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Warum kostet die Kasse so viel? - Kostenex.



Thema wurde 1195 mal gelesen , umfaßt 23 Postings und wurde mit 6 Punkten bewertet.

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6 1.  Warum kostet die Kasse so viel? - Kostenexplosion 11123 Postings, 5602 Tage SWay 30.06.06 09:03
 
Kostenexplosion oder Beitrags-Schwund?
Warum kostet die Kasse so viel?
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID5648170,00.html

[Wenn einer von Euch das Wort Beamter findet oder den Satz aus welcher Quelle die Beihilfe gespeisst wird sagt bitte Bescheid. Die tun fast so als wenn es Beamte nicht gibt und sie nichts kosten.]
---

Lange gesund, seit einiger Zeit ein Fall fürs Sanatorium - den Eindruck haben viele angesichts der Reform-Debatte vom Gesundheitssystem. Scheinbar gibt es bei den Kassen nur zwei Regeln: Die Beiträge steigen und die Leistungen sinken. Aber warum kostet den Versicherten die Gesundheit so viel?

Gesundheit hat ihren Preis und der ist kräftig gestiegen. Um mehr als ein Fünftel hat sich der Kassen-Beitragssatz zwischen 1978 und 2001 erhöht. Zwar gibt es in Deutschland einen hohen Versorgungsstandard bei vergleichsweise niedrigen Zuzahlungen. Dennoch gilt im internationalen Vergleich: Die gebotenen Leistungen sind hierzulande teuer.

Rolf Rosenbrock Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Rolf Rosenbrock ]
Wer das Gesundheitssystem sanieren will, steht vor einer Herkules-Aufgabe. Denn es geht um viel Geld und viele Interessengruppen: "Bei der Krankenversicherung besteht das Problem, dass mit dem eingenommenen Geld die größte Branche der Republik gesteuert werden muss - und zwar nicht über Angebot und Nachfrage", betont Prof. Rolf Rosenbrock vom Wissenschaftszentrum Berlin gegenüber tagesschau.de.
Das größte Problem: Arbeitslosigkeit

Dass die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) finanziell immer mehr bluten müssen, hat viele Gründe. So hat sich die Versicherten-Struktur über die Jahre verändert. Der Anteil der Rentner in der GKV ist gestiegen. Da diese geringere Einkommen haben, zahlen sie auch weniger Beiträge.

Das Gleiche gilt für Arbeitslose: Durch ihr niedrigeres Einkommen sind die Beiträge niedriger. Von der gestiegenen Arbeitslosigkeit werden die Kassen am stärksten getroffen, da sind sich die Experten einig.
"Der Bund entlastet sich"

Dass die Politik den Kassen weitere Lasten aufgebürdet hat - die so genannten Verschiebebahnöfe, bringt die in weitere Schwierigkeiten. "Wenn die Regierung mal wieder beschließt, dass die Arbeitslosenversicherung weniger Geld an die GKV bezahlt, entlastet sich der Bund. Die Defizite aus dem Etat der Agentur für Arbeit muss er ausgleichen, bei der Krankenversicherung dagegen nicht", kritisiert Rosenbrock. Gäbe es es die Verschiebebahnhöfe nicht, könnte man bei sonst gleichen Bedingungen allein dadurch einen Versicherungsbeitrag wie 1980 haben.

Die AOK verweist zudem nachdrücklich auf die Schwarzarbeit und den Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse. Minijobs etwa tragen ihren Teil dazu bei. Beides entzog den Kassen über die Jahre massiv Beiträge. Und der Trend dauert an.
Einnahmen halten nicht Schritt

Um fast ein Drittel blieben die Einnahmen der Kassen pro Mitglied zwischen 1980 und 2000 hinter Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Drittel zurück. Wären die Einnahmen pro Mitglied in diesem Zeitraum entsprechend gestiegen, könnte der Beitrag auch wieder bei knapp zwölf Prozent liegen, hat der Sachverständigenrat für das Gesundheitswesen errechnet.
Sinkende Löhne - sinkende Beiträge

Dazu kommt: Sinken die Löhne, verliert die Kasse Geld. Bei 1300 Euro Lohn und 13% Beitragssatz bekommt sie beispielsweise rund 170 Euro. Bringt der Job nur noch gut 1200 Euro bräuchte die Kasse schon 14% Beitragssatz um auf den gleichen Betrag zu erhalten. In vielen Branchen mussten Beschäftigte - etwa durch den Wegfall des Weihnachtsgelds - solche Verluste hinnehmen.
Mehr Alte, mehr Kosten

Zugleich steigen auch die Ausgaben seit Jahren - zum Teil aus den gleichen Gründen, aus denen die Einnahmen sinken. Mehr Ältere unter den Versicherten heißt auch mehr Kosten. Der Anteil der Leistungen für Rentner stieg von 41,6 Prozent 1993 auf 48,5 Prozent im Jahr 2004. Da die Deutschen immer länger leben, brauchen sie auch länger - und in manchen Bereichen intensivere - Betreuung.
Technischer Fortschritt kostet

Ein Patient bei der Ultraschalluntersuchung Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Auch technischer Fortschritt kostet. Hier ein Patient bei einer Ultraschall-Untersuchung.]
Auch der technische Fortschritt kostet. Mit etwa einem Prozent Preissteigerung pro Jahr veranschlagen viele Experten die medizinischen Verbesserungen. Bessere und teurere Therapien können zwar auch sparen helfen. In den letzten Jahrzehnten überwogen aber Neuerungen, die letztlich die Ausgaben steigerten, so der Sachverständigenrat.
Preistreiber Arzneimittel

Schneller als andere Bereiche sind vor allem die Arzneimittelausgaben gestiegen. Ihr Anteil an den Ausgaben hat sich deutlich erhöht- hier sehen viele Experten die Lobbyisten am stärksten am Werk. Die Steigerungsrate zwischen 1994 und 2004 lag nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei 43,7%. Zum Vergleich: Die Arztkosten stiegen nur um 13,5 Prozent.

Teuer wird es auch, wenn Patienten schlecht, unter- oder überversorgt sind. Hier sieht der Sachverständigenrat massive Probleme. Ein Teil der hohen Kosten in Deutschland geht auch auf Missmanagement und mangelnde Effizienz zurück. Dass etwa die "Doppelstruktur" von niedergelassenen Fachärzten und Fachabteilungen der Krankenhäuser überflüssige Untersuchungen geradezu herausfordert, ist seit langem bekannt.
Insgesamt keine "Kostenexplosion"

Dennoch gibt es nach Ansicht des Sachverständigenrats insgesamt keine "Kostenexplosion". Seit Mitte der 70er Jahre blieben die Ausgaben für die Versicherten im Verhältnis zur Entwicklung des BIP unverändert. Die aktuellen Finanzprobleme sieht er überwiegend in den wegbrechenden Einnahmen.
Wie viel Einsparung ist drin?

Dass das Gesundheitssystem reformiert werden soll, begrüßen alle Beteiligten unisono. 20 Milliarden Euro weniger in den nächsten zehn Jahren sind möglich - sagt etwa der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. In Kreisen des Sachverständigenrates ist man da allerdings äußerst skeptisch.

Da wagten sich manchen Experten "sehr weit vor", hieß es gegenüber tagesschau.de. Rolf Rosenbrock warnt: Die Sparpotenziale sind zum Teil an "viele heroische Annahmen gebunden" - etwa dass sich auch wirklich alle Beteiligten vernünftig verhalten.  
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  2.  habe das Wort "Beamte(r)" gefunden 11123 Postings, 5602 Tage SWay 30.06.06 10:43
 
aus einer News zur Föderalismusreform.

[und hier kosten sie plötzlich sogar ne Menge Geld. Was sollen da erst die sagen die Renten und Sozialversicherungen zahlen müssen aber keine Möglichkeit haben an den Topf zu kommen und/oder die Steuern zu erhöhen wenn es sein muss, oder Blitzgeräte aufzustellen oder oder oder... ?]

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/1/0,3672,3950657,00.html

...

Beamte

Auch geplante Änderungen im Beamtenrecht waren bis zum Schluss umstritten. Der Bund behält einzig die Zuständigkeit für die Statusfragen der Beamten. Dienstrecht, Besoldung und Versorgungsregelungen für Landesbeamte werden dagegen in Länderhoheit überführt. Der Klage der Länder in der Vergangenheit, dass der Großteil ihrer Etats für Personalkosten ausgegeben werden müsse, sie selbst aber wenig Einflussmöglichkeiten hätten, wird damit Rechnung getragen.


Befürworter dieser Neuerung erhoffen sich mehr Wettbewerb im öffentlichen Dienst, Kritiker befürchten eine Zersplitterung des Dienstrechts.
...  
 
  3.  In bester Schröder Manier, (Die Krankenschwester) 11123 Postings, 5602 Tage SWay 30.06.06 11:04
 
[Lasst Euch nicht verarschen, eine Steuerfinanzierung würde am meisten die Beamten belasten denn DANN müssten sie auch zahlen, die anderen würde weniger zahlen müssen, bzw. hohe Einkommen halt ein bischen mehr aber das passt dann schon, irgendwo wird dann hal wieder abgesetzt. ICH ZAHLE GERNE MEHR STEUERN, wenn ich dafür weniger Sozialabgaben zahlen muss !]


http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/29/0,3672,3951133,00.html

Wachsende Kritik
am neuen Griff
in die "Geldbörse"
Steuererhöhungen
für Gesundheit
stoßen auf Ablehnung

In der Union wächst die Kritik an möglichen Steuererhöhungen zur Finanzierung der Gesundheitsreform. "Man darf den Bürgern nicht ständig in die Geldbörse greifen", sagte CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer am Freitag im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) lehnt weitere Steuererhöhungen strikt ab.
30.06.2006
Bildquelle dpa
Michael Glos

Glos sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Es gibt Anfang nächsten Jahres keine Möglichkeiten für Steuererhöhungen über das hinaus, was beschlossen ist." Er räumte ein, dass die Krankheitskosten der Kinder auf längere Sicht aus Steuermitteln finanziert werden solle. "Wir sollten mittelfristig dazu übergehen, die Leistungen für Kinder aus Steuern zu finanzieren, weil das eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist", sagte er. Der Minister lehnte aber auch für das Jahr 2008 Steuererhöhungen zur Senkung der Beiträge ab. "Wir hoffen, dass wir bis dahin so viel Wachstum haben, dass Steuererhöhungen nicht nötig sind." Er fügte hinzu: "Außerdem sollte man nicht vergessen, dass 2008 eine Reihe von Landtagen gewählt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Politik ausgerechnet dann mit Steuererhöhungen kommt."

Keine neue Steuer nötig

Zunächst müsse gespart werden, betonte Ramsauer. Außerdem müssten sich Bürger auch privat gegen Risiken absichern. Der CSU-Politiker räumte ein, dass manche Gesundheitsleistungen auch mit Steuern finanziert werden könnten. Dies bedeute aber nicht automatisch, dass eine neue Steuer geschaffen werde. Trotz der Meinungsverschiedenheiten mit der SPD äußerte sich Ramsauer optimistisch. "Ich gehe davon aus, dass wir eine Einigung bekommen", sagte er. Zumindest sollten die Grundzüge einer Reform stehen, so dass im Sommer ein Gesetzesentwurf erarbeitet werden könne.
Hubertus Heil
Bildquelle reuters
Hubertus Heil

Auch SPD-Generalsekretär Hubertus Heil bekräftigte im Morgenmagazin die Linie seiner Partei, im kommenden Jahr keine Steuern zur Finanzierung der Gesundheitsreform erhöhen zu wollen. Zunächst müsse mit den Beitragsgeldern der Krankenkassen-Mitglieder effektiver umgegangen werden, sagte Heil. "Langfristig wollen wir, dass Steuern reingehen ins System, damit Beiträge gesenkt werden können."

"Keine Löcher stopfen"

Auf die Nachfrage, ob denn im kommenden Jahr mit Steuererhöhungen im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform zu rechnen sei, bekräftigte er, zunächst seien Sparanstrengungen vordringlich. "Uns ist wichtig, dass man jetzt nicht Steuern erhöht und sozusagen Löcher im System damit stopft, sondern dass im System erstmal selbst gespart wird", sagte Heil. Wann die Steuern zur Finanzierung des Gesundheitssystems erhöht werden sollten, werde im Detail zu diskutieren sein. Heil zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Koalitionsspitzen am Wochenende auf ein Konzept zur Gesundheitsreform einigen könnten.


Auch die Junge Union (JU) sowie die baden-württembergische CDU sprachen sich gegen entsprechende Pläne aus. JU-Chef Philipp Mißfelder sagte der "Bild"-Zeitung, Steuererhöhungen ohne mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen drohten nach kurzer Zeit zu versickern. Der Generalsekretär der Südwest-CDU, Thomas Strobl, warnte laut "Financial Times Deutschland", vor negativen Folgen für die Konjunktur. "Wenn die Koalition das auf den Weg bringt, erschüttert dies den Kern christdemokratischer Politik", wurde Strobl zitiert.


Schon das Gleichbehandlungsgesetz sei eine Zumutung für die Union gewesen. Bei weiteren Steuererhöhungen drohe ein Glaubwürdigkeitsproblem und massiver Widerstand an der Basis, warnte der baden-württembergische CDU-Politiker demnach. Strobl sprach sich stattdessen dafür aus, die gesetzliche Krankenversicherung auf einen Teilkaskoschutz zusammenzustreichen.

Wend skeptisch

Schon am Vortag hatte sich der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) gegen Steuererhöhungen ausgesprochen. Auch der SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend äußerte sich skeptisch. Zwar sei es grundsätzlich richtig, Gesundheit stärker über Steuern zu finanzieren, sagte er der "Berliner Zeitung". Er hätte sich aber gewünscht, dass man vor der Erhöhung der Mehrwertsteuer über solch einen Schritt spricht und nicht kurz danach. Es sei "mindestens zweifelhaft", ob eine weitere Steuererhöhung in diesem Umfeld politisch machbar sei, wurde Wend zitiert.
DGB-Bundeskongress - Sommer
Bildquelle dpa
Michael Sommer

DGB-Chef Michael Sommer zeigte sich dagegen offen für die Einführung eines Gesundheits-Solidaritätszuschlages. Er sagte der "Augsburger Allgemeinen", ein Gesundheits-Soli hätte den Vorteil, dass er bei der Einkommensteuer ansetzt. Dadurch blieben Familien mit geringerem Einkommen von der Zahlung befreit.

Vor der entscheidenden Koalitionsrunde an diesem Sonntag prüft das Bundesfinanzministerium mehrere Modelle, wie zumindest die beitragslose Mitversicherung der Kinder über Steuern subventioniert werden kann. In der Öffentlichkeit wurde dazu über eine weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer, einen Solidarzuschlag auf die Einkommensteuer oder eine eigenständige Gesundheitssteuer diskutiert.
 
 
  4.  zum ersten Mal in meinem Leben, gebe ich zu, 11123 Postings, 5602 Tage SWay 22.09.06 08:38
 
dass ich der SPD näher stehe als der CDU. Alle Ideen die die SPD zur Gesundheidsreform hat sind besser als das was von der CDU kommt. Sicher, wenn ich Beamter oder freiwillig versichert wäre, wäre die CDU meine Partei aber dem ist nicht so...

Das war es aber auch für´s Erste.

Mit gelben Grüssen.

Ein Jünger Westerwelles ;)  
 
  5.  hatschi... o. T. 11123 Postings, 5602 Tage SWay 29.09.06 12:59
 
   
  6.  Was sollen eigentlich in diesem Zusammenhang 69017 Postings, 6197 Tage BarCode 29.09.06 13:17
 
immer die Beamten? Die sind in der Regel privat versichert und nicht in der GKV und sind deshalb auch kein Kostenfaktor der GKV. Also was willst du sagen?

 

Gruß BarCode

 
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  7.  ich will sagen das für alle mehr da wäre wenn 11123 Postings, 5602 Tage SWay 29.09.06 13:24
 
die Beamten nicht durch das Grundgesetz einseitig von der Solidargemeinschafft ausgenommen würden und nein, ich werde niemals aufhören.    
  8.  Womit niemals aufhören? 69017 Postings, 6197 Tage BarCode 29.09.06 13:35
 
Soweit ich mal gelesen habe, ist der Krankenstand bei Beamten und Arbeitslosen am höchsten. Ob das dann die GKV billiger macht, wenn sie dabei sind? Sie zahlen ja nicht nur ein, sie nehmen ja auch Leistungen in Anspruch...

 

Gruß BarCode

 
 
3 9.  zu Nr.: 1: also, die Kosten explodieren deshalb, 2683 Postings, 6240 Tage Müder Joe 29.09.06 13:35
 
weil man Kosten hat.

Das hört sich im Moment bescheuert an, trifft aber aktuell den Nerz unserer Gesellschaft.

Der Mensch in einem produzierendem Unternehmen ist heute kein Leistungsträger mehr, sondern ein Kostenfaktor. Der Beamte an der Zulassungstelle ist keiner mehr, der Menschen glücklich macht, weil sie ein Nummernschild kriegen, sondern ein Kostenfaktor. Der Mindestlohnarbeiter bei McDonalds ist ein Kostenfaktor. Wenn der Bürgermeister der örtlichen Gemeinde die Abwasserkanäle saniert, alles umlegt und selbt eine Million abzockt, ist der Bürger ein Kostenfaktor, der zahlen muß.

Also: der Kostenfaktor hat einen Namen, und er lautet:

Das Arsch, das sich nicht wehren kann.


Darum gibt es Gewerkschaften, aber die Menschen haben das vergessen, wohin die individuelle Hilflosigkeit führt. Vielleicht müssen wir alle mal wieder hungern, um zu begreifen, was abgeht.  
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2 10.  Niemals aufhören, 36752 Postings, 6245 Tage Talisker 29.09.06 13:39
 
beratungsresistent zu sein.
Ich habe dem guten SWay neulich (so vor zwei oder drei Tagen) schon erläutert, wie das mit den Beamten und der Krankenversicherung is.
Zwecklos.
Gruß
Talisker  
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  11.  alles psychotherapie! 2590 Postings, 5747 Tage brokeboy 29.09.06 13:43
 
ich möchte hier mal etwas provokatives sagen - mit dem nahenden ende der institution "ehe", dem mangel an echter seelsorge und dem verlust an identifikationswürdigen rollen gibt es für viele menschen nur noch einen, der sie (berufsmässig) ernst nimmt: der arzt, der immer nett fragt "na, wie geht es uns denn heute?", "wo tut's denn weh?"     Bisherige Bewertungen:
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  12.  noch ne psychotherapie: 2683 Postings, 6240 Tage Müder Joe 29.09.06 13:45
 
eher friert die Hölle ein, als daß ich das Geschwätz von einem ARZT ernst nehme. Ich muß es mir anhören (aus verschiedenen Gründen) und mache das Gegenteil.     Bisherige Bewertungen:
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  13.  Ehrlich gesagt, brokeboy 69017 Postings, 6197 Tage BarCode 29.09.06 13:46
 
Ich wage nicht einzuschätzen, was mehr Arztbesuche generiert: Die Ehe oder die Ehelosigkeit...

 

Gruß BarCode

 
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  14.  @müderjoe 2590 Postings, 5747 Tage brokeboy 29.09.06 13:48
 
das sehe ich ganz genauso - i.ü. bin ich als selbstständiger und privatpatient faktisch NIE beim Arzt - spätestens wenn ich das desinfektionsmittel und die erste krankschwester sehe, bin ich schlagartig gesund.    
  15.  Redest du von deiner Ehe, brokerboy? 44539 Postings, 7347 Tage vega2000 29.09.06 13:51
 
Ansonsten finde ich deine Aussage nicht provokativ sondern unbedacht, schließlich kannst du den Mangel an Seelsorge nicht nur an einem Programmpunkt fest machen.    
2 16.  Habt Ihr etwa 10041 Postings, 6701 Tage BeMi 29.09.06 13:55
 
Probleme mit Euren ehe oder ehe-
ähnlichen Verhältnissen?
Da gibt es nur eins:
Es muss an Euch liegen. Männern fehlt es
häufig an Empathie.
(*g*)
(Talisker mag diese *g* nicht, und
was T. schreibt, ist für mich heilig.)

Grüsse
B.
 
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  17.  @brokeboy: ich erzähl Dir jetzt mal ne Geschichte, 2683 Postings, 6240 Tage Müder Joe 29.09.06 14:00
 
eher unspektalär, aber doch bezeichnend:

Ich hatte vor zwei Jahren einen Unfall beim Jogging, mit Bänderdehung usw.

Nicht wirklich tragisch, aber ich hatte 18 Röntgenuntersuchungen, 4 Kernspins und eine Medikation mit einem Schmerzmittel, wo in der Beilage stand: maximal 5 Tage nehmen.

Ich habe das Zeug 90 Tage geschluckt, bis ich mal die Beilage gelesen habe, im Vertrauen auf die Ärzte. Der Arzt sagte sofort: "Um Himmels Willen, sofort absetzen".

Ja, seitdem habe ich erhöhte Leberwerte.


Egal, seitdem habe ich ein klares Weltbild: ein Arzt ist für mich kein Gott in Weiß, sondern ein Quacksalber und Mörder.


Fertig. Und das ist jetzt nicht Ausdruck einer zufälligen Wut, sondern AUSDRUCK EINER FUNDIERTEN MEGAWUT AUF DIESE SCHEISSARSCHLÖCHER, DIESES VERANTWORTUNGSLOSE PACK NAMENS ÄRZTE (Notfallchirurgen ausgenommen).  
 
  18.  steht Empathie denn auf dem Lehrplan ? o. T. 11123 Postings, 5602 Tage SWay 29.09.06 14:00
 
   
  19.  @vega 2590 Postings, 5747 Tage brokeboy 29.09.06 15:21
 
.... nicht anfangen, erbsen zu zählen, vega - klar ist das nur ein einzelner aspekt. in einer zeit vieler kaputter ehen, perfektionswahn und stetig steigendem stress liegt es aber doch nahe, dass immer mehr menschen nach einer mitfühlenden ansprache suchen, leuten, denen wir unsere schwächen und ängste zeigen können.
eigtl. müsste es uns ja super gehen - wir treiben sport, ernähren uns gesünder denn je und sind medizimisch bestens versorgt - jedoch verlagern sich die spannungen unserer psyche mehr und mehr in die physis.  
 
  20.  brokeboy 10041 Postings, 6701 Tage BeMi 29.09.06 16:14
 
"jedoch verlagern sich die spannungen unserer psyche mehr und mehr in die physis."

Psychosomatische Erkrankungen?
Wofür haben wir denn Ariva?

Grüsse
B.        
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  21.  Der Zustand zwischen Gesundheit und Tod 1424 Postings, 7428 Tage moebius 29.09.06 16:41
 
ist dem Arzt sein Brot.
Damit er besser lebe, hält er Patienten dazwischen in der Schwebe.

Wir hatten das Thema schon einmal, doch man kann es gar nicht oft genug wiederholen.
Ärzte sind auch nur Menschen und häufig kranker als ihre Patienten. Sie sind Mittelsmänner der Pharmaindustrie.
Von rühmlichen Ausnahmen abgesehen gibt es kaum eine Berufsgruppe, die ihren Idealen weniger entspricht als Ärzte.

 
 
2 22.  (AOK)- Krankenkassen vor der Pleite 11123 Postings, 5602 Tage SWay 07.12.06 10:29
 
Milliarden für Pensionäre
Krankenkassen vor der Pleite
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,4086935,00.html

Die Kritik an der Gesundheitsreform reißt nicht ab. Offenbar wurden die Folgen wichtiger Details einfach übersehen. So bedeutet es womöglich das Aus für einige Krankenkassen, weil sie ab 2009 für "insolvenzfähig" erklärt werden können. Besonders gefährdet sind die Allgemeinen Ortskrankenkassen. Weil Rückstellungen in Milliardenhöhe für Pensionäre fehlen, dürfte ihre Bilanz katastrophal aussehen.
Ab 2009 sollen sich alle Krankenkassen dem Wettbewerb stellen. So sieht es der Entwurf der Gesundheitsreform vor. Doch das birgt für viele Krankenkassen das Risiko Insolvenz. Bei der AOK zum Beispiel sind traditionell die Einkommensschwachen und chronisch Kranken versichert. Das bedeutet niedrigere Einnahmen und höhere Kosten - der Schuldenberg ist hoch. Würde das Gesetz in seiner jetzigen Form in Kraft treten, sieht der SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach ein Kassensterben gerade bei den AOKen voraus.
Am Stichtag pleite

Nun kommt ausgerechnet bei der AOK hinzu, dass Milliarden für ihre Pensionäre fehlen. Ein hausgemachtes Problem, so Lauterbach: "Danach müssen die AOKen Rücklagen für ihre Mitarbeiter bilden, für die Pensionsansprüche der Mitarbeiter." Genau das aber hat sie nicht getan, die Pensionen vielmehr aus den laufenden Einnahmen finanziert. Mit der Reform aber müssten die Kassen die Pensionsverpflichtungen in ihre Bilanzen aufnehmen. Das bedeutet, dass bei Inkrafttreten des Gesetzes viele Kassen am Stichtag bereits insolvent wären. Lauterbach schätzt, das hat eine Gesamtgrößenordnung von acht bis möglicherweise zehn Milliarden Euro hat.

Dabei handelt es sich um Kostenrisiken für die so genannten "Dienstordnungsangestellten", die quasi Beamtenstatus haben und für die vor 1993 keine Rentenversicherungsbeiträge vom Arbeitgeber eingezahlt worden sind. Allein bei der AOK sollen das laut Ärztezeitung rund 11.000 Personen sein, weitere 10.000 Pensionäre kommen hinzu.

AOK als Opfer?

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen haben sich nicht ausreichend auf den Wettbewerb vorbereitet, meinen Kritiker. Bei der AOK fühlt man sich zu Unrecht beschuldigt, sieht sich als Opfer einer Quadratur des Kreises. So sagt der AOK-Chef aus Baden-Württemberg, Dr. Rolf Hoberg: "Wir haben als AOK-System versucht, Mitglied im Pensionssicherungsverein zu werden. Dieses ist uns durch Gericht verwehrt worden, weil wir nicht insolvenzfähig sind. Dies ist ein rechtliches Problem, das seit langem Bestand hat. Und von daher trifft uns in soweit kein Vorwurf, dass wir keine Rücklagen gebildet hätten. Sondern wir haben versucht, dieses zu tun, rechtlich ist uns dieses aber verwehrt."


Besonders gefährdet sind die AOK-Stellen in Berlin und im Saarland. Genau da sieht Lauterbach auch die Gefahr: "Wenn einzelne AOKen also tatsächlich in die Insolvenz gehen, wie beispielsweise Saarland oder Berlin, ist das für das gesamte AOK-System sehr gefährlich, weil der AOK-Bereich ist ja ein Haftungsverbund. Das heißt, die Schulden der AOK, die in die Insolvenz geht, müssen von den anderen AOKen übernommen werden. Und das wird dann dort wiederum zu Beitragssatzerhöhungen führen. Hier sind Dominoeffekte nicht ausgeschlossen."

Vorkasse bei Arztbesuchen möglich

Mit Folgen für die Mitglieder, die Beitragserhöhungen fürchten müssen, aber auch für Ärzte, Kliniken und Mitarbeiter: "Gingen sie in die Insolvenz, dann müssten zunächst einmal auch die Kosten getragen werden für Mitarbeiter, die von diesen Kassen noch Rentenansprüche zu erwarten haben. Möglicherweise würde das dazuführen, dass nicht jeder Leistungserbringer, also jeder Arzt oder jedes Krankenhaus, noch seine Auslagen erstattet bekommt", sagt Lauterbach. Und Leonhard Hansen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein befürchtet, dass die Patienten künftig bei Arztbesuchen in Vorkasse treten müssen.

Fakt ist: Die Gesundheitsreform hat eine Zwickmühle geschaffen. Wie man da herauskommt, weiß momentan keiner so richtig. Lauterbach lässt eine Lösung anklingen, die einigen bedrohlich vorkommen muss: Es gibt zur Zeit etwa 250 Krankenkassen. Sowieso zu viele, meint der Gesundheitsexperte.

---

Für mich beweisst das nur wie dringend nötig wir eine umfassende Reform brauchen und wenn die Krankenkassen und die Ärzte so aufdrehen ja dann bin ich mir sicher hat das auch was Gutes. Früher bei leichten Verletzungen wenn das Sprühpflaster drauf kam, hiess es immer, : "wenns brennt dann hilfts auch."  
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5 23.  Gibt es bei 10041 Postings, 6701 Tage BeMi 15.12.06 12:31
 
der AOK und deren Dachorganisationen nicht oft
viele, viele Pöstchen?  
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Fri Oct 23 10:11:03 2020
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