Medikamente müssten die verschiedenen Testphasen durchlaufen und von den Zulassungsbehörden genehmigt werden. Doch die Kosten dafür seien sehr viel geringer als bei den Originalpräparaten, da die Wirkungs- und Funktionsweise der in den Präparaten enthaltenen Wirkstoffe bekannt sei und nicht mehr nachgewiesen werden müsse.

Generika könnten deshalb um bis zu 60 Prozent billiger am Markt angeboten werden als die Originalpräparate. Das habe dazu geführt, dass Generika einen stetig wachsenden Anteil am weltweiten Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten verzeichnen würden. Habe dieser 2007 nur bei 7,4 Prozent gelegen, so dürften es vorläufigen Schätzungen nach im zurückliegenden Jahr schon fast 11 Prozent gewesen sein.

An diesem Trend werde sich vorerst grundsätzlich nicht viel ändern. Denn weltweit nähmen die Bemühungen zu, die Ausgaben der Krankenkassen zu senken. Diese seien dazu angehalten, im Falle von vorhandenen Generika diese dem Originalpräparat vorzuziehen. Experten würden damit rechnen, dass in den kommenden fünf Jahren so mindestens rund 180 Milliarden US-Dollar eingespart werden könnten. Zudem werde in den nächsten fünf Jahren der Verbrauch von Medikamenten einer Analysezufolge weltweit um 24 Prozent steigen und 2020 bei 4,5 Billionen Einzeldosen liegen. Dabei dürfte das Wachstum vor allem auf Länder in Asien und Lateinamerika zurückgehen. Doch in diesen kämen zu fast 90 Prozent Generika und so genannte "non-original branded products" zum Einsatz. Non-original Branded Products seien unter anderem Generika, die einen Patentschutz verletzt hätten, dennoch aufgrund staatlicher Vorgaben vertrieben werden dürften oder deren Vertrieb geduldet werde. Vor allem in Indien und China seien Non-original Branded Products weitverbreitet.

Das sei die eine Seite der Medaille des Generika-Markts. Auf der anderen Seite sei festzustellen, dass es immer mehr Generika-Produzenten gebe, die immer häufiger auch in Konkurrenz treten würden. Nicht selten würden drei oder vier Generika auf ein und dasselbe Originalpräparat angeboten. Das bringe nicht nur den Preis für das ursprüngliche Medikament unter Druck, sondern führe auch innerhalb der Generika zu massiven Preisabschlägen.

Einer Untersuchung der Fachzeitschrift "Annals of Internal Medicine" zufolge führe eine Konkurrenz von vier Anbietern eines Generikums zu durchschnittlichen Preisnachlässen von 32 Prozent. Bei drei Anbietern sei immer noch ein Preisverfall von über zehn Prozent festzustellen. Diese Entwicklung könnte sich in den kommenden Jahren verschärfen. Denn neben den angestammten Generika-Playern würden sich mehr und mehr kleine Unternehmen tummeln. Vor allem aus Indien und China würden sie in den Generika-Markt vordringen.

Die Antwort der großen Generika-Produzenten aus den USA und Europa auf die neue Situation falle mehrschichtig aus. Einerseits finde seit einiger Zeit eine kräftige Konsolidierung in der Branche statt. Die Übernahme des US-Konzerns und Botox-Herstellers Allergan durch Teva aus Israel im Jahr 2015 für 40 Milliarden US-Dollar sei dabei nur die Spitze des Eisbergs gewesen.

Andererseits könne eine weitere Spezialisierung innerhalb der Generika-Branche beobachtet werden. Sandoz etwa, die Generika-Tochter von Novartis, konzentriere sich laut CEO Richard Francis "auf Generika, bei denen die Markteintrittsbarrieren überdurchschnittlich hoch sind". Denn nicht jedes Originalpräparat lasse sich gut kopieren. Bei solchen, die nur schwer nachzuahmen seien, sei die Konkurrenzsituation weitaus entspannter. Häufig könne der erfolgreiche Generika-Hersteller hier sogar ein Monopol errichten, was einen langjährigen relativ hochpreisigen Verkauf des Präparats garantiere.

Dazu würden auch die so genannten Biosimilars beitragen. Dabei handle es sich um eine besondere Gruppe von Generika. Sie würden biotechnologisch hergestellte Medikamente nachahmen. In diesem Bereich stehe der Generika-Markt vor einer völlig neuen Entwicklung. Denn biotechnologisch hergestellte Medikamente gebe es erst seit Anfang der 1980er Jahre. Da viele von ihnen aber erst in den 1990er Jahren entwickelt und später zugelassen worden seien, würden nun zahlreiche Patente auslaufen. Sie zu kopieren, sei oft nicht leicht. Sie seien im Gegensatz zu chemisch synthetisierten Arzneimitteln äußerst komplex aufgebaut und würden aus Mikroorganismen oder lebenden Zellen gewonnen. Von den Originalpräparaten könnten sie deswegen auch leicht abweichen, da Mikroorganismen und lebende Zellen stets eine gewisse Variabilität aufweisen würden.

Entsprechend höher seien die Anforderungen im Zulassungsverfahren. Dass an den staatlichen Behörden auch die ganz Großen der Pharmabranche scheitern könnten, zeige das Beispiel Pfizer. Im zurückliegenden Jahr sei der Generika-Sparte von Pfizer zum zweiten Mal die Zustimmung für ein Biosimilar auf Epogen, ein Originalpräparat von Amgen, verweigert worden.

Trotz der hohen Anforderungen an Biosimilars seien sie der neue Wachstumsmarkt innerhalb der Generika-Branche, so die Meinung vieler Experten. So solle der weltweite Umsatz mit ihnen von derzeit 6 Milliarden US-Dollar auf rund 36 Milliarden in 2022 steigen. Das wäre eine Versechsfachung innerhalb von fünf Jahren.

Stelle sich die Frage, wie man als Anleger vom Generika-/Biosimilar-Markt profitieren könne? Grundsätzlich gelte, dass es für den Laien schwierig sei, die spezifischen Chancen und Risiken eines Generika-Unternehmen einzuschätzen. Die Entwicklung der Biosimilars zeige exemplarisch, dass Generika-Hersteller nahezu den gleichen Risiken unterlägen wie herkömmliche Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen. Generika-Produzenten seien nicht sicherer, weil sie "nur Kopien" auf bestehende Präparate herstellen. Diese Meinung habe schon beim Nachahmen von chemisch synthetisierten Arzneimitteln nur eingeschränkt gestimmt, bei Biosimilars verliere sie vollends ihre Richtigkeit.

Unter Branchenbeobachtern gelte Sandoz als Favorit. Die Novartis-Tochter setze voll auf den neuen Trend und verfüge über das größte Portfolio an potenziellen Biosimilars. Vorteil von Novartis: Die Schweizer seien sowohl vom Know-how wie auch vom Finanziellen her in der Lage, die Biosimilars eines Tages erfolgreich an den Markt zu bringen, was nicht jedes Generika-Unternehmen leisten könne.

Aber auch alle anderen mehr oder weniger reinen Generika-Unternehmen hätten Produktpipelines im Bereich Biosimilars aufgebaut. Unter rein bewertungstechnischen Maßstäben scheinen dabei derzeit vor allem Teva und Mylan attraktiv, so die Analysten der BNP Paribas. In Sachen Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) und Kurs/Umsatz-Verhaltenis (KUV) seien sie niedrig bewertet. Mit Einschränkungen gelte das auch für Endo. Das Unternehmen schreibe jedoch Verluste und weise daher für 2018 kein KGV auf. Es falle zudem auf, dass die Valoren der drei Konzerne in den zurückliegenden Jahren an der Börse klare Underperformer zum allgemein positiven Markttrend gewesen seien. Das dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass sich das fundamentale Umfeld für Generika-Unternehmen eingetrübt habe. Unter diesem Aspekt scheine ein Einstieg in Hinblick auf die Spekulation einer erneuten Belebung des Geschäfts dank Biosimilars nicht uninteressant. (Ausgabe April 2018) (04.04.2018/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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