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Kernschmelze beim Rettungsschirm/ Implosion.



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9 1.  Kernschmelze beim Rettungsschirm/ Implosion des € 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 11:08
 
Kernschmelze beim Rettungsschirm mit Implosion des Euro  im Jahre 2014/15/16?

Nach langer Absenz im Forum melde ich mich wieder hier zu Wort.

In Europa -und nicht nur da- brennt es lichterloh.
Die Öffentlichkeit und die Politik verhält sich teils wie Prinz Prospero (E.A. Poe, masque of the red death).

Zum Beispiel:

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...xrA2V1cm9wYXNjaHdlaQ--?x=0


http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...NsawNub3RlbmJhbmtlbmw-?x=0

Immer mehr und mehr Geld (=Party) soll das Schuldenproblem  richten.


Wer wird am Ende die Zeche dafür zahlen?  

Vor einem Jahr schrieb ich in Foren verschiedener Tagszeitungen  und Magazine (Spiegel/Zeit/Welt) :
Die milliardenschweren Hilfspakete für Griechenland werden wirkungslos verpuffen.

Genau dieses ist schon ein Jahr später evident.

In diesem Thread soll es um folgende Themen  gehen

- Die Schuldenkrise in Europa und ihre Folgen für unsere persönlichen Finanzen in den nächsten Jahrzehnten.  Besonders auch die Alterssicherung (Rente/Vermögen).  

- Ob und wie man sich als Investor gegen drohende Vermögensverluste absichern  kann.

- Welche Maßnahmen notwendig sind, um Politiker zu vorausschauendem Handeln
 statt hilflosem Herumkurieren an den Symptomen zu zwingen.

Ich werde im nächsten Artikel darlegen, warum ich den Rettungsschirm für eine eklatante  Fehlkonstruktion halte, die alle Sparer und vorausschauenden Vorsorger in Europa enteignen wird.

Also alle Menschen enteignen wird, die sich eben nicht  so verhalten haben, wie  die teils kriminell-leichtsinnigen Verursacher der Krise,  die aber  dafür jetzt mit dem Geld der europäischen Sparer  saniert werden sollen.  
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  2.  So lange im Volksmund nicht zwischen... 4862 Postings, 3405 Tage krauty77 15.06.11 11:10
 
Garantien/Bürgschaften und Liquiditätsabflüssen/Vermögensverlusten unterschieden werden kann, sollte man sich heraushalten.     Bisherige Bewertungen:
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  3.  1. Der Rettungsschirm ist eine Fehlkonstruktion. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 11:14
 
Voraussetzung einer Rettung durch einen Geldgeber ist, dass der Geldgeber selbst solvent ist und geben kann, sich die Hilfe leisten kann.
Genau dieses ist aber nicht der Fall beim Rettungsschirm.

Der sogenannte Rettungsschirm ist eine Fehlkonstruktion seit Anbeginn und hat nur minimale Aussichten aufs Überleben.
Er hätte vielleicht eine geringe Chance, wenn alle Länder der Eurozone sofort ihr Haushaltsdefizit auf Null fahren würden.

Fakt ist aber: Noch nicht einmal die Geberländer (oder "Garantenländer" wie es beschönigend heißt) ,
können derzeit auch nur ihre SchuldZINSEN ohne Neukredite bedienen, von einer TILGUNG  ganz schweigen.

(Ausnahme Luxemburg, das aber volumenmäßig irrelevant ist.)


Beispiel:
Nettokreditaufnahme Deuschand 2009: Ca 40 Mrd. Euro.
Schuldzinsen (staatliche Schulden) Deutschland 2009 ebenfalls ca 40 Mrd.
Dabei unberücksichtigt die zur Rettung von Hochrisikobanken in Sonderfonds außerhalb des Haushalts
versteckten (gewaltigen!) Summen.

Deutschland plant bis zum Jahr 2014 jedes Jahr neue Schulden zu machen.  
Und in diesen  Haushaltsentwürfen bzw. Ansätzen  
sind massive Geldflüsse, wie sie im Garantiefall und Haftungsfall  für EZB, Griechenland usw.
anfallen könnten, noch gar nicht  enthalten. Selbst 2011 wird bei brummender Wirtschaft
kein Haushaltsüberschuss erzielt werden.

Der größte Garant des Euro ist also selber nicht solide sondern wacklig aufgestellt.
Wird die Garantie und Haftung  fällig, so wird Deutschland durch die daraus entstehenden  neuen Belastungen
(bis zu 200 Mrd , finanziert durch neue Kredite !)
wahrscheinlich von den Ratingagenturen erheblich abgestuft.
Und damit fallen auch die Garantien in sich zusammen. Eine   Kettenreaktion also.

Der Bonitätsverlust bedeutet für uns: :  
Alle neuen Kredite, die ja zwangsläufig aufgenommen werden müssen,
werden sich verteuern durch höhere Zinsen. Dieser Effekt auf die Gesamtverschuldung Deutschlands von (dann)
2 Bio hochgerechnet  ergibt für uns Deutschen dann die eigentlichen  Kosten des Rettungschirms, an denen
wir lange zu tragen haben werden.

Überschlagsrechnung:  
Jedes Jahr werden muss ein Volumen  rund  300 Mrd refinanziert werden, nach ca 6-7 Jahren sind die
höheren Zinsen also auf die Gesamtschuld komplett durchgeschlagen.

Bei einer Bonitätsverschlechterung,  die zu einem realistischen Zinsaufschlag von 3% führt (also 7% statt derzeit 4% Zinsen für die Bundesschulden  )
wären unsere Spätfolgekosten für den Schirm also 3% von 2 Bio  = 60 Mrd Zinsen,
die  zusätzlich aufzubringen sind und zwar PRO JAHR.
Oder anders gesagt: Jedes Prozent höhere Zinsen kostet 20 Mrd pro Jahr.


Wie das angesichts des gegenwärtigen Defizits gehen soll?  Man wird an die Sparguthaben der Deutschen gehen.
Diese liegen in ähnlicher Größenordnung wie die Bundesschulden. Vielleicht auch  direkt durch Vermögensteuern,
sicher aber indirekt durch höhere Inflationsraten, die die Spareinkommen entwertet aber
Schulden gleichzeitig eben auch relativ schrumpfen lässt.

Eine reale Inflationsrate von 3-4% , die bei vielen Gütern des täglichen Bedarfs schon längst eher niedrig wirkt-
sogar Bild hats gemerkt - werden wir dazu wohl mindestens aushalten müssen.

Dumm gelaufen  für alle die in typisch deuscher Tugend  brav fürs Alter gespart haben und nicht auf
Pump oder Stütze leben.  
 
Auf die Dauer ist das aber auch keine Lösung, denn höhere Inflation bedeutet höhere Zinsen, zumindest auf längere Sicht.
Und damit eine neue Kettenreaktion.  
 
6 4.  ... 10664 Postings, 1822 Tage hokai 15.06.11 11:16
 

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"born free"
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  5.  Klipp77: Nimm doch dein Geld und wander aus MC 393 Postings, 1596 Tage universum 15.06.11 11:27
 
Die klugen nehmen ihr Geld und wandern aus.
Die Klügsten, die zu viel Geld haben, nehmen Ihr Geld und legen es in ausl. Banken an.

Wandern natrülich vorher aus, sonst ist es ja illegal...

Oder haben zwei Pässe??????????????????????????????????????????
Auf Sicht sind die Anlagen in D tot. Besitztum wird bestraft und ist verpöhnt.
Und die CDU hat doch auch mit Schwarzkoffern das Weite in der CH gesucht!
Jetzt gründe ich auch eine -Geld-Priaten-Partei-  
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  6.  Politische Durchsetzbarkeit von Reformen? 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 12:43
 
Die Griechen wenden sich angeblich  entäuscht von der Demokatie ab.
Die Demokratie hat also im Mutterland der Demokratie nur dann Akzeptanz
wenn sie die bequeme und wenig lesitungsbezogne  Versorgung garantiert. Das hieß in diesem Fall: Alimentierung durch andere Länder über Jahrzehnte hinweg.  

Warum sollte sich der einfache Grieche auch um Ratings use. scheren, wenn das Geld doch immer da war?

http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-06/griechenland-euro-umschuldung

Und auch wenn es ein paar Halbblinde nicht sehen wollen: Seit Jahren findet ein Liquiditätstransfer auch aus D  nach Griechenland statt. DEr aber von den Griechen nicht zum Aufbau
international konkurrenzfähiger Industriestrukturen genutzt wurde.

1) Jedes Jahr mehrere Milliarden Direktbeihilfen aus den EU Töpfen. Wer zahlt da netto ein?
2) Der mit falschen Statistiken ergaunerte  Euro-Beitritt  ermöglichte drastisch niedrigere Schuldzinsen für Griechenland- die aber erkauft werden mit etwas  höheren Schuldzinsen. Vor dem Euro-Beitritt mussten die Griechen häufig über 10% Zinsen auf ihre Staatsschuldenpapiere bieten. Danach waren es um die 5%. Das machte jedes Jahr viele Milliarden an indirekten Subventionen aus - die aber auch nicht sinnvoll genutzt wurden.
Stattdessen trieb man die Staatsverschuldung in neue Höhen.

Dieses kurzsichtig-egoistische   Verhalten ist typisch für viele Menschen, nicht nur die Griechen.  Nehmen solange es geht. Darum geht es im nächsten Artikel.  
 
  7.  Kaum echte Reformen solange es weiter Kredite 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 12:51
 
gibt.

Zunächst eine Ergänzung

in 2) im vorigen Artikel  sollte es heißen:
2) Der mit falschen Statistiken ergaunerte  Euro-Beitritt  ermöglichte drastisch niedrigere Schuldzinsen für Griechenland- die aber erkauft werden mit etwas  höheren Schuldzinsen. für alle anderen Euro-Mitglieder

Die politische Durchsetzbarkeit von echten Reformen ist derzeit minimal, solange weitere Kredite fließen!

1) Geben ist seliger denn nehmen - für die Politiker - vor allem wenn das Eigentum anderer, nämlich der Bürger verteilt wird.  
2) Wer einmal hat (Privilegien, Vorteile, Vergünstigungen, nicht durch Eigenleistung gerechtfertigtes Gehalt)
 dem ist es schwierig wieder wegzunehmen.

Im Inland sehen wir, wie jedes kleine Steuerprivileg von den Begünstigten und ihren Lobbies mit Zähnen und Klauen verteidigt wird.
Oder wie  der Länderfinanzausgleich einen Wettbewerb um höhere eigene Steuereinnahmen  behindert.
Die kostenlosen Kigaplätze in Rheinland Pfalz finanziert der Bayer mit, der saftige  Kindergartengebühren zahlt.
Auch in Deutschland sind derzeit keine wirklich ernsthaften Sparbemühungen erkennbar. Auch wenn die Bürger so gerne jammern. Schmerzhafte EInschnitte
werden von den Regierungen tunlichst vermieden, auch durch effektiv arbeitende Lobbygruppen.
 
Im Ausland vollzieht sich seit der Griechenlandrettung stets dasselbe Schauspiel.

Die Regierung versucht zu sparen, die Bürger protestieren,  angetrieben von den Besitzstandswahrern und Privilegienreitern.
Die Opposition profiliert sich gegen die Sparvorschläge, die Regierung wird abgewählt oder
zumindest droht der Machtverlust. Dann versucht sich die neue oder alte Regierung bei den Bürgern
zu profilieren, indem sie mit der EU "nachverhandelt" , Erleichterungen fordert. Der Bittsteller droht und fordert.
Echte Reformen müssen dagegen nur scheinbar und gemächlich angegangen werden.
Das ist auch ein viel mühsameres Unterfangen, als lautstark  die Hand aufzuhalten.

All dies ist  ein völlig rationales Verhalten der Menschen,  da es mit Aussicht auf weiter fließende Geldströme
sprich Subventionen geschieht.  Und da es bisher auch  immer belohnt wurde.
Dieses Spiel wird erst zuende sein, wenn es eben kein Geld mehr gibt.
Party over heißt aufräumen. Nur,  wer hat dann den größten Kater?

Griechenland hat - obwohl seit Jahren chronisch unterfinanziert - kaum privatisiert,
keine vernünftige Industriepolitik betrieben, keine effiziente Verwaltung,
noch nicht mal ein Kataster aufgebaut.

Auch Portugal bittet lieber um EU-Hilfe, obwohl es auf mehr  als 300 Tonnen Gold sitzt,
von denen seit 2005 nichts verkauft wurde.

Irland hat noch jahrelang Nettozahlungen von der EU bezogen, auch als das Pro-Kopf BIP  schon 20% über dem deutschen lag - ebenso wie die Gehälter im öffentlichen Dienst.
Dafür zogen sie uns mit niedrigen Unternehmenssteuern die Arbeitsplätze weg.

Auf dieses Privileg wurde nicht freiwillig verzichtet. Und  als die damit aufgepumpte
Blase platzte, müssen wieder die anderen dafür zahlen.
Warum muss ein  deutscher Steuerzahler diesen hohen irischen  Status-Quo
(oder einen nur wenig geringeren) finanzieren?  

Wie lange wird  dies den Deutschen, die verglichen mit den Franzosen oder Spaniern
lange  vergleichsweise duldsam sind, aber  dann zu sehr heftigen Eruptionen neigen, noch zuzumuten sein?  
 
  8.  Lieber streiken als arbeiten. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 13:08
 
Link passend zum vorigen Artikel:

http://www.ariva.de/news/...eiks-und-Proteste-in-Griechenland-3766489


Wie wäre es denn, die Deutschen würden solange einen Generalstreik
durchführen, bis alle Zahlungen an die EU und alle Garantien ausgesetzt werden?
Was würden die Griechen, Portugiesen, Iren usw. dann machen?

Aber das machen wir ja nicht, wir arbeiten lieber bis 69 oder 70 (neueste Vorschläge), erfreuen uns unseres scheinbaren Wohlstandes  und
wundern uns dann unsere über unsere Armut im Alter.

Weil unsere Rente dann die anderen schon verkonsumiert haben. :)  
 
  9.  @universum: Auswandern ist Flucht vor der Realität 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 13:30
 
Abgesehen davon :
Manche Vermögenswerte wie Immobilien, Grundstücke
kann man nicht einfach in die Tasche stecken und mitnehmen.
Außerdem gibt es noch soetwas wie soziale Bindungen, Familie, Heimatverbundenheit usw.  Für manche vielleicht auch schon Fremdwörter.

Es ist schon schlimm genug,  wenn die Reichen in Griechenland (und anderen offensichtlichen Wackelkandidaten) ihr Vermögen massenhaft ins Ausland transferieren.
Warum wird da nicht EU-weit eingeschritten- bei den  griechischen Milliardären gerade in Luxemburg gäbe es einiges zu holen? Warum ist Junker wohl so gegen eine Umschuldung? ;

Weil es  natürlich einfacher ist, den deutschen Durchschnittsbürger zu schröpfen in kleinen Portionen als die griechischen Milliardäre im eigenen Land.  ;)  
 
  10.  Die Ratingagenturen blasen sich wieder auf! 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 19:15
 
Da haben sie Griechenland jetzt schon auf die niedrigste Stufe über der Insolvenz runtergeratet - nun kann es nur noch um eine einzige Stufe nach unten gehen.  Da kommt das schöne Wort Pleite zum Einsatz-  bei einer freiwilligen Umschuldung - Es soll uns  wohl Angst machen.

Griechenland ist schon lange pleite in dem Sinne, dass es aus eigener Kraft
seine  Schulden weder verzinsen noch tilgen kann. Da würde dann höchstens
betätigt was schon lange Fakt ist.  Die EZB hat nimmt auch schon lange Ramschanleihen als Sicherheiten von Banken an ..so what.  

Da wird dann bei einer Pleiteerklärung  auch endlich transparent
wer letztlich für den Unsinn haftet (Deutschland mit ca 25%).

Eine geordnete "Pleite" kann  auch für Klarheit sorgen und einen Neuanfang möglich machen. Die Amis machen es jedes Jahr vor (GM,  Fluglinien ..)  

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...NsawNmcmVpd2lsbGlnZWc-?x=0

Wie ist denn das Verhalten der derselben Ratingagenturen in punkto Staatsverschuldung USA?
Da ist doch auch vom möglichen Credit-Default die Rede, wenn die Politiker sich nicht
über eine Angebung der Schuldengrenze einigen können. Aber an den Rating-Noten
sieht man das bisher nicht.  
 
  11.  Zum Thema Inflation: Immobilienpreise in D 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 19:33
 
Immobilienpreise steigen 2011 um bis zu drei Prozent
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...11-afp-4211894301.html?x=0


In Ballungsräumen wie München liegt der Anstieg schon weit darüber!
(8% bei Neubau-Eigentumswohnungen von 2009 auf 2010)

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...chner-millionenspiel-1.1101061  
 
  12.  Hülfe Hülfe 2995 Postings, 2071 Tage John Rambo 15.06.11 19:38
 
die welt geht unter     Bisherige Bewertungen:
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  13.  @Dumbo:Deine vermutlich so zwischen 2013-15 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 19:48
 
... aber meine eher nicht.
Das ist ja das Gute an solchen Ereignissen.  
They separate the men from the boys (zugegeben geklaut)  :D  
 
  14.  ! 2995 Postings, 2071 Tage John Rambo 15.06.11 19:49
 
ich habe im kino einen dokumentarfilm gesehen und da geht die welt bereits 2012 unter    
  15.  Vielleicht spendet unser Dumbo 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 20:00
 
diesem

http://www.sueddeutsche.de/panorama/...untergang-verschoben-1.1100912

oder einem anderen Spinner ein paar Dollar, damit seine Weltuntergangsfatasien
bedient werden. Bei manchen geht die Welt immer wieder mal unter.  LOL

Wer uff Stütze oder Pump lebt, den muss mein Thema auch nicht interessieren.
Siehe oben.

Bei mir gehts hier um nicht um den Weltuntergang,  sondern um schleichende Vermögenserosion durch die beabsichtigte und gesteuerte Weginflationierung von Schuldenbergen. Schuldenbergen die angehäuft werden, um alle die rauszukaufen,
(bail out) die seit Jahren über ihre Verhältnisse leben.  
 
  16.  Frankreich und EZB mauern weiter gegen 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.06.11 21:31
 
eine Beteiligung der privaten Gläubiger durch Umschuldung.
Diese wird nicht nur von D sondern auch vom IWF gefordert. Noch ;)

http://www.sueddeutsche.de/geld/...s-hat-es-nicht-geschafft-1.1109037

Bezeichnend ist ja wieder dieser Satz: Zitat aus der SZ, link oben :
Eine denkbare Lösung des Konflikts wäre, dass die EU und der IWF zunächst vereinbaren, umgehend die nächste Rate aus dem schon bestehenden, 110 Milliarden Euro umfassenden Hilfspaket für die Griechen auszuzahlen. Aus technischen Gründen müsste die EU dabei vorübergehend auch die Rückzahlung des neuen IWF-Kredits garantieren. Die Gespräche müssten dann nicht erst im Herbst abgeschlossen sein. Ganz ohne die Privaten, wie manche das wollen, wird es dabei gehen.

Im Zweifel, wenn der IWF nicht will,  garantiert halt doch der dumme deutsche Michel.
Wie wärs wenn Sarkozy mal alleine oder zumind. 50%  garantiert? ;)

----------------------------------

Derweil wackelt die Regierumg Papandreu unter den Protesten der Bevölkerung gegen die Sparmaßnahmen , Schema wie in #7 beschrieben und wie in Irland und Portugal bereits vollzogen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/...uecktritt-bereit-sein-1.1109050  
 
  17.  Die Spielchen gehen weiter. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 16.06.11 21:39
 
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-2353997685.html?x=0

Zitat
Der Vorsitzende der bürgerlichen griechischen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, hat vorgezogene Parlamentswahlen gefordert. Das Volk wolle dies, sagte Samaras am Donnerstagabend im Fernsehen. Die konservative Nea Dimokratia vertritt die Ansicht, dass das harte Sparprogramm der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou die Wirtschaft abwürge und deswegen geändert werden müsse.


Und weiter wird die Hoffnung auf den weiter schei**enden Dukatenesel EU
genährt und man profiliert sich gegen die EU.

Solange nicht jeder Politiker,  ob in Opposition oder nicht - in Griechenland die Bürger und vor allem die Beamten dazu aufruft, hart zu arbeiten und korrekt Steuern zu zahlen, und man dabei auch Erfolge (Steuereinnahmen) sieht, sollte es keine Kredite mehr geben.  Und das sollte den Griechen auch ganz unmissverständlich gesagt werden.  

Die Griechen packen ihre Problme immer noch nicht wirklich an,  sondern tricksen
mit völlig überflüssigen parlamentarischen Spielchen und einer Regierungsumbildung,  um Zeit zu gewinnen und die anderen EU-Länder damit zu erpressen.
Man hofft offenbar  auf den Druck der Kapitalmärkte  auf unsere Politiker.

Zitat:
Der griechische Regierungschef Papandreou wollte am Abend seine Regierung umbilden und in den kommenden Tagen die Vertrauensfrage stellen. Die regierende Panhellenische Sozialistische Bewegung (Pasok) verfügt über eine knappe Mehrheit von 155 der 300 Sitze im Parlament.  
 
  18.  Die Zeit ist nun auch aufgewacht LOL 1108 Postings, 3353 Tage KliP 17.06.11 22:00
 
was aber  nicht allzuschwer war, da sie meine obigen Beiträge als Leserartikel
schon vor 1 Woche bekommen hat.  Natürlich hat sie sie nicht veröffentlicht - der Journalist
musste sich ja erst daraus bedienen.

vom 16.6. :
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-06/...d-schuldenkrise-politik

Dennoch greift er auch beim Abschreiben zu kurz.
Es ist nicht nur die griechische Opposition die dieses Verhaltensmuster zeigt.

Fast jeder Politiker nutzt die Krise für seine kleinen egoistischen Partikularinteressen , sprich den Machtgewinn -
in Portugal und  Irland lief es doch nicht anders. Und auch der Herr Sarkozy, dessen Wiederwahl ja äußerst fraglich ist, versucht sich wie üblich in Rambomanier als Hüter der französischen Interessen zu profilieren.

Bekannt ist ja schon lange, dass französische Banken besonders stark in griechischen Anleihen engagiert sind. Während die Deuscthen Institute teils sehr brav das Stillhalteabkommen (keine Verkäufe griechischer Anlehen) einhielten, haben die franzosen ihr Risikoo durch Verkäufe kräftig reduziert. Auch die National Bank of Greece hat ihr Portfolio durch Verkäufe griechischer Staatsanleihen etwas risikoreduziert.  Und wer hat gekauft? Zum Beispiel die EZB. Und wer muss für deren Verluste am fettesten garantieren?  ;)

Heute hat Sarkozy ein weiteres Exempel statuiert, wie der franz. Staatspräsident
die Interessen "seiner " Banken vertritt. Es wird ihm im Wahlkampf wohl nicht zum Nachteil gereichen und selbst wenn er kein neues Politpöstchen ergattern kann,
wird er sicher als Banker   ein  warmes Nestchen finden.

Eine "freiwillige Umschuldung" soll es geben, das heißt all diejenigen, die früher so dumm waren, den Griechen zu viel Geld zu leihen, dürfen nun selbst darüber entscheiden. ob sie ihr Geld wiedersehen wollen. Dass die Griechen gar keine Chance haben, ihre Schulden zu bedienen, steht schon lange fest. Nun dürfen also die Schuldner freiwillig auf pünktiche Rückzahlung verzichten und wenn sie wollen umschulden auf längere Laufzeiten.   Wenn sie nicht verzichten, kriegen sie ihr Geld
über das Rettungspaket,  an dem   Deutschland den  größten Garantieanteil trägt.

Preisfrage: Welche französische Bank wird wohl so dumm sein, sich die Chance auf schnelle Rückzahlung der Griechenkredite  auf EU-Kosten entgehen lassen?
Sondern lieber bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten? Dass die Griechen auch in einigen Jahren ihre Schulden nicht zurückzahlen können werden ist auch jetzt schon klar.  Trotz aller Sparbemühungen kriegen sie grade mal dein Haushaltsdefizit von 7,5% hin, mehr als doppelt so hoch wie nach den EU-Konvergenzkriterien dunnemals erlaubt.  Und das bei gut laufender Weltkonjunktur.  

dem faulen Kompromiss mit der freiwilligen Umschuldung hat Merkel heute zugestimmt.

Passend dazu auch:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-06/euro-griechenland-juncker

Ich bleibe dabei: Deutschland wird derzeit vorgeführt in Europa.
Und das ist leider ein "Verdienst" Merkels.

Wenn man einen  unabhängigen Bundesbankpräsidenten so lange desavouiert,
bis der abdankt, um dann einen seiner Kammerdiener , pardon "Berater" in diesem einst so entscheidenen Amt nstallieren zu können, den niemand international  ernstnimmt ... ;)  
..dann  muss man sich nicht wundern,  wenn über Verwendung eines  Teils der  deutschen Steuereinnahmen
ein Herr Trichet und ein französisch geführter IWF entscheiden.  
 
  19.  Man kann 1289 Postings, 1314 Tage Marshall Zhuk. 17.06.11 22:20
 
nur die Länder bewundern die diesen EUDSSR Wahnsinn von Anfang an nicht mitgemacht haben, Norwegen und Schweiz, die werden wahrscheinlich in den nächsten Jahren einen wahren Kapitalzustrom erleben !    
  20.  Die Schweizer Nationalbank, 1108 Postings, 3353 Tage KliP 17.06.11 22:42
 
die lange versuchte den Franken aus Exportgründen durch Interventionen lose an den Euro zu koppeln,
hat schon länger resigniert. Die aufgelaufenen Verluste wurden zu hoch.
Die Kapitalzuflüsse in den "save harbor" sind offenbar schon zu groß.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/...k-macht-drei-Mrd-Euro-Verlust

Der 2-Jahres Chart ist eindeutig.

http://de.finance.yahoo.com/...=on;ohlcvalues=0;logscale=off;source=;



Die unangenehmen Begleiterscheinungen sind auch schon sichtbar, Immoblase in der kleinen Schweiz.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/...nk-warnt-vor-Immobilienblase-

Die "Usländer" müssen ihr Geld ja in der schweiz auch irgendwie anlegen und da  die Zinsen mickrigst sind  ...

Wie es bei Norwegen aussieht weiß ich jetzt nicht. Gegen massive Geldströme und resultierende Währungsverschiebungen werden die sich auch nicht wehren können, zu klein das Land.

Vielleicht sollte man nrwegische Aktien kaufen, die von einer Inflation besonders
profitieren .. Rohstoffwerte, evtl. Konsumwerte? .. dann hätte  man doppelt gewonnen durch die Währungsgewinne.

Ich würde mich freuen auch von anderen Idee zu hören.  
 
  21.  5 Jahrescharts Euro in Norweg Krone und in Franke 1108 Postings, 3353 Tage KliP 17.06.11 23:05
 
Euro in Norwegischer Krone


Euro in Schweizer Franken
 
 
  22.  Und sie steigt und steigt die Inflationsrate! 1108 Postings, 3353 Tage KliP 18.06.11 09:17
 
Für alle 27 EU-Länder wurde eine Inflation von 3,2 Prozent errechnet.

Deutschland liegt schon bei 2,7%.  Hort der Preisstabilität- das war mal.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13374742/...-30-Monats-Hoch.html


Derweil kknöpfen sich die US-gesteuerten Ratingagenturen das nächste Schuldenland vor.
Immerhin weist Moodys auf das Hauptproblem, die Strukturschwächen,  hin, das nämlich mit Geld gar nicht zu lösen ist,  sondern nur mit Leistung und harter Arbeit.
Die Griechischen Strukturschwächen werden auch nicht mit Streiks von gewerkschaftlichen Besitzstandswahrern behoben werden.  

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...ung-ftd-180659709.html?x=0

Zitat:
Als Grund nannte Moody's Herausforderungen für das italienische Wachstum angesichts der strukturellen Schwächen im Land. Gleichzeitig drohten die Zinsen zu steigen, warnte die Agentur. Damit stiegen die Sorgen, dass das Land seine Staatsverschuldung auf ein erträgliches Maß reduzieren könne. Moody's werde daher in den kommenden Monaten verstärkt die Wachstumsperspektiven beobachten, die sich für Italien ergeben könnten. Dabei liege der Fokus auf "wichtigen strukturellen Engpässen", die mittelfristig ein größeres Wachstum behindern

Ob ein Clown im Chefsessel, der seine Leistungen an der Zahl der von ihm gesponserten   Viagra-Bunga Partys im Jahr   misst, seinen Landsleuten ein gutes Vorbild in Strukturgebung ?  
 
  23.  Nette Rechenspiele der Deuschen Bank, 1108 Postings, 3353 Tage KliP 18.06.11 09:33
 
die aber an der praktisch unerfüllbaren Vorbedingung (siehe auch mein Post #3 oben)
"es dürfen keine neuen Schulden gemacht werden" kranken.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13435837/...-200-Milliarden.html

Wie soll das gehen? Fast alle Euroländer (und auch auch etliche Nichteuro-EU Länder wie GB) kennen seit Jahren nichts anderes als neue Schulden zu machen, auch in guten Jahren, wenn die Weltkonjunktur wie dieses Jahr auf Hochtouren läuft. (Wachstum dieses Jahr über 4%.)

Da muss ein schmerzhafter Entzug der Süchtigen von der Droge "zu leichtes gepumptes  Geld" erfolgen und keine  weiteren billigen Drogenlieferungen die den späteren Zusammenbruch nur
brutaler machen werden.  Alle sogenannten "Spitzenpolitiker " öffnen aber lieber die Geldschleusen auf Kosten der Zukunft als wirklich zu sparen.


Die Asiaten lachen sich eins über die Dummheiten der Europäer ..und werden reicher und reicher.

Was dem Chinesen einst die Opiumpfeife ist vielen Europäern der faule  Konsum auf anderer Leute Kosten.  
 
  24.  Noch eine Stimme aus der Wissenschaft dazu 1108 Postings, 3353 Tage KliP 18.06.11 09:54
 
http://www.welt.de/wirtschaft/article13436310/...rtrauensverlust.html


Alberto Alesina gehört zu den Volkswirten, die von Griechenland einen harten Sparkurs fordern. Der Starökonom und seine Kollegen haben in vielen Studien herausgefunden, dass hoch verschuldete Länder stärker wachsen, wenn die Regierungen Staatsausgaben streichen.


Die Erklärung der Ökonomen für ihre Beobachtung: Wenn der Staat glaubhaft spart, rechnen Verbraucher damit, dass in der Zukunft Steuern nicht steigen, sondern sinken werden, und geben mit leichterer Hand Geld aus. Und Unternehmen gehen davon aus, dass die Zinsen nicht klettern werden, und investieren mehr.
 
 
  25.  imf survey 804 Postings, 1955 Tage RobinW 18.06.11 11:03
 
http://www.imf.org/external/pubs/ft/survey/so/2011/NEW061711A.htm

KliP .. Hut ab !  
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  26.  Auch die Allianz kocht eifrig ihr Süppchen 1108 Postings, 3353 Tage KliP 18.06.11 11:15
 
auf dem Krisenherd. Nicht nur die Politiker.

Was verkauft die Allianz? Vielleicht Versicherungen?

Was ist nach der Vorstellung des Allianz Vorstands  Achleitner die "beste Lösung" für die Griechenlandkrise und andere Schuldensünder ?

Eine Schuldenversicherung.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...-griechenland/4212454.html

Da kann man gleich wieder unberschwert Schulden machen, man ist ja versichert.
Wie die Kinder, die das teuer gegen Schäden aller Art versicherte I-Phone gerne mal auf den Boden fallen lassen oder sich zuwerfen, weil sie dann problemlos ein neues bekommen.

[b] Und vor allem: Wie Länder, die schon ihre Schuldzinsen nicht bezahlen können,
auch noch eine Versicherungspämie obendrauf zahlen sollen, das erläutert  uns
der Herr A. leider nicht so genau. [/b]  Letzlich derselbe Trick wie mit dem Diasgio
bei Hypotheken ... sieht erstmal gut und günstig aus..aber später dann :D
Die übliche Augenwischerei der Bank- und Versicherungsonkel für die, die nicht selbst rechnen können.

Nehmen wir an, Griechenland versichert neue Staatsanleihen zu 90 Prozent bei einem "European Sovereign Insurance Mechanism" (ESIM). Dann wäre den sehr hohen Zinsaufschlägen die spekulative Basis entzogen: Private Investoren wüssten, dass sie höchstens zehn Prozent verlieren könnten.

Für die Versicherungsprämien soll wahrscheinlich am Ende wieder der dt. Steuerzahler geradestehen.

Ansonsten auch: Eine schöne Illusion, die Universalversicherung gegen alle Nichtzahler. Auch Versicherungen können pleite gehen.  .... ich denke gerade an AIG.  Einstmals größte Versicherung der Welt, von der Familie Greenberg in ein paar Jahren zusammengebastelt.

Versicherungen für  die [B] Kreditgeber gibts [7B] ja  schon lange als  Kreditausfallversicherungen z.B. als Credit Default Swaps (CDS).

Woran starb noch mal die AIG? Waren es nicht 400 Mrd. Dollar an Kreditausfallversicherungen auf amerikanische Schrottimmobilen?


Und die Abschläge auf den Nominalwert einer Anleihe sind ja letztlich auch nichts anderes als eine Versicherungsprämie. [b] Und zwar die einzig realistische: Die des Kapitalmarktes, der die Kredite gibt [/b] ..auf die künstliche einer Allianz kann man getrost verzichten.

Aber klar: Auch die Allianz will an der Schuldenkrise verdienen.
Interessant wäre in diesem zusammenhang auch, wie groß der Abschreibungsbedarf
für Allianz und Töchter, besonders der Tochter Dresdener bei einer Pleite Griechenlands wäre.

Da sollte der Herr Achleitner doch erstmal die Hosen runterlassen, damit man
die wahren Interessen richtig einschätzen kann!

Das beste Rezept gegen einen rauschhaften Dauerschuldner und seine
allzu leichtsinnigen Geldgeber (die bei der Risikoabschätzung kläglich versagt haben; wie sonst konnte GR diesen Schuldenberg anhäufen ... )
ist immer noch: Keine neuen Kredite mehr.

Auf diese Weise werden auch gleich die Strukturschwächen des Kreditgewerbes mitbereinigt. ;)  
 
  27.  Die Zweifel an den griechischen Politikern. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 18.06.11 13:27
 
werden offenbar auch von griechischen Journalisten geteilt.
Interessanter Artikel des Griechischen Journalisten Tasos Telloglou

Kann Griechenland noch gerettet werden? Unter Aufsicht der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF) soll die griechische Regierung das Land komplett neu erfinden: Sie soll einen anderen Staat aufbauen, ein neues Geschäftsmodell schaffen. Schlanker, effektiver, moderner soll dieser Staat werden. Das ist gut gedacht. Doch haben die Europäer einen entscheidenden Umstand übersehen: In Athen wirken heute noch genau dieselben Politiker und Beamten, die das Land an den Rand des Abgrunds gebracht haben. Diese Funktionäre weigern sich, innerhalb kürzester Zeit ein System einzureißen, das griechische Beamte über Jahrzehnte, ja seit dem 19. Jahrhundert aufgebaut – und von dem sie stets profitiert haben.


http://www.zeit.de/2011/25/P-oped-Griechenland  
 
  28.  Telloglu ist sogar noch skeptischer als ich in #7 1108 Postings, 3353 Tage KliP 18.06.11 13:49
 
was den echten Willen zu Reformen angeht. Er meint:

Die EU, der IWF und die Europäische Zentralbank haben Griechenland ein Programm verschrieben, das es dem Land ermöglichen soll, irgendwann seine Schulden zurückzuzahlen.  Doch das derzeitige politische Personal und die real existierende griechische Verwaltung werden dieses Programm nicht umsetzen. Sie glauben schlicht und einfach nicht daran. Sie werden höchstens so tun, als wollten sie die Vorgaben erfüllen. Genau das haben sie auch in den vergangenen zwölf Monaten seit dem Rettungspaket für Griechenland getan.

Dabei verhält sich die konservative Opposition sogar noch verantwortungsloser als die sozialistische Regierungspartei Pasok. Die ehemalige konservative Regierungspartei Nea Dimokratia, die das Land in die erste Phase der Krise »geführt« hat, zieht gegen das Abkommen mit IWF, EU und EZB zu Felde. Mit populistischem Elan behauptet sie, die gegenwärtige desaströse Lage Griechenlands sei eine Folge des Stabilisierungsprogramms. Als Heilmittel empfiehlt die Nea Dimokratia eine extrem niedrige Einheitssteuer von 15 Prozent – und das in einem Land, in dem ohnehin nur wenige Steuern zahlen. Woher das Geld kommen soll, um die Schulden zu bedienen und irgendwann zu tilgen, das erklären die Konservativen nicht.
 
 
  29.  Korrektur zu #26 1108 Postings, 3353 Tage KliP 18.06.11 17:36
 
Da schrieb ich :
Interessant wäre in diesem zusammenhang auch, wie groß der Abschreibungsbedarf
für Allianz und Töchter, besonders der Tochter Dresdener bei einer Pleite Griechenlands wäre.


Es muss natürlich heißen:
Interessant wäre in diesem zusammenhang auch, wie groß der Abschreibungsbedarf
für Allianz und Töchter, besonders der ehemailigen Tochter Dresdener, die jetzt Teil der Commerzbank  ist,   bei einer Pleite Griechenlands wäre.  

Die Allianz besitzt bekanntlich durch den Verkauf der Dresdener  eine Minderheitsbeteiligung an der Commerzbank.  
 
  30.  Zum Anleiheengagement deutscher Banken in GR 1108 Postings, 3353 Tage KliP 18.06.11 21:25
 
habe ich widersprüchliche Zahlen gefunden.

http://www.cash.ch/news/alle/...raten_um_bankenengagement-1044480-448

Demnach wäre es derzeit zwischen 10 Mrd und 16 Mrd Euro je nach Quelle
hinzuzurechnen ist ein Kredit der KFW von 8 Mrd Euro.

Das wären  bei einem Totalausfall durch eine Pleite sicher beherrschbare Größenordnungen.

Eine deutsche Bankenrettung ist somit gegenüber weiteren Schuldspiralen durch Bürgschaften
(die ja wieder zu weitereren  Verpflichtungen/erpressbarkeit  führen , man sieht es schon jetzt bei der EZB nach ihren Sündefällen )  durchaus eine Option.

Nicht erfasst in den Zahlen sind allerdings die Anlagen von Versicherungen und anderen Nichtbankinstitutionen.
Hier wäre es sicher sinnvoll seitens des Finanzministers, einmal Klarheit zu schaffen.  
 
  31.  2010 waren die deutschen Versicherer noch mit 1108 Postings, 3353 Tage KliP 18.06.11 21:29
 
10 Mrd Euro in GR engagiert.  
http://rhein-main.business-on.de/...euro-kapitalanlagen-_id11471.html

Unter 1% ihrer gesamten Kapitalanlagen.
Jetzt dürfte es eher weniger sein.  
Also auch nicht dramatisch.  
 
  32.  Niedrigerer Garantiezins für Lebensvers. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 18.06.11 21:43
 
Und für alle, die ihre Altersversorgung zumindest teiweise mit einer Kapitallebensversicherung als Baustein
aufbauen wollten, gibts nun auch noch eins aufs Auge von Herrn Schäuble:

Der Garantiezins (welcher früher einmal bei ca 4% lag und seither kontinuierlich sinkt)
wird vom Finanzministerium von 2,25% auf lumpige 1,75% gesenkt.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...-garantiezins/4299700.html

Bei einer Inflationsrate von derzeit fast 3% sind, wenn man nicht Glück hat mit einer ordentlichen  Überschussbeteiligung durch einen guten Versicher , schon reale Vermögensverluste in Kaufkraft gemessen vorprogrammiert.  

Der niedrige Garantiezins zeigt auch an, dass das BMF nicht mit größeren Zinsanhebungen
der EZB rechnet, mithin weiter die Politik des leichten Geldes gefahren werden soll.  
 
  33.  Die EZB: Nur schrecklich inkompetent 1108 Postings, 3353 Tage KliP 20.06.11 16:07
 
oder auch durch und durch politisch korrumpiert?

Welche Leute entscheiden da nach welchen Kriterien über unser Geld?

Das fragt man sich in der Rückschau.  

Wir erinnern uns Mai 2010
http://www.faz.net/artikel/C30638/...iechische-anleihen-30072226.html

Zitat aus dem verlinkten Artikel:
Artikel-Services
Kehrtwende der EZB
Ausnahme für griechische Anleihen
Die Europäische Zentralbank knickt ein: Weil sie das politisch motivierte Sparprogramm für Griechenland für „angemessen“ hält, gelten griechische Wertpapiere ab sofort als Sicherheiten für geliehenes Zentralbankgeld - unabhängig von der Bewertung der Anleihen durch Ratingagenturen.

03. Mai 2010

Die Europäische Zentralbank (EZB) weicht ihre Beleihungsregeln abermals auf, um Griechenland und den Banken die Finanzierung zu erleichtern. Die Banken des Euro-Systems dürfen griechische Staatsanleihen künftig als Sicherheit bei der Zentralbank einreichen, egal wie weit das Bonitätsrating des griechischen Staates noch fallen sollte.

Die Regeländerung der EZB verstärkte am Montag die Kurserholung, die von dem Rettungspaket der Euro-Staaten ausgelöst wurde. Zweijährige griechische Anleihen verteuerten sich, so dass die Rendite - ein Maßstab für die Kosten, zu denen sich der griechische Staat finanziert - auf 10 Prozent fiel. Die EZB hält derzeit griechische Anleihen im Wert von mutmaßlich rund 40 Milliarden Euro. Ihr Marktwert werde täglich überprüft, heißt es aus der EZB. Wenn die Kurse fielen und die Sicherheiten nicht mehr ausreichten, um die an eine Bank ausgeliehenen Kredite zu decken, würden zusätzliche Sicherheiten gefordert.
Kehrtwende der EZB: Ausnahme für griechische Anleihen
© F.A.Z.-Greser&Lenz
Portugal wird für Zinsverluste entschädigtn

Nach den Regeln, die bis zum Jahr 2008 galten, müssen Staatsanleihen mindestens von einer Agentur die Note „A-“ oder „A3“ erhalten, damit Banken sie bei den Finanzierungsgeschäften der Zentralbank als Sicherheit einreichen dürfen. Um das Bankensystem zu stabilisieren, hat die EZB die Anforderungen in der Finanzkrise gesenkt. Seitdem akzeptiert sie auch Titel, die BBB-Noten tragen. Selbst dieses mäßige Niveau erreicht Griechenland aber nur noch bei zwei von drei führenden Agenturen, die zudem weitere Herabstufungen in Aussicht gestellt haben.

Jetzt gibt die EZB die Orientierung an einer externen Kreditbewertung ganz auf und akzeptiert im Fall Griechenlands die Staatsanleihen unabhängig von den Ratings. Noch im Januar hatte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet beteuert: „Wir werden unsere Regeln für die Sicherheiten nicht zum Wohle irgendeines bestimmten Landes ändern.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte am Montag in Aussicht, eine europäische Ratingagentur zu gründen.



Im Klartext: Damals hat man die schlechten Ratings ignoriert, sich darüber hinweggesetzt. Ramschanleihen gekauft, deren Rückzahlung schon damals unmöglich war.  Zur Erinnerung: Griechische Schulden 360 Mrd , BIP 2010 : 230 Mrd €, war alles bekannt!

Derweil verteilte Herr Trichet fleißig Beruhigungspillen.
http://www.welt.de/finanzen/article7098735/...-Griechen-Anleihen.html
Zitat aus dem Artikel :

EZB-Chef Trichet stellte zudem klar, dass die Notenbank erwartet, dass Griechenland seine Anleihen weiter bedienen könne. „Nach allen Informationen, die ich habe, ist ein Ausfall griechischer Staatskredite kein Thema“, sagte Trichet. Er lobte erneut die von der griechischen Regierung angestoßenen Reformen und den beschlossenen Notfallplan. „Ich betrachte das als eine sehr, sehr glaubwürdige Verpflichtung“, sagte Trichet. „Bis jetzt habe ich keinen Grund zu glauben, dass das nicht rigoros umgesetzt wird.“


Diese  Prognose überlebte kein Jahr - konnte auch nicht angesichts der Datenlage.
Aber: Der Öffentlichkeit wurde also von Herrn Trichet fleißig Sand in die Augen gestreut.
Ob er  wider besseres Wissen unter politischem Druck handelte, oder ob er und seine "Fachleute"
schlicht und erbärmlich nur inkompetent sind, das ist letztlich für und egal.

Die Falle zur Erpressung Deutschlands war aufgestellt und schnappte schon
1 Jahr später zu. Die EZB sitzt jetzt auf einem Berg wertloser griechischer  Staatsanleihen und nun "darf" Griechenland
nicht mehr pleite gehen. Und plötzlich muss sich die EZB (angeblich) wieder nach dem Rating richten. Keine Wertpapierpensionsgeschäfte für griechische Banken im Falle der Insolvenz.


Jeder Kleinanleger, der sich so verhielte, wäre pleite,
jeder Unternehmensboss hätte schon längst seinen Hut nehmen müssen,
aber Herr Trichet wird preisgekrönt. Ein extrem teurer Preis für den deutschen Steuerzahler, der sich hier richtig vorgeführt vorkommen darf.

Vielleicht wäre ein Karnevalsorden samt entsprechender Kappe  für den Herrn EZB-Präsidenten passender gewesen.  

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/...-ezb-praesident-trichet-113694

Bei der EZB ist unser Geld jedenfalls in den falschen Händen, soviel steht fest.

Siehe auch:

http://www.sueddeutsche.de/geld/...it-ramschpapieren-umgeht-1.1109184  
 
  34.  Und dieselbe Verschleierungstaktik 1108 Postings, 3353 Tage KliP 20.06.11 16:17
 
und Täuschung der Öffentlichkeit wird auch von der europäischen Bankenaufsicht
betrieben, die übrigens gerade in der Krise mit viel Geld und vielen Pöstchen erheblich ausgebaut wurde.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-3696030600.html?x=0

Stresstests für Banken,  die mit albernen Szenarien arbeiten,  Sandkastenspiele ohne praktische Relevanz.  Wer soll den EU-Institutionen bei diesem Gehabe noch Vertrauen entgegenbriingen?


http://de.wikipedia.org/wiki/...%C3%A4ische_Bankaufsichtsbeh%C3%B6rde  
 
  35.  Und jetzt wirds richtig teuer für uns. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 20.06.11 16:37
 
denn auch  diese  Milliarden - oder vielleicht sollte man eher von 0,7 Billionen sprechen, werden verpuffen. Umgeleitet werden in die Taschen der internationalen Finanzprofiteure, die nun noch ein paar Jahre  mit den europäischen Wackelkandidaten
spielen dürfen. Wer die meisten Gelder aus dem Fonds abgreift, hat gewonnen. ;)

http://www.faz.net/artikel/S30638/...ndigen-krisenfonds-30444051.html

Meine Voraussage: Zu den Wackelkandidaten wird bald nicht nur
GR, Portugal, Spanien, Belgien, Italien sondern dann auch Frankreich und evtl. Deutschland gehören.

Die EZB hat dann fertig.

( Vielleicht kann man durch die entfallenden Gehälter
der vielen Mitarbeiter dann ein paar Millionen für die Suppenküchen einsparen)

Nur werden sich die internationalen Investoren wohl kaum so dumm wie EZB
verhalten und die schlechteren Ratings ignorieren. Unsere gesamteuropäischen
Ramschanleihen können wir dann nach einer Währungsreform als Zimmertapeten aufhängen.

Vielleicht sollte man ein Tippspiel machen: Nach wieviel Monaten wird
Deuschland jeweils zum ersten/zweiten/dritten mal in der Bonität abgestuft?  
 
  36.  Die Sicht der Amerikaner ist nüchtern: 1108 Postings, 3353 Tage KliP 20.06.11 22:33
 
http://finance.yahoo.com/blogs/daily-ticker/...u-doesn-145531618.html



As Henry and I discuss in the accompanying video, it's become increasingly evident the best course of action would be for Greece to exit the EU. Monetary union is preventing countries like Greece from using currency devaluation to address big deficits, while simultaneously forcing taxpayers in Germany to help pay for the spendthrift ways of the so-called "Club Med" countries.

But taking Humptey Dumpty apart is proving almost as difficult as putting it together and fearing of a European banking crisis is preventing policymakers from forcing bondholders to take their medicine, something many believe is long overdue.
 
 
  37.  Banken erpressen uns Steuerzahler ! 1108 Postings, 3353 Tage KliP 21.06.11 12:52
 
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-06/griechenland-banken-umschuldung

Dass eine freiwillige Beteiligung der Banken und Versicherungen an
der Lösung der griechischen Schuldenproblematik eine lächerliche Farce ist,
das war ja von vorneherein klar.

Aber dass die Banken derart dreist den deustchen Steuerzahler erpressen würden,
das überrascht schon.

Niemand hat die Banken gezwungen, mit dem Geld ihrer Aktionäre in griechischen
Ramschpapieren zu zocken und den Griechen zu helfen, ihre Staatsverschuldung in astronomische Höhen zu treiben, zumal früher die Zinsaufschläge nicht risikoadäquat waren.  Sie hätten ja auch statt zu zocken, den deutschen Mittelstand besser finanzieren können, wie es eigentlich zu ihren Aufgaben gehört.

Und nun soll wieder der Steuerzahler  für die Fehlallokation büßen.

Demnächst sollten vielelicht die Kleinanleger auch Prämien fordern, wenn sie sich verzockt haben.  
 
  38.  Aufdringlicher Versicherungsfuzzi reloaded 1108 Postings, 3353 Tage KliP 21.06.11 16:02
 
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...dpnews-1585945337.html?x=0

Achso, Herr Dr. Achleitner, die Versicherungen haben sich also  verzockt
und der Steuerzahler soll wieder ran. Wie wäre es denn mal mit Eigenverantwortung.?
Versicherungsvorstände, die sich mit Aktionärs- und Versichertengeldern verzockt haben, fliegen raus, und haften mit ihrem Vermögen für den angerichteten Schaden?
Notfalls wird der Laden halt unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt und es gibt für die Vorstände angemessene Vergütungen ohne Boni.  

Und der größte Witz daran ist doch:  Ausgerechnet die Fritzen, die das Griechenland Risiko
jahrelang falsch eingeschätzt  haben, wollen jetzt Versicherungen darauf verticken, sprich Risiken und Prämien korrekt kalkulieren. Die Böcke soll man also zum Gärtner machen.
Tolle Idee.  Ob Merkel und Schäuble darauf reinfallen?



Hamburg (dapd). Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner hat vor einem Schuldenschnitt für Griechenland gewarnt. "Ich halte das für eine grundfalsche Lösung", sagte Achleitner dem Wirtschaftsmagazin "Capital". "Nicht alle Finanzinstitute sind auf einen Haircut vorbereitet. Ich fürchte eine Kettenreaktion, die Europa weiter in die Krise treibt."

Viele glaubten, ein Schnitt treffe vor allem Banken, fügte Achleitner hinzu. Zwar lägen mehr als 50 Prozent der griechischen Anleihen im europäischen Bankensystem, einschließlich der Zentralbanken, nur zehn Prozent bei den Versicherern. "Aber die wiederum sind stark in Banken investiert.  Am Ende gerät das ganze System ins Wanken, und der Staat, sprich Steuerzahler, muss wieder herhalten."

Europa müsste einen Teil des Geldes nicht für Kredite, sondern für eine Absicherung des Ausfallrisikos nutzen. "Bei so einem Szenario wären wir bereit, wieder in griechische Anleihen zu investieren", sagte Achleitner.


Achso, Herr Dr. Achleitner, die Versicherungen haben sich also  verzockt
und der Steuerzahler soll wieder ran. Wie wäre es denn mal mit Eigenverantwortung.?
Versicherungsvorstände, die sich mit Aktionärs- und Versichertengeldern verzockt haben, fliegen raus, und haften mit ihrem Vermögen für den angerichteten Schaden?

Und der größte Witz daran ist doch:  Ausgerechnet die Fritzen, die das Griechenland Risiko
jahrelang falsch eingeschätzt  haben, wollen jetzt Versicherungen darauf verticken, sprich Risiken und Prämien korrekt kalkulieren. Die Böcke soll man also zum Gärtner machen.
Tolle Idee.  Ob Merkel und Schäuble darauf reinfallen?
 
 
  39.  Und schon fließen die Milliarden an GR 1108 Postings, 3353 Tage KliP 21.06.11 16:31
 
..echter Cash, keine Garantien, das muss für manche ja extra erwähnt werden. ;)

Beschlossen hat das Parlament immer noch nichts, aber die EU
lässt es schon mal regnen. Wie schön ist es doch, anderer Leute Geld verplempern zu können.

http://www.ariva.de/news/...en-mit-EU-Foerdergeldern-entgegen-3771696


In der laufenden Haushaltsperiode 2007 bis 2013 erhält Griechenland 20,4 Milliarden Euro an EU-Fördergeldern aus den sogenannten "Kohäsionsfonds". Sie sollen die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede innerhalb der EU ausgleichen. Mit einem Anteil von rund 44 Prozent am EU-Haushalt ist dies der größte Ausgabenblock der EU noch vor der Landwirtschaft. Besonders stark profitieren südliche und östliche EU-Staaten von den Geldern für Straßenbau, Umweltprojekte und Ausbildungsförderung.

Zugleich appellierte Barroso an die griechische Regierung, weitere Sparmaßnahmen durch das Parlament zu bringen. Dies sei Voraussetzung für die nächste Auszahlung der dringend von Athen benötigten Kredittranche über 12 Milliarden Euro. "Meine Botschaft heute an Athen lautet: Wenn Athen handelt, wird Europa liefern.



Lieber Herr Barroso, Europa liefert doch  schon lange. Und Beschlüsse sind noch keine wirklichen Taten.
Sondern erstmal nur Absichtserklärungen mit denen man die EU ein wenig beruhigen kann.

Aber das kennen Sie doch schon aus ihrer Amtszeit als Regierungschef in einem anderen Fast-Pleite-EU-Land.  
 
  40.  Papandreu gewinnt knapp Abstimmung 1108 Postings, 3353 Tage KliP 22.06.11 00:14
 
über die von ihm gestellte Vertrauensfrage (Stimmen 155:144), hat aber nach wie vor keine
Unterstützung der Opposition, die sich weiterhin gegen die Sparpläne der Regierung
profiliert.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-06/...-griechenland-regierung

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-2766804173.html?x=0  
 
  41.  GR: Streiten bis zum Untergang 1108 Postings, 3353 Tage KliP 22.06.11 00:23
 
und die Abgeordneten machen ihre Arbeit nicht (Gesetze zur effektiveren
Steuererhebung werden nicht im Parlament verabschiedet, siehe Text)

http://www.zeit.de/2011/26/Griechenland-Regierung


Problem Nummer zwei: die Abzocker und Reichen, die immer noch zu wenig Steuern zahlen. Sie sind, neben den Regierenden, das zweite Ziel des Volkszorns. Vom Akropolis-Berg sieht man die Schwimmbäder der Penthäuser glitzern. Im Jachthafen von Athen liegen schwimmende Prunkschlösser von vier Etagen. Wie kommt man da ran? »Schwer«, klagt Pangalos. Die Reichen zeigen sich dem Staat nicht als Menschen, sondern als Firmen. Sie genießen diskret im Privaten, aber fürs Finanzamt ist ihre Jacht eine touristische Einrichtung. Und wenn die Steuer zu hoch werde, segelten sie mit ihren Schiffen ein Land weiter. Doch selbst wenn sie sich stellen, erzählen griechische Journalisten, klappe es mit der Nachzahlung nicht. Ein Gesetz verhinderte bisher, dass der Staat die Millionen reuiger Jachtenbesitzer entgegennehmen darf. Die nötige Paragrafenänderung zieht sich seit über einem Jahr hin. Andere Gesetze behindern die ordentliche strafrechtliche Verfolgung korrupter Minister und Abgeordneter. Und das Volk kocht.
 
 
  42.  Spanien wird uns bald beschäftigen. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 22.06.11 18:26
 
(Aber zuvor werden die Griechen mit Hilfe unserer Politiker noch ein paar Milliarden neue Kredite saugen, für die wir garantieren dürfen.  )

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...23762445.html?x=0&.v=1

Zitat:

Still und leise stiegen die CDS (SNP: ^CDSY - Nachrichten) -Spreads für erstklassige Bankanleihen auf ein Niveau an, das zu Zeiten der Finanzkrise (und Lehman) sowie in Stressphasen danach erklommen wurde. Der neue Druck kommt aus Ländern wie Spanien, die sukzessive mit unter die Räder der Solvenzkrise kommen. Das wichtige Renditeniveau von 5,50 Prozent bei zehnjährigen spanischen Staatspapieren wurde in der vergangenen Woche nach oben durchbrochen, was einem klaren technischen Verkaufssignal gleichkommt. Ähnliche Konstellationen gab es vor Monaten in Staatspapieren von Griechenland, Irland oder auch Portugal. Was danach kam, wissen wir nun alle.
 
 
  43.  Pimco gehört zu den Vorausschauenden. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 22.06.11 18:33
 
Pimco verwaltet ja auch das größte  Staatsanleihenvolumen weltweit.

1. Amerikanische Staats-Anleihen aus den Depots  rausgefeuert (sogar netto short )
http://www.teleboerse.de/nachrichten/...sanleihen-article3077796.html

2. Pimco-Chef rät Griechen zur Pleite

http://de.finance.yahoo.com/news/...-Griechen-ftd-3651200153.html?x=0

3. Pimco-Chef warnt vor Finanzkrise II

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...tY28tY2hlZndh?x=0&.v=1

 
 
  44.  Inwzwischen ist man in Berlin endlich! aufgewacht 1108 Postings, 3353 Tage KliP 22.06.11 19:38
 
und beginnt, klare Worte zu den politischen "Freunden" in Griechenland sprechen.  Sehr spät!

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...RzbGsDYmVybGluc2V0enRn?x=0

Das Verhalten der griechischen Opposition ist auch mehr als skandalös.
Völlig unverantwortliche wahltaktische Manöver inmitten der Krise.
Diese Leute wie Samaras sind eine Gefahr für Europa und sicher nicht in der Lage
verantworlich eine Regierung zu führen. (er hat es ja auch schon einmal bewiesen, dass er zum Minister nicht taugt )  ..

Aus:

http://www.zeit.de/2011/26/Griechenland-Regierung


Es ist Sonntagnachmittag, der Sitzungssaal im Parlament ist voll. Kurz nach dem gescheiterten Koalitionsangebot an Samaras muss sich ein geschwächter Papandreou den Attacken der Opposition erwehren. Der Führer der »Linken Koalition« vergleicht ihn mit »Pinochet«, weil er auf Geheiß fremder Mächte das Land knebele. Dann tritt der ehemalige Zimmergenosse aus Amerika, Antonis Samaras, ans Pult. Er zerreißt das Reform- und Sparprogramm in der Luft, fordert umfassende Neuverhandlungen mit EU und IWF, verlacht Papandreous Koalitionsangebot und die ganze Konsenssuche als »Populismus«. Papandreou wolle ja nur die »Schuld teilen«. Warum macht Samaras das?

Über die Nea Dimokratia (ND) muss man wissen, dass sie von 2004 bis 2009 regiert hat. Unter ihrer Führung weiteten sich die zuvor von der Pasok aufgehäuften Staatsschulden zum größten anzunehmenden Finanzunfall aus. Die ND ging in den Wahlen 2009 unter, seit Kurzem aber steigt sie in dem Umfragen. Über Antonis Samaras muss man wissen, dass er eine steile Karriere als Spalter hinter sich hat. Anfang der neunziger Jahre war er griechischer Außenminister und heizte eine unselige Kontroverse mit Mazedonien an, dem die Griechen seinen Staatsnamen nicht gönnen wollen, weil damit angeblich Gebietsansprüche auf die gleichnamige griechische Region hätten verbunden sein können. Samaras gründete damals die rechte Protestpartei Politischer Frühling. Erst später kehrte er zur ND zurück und kaperte den Parteivorsitz.
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Schlagworte
Griechenland | Finanzkrise | Staatsverschuldung | Politiker

In der weitaus bittereren Gegenwart wittert die Nea Dimokratia nun ihre Chance zum Wiederaufstieg. In den Umfragen der Mediengruppe Skai/Kathimerini ist Giorgos Papandreou seit Anfang Mai abgestürzt. Zum ersten Mal ist der scharfkantige Antonis Samaras deutlich populärer als der Premierminister. Eine Mehrheit der Griechen erwartet nun bei den nächsten Wahlen einen deutlichen Sieg der ND. »Wir haben Glaubwürdigkeit aufgebaut«, frohlockt ein enger Berater von Antonis Samaras, »weil wir gegen das Sparprogramm sind und Alternativen anbieten.« Die Pasok besteuere die Wirtschaft zu hoch, die Nea Dimokratia ziehe mit Steuersenkungen in die Schlacht. Der Samaras-Berater spricht von einer kräftigen Senkung der Mehrwertsteuer und einer Flatrate bei den Einkommen von 15 Prozent. Dann rechnet er vor, wie schon nach vier Jahren das Wachstum wieder anspringen würde.

Bei einem Besuch in Paris wurde Antonis Samaras unlängst vom französischen Ministerpräsidenten François Fillon gefragt, warum er Steuersenkungen vorschlage, obwohl er wisse, dass das Geld dafür nicht da sei. Samaras antwortete, er müsse das tun, da bald Wahlen anstünden. So berichten französische und griechische Medien direkt aus dem Büro von Fillon. Doch nach dem Wahlkalender kann dieses Parlament noch zwei Jahre arbeiten. Aus welchen Gründen Samaras auch immer gegen das Reformprogramm opponiert – rechte parteinahe Medien feiern ihn als Helden und Widerständler gegen die von außen »aufgezwungene« Politik. Das reicht dann schon für die Umfragen.
 
 
  45.  Der Rösler wird vergeblich locken 1108 Postings, 3353 Tage KliP 22.06.11 22:21
 
denn die Banken sind ihren Aktionären und Mitarbeitern
und die Versicherungen auch ihren Versicherten verpflichtet.
Die werden nicht  freiwillig auf Geld verzichten weil sie sonst in Teufels Küche kommen.
Die Organhaftungsklagen würden nur so knallen.
Letztlich auch nur eine unbedeutende Profilierungsente eines Parteichefs einer
politisch unbedeutend gewordenen Partei.
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-1206794307.html?x=0


Sein eigener PArteikollege schäffler  sieht das etwas realistischer.
http://de.finance.yahoo.com/news/...-gegen-hblatt-1769521516.html?x=0

Vielleicht sollte die FDP erstmal untereinander diskutieren und sich abstimmen, bevor
jeder mit einer anderen Sau durchs Dorf trabt LOL

Und ganz sicher sollte die Politik jetzt ZUERST die Mechanismen einer privaten
Beteiligung an der Umschululdung Griechenlands schaffen und DANN darüber gackern und Geld geben. ;)

Und wie beteiligen sich eigentlich die Amerikaner  und die Briten an der Rettungsaktion?

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-2802945484.html?x=0  
 
  46.  Unglaublich: Griechische Steuerprivilegien 1108 Postings, 3353 Tage KliP 23.06.11 20:00
 
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...NsawNncmllY2hlbmxhbmQ-?x=0

Die Titel des Artikels ist irreführend. Die Maßnahmen sind eher eine Provokation der deutschen Steuerzahler!

Es ist ja schon schlimm genug, dass korrupte griechische Abgeordnete die Besteuerung von Reichen  seit Jahren blockieren.

Aber dass  Jahres-Einkommen bis 12000 Euro bisher in Griechenland gar nicht besteuert wurden, ist ein Skandal.

Bisher lag, wie aus dem Text hervorgeht, der Steuerfreibetrag bei unglaublichen 12000 Euro im Jahr und damit weit über dem deutschen Freibetrag. Wenn man bedenkt, dass das Einkommensniveau in Griechenland erheblich niedriger liegt, als hierzulande: Wer zahlte  denn in Griechenland überhaupt noch Steuern?

Selbst jetzt wird der Freibetrag nur auf etwa deutsches Niveau gesenkt - und  natürlich mit Ausnahmen!  
Über diese  Ausnahmen wäre auch manch deutscher Azubi und Rentner froh!

Ich bleibe dabei: Die deutschen Renten werden in Griechenland von Frau Merkel verspielt.


Zitat aus dem verlinkten Text:

Außerdem wird der Steuerfreibetrag von bisher 12.000 Euro auf 8000 gesenkt. Ausgenommen sind Rentner über 65 Jahre und junge Arbeitnehmer bis zum 30 Lebensjahr.
 
 
  47.  HIER wäre reichlich Geld zu holen, 1108 Postings, 3353 Tage KliP 23.06.11 20:14
 
und zwar keine Peanuts, wenn die EU nicht nur ein lahmer beamtenüberfrachteter Subventionsabgreiferverein
mit Pöstchengrabschermentalität
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-06/...forschungsausschuss
(Gärtner aus Böcken)  wäre.

Hier sitzt das girechische Geld, zum Teil gewonnen aus unseren Milliardensubventionen, oft unversteuert  - aber dazu müssten die europäischen Länder sich mal über
grenzüberschreitende Steuereinzüge einigen. Bei den Knöllchen ging das ja komischerweise  ganz problemlos. Aber Verkehrssünder zahlen auch keine Lobby-Abgeordneten ;)

http://www.zeit.de/2011/26/Griechenland-Reiche


»Geld im Ausland anzulegen war eine Art Tradition«, sagt Georgios Vassilakakis, ein Anwalt in Thessaloniki, »es ist ja auch nicht illegal.« Er berichtet, dass ihn vor anderthalb Jahren ein Vertreter einer kleinen Schweizer Bank um einen Termin gebeten habe. Der Banker zeigte ihm einen Hochglanzprospekt mit Landschaftsbildern aus der italienischen Schweiz und bot ihm einen Deal an: Wenn er, Vassilakakis, einen Mandanten kenne, der Geld ins Ausland transferieren wolle, könne er ja diese Bank vorschlagen und dafür eine gute Provision bekommen. Vassilakakis lehnte ab.
Mehr zum Thema

 

Es gibt noch eine zweite griechische Tradition, die dem Staat viel Geld vorenthält: die Steuerhinterziehung. Egal, ob reicher Reeder oder armer Klempner: Kaum einer deklariert sein Einkommen ordentlich, denn das Risiko, erwischt zu werden, ist gering. Die vielen Selbstständigen schreiben entweder keine Rechnung oder eine zu niedrige. Die wenigen Reichen investieren ihr Geld auf verschlungene Weise. Seit einem Jahr benutzen Steuerfahnder Google Earth, um undeklarierte Swimmingpools zu finden: In einer nördlichen Region waren es laut Neuer Zürcher Zeitung 1700 statt 121.

Hinzu kommt die Undurchsichtigkeit der Betriebe. »Die Reedereien sind schwer zu besteuern, weil sie eine der globalisiertesten Wirtschaftszweige überhaupt sind«, sagt der Ökonom Loukas Tsoukalis, Direktor der Hellenischen Stiftung für europäische und internationale Politik. »Außerdem haben wir viele sehr kleine Betriebe, die auch schwer zu kontrollieren sind.« Er schätzt den Schattensektor auf ein Viertel der Gesamtwirtschaft.
 
 
  48.  Und dafür werden unsere Steuermilliarden verzockt 1108 Postings, 3353 Tage KliP 23.06.11 22:29
 
einfach lesen und "genießen" ... ich glaube wir sollte auch viel mehr streiken.

Lernen wir doch von Herrn Fotopoulos.

http://blog.handelsblatt.com/global-reporting/...ei-herrn-fotopoulos/  
 
  49.  Finanzwissenschaftler warnt vor Staatsbankrott und 1108 Postings, 3353 Tage KliP 26.06.11 18:46
 
Finanzwissenschaftler warnt vor Staatsbankrott und Währungsreform

Wenigstens einer der sich noch traut Klartext zu reden:

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...RzbGsDZmluYW56d2lzc2Vu?x=0
Zitat :

Hamburg (dapd). Die Euro-Rettung endet nach Einschätzung des Finanzwissenschaftlers Stefan Homburg "letztlich in Staatsbankrott und Währungsreform". Das sei inzwischen auch vielen Politikern klar, sagte der Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen der Leibniz Universität Hannover dem "Spiegel". "Dieser Prozess ist schon jetzt unumkehrbar, doch will das niemand laut sagen und als derjenige ins Geschichtsbuch eingehen, der den Knall ausgelöst hat."

Die Verantwortlichen überließen den Offenbarungseid deshalb späteren Bundesregierungen; gutes Geld werde schlechtem Geld hinterhergeworfen, sagte Homburg dem Magazin. Irgendwann werde das System durch politische und ökonomische Faktoren gesprengt. "Und leider besteht die große Gefahr, dass dann nicht der Euro zerbricht, sondern die EU insgesamt", sagte der Finanzwissenschaftler.
 
 
  50.  In der Politik ändert sich der Tonfall! 1108 Postings, 3353 Tage KliP 26.06.11 20:57
 
peu a peu aber er ändert sich. Gestern noch durfte Griechenland ja auf gar keine Fall Pleite gehen, heute wird plötzlich ganz nüchtern das Szenario durchgespielt.
Was wäre wenn ..
Z.B. von Herrn Schäuble. Der findet es jetzt "beherrrschbar"  

http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-06/schaeuble-griechenland-banken



Das ist richtig so, denn es macht keinen Sinn, den Bürgern ständig Illusionen
vorgaukeln zu wollen, Die lassen sich nämlich nicht mehr länger verarschen:

http://www.faz.net/artikel/S30638/...nig-wutbuergerland-30448144.html

Frau Merkels Beruhigungspastillen nach dem Motto: Wenn wir Griechenland ein paar dutzend Milliarden geben /garantieren (die wir nicht haben) dann sollen die Deutschen
auch 9 Milliarden Steuerentlastungen bekommen(die wir auch nicht haben)  - aber nur wenn die Griechen uns was übriglassen (Finanzierungsvorbehalt!) waren auch nur noch albern und unglaubwürdig.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,770637,00.html


Hier ist eine schöne Aufstellung der griechischen Gläubiger.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,770392,00.html


Vorgestern hat der EZB-Chefvolkswirt noch recht linientreu verkündet,  
dass EZB von einer vollständigen Rückzahlung der griechischen Schulden
ausgehe.  als "Arbeitshypothese"

http://www.faz.net/artikel/S30638/...eine-letzte-chance-30447602.html

Im Artikel findet sich eine Grafik die die massive Unterdeckung der griechischen Ausgaben durch die Einnahmen seit 2006 zeigt - und damit Herrn Starks Äußerungen als das vorführt was sie sind: Politische Gebetsmühle eines völlig unwahrscheinlichen Szenarios.
Offenbar mangelt es bei dem Herrn schon an der Prozentrechnung. ;)


Ein Schuldenschnitt wird unausweichlich sein, und je früher desto besser.
Und Griechenland darf keine neuen Kredite bekommen, solange keine Reformen
UMGESETZT sind und greifen.  Parlamentarische Lippenbekenntnisse und Beschlüsse hatten wir schon oft, sie verpuffen aber wirkungslos, solange die alten
Besitzstandswahrer (vor allem die Gewerkschaften)  die Macht haben
und die Politik nach belieben erpressen können. Siehe Fotopoulos.

Erst wenn die Griechen insgesamt  verstanden haben, dass diese Leute mit ihrer Korruption
das Land  wie ein Krebsgeschwür
vernichten (und nicht wir!) und entsprechend dagegen  handeln, sind wir an der Reihe zu helfen.  

Vorher fällt alles gute Geld immer wieder in dasselbe Fass ohne Boden.  

Ich habe bisher aber noch keinen Protest gegen die Allmacht der Staatsbetriebe und der sie beherrschenden Gewerkschaften gesehen.

Wo sind die wütenden Proteste gegen die willkürlichen Stromabschaltungen, gegen parasitäre Gewerkschaftler , Vetternwirtschaft, Korruption?  
 
  51.  Warum die EZB so gegen den Schuldenschnitt ist 1108 Postings, 3353 Tage KliP 26.06.11 21:32
 
http://www.welt.de/finanzen/article13448667/...asko-fuer-die-EZB.html

Nochmal: Kein europäischer Steuerzahler  hat die EZB ermächtigt, in einer Nacht-und-Nebelaktion plötzlich  griechische
Ramschpapiere ohne ausreichendes Rating als Sicherheiten zu akzeptieren.

Diesen Schritt hat sie alleine zu verantworten - und wenn sie sich von bestimmten Politikern dazu hat nötigen lassen, dann soll sie diese nennen und sich anschließend auflösen.
Als Hüterin einer Währung kann nämlich nur eine unabhängige Notenbank in Frage kommen.  Ich will unsere gute alte Deutsche Bundesbank wieder. Die ihren
Inflätionsbekämpfungsauftrag noch ernst nahm. Aber bitte NICHT unter der Führung
eines politischen Lakaien!

(Aber auch bei der Berufung von Draghi ist eigentlich klar geworden, dass
die EZB ein letztlich Verein von Befehlsempfängern ist , die Frage ist nur noch,  von wem Draghi seine Anweisungen bekommt, vielleicht GS? :D )  
 
  52.  Streiken um Privilegien zu wahren 1108 Postings, 3353 Tage KliP 28.06.11 16:14
 
und um Macht zu demonstrieren ... bereits der 4. Generalstreik in diesem Jahr.
http://de.nachrichten.yahoo.com/...streik-griechenland-052630466.html

Erst wenn das Griechische Volk die korrupten Gewerkschafter als eigentliche
Feinde des Wohlstands begreift, wird sich in diesem Land etwas ändern.

Die Abgeordneten werden am Mittwoch voraussichtlich für das sogenannte Sparpaket stimmen.
Denn es gilt zunächst darum,  die Kredite  weiter fließen zu lassen.

Es sind ja nur Parlamentsbeschlüsse, Papier ist geduldig, und die schmerzhafte
und mühsame Umsetzung  und Ausführung  kann man dann wieder  auf allerlei trickreiche Weise blockieren, natürlich wieder  mit Hilfe der Gewerkschaften.
Die Sparziele werden natürlich nicht erreicht, wie in der Vergangenheit.
Aber man hat sich ja so bemüht. ;)  
 
  53.  Das "fürchterliche" Sparpaket 1108 Postings, 3353 Tage KliP 28.06.11 16:54
 
kann hier nachgelesen werden.
http://www.faz.net/artikel/C30638/...il-gegen-sparpaket-30449831.html

http://www.faz.net/m/...7CC-F327-469F-A50E-7281456FDE82%7DPicture.jpg

Im Klartext:
Wer als Staatsbediensteter weniger als 3000 Euro im Monat verdient (also die meisten) , erhält immer noch
Extrazuwendungen zu Weihnachten, Ostern und Urlaubsgeld
Und alle Beamten und Rentner  erhalten weiterhin 13 Monatsgehälter


Echtes Sparen sieht für mich anders aus. Und der eigentliche Skandal liegt darin, dass diese bescheidenen Sparbemühungen ERST JETZT beschlossen werden, nachdem die Griechen in einem Jahr schon 36 Milliarden von den anderen EU-Mitgliedern gezogen aus dem Hilfepaket haben!  
 
  54.  Auf den Punkt gebracht- EU macht Zocker reich! 1108 Postings, 3353 Tage KliP 29.06.11 11:40
 
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,770569,00.html

Zitate:
Homburg:
Auch dieser Vorschlag sprang zu kurz. In der Marktwirtschaft geht es bis hin zum Klempner, dessen Kunde die Rechnung nicht bezahlt, nie um eine Beteiligung der Gläubiger, sondern darum, dass die Gläubiger im Ernstfall ausschließlich und allein auf ihren Forderungen sitzenbleiben. Nur dann haben sie einen Anreiz, ihre Schuldner sorgfältig auszuwählen. Marktwirtschaft kann ohne eigene Haftung nicht funktionieren. Die staatlichen Rettungsmaßnahmen setzen Fehlanreize, die die Finanzmarktprobleme immer weiter verschärfen.

.....Homburg:
Von einer Strategie würde ich nicht sprechen. Erst haben Staaten ihre Banken gerettet, jetzt sind Staaten selbst unterm Rettungsschirm. Aber über dem Rettungsschirm ist nur noch der blaue Himmel. Die Rettungsmaßnahmen haben die Krise bisher immer weiter verschärft. Hätte man sich im vergangenen Jahr an den Lissabonner Vertrag gehalten, der Beistandszahlungen verbietet, dann hätte Griechenland umgeschuldet, genauso wie das Uruguay, Argentinien, Russland und andere Staaten in den letzten 15 Jahren getan haben ...

SPIEGEL: Ist nicht in einer Währungsunion die Gefahr viel größer, dass die Krise von einem schwachen Mitgliedsland auf das andere überspringt?

Homburg: Nein. Die Ansteckung läuft sogar genau andersherum, denn etliche Banken und Hedgefonds profitieren von folgendem Geschäftsmodell. Schritt eins: Sie verkaufen die Anleihen des betreffenden Landes. Schritt zwei: Sie bringen das Land ins Gerede. Schritt drei: Nachdem die Kurse der Anleihen gesunken sind, kaufen sie billig zurück. Und zuletzt jagen sie die Regierungen mit dem Unsinn ins Bockshorn, eine Insolvenz werde verheerende Folgen haben. In einem Nullsummenspiel gibt es nicht nur Verlierer wie uns Steuerzahler, sondern auch Gewinner.
 
 
  55.  Und wir danken allen Politikern, angefangen bei 1108 Postings, 3353 Tage KliP 29.06.11 11:51
 
Herrn Dr. Kohl.

Die Währungsunion sollte auch der Stabilisierung Europas dienen,  Ungleichgewichte
mindern und verhindern.  Man hat aber großzügig-blind auf stringente Krisenmechanismen und  -regeln verzichtet.

Und damit hat man es geschafft,   dass ein kleines, unbedeutendes  Land wie Griechenland in ungezügeltem Egoismus die ganze Europäische Union in eine Dauerkrise
stürzen. An der internationale Finanzkonzerne sich genauso zügellos bereichern können.  


Und da man sich wieder scheut, in dieser Krise endlich ein  ein Exempel in Sachen Eigenverantwortung
zu statuieren, (für die Zockerkonzerne und für die Geldverschwender) dürfen nun die Bürger  Europas für Jahrzehnte mit ihren Steuern und Renten für
diesen Unsinn haften. Und die EU ist mit einem Mickerland und seinen Problemen
so beschäftigt, dass sonst nicht mehr viel läuft.

Vielen Dank ihr vorausschauenden Politiker mit euerer generösen Altersalimentation!  
 
  56.  Griechische Opposition zieht nicht mit 1108 Postings, 3353 Tage KliP 29.06.11 22:35
 
sondern kocht weiter ihr eigenes verlogenes Süppchen.
Ermuntert die Bevölkerung zu Protesten, weil sie völlig abgedrehte Versprechen macht.  Verspricht Steuersenkungen in einem Land, wo ohnehin wenig Steuern bezahlt werden.

Wie zu Beginn des Threads vorausgesagt.

Mit knapper Mehrheit ist das sogenannte "Sparprogramm" vom griechischen
Parlament verabschiedet worden. Die Steineschmeißer sind sicher keine hungernden Armen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,771440,00.html


http://www.ariva.de/news/...t-Sparprogramm-Merkel-erleichtert-3778495

Frau Merkel zeigt sich erleichtert und hofft dass die Bürger nicht merken, dass sie in
der Frage nach der Beteiligung der Gläubiger wieder einmal vor Sarkozy und den Banken eingeknickt ist.

Kurzum, es wird weitergewurschtelt wie bisher.  Die 12 Mrd werden in ein paar
Monaten verbrannt sein, dann kocht das Thema wieder hoch.
Spätestens wenn die nächsten auslaufenden Schuldtitel fällig werden.

Griechenland hat auch immer noch ein Haushaltsdefizit von 10% des BIP.
Macht roundabout so  23 Mrd Euro NEUE Schulden dieses Jahr.
Etwa halb soviel wie Deutschland. ;)    

Dass es auch ganz anders ginge zeigt Lettland.  
 
  57.  Auch Ackermann warnt vor Kernschmelze 1108 Postings, 3353 Tage KliP 29.06.11 23:29
 
http://www.faz.net/artikel/C30638/...-ansteckungsgefahr-30451429.html


Die CDS (credit default swaps) sollten verboten werden und ihre Ausgabe und der Handel damit mit Freiheits-Strafen belegt wie Falschgelddrucken.

Das sind doch eigentlich Kreditausfall"versicherungen".
Nur wurde offenbar so idiotisch viel damit herumgezockt, dass der Versicherungsfall gar nicht mehr eintreten darf. Weil sonst angeblich Banken pleite sind.
Das sind dann also keine Ausfall-Versicherungen mehr,  sondern de facto nur  ein fauler nutzloser und gefährlicher Schwindel.

Man stelle sich mal vor, dass die Leute nicht mehr sterben dürften, weil ihre dann fälligen Lebensversicherungen die Versicherungsgesellschaft in den Ruin treiben würden.

CDS sind auch überflüssig,  denn die Risikoeinschätzung des Schuldners spiegelt sich im Zinssatz. Das ist der einzig vernünftige Indikator und der hat tausende Jahre gut funktioniert.  Dazu muss der Gläubiger aber seine Hausaufgaben gründlich machen und den Schuldner selber bewerten. Die millionenteuren Bankmanager sind aber offenbar
dazu zu faul oder zu unfähig  oder beides und wälzen erst die Arbeit auf Ratingagenturen ab und  kaufen dann später  Kreditausfallversicherungen.
Die aber plötzlich keine mehr sein dürfen.

Vorschlag an die Politik für ein Not-Gesetz: ;  Alle Banken,  die in Deutschland Geschäfte machen , bekommen genau
6 Monate Zeit ihre CDS Posis aufzulösen. Sonst untesagt Bafin weitere Bankgeschäfte.  Wer  das nicht will der  soll ins Zocker-Ausland gehen, aber ohne das Geld der deutschen Sparer als Sicherheit im Rücken. (immerhin haben die fast 5 Billionen meist niedrigverzinst rumliegen - und auf das Geld sind die Banken angewiesen und auch ziemlich erpicht) ..und der Trick mit der Tochterbank in Dublin, deren Mutter  dann wieder wie m Fall HRE mit 100 Mrd Steuermitteln am Leben gehalten werden muss,  darf auch nicht mehr funktionieren. Auf geht's Merkel  und Schäuble!  


Die Banken werden sich das gut überlegen, ob sie wegen der Schrott-CDS
auf den sicheren Finanzplatz D verzichten wollen.  
 
  58.  Der Griechische Schrecken hat auch positive 1108 Postings, 3353 Tage KliP 01.07.11 10:51
 
Wirkungen.

Portugal legt sich ins Zeug und wird selbst aktiv. Die Parlamentarier verzichten
zur Diskussion der Sparpakete sogar auf ihre Sommerpause.

http://de.finance.yahoo.com/news/...teuern-hblatt-3400534284.html?x=0

Italien tut zumindest so ; da hatte die Drohung von Moody offenbar Wirkung

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...-hblatt-916828183.html?x=0

Ob es einem Land, das noch nicht mal seinen Müll ordentlich entsorgen kann
(wieviel Eu-Zuschüsse sind für Infrastruktur, Kläranlagen etc eigentlich in den letzen Jahrzehnten von Italien  abgegriffen worden?) wirklich nachhaltig gelingt zu sparen?
Faule kredite kann man nicht mehr ganz so leicht exportieren wie faulemdes Gemüse.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...-hblatt-617055702.html?x=0


Bisher jedoch scheint Italien sogar bei langfristigen Papieren keinerlei Refinanzierungschwierigkeiten zu haben:

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...-hblatt-617055702.html?x=0  
 
  59.  In Deutschland profiliert sich die FDP leider als 1108 Postings, 3353 Tage KliP 01.07.11 11:02
 
Zukunftspleitier.
Weil sie ihr in den Umfragen untergehendes Schiff schon wieder mit leeren
Versprechungen und ungedeckten Wechseln flottmachen will. Geld ausgeben will das nur durch neue Schulden finanziert werden kann.

Was die Griechische Opposition den Griechen, die Lega Nord (fordet auch Steuersenkungen) Italien  das ist die FDP gerade für Deutschland.
 Verantworzungslose Leute.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-2062742731.html?x=0  
 
  60.  Merkel von Sarkozy abgezockt 1108 Postings, 3353 Tage KliP 02.07.11 00:03
 
..wie schon mehrfach im Thread geschrieben.
Diese  Frau Merkel verschenkt unsere Zukunft bedenkenlos an Großzocker.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13462944/...et-seine-Banken.html

Zitat aus dem Artikel :

Vielleicht ist gerade das aber nicht der Fall. Wer sich die Details der französischen Gläubigerbeteiligung anschaut, die Pate für das hiesige Modell stehen soll, wird überrascht sein: Die Banken verpflichten sich, ihre bis 2014 in Griechen-Bonds investierten Gelder erneut in Anleihen des maroden Staates zu investieren.

Was angesichts der griechischen Misere wie ein mieses Ansinnen klingt, ist bei näherem Hinsehen ein Gefallen von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy für die Geldhäuser – manche meinen sogar, besonders für die französische BNP. Die Zahlen sprechen Bände.

Die Banken, die sich an dem Programm beteiligen, bekommen von Athen den vollen Wert ihrer Anleihen zurück. Die Hälfte des Geldes müssen sie in neue Griechen-Bonds investieren mit 30 Jahren Laufzeit und einer Verzinsung, die je nach Konjunkturverlauf zwischen 5,5 und 8 Prozent liegt. So viel erhalten auch IWF und EU. Weitere 20 Prozent des zurückgezahlten Geldes sollen als Absicherung in Bonds mit erstklassiger Bonität und Zinsstundung investiert und in einem speziellen Fonds außerhalb der Bankbilanzen geparkt werden.

Nach einer Berechnung der britischen Barclays-Bank verlieren die beteiligten Geldhäuser zwar rund zehn Prozent des Werts ihres ursprünglichen Investments. Guckt man sich aber an, wie weit unter dem ursprünglichen Kaufpreis die Bonds heute noch am Markt notieren, kann eine Bank das Angebot kaum ablehnen – erst recht, wenn sie wie die Franzosen noch randvoll mit Anleihen aus Athen sind. Für sie würde es im Fall von Athens Staatspleite vielleicht noch die Hälfte des Ursprungswertes geben.

„Die bisher bekannten Informationen des gewählten Modells sprechen eher für eine längerfristige Absicherung von Gewinnen für Banken und andere private Gläubiger“, analysiert der SPD-Finanzexperte Carsten Schneider nicht ohne Grund.


Bezahlen aber werden dieses Geschäft Europas Steuerzahler. Denn sie finanzieren über die Hilfen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und EU die Griechen, die ansonsten zahlungsunfähig wären. Insgesamt würden IWF und EU in Rettungspaket I und II 190 bis 195 Milliarden Euro ausgeben, rechnete Österreichs Finanzministerin Maria Fekter kürzlich vor. „Am Ende bleiben die Lasten am Steuerzahler hängen“, resümiert Schneider verärgert.  

 
 
  61.  Fehler der Argentinienkrise werden in GR wiederhol 1108 Postings, 3353 Tage KliP 02.07.11 00:18
 
t

http://www.welt.de/wirtschaft/article13462699/...tsboom-schaffen.html


In Argentinien kam die Pleite damals auf Raten. Schon seit Anfang 2001 hatte es Anzeichen gegeben, dass den ausländischen Gläubigern die Verschuldung des Landes unheimlich geworden war: Kapital wurde abgezogen, die Kurse an den Börsen purzelten, die Risikoaufschläge auf argentinische Staatsanleihen stiegen.

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So entwickeln sich die Wirtschaftsmächte

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts...

Doch der Internationale Währungsfonds (IWF), der das Land bis dahin wegen seiner neoliberalen Wirtschaftspolitik als Musterschüler gelobt hatte, sprang mit Stützungskrediten ein und schickte Experten vor, um der Welt zu erklären, die Schwierigkeiten seien vorübergehend. Das Haushaltsdefizit lag bei 6,5 Milliarden Dollar, das Land steckte seit drei Jahren in einer Rezession, ein Fünftel der Argentinier waren arbeitslos.

Der auf Schwellenländer spezialisierte Investmentbanker Walter Molano sagt, Argentinien sei damals im Übermaße von ausländischem Kapital abhängig gewesen – wie nun auch das schuldengeplagte Griechenland.

Viele Parallelen zwischen Griechenland und Argentinien

Beide Länder hätten versucht, ihre Haushaltsdefizite über Verschuldung zu finanzieren. In beiden Fällen hätten IWF beziehungsweise EU mit Stützungskrediten lange mitgespielt – in der Hoffnung, private Investoren zurückzuholen. In Argentinien verkündete Präsident Fernando de la Rúa einen Sparplan nach dem anderen und holte in einem Verzweiflungsakt im März 2001 den eigentlich der peronistischen Opposition angehörenden Ökonomen Domingo Cavallo ins Wirtschaftsministerium.
 
 
  62.  Banken kommen fast ungeschoren davon 1108 Postings, 3353 Tage KliP 02.07.11 12:53
 
und natürlich auch die Versicherungen.
Erst haben sie geheult und gejammert, wie gefährlich doch eine Griechenland-Pleite für sie wäre. Vergleiche #38 , Aufdringlicher Versicherungsfuzzi reloaded.

http://www.ariva.de/forum/...rm-Implosion-des-442890?page=1#jumppos38

Substanzielle Beiträge zur Rettung wollten die Finanzkonzerne   aber, nachdem Frau Merkel schon bei Sarkozy eingeknickt ist mit der Farce "feriwillige Beteiligung" ,  dann  doch nicht mehr zahlen , wie vorausgesehen.

http://www.ariva.de/news/...enland-Hilfe-tut-Banken-nicht-weh-3781052

Die versprochenen Beiträge haben angesichts des angeblichen Risikos nur Symbolcharakter.

Die Last trägt wieder der Steuerzahler, nicht die Finanzbonzen, die sich verzockt haben.  Wie wäre es denn mal mit einer Sondersteuer auf große Konzerngewinne aus Finanzgeschäften , Herr Schäuble? Bei Allianz und Deutscher Bank klingeln die Kassen wie nie zuvor!

Wo ist denn der Protestwillen in Deutschland gegen diese kalte Enteignung?

Wir sollten auch hier von den Griechen lernen, die sich schon aufregen, wenn
ihre Steuerprivilegien  nur auf ein Maß gestutzt werden, das immer noch über dem Deutschen liegt. Siehe oben.  
 
  63.  ich kann keine Bewertung abgeben 804 Postings, 1955 Tage RobinW 02.07.11 19:31
 
Fehler 20. Bitte vesrsuchen Sie es später noch einmal.

Censur?  
 
  64.  Würgegriff 804 Postings, 1955 Tage RobinW 02.07.11 19:52
 
KLiP - danke für Deine Beiträge.

Weltweit sind wir alle im Würgegriff des Banksters: Nationen, Staaten, schweige über Regierungen und Staatliche - und Weltorganisationen.
Ausnahmweise stimme ich Herrn Muntefering zu, als er Banksters als "inteligente Gauner" bezeichnet hat.
Ethik, Morale, Verantwortung etc sind einfach von diesen .... einfach Ausseracht belassen worden.

Ich denke, dass diese Geschöpfe wirklich ein Ende unserer Civilisation eingeleitet haben.  
  Bisherige Bewertungen:
1x Interessant
  65.  Griechische Augenwischerei beim "Sparpaket" 1108 Postings, 3353 Tage KliP 02.07.11 20:27
 
alle Zahlen, insbesondere die Privatisierungserlöse und die erwarteten Steuereinnahmen sind viel zu hoch angesetzt.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13463641/...er-Staatspleite.html

Und so werden wieder 12 Milliarden in dieses Fass ohne Boden versenkt.

Man muss diese Zahlungen unbedingt verhindern. Erst dann wird es in Griechenland ernsthafte Sparbemühungen und Steuererhebungen bei denen  geben, die
bisher nichts beitragen, obwohl sie könnten. Erst wenn sich die Wut der Bürger auf die Korrupten und Absahner im eigenen Land richtet, wird sich etwas bewegen.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,771303,00.html
Ein Arzt bricht sein Schweigen
Zitat

100.000 Euro verdienen, für 700 Euro Steuern zahlen

Wobei in anderen Fällen die Verhältnisse deutlicher zu sein scheinen: Mancher Kollege im Athener Nobelstadtteil Kolonaki, erzählt Varvarigos, verdiene bis zu 100.000 Euro im Monat, aber er gebe davon vielleicht gerade einmal 700 Euro bei der Steuer an. Konsequenzen habe das keine. Auch in anderen Ämtern werde kassiert, bis zu 5000 Euro machten gewisse Staatsdiener nebenher, schwarz.
 
 
  66.  @RobinW 1108 Postings, 3353 Tage KliP 02.07.11 20:56
 
Freut mich,  wenn du den Thread interessant findest. Ich hatte vor Jahren schon mal einen Thread  bei Wallstreet-Online, der sich mit Finanzbetrügereien, Korruption  und Manipulationen
beschäftigte.

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/...den-auf-kosten-anderer-

Enron, Worldcom etc. Das war noch alles auf der Unternehmensskala. Inzwischen
sind die Betrugsmethoden, Falschbilanzierung, Manipulation  und bequemes Leben auf anderer Leute Kosten
auf der Staatenebene in Europa und den USA zum weitverbreiteten Übel geworden.

Den Thread bei WO habe ich ruhen lassen, als die Citigroup bei 30$ notierte.
Die Finanzkrise begann sich wie vorhergesehen zu manifestieren.
Inzwischen ist die Citigroup wieder bei 30-40$, aber nach einem 10:1 reverse Split. ;)

Meine Prognosen: Wenn alles so weiterläuft wie jetzt, dann werden die wenigen leistungsstarken Volkswirtschaften der EU in wenigen Jahren auch ruiniert sein, dann s wird  die ganze EU ein Dauer-Sanierungsfall sein.  Modell Citigroup, living corpses.


Die  Bürger haben jetzt schon  in den meisten
Ländern kaum noch was zu sagen, (wie es aussieht wenn sie noch was zu sagen haben, sieht man in Finnland, das noch ein bisschen Widerstand leistet ) , die Parlamente werden Stück für Stüke entmachtet.

Dieser ganze "Rettungs"irrsinn einschließlich Bruch der Eu-Verträge (Beistandsverbot)
wurde größtenteil schon an den Parlamenten vorbei von kleinen korrupten Machteliten
beschlossen.
Die Finanzkonzerne sind so groß und mächtig geworden, dass sie vielen Regierungen Teile der Politik diktieren können. Leider haben sie dabei nicht das Gemeinwohl im Auge und schon gar keine soziale Marktwirtschaft und auch sicher keine Nachhaltigkeit.  Sondern fühlen sich dem schnellen Gewinn und notfalls auch der trickreichen Vermeidung von selbstzuverantwortenden Verlusten auf Steuerzahlerkosten verpflichtet.
Dass dies in eine Sackgasse mit Abgrund führt,  ist seit Jahren evident.
Dieselben Großzocker die die Finanzkrise mitverursacht haben, hantieren wieder wie vorher mit riesigen Kredithebeln, dubiosen Wetten außerhalb regulierter Märkte usw.

Von  der verspochenen Regulierung und Zügelung der irren Zocker ist nichts übriggeblieben. Ob Schäuble, Lagarde  oder Geithner , die haben in dem Punkt alle versagt bzw. sind wohl machtlos.

Was man als Privatmann tun kann habe ich getan. Kein Geld bei Großbanken geparkt,
(es gibt ja auch Genossenschaftsbanken ... )
keine kapitalbildenden Versicherungen, an Versicherungen nur das nötigste.
Streuung der Geldanlagen auch auf Sachwerte (um die man sich allerdings teilweise  auch kümmern muss, damit sie werthaltig bleiben  ..)

Und ich zahle fast alles Cash. Eine Marotte vielleicht ...aber an jeder Kreditkartentransaktion verdienen die Banken mit. Und der Staat kann alles überwachen, siehe das neue Gesetzesvorhaben zur Geldwäsche.
Bareinzahlungen sollen ab 1000 Euro meldepflichtig werden, bisher 15000.

Wo ist der öffentliche  Aufschrei?  

 Und  vielleicht kommt auch wieder die Zeit,  wo man die  Gold und Silbertaler auf die Theke kloppt. Da muss ich mich mich dann nicht groß umstellen. LOL  
 
  67.  Ich halte keine € also kann Kernschmelze kommen 17202 Postings, 2811 Tage Minespec 02.07.11 22:47
 
diese Fuck Währung wollte die Mehrheit nicht und sie wurde von Elitisten eingeführt.

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"Jeder ist seines Silber`s Schmied " (minespec)
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2 68.  Es gibt jetzt genug Feindbilder 17202 Postings, 2811 Tage Minespec 02.07.11 22:52
 
der Backlash wird den Rest richten sobald der träge Michel anfängt zur Mistgabel zu greifen... das dauert aber noch eine Weile...
Marie Antoinette: "Wenn ihr kein Brot zu essen habt , esst eben Kuchen"
liess damal 1789 das Fass überlaufen, was wird es diesmal sein ?

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  69.  Die 'Öffentlichkeit' wird von den Medien getäuscht 1656 Postings, 1436 Tage Caliban 02.07.11 23:56
 
Habe selten so schlechtes, niveauloses und kritikfreies Fernsehen gesehen wie heute, öffentlich-rechtliche Verdummung.
In den Internet- oder Printmedien herrscht derselbe exkrementale Einheitsbrei.
Es gibt noch einige, wenige Ausnahmen, fraglich ist nur, wie lange noch:
http://www.sueddeutsche.de/medien/...ich-zu-mit-meinem-geld-1.1115387

Bzgl Euro oder den Folgen einer Währungsreform wäre ich mir bzgl der horrenden Folgen nicht so sicher. In meiner Familie gab es bei den Großeltern enorme Verluste nach dem 2.WK zu beklagen, aber noch mehr Verluste mit der Ölkrise in den 70ern.  
 
  70.  Bankster rulez ... 1108 Postings, 3353 Tage KliP 03.07.11 10:37
 
In #66 schieb ich :
Die Finanzkonzerne sind so groß und mächtig geworden, dass sie vielen Regierungen Teile der Politik diktieren können.


Here's the proof.

1. Deutschland:
 Euro-Finanzminister winken Milliardenkredit durch.
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-2082770408.html?x=0
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble räumte ein, der Privatwirtschaft entgegengekommen zu sein. "Die deutschen Banken und Versicherungen haben mir sehr deutlich gemacht, dass ihre Beteiligung nicht zu einer Benachteiligung gegenüber europäischen Wettbewerbern führen darf", sagte er in einem "Spiegel"-Interview.


So geht also der Herrschaftshebel: Erst wird der schwache und um seine Wiederwahl fürchtende französische Präsident von den Französischen Banken in die Mangel genommen um die Zwangsbeteiligung der Finanzkonzerne an den von ihnen zu verantwortenden Fehlspekulationen zu verhindern.
Sarkozy  setzt sich gegen Merkel durch, wie üblich.
Dann pressen die deutschen Finanzer den Schäuble mit Hinweis auf die Konkurrenz die freiwillige  Beteiligung möglichst niedrig zu halten.

Man hätte ja auch als Politiker da eine europäisch-einheitliche  Lösung finden können
die Herren Banker haben vielleicht  auch ein bisschen grenzüberschreitend konferiert um ihre Strategie abzustimmen. Das konnten unsere "Spitzenpolitiker" wohl nicht?
Wer regiert uns da eigentlich?  
 
  71.  Bankster rulez : 2. USA 1108 Postings, 3353 Tage KliP 03.07.11 10:49
 
2. USA
Den Timothy Geithner als Nichbanker hat man gegen die Wand laufen lassen bis er fertig ist. Mit knapp 50 Jahren schon amtsmüde.  Regulierungsvorhaben  verliefen auch hier
im Sande.  

Die USA hatte bereits zwei Finanzminister (Rubin und Paulson) die zuvor Goldman Sachs Banker waren. Unter Bush/Paulson kulminierte die staatlich geduldete  Wildwestzockerei und der systematische weltweite Betrug mit Hypothekenderivaten bis zum großen Knall.
Dessen finanzielle Regulierung (IKB, HRE; WestLB ....) auch  uns deutschen Steuerzahlern noch Jahrzehnte
auf der Tasche liegen wird.

Nun wird Geithner systematisch aus dem Amt geschrieben ..und wer wird  
da als Nachfolger in Stellung gebracht: Jamie Dimon, derzeit Chef (CEO) der Großbank
JPM (John Pierpont Morgan).

http://finance.yahoo.com/blogs/daily-ticker/...eithner-154151963.html

Da ist schon mal sichergestellt dass die große Sause für die Bankster ungebremst weitergehen kann und die Welt weiter bluten muss für deren Parties.

Und der Propagandist ist übrigens  Mark Zandi; Chefökonom von Moody Analytics.

Honni soit qui mal y pense. ;)  
 
  72.  Nachtrag : Der Text zum Link zu Dimon 1108 Postings, 3353 Tage KliP 03.07.11 11:15
 
http://finance.yahoo.com/blogs/daily-ticker/...eithner-154151963.html

Was von Dimon  zu erwarten ist:

But the economist seems to favor JPMorgan Chase CEO Jamie Dimon, saying he'd be a "fabulous" Treasury Secretary. Dimon would be a controversial choice: while a Democrat, Dimon has been highly critical of Obama's push for greater regulation. Meanwhile, consumer advocates and left-leaning Democrats would certainly worry about his Wall Street background.


Das Roulette wird also ungezügelt weitergehen.  Bis der Westen endgültig pleite ist und
von China und  Indien (und evtl. Brasilien ) übernommen und kernsaniert wird. ;)  
 
  73.  @Caliban , ja , die Energiekonzerne 1108 Postings, 3353 Tage KliP 03.07.11 12:17
 
diktieren den anderen Teil der Politik. Über ihre ganzen Lobbyisten in Politik und Wirtschaft (und natürlich auch über ihre Anzeigenmacht in Medien) üben sie einen viel zu großen Einfluss aus.

An dieser Macht kann man aber nachhaltig knabbern.

1.) Durchgehende energetische Gebäudesanierung deutschlandweit.
Hier könnte man die dt. Milliarden, die grade an griechische Reiche verschenkt werden,
bestens und vor allem NACHHALTIG investieren.

Das Potential wird schon an folgenden Zahlen deutlich:
Wärmedurchgang alte Steinwand (Beton/Naturstein/alte Betonsteine) mit
lambda W/mK =3 von 30 cm Stärke  U >   3 W/m^2 K

Bei zusätzlicher Dämmung mit 20 cm Dämmaterial mit WLZ lambda = 0,035
bringt man den Wärmedurchgang  runter auf
U < (ca)  0,2 W/m^2 K.
(genau sinds 0,167  W/m^2 K. wenn man den Wärmeübergang in der Grenzschicht  mitrechnet, Putz nicht mitgerechnet )

Die ungedämmte (alte) Wand lässt also mehr als  15 mal soviel Energie passieren wie die stark gedämmte.

In konkreten Zahlen Bei 20 Grad Temperaturdifferenz (drinnen 20, draußen 0 Grad)
bläst  man bei der alten ungedämmten Wand pro m^2 Mauerfassade  in  24 Std  1,4 kWh  raus,  bei der gedämmten nur ca 0,096 kWh.  

Übigens , beim Stichwort Energie:
In Griechenland ist der jährliche Energieeintrag pro Fläche durch die Sonne viel höher als hier -  und EU-Infrastrukturhilfen bezieht GR auch in Milliardenpaketen jedes Jahr.

Wenn die wollten, könnten die schon lange große Solarkraftwerke haben.

2. ) Deutschland ist ein waldreiches Land.  
Die Grafik zeigt, wie teuer wir mit Öl und Gas heizen gegenüber Holz.  

http://www.carmen-ev.de/dt/energie/images/...itzel/WHSP_Vgl_03_11.png

Leider sind Holz/Pellet heizkessel noch erheblich teurer als Gas- und Ölheizkessel. Auch hier könnte man
die in Griechenland und sinnlosen Rettungsfonds versenkten Milliarden gut investieren.

Auf kommunaler Ebene kann man z.B. auf größere Hackschnitzelanlagen setzen.

Die komplette Wertschöpfungskette
-Erzeugung des Energieträgers (Holz/ andere Biomasse)
-Verarbeitung zu Schnitzeln oder Pellets, Scheitholz, Holzbriketts
-Energiegewinnung
bleibt dann in regionaler Hand und kommt der ortsansässigen Bevölkerung zu Gute.
(Arbeitsplätze!!  ).


Und: Die Geldflüsse an Großkonzerne sowie   russische ;) und arabische Diktatoren und ihre korrupten Terrorregimes werden so etwas reduziert.
Ferner : CO_2 Bilanz !

Auch unsere  Politik könnte unabhängiger und weniger devot  werden. Die Angst,  dass Putin uns den Gashahn zudreht (er spielt damit ja jedes Jahr ganz gerne mal im Winter ;)  könnte z.B. abnehmen.


Das ist eine Strategie die sofort und fast überall in Deutschland umgesetzt werden könnte. Unsere durch Leistungen erworbenen Milliarden nachhaltig im eigenen Land investieren. Gute Ansätze dazu gibt es durchaus schon.
Leider scheinen aber die Lobbyisten der Großkonzerne und der Russen in Berlin
zuviel Einfluss zu haben. Nicht erst seit dem unsäglichen Gas-Gerd. ;)

Ich behaupte dabei nicht, dass wir unsere Heizenergie und elektrische Energie komplett aus Biomasse
beziehen können /sollen. Aber zusammen mit der Wärmedämmung könnten wir einen guten Schritt weiter Richtung Energieunabhängigkeit und damit politischer Unabhängigkeit gehen.  
 
  74.  Der EU hilft nur Griechenlands Insolvenz 1108 Postings, 3353 Tage KliP 03.07.11 19:46
 
http://www.welt.de/debatte/kommentare/...Griechenlands-Insolvenz.html    
  75.  Reine Lippenbekenntnisse , nur Taten zählen! 1108 Postings, 3353 Tage KliP 03.07.11 20:09
 
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...-ddpnews-28856551.html?x=0

Die Pasok hat es bisher mit ihrer Mehrheit nicht geschafft die seit Jahren
im Parlament vorliegenden Gesetze zur effektiven Besteuerung und Steuerstrafverfahren
für Hinterzieher zu beschließen.  Mithin sind die Lippenbekenntnisse des Ministers nur Show für Europa wie gehabt.  Die bisherigen Chancen wurden von den Abgeordneten nicht genutzt , also kein ernsthafter Wille erkennbar.

Die Fakelaki-Beamten und -Abgeordneten wären ja auch dumm ihre Haupteinnahmequellen versiegen zu lassen.

Ein paar spektakuläre Fälle wie bei uns mit  Zumwinkel bei ein paar  griechischen Millionären durchgezogen,
Verhaftungen vor laufenden Kameras, Untersuchungshaft  ..da würden sich sicher einige säumige Steuerzahler freiwillig melden.  Das möchte man sich dann doch nicht antun.

Aber die Hand aufzuhalten für Fakelaki ist halt bequemer als fahnden. ;)  
 
  76.  ...... 17202 Postings, 2811 Tage Minespec 03.07.11 22:33
 

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  77.  Tomaten und Eier mitbringen...Montagsdemo 17202 Postings, 2811 Tage Minespec 03.07.11 23:06
 
Quelle:diefreiheit.org
Link: http://www.diefreiheit.org/eu-kritische-montagsdemos-in-berlin/

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  78.  Spiegel Welt u Handlesblatt gegen €uro..f Austritt 17202 Postings, 2811 Tage Minespec 04.07.11 09:04
 
siehe hier:
Quelle: hartgeld.com
Link: http://213.145.232.18/Good-Bye-Euro.html

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  79.  raus aus der € Zone .. Jetzt! 17202 Postings, 2811 Tage Minespec 04.07.11 09:05
 

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  80.  # 77 heute 18 Uhr Montagsdemo 17202 Postings, 2811 Tage Minespec 04.07.11 09:08
 

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  81.  Jeder Satz ein absoluter Volltreffer 1108 Postings, 3353 Tage KliP 04.07.11 09:27
 
und jeder eine schallende Ohrfeige für die verantwortungslose Politkaste,
die uns sehenden Augens immer schneller  in den Abgrund reitet.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...one/4347586.html

Es geht übrigens im Artikel nicht um einen Austritt Griechenlands, wie man auf den ersten Blick  meinen könnte. Der entscheidende Satz ist der letzte im Text.

Europa der zwei Geschwindigkeiten ...  

Wer erinnert sich noch an Prof. Joachim Starbatty?

Wie bitter muss es für ihn sein, auf diese bedrohliche Weise nach 14 Jahren durch die Entwicklung in allen seinen Kritikpunkten bestätigt zu werden.

Und wie kurzsichtig waren die Verfassungsrichter damals ...  
 
  82.  Irisches Defizit über zehn Milliarden Euro 1108 Postings, 3353 Tage KliP 04.07.11 23:24
 
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-1240162074.html?x=0    
  83.  US-Derivateverband hält Umschuldung Griechenlands 1108 Postings, 3353 Tage KliP 04.07.11 23:26
 
US-Derivateverband hält Umschuldung Griechenlands für möglich

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-2071560825.html?x=0  
 
  84.  Der deutsche Sparer ist gesucht 1108 Postings, 3353 Tage KliP 04.07.11 23:34
 
Wie schon mal oben geschrieben, die Banken brauchen unser Spar-Geld (5 Billionen)

... das sollten wir ruhig nutzen um die Banken zum verantwortungsvollen Umgang damit zu zwingen.

Ich wage mir gar nicht vorzustellen, was passieren würde, wenn alle Sparer (so wie ich das schon vor einiger Zeit getan habe)
das Geld konsequent von Instituten abzögen, die mit CDS-wetten  und Griechen- und sonstigen Schuldensünderanleihen hantieren.
Vermutlich würde es auch schon reichen, wenn jeder Sparer bei seiner Bank nachfragt
und mit dem Abzug droht ;)  



http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...NsawNkZXJkZXV0c2NoZXM-?x=0  
 
  85.  Wieder fließen 5,5 Milliarden von D nach GR 1108 Postings, 3353 Tage KliP 05.07.11 09:51
 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,772374,00.html

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...NsawNwcmVzc2VkZXV0c2M-?x=0

Die EZB, die sich in der Vergangenheit über das Urteil der Ratingagenturen hinweggesetzt hat (auf Geheiß der Franzosen) , wird das auch in Zukunft tun. Dazu braucht man etwas öffentliche Begleitmusik der Politiker, die in der Vergangenheit bei den Kontrollen versagt haben und nun davon ablenken wollen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,772374,00.html

Die Finnen zeigen mehr Vernunft
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...xrA2Zpbm5sYW5ka25wZg--?x=0

Und in Deutschland muss man leider wieder einmal auf das Verfassungsgericht hoffen.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...xrA3ZlcmZhc3N1bmdzZw--?x=0  
 
  86.  Unsinnigen Geldverschiebebahnhof schließen! 1108 Postings, 3353 Tage KliP 05.07.11 10:17
 
http://www.zeit.de/2011/27/DOS-Griechenland-Geld

An diesem irrwitzigen Geldkreislauf füllen sich nur die Großfinanzer und Abzocker in allen beteiligten Ländern die Taschen.

Mit einem Bruchteil der Gelder könnten wir den Griechen ganz direkt helfen.
Alleine die 5,5 Milliarden, die jetzt schon wieder von Deutschland nach Griechenland fließen, sind
ca 500€ für jeden Griechen, ob alt ob jung , ob arm oder reich.

Da könnte man viele Bedürftige lange von ernähren!
Und viele Unternehmen gründen und Lehrlinge auf deutschem Standard ausbilden als Keimzellen für künftiges Wachstum.
und und und ...

Jeder von uns  kann Griechische Produkte kaufen oder dort in Urlaub fahren, da hilft man den Menschen direkter und ohne die Banker dabei reich zu machen.

Inzwischen scheinen wohlfeile Mitleidspostillen  in Mode zu kommen.
http://www.zeit.de/2011/27/DOS-Griechenland-Drama

Allerdings sind die Details verräterisch, zeigen sie doch wieder völlig unsinnige "Investitionen" von deutschen Steuergeldern.


Die Hauptgeschäftsstraße, die den Boutiquenbesitzer Vasilios Deliorzidis bis vor Kurzem ernährte, leert sich immer mehr. Deliorzidis sitzt an seinem Kassentisch und beobachtet durchs Schaufenster, wie das Leben aus Drama weicht. »Das war eine Toplage vor einem Jahr«, sagt Deliorzidis, der in Deutschland Sportwissenschaft studierte und dann in seine Heimat zurückkehrte. Im Sommer 2010 brach das Geschäft ein, der Tagesumsatz sank von 500 Euro auf 300, manchmal auf 200 Euro. Jetzt geht Deliorzidis abends immer öfter mit nur 30 Euro aus dem Laden.


Also nach dem von Deutschland gesponserten Studium (Wert mind 50000 Euro)
macht der Mann in Griechenland  einen Klamottenladen auf mit 500€ Tagesumsatz, statt als Sportlehrer  Da hätte er hier auch eine Textil-Verkäuferlehre machen können.
Der soll mal seine Steuerbelege der letzen 10 Jahre dem Journalisten zeigen LOL


70 Prozent der werktätigen Einwohner Dramas sind heute beim Staat beschäftigt, und jetzt beginnt sich auch der zurückzuziehen. Die Stadtverwaltung entließ jeden Zweiten ihrer 150 Angestellten,

Dieser  Unsinn war auch nur auf Pump und durch Betrug beim Euro-Beitritt  möglich ;)



Es hatte im Leben von Dimitrios Konstandinidis im Grunde nichts schiefgehen können. Seine Frau ist ebenfalls Lehrerin. Die Familie habe ein doppeltes Einkommen, dachten sie, kündigungssicher. Vor acht Jahren ließen sie sich in Drama ein Haus mit ausladenden Marmorbalkonen bauen, finanziert von einem Kredit, den sie in 25 Jahren abzahlen wollten. »Mama«, fragt jetzt der jüngste Sohn, acht Jahre alt: »Werden wir unser Haus verlieren?


Ein Lehrerehepaar musste also  unbedingt mit einem Marmorpalast protzen und kann dann die Hypotheken nicht zahlen. Solche Finanzkünstler gibt es nicht nur in Griechenland.
Die werden auch bei uns zwangsvollstreckt und die arme Familie muss darunter leiden.
Die Mitleidsstory ist doch ziemlich aufgebauscht;  
 
  87.  Frau Merkel macht sich lächerlich 1108 Postings, 3353 Tage KliP 05.07.11 17:17
 
Merkel: Vertraue Urteil der Troika

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...NsawNtZXJrZWx2ZXJ0cmE-?x=0

Die Troika:
1. Kommision: Schuldenpapst Barroso (früher portugiesischer MP und eifriger Schuldenmacher)
2. IWF:  Schuldenpäpstin Lagarde zuvor DSK , beide als  französische Ex-Minister bestens   getrimmt und kontaminiert von  Schuldenkönig Sarkozy,  der vor 1 Jahr öffentlich erklärt hat, dass
ihm die 3% Neuverschuldungsgrenze der Maastrichtverträge völlig wurscht ist.
Das war mal ein sine-qua-non  Beitrittskriterium zur Währungsunion!

3. Mario Draghi, Ex-Italienischer Notenbanker, bisher auch nicht aufgefallen als Bremser der italienischen Schuldenmacherei unter dem Bunga-Partyclown ( Schulden 120% vom BIP!)


Wenn diese drei Lichtgestalten und Frau Merkel  ehrlich wären, müssten sie zugeben, dass ihre Politik der letzten Jahre katastrophal war, sie komplett versagt haben , mitverantwortlich für die Schuldenkrise  sind und dass sie damit bestimmt nicht als Ratgeber für den Haupt-Zahlmeister des Desasters taugen.

Da sie dazu nicht den Mut haben, ihre Fehler zuzugeben, wird ein teures Feigenblättchen nach dem anderen
über die weiter zunehmende Blöße gedeckt. Irgendwann und das wird nicht mehr sehr lange dauern, werden alle die Blättchen abfallen und dann ist steht da:   EU=Griechenland ;)

Bei den Aktionen und Äußerungen unserer Leitfiguren in ihren Elfenbeintürmen müssen ja selbst die dickfelligsten Gläubiger unruhig werden.  
 
  88.  EU , willst du nicht hören, musst du fühlen 1108 Postings, 3353 Tage KliP 05.07.11 22:12
 
denken wohl die Ratingagenturen.

Moodys stuft Portugal runter  
http://finance.yahoo.com/news/...-Moodys-cuts-apf-2019483669.html?x=0
die Retourkutsche der Ratingagenturen auf Merkelsche Trotzreaktionen ließ nicht lange auf sich warten.

http://www.ariva.de/news/...gals-Langfristanleihen-auf-Ramsch-3782998



Nur, solange die Amis in ihren eigenen Schulden ersaufen und kindisch darum steiten,
ob sie sich jetzt oder erst ein Jahr  später für bankrott erklären (Streit um die Anhebung der Verschuldungsgrenze) kann dem Euro vermutlich nicht viel passieren.
Es fehlt schlicht an Währungsalternativen.

Aber ich bin doch mal gespannt, was der Troika so alles einfällt, wenn demnächst
Italien und Spanien fällig sind. Eine europäische Ratingagentur hat man ja schon gegründet. Fehlen noch so zwei oder drei neue, die dann auf politische Anweisung hin
Europäische Pleiteländer hoch- und die Amis  runteraten.

Dann nimmt man von allen Ratings hüben und drüben  den Mittelwert und alle sind zwar defakto pleite aber niemand merkelt es mehr.

Und die Notenbanken dürfen weiter Ramschanleihen fressen bis sie platzen.
Die EZB hat ja auch nur die FED kopiert ...

Den Fallout trägt ohnehin der Steuerzahler, aber etliche der "Entscheidungsträger"
werden sich bis dahin ihre Pensionen gesichert haben.  
 
  89.  Trichet treibt die EU weiter in den Abgrund 1108 Postings, 3353 Tage KliP 07.07.11 16:46
 
denn natürlich kann er nicht zugeben, dass er bei seiner Entscheidung im letzen
Jahr, die Ratings zu ignorieren und Ramschpapiere zu kaufen/anzunehmen , die EZB auf einen Kurs der Verderbens geführt hat.

Auf diesem Kurs muss er nun bleiben bis zum Untergang, den aber sein Nachfolger managen müssen  wird. .. woran erinnert mich das nur?

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...NsawN0cmljaGV0c3ByaW4-?x=0

Es sind diese Konsequenzen einer grob fahrlässigen  Politik, die erst ohne jede Legitimation sinnvolle  Regeln aufgibt
und dann Fakten schafft, die wiederum Zwänge schaffen, die die Akteure glauben und verkünden lassen, es gäbe keine Alternativen. Es gibt auch jetzt noch Alternativen.
Aber dazu muss man bereit sein, die Fehler einzugestehen und daraus zu lernen.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...RzbGsDdW5pb251bmRzcGRm?x=0

Nein, ihr abgehoben Politversager in euren steueralimentierten Elfenbeintümen mit Rundumversorgung, es sind nicht die schlechten Ratings der Agenturen, die diesmal auch wieder etwas spät mit ihrer Kritik  dran sind, sondern es ist eure Politik, die den Karren immer weiter in den Dreck fährt. Bis zum Schluss kein Bürger Europas  an die Ideeen und Ideale vom geeinten Europa  mehr glauben will.  
 
  90.  Banke-Stresstests-Ergebnisse wie glaubhaft? 1108 Postings, 3353 Tage KliP 07.07.11 17:02
 
Französische Banken werden komischerweise unter den Durchfallkandidaten
gar nicht erwähnt. So ein Zufall.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...RzbGsDbWVocmFsc3plaG5i?x=0


Na, ich fasse sowieso schon lange  keine Zertis oder sonstige Derivate   von BNP-Paribas SocGen etc. mehr  an.  Spätestens wenn Spanien in den Ratings unter Druck kommt, kracht deren Bonität weg wie morsches Holz.  
 
  91.  Trichet wird immer frecher ;) 1108 Postings, 3353 Tage KliP 07.07.11 20:27
 
und selbstherrlicher. Selbst schuld, Frau Dr. Merkel. Wer den Anfängen nicht wehrt, der  
muss sich nicht wundern wenn er den Respekt der EZB verliert und Deutschlands Kassen  jetzt von der EZB zwangsverwaltet werden. Zugriff nach Wunsch.

Merkel hat damals Weber nicht unterstützt als er im EZB_Rat gegen den Ankauf der Ramschpapiere und für eine direkte Bankenrettung plädierte.  Die Entwicklung gab ihm Recht und nicht Trichet, aber Trichet setzte sich damals durch und verwandelte

gegen die Regeln (Ankaufsverbot!)

die EZB in einen Zockerfonds gefüllt mit lumpigen Ramschpapieren.

Für dessen Ausfälle Deutschland zu 28% haftet und somit erpressbar wurde.


So rächt sich mangelnde Konsequenz, Aussitzenwollen und Schlamperei.

Eigentlich gibt es nur eine Antwort auf Trichet : Den Geldhahn zu.

Wer die Regeln der Veträge eigenmächtig bricht, kann auch nicht darauf  hoffen, dass andere die Verträge  einhalten.



Trichet lässt Merkel auflaufen

http://de.finance.yahoo.com/news/...st-Merkel-ftd-1176123440.html?x=0


Barbara Schäder (Frankfurt), Donnerstag, 7. Juli 2011, um 20:55

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Plänen für eine Beteiligung der Finanzwirtschaft am nächsten Griechen-Rettungspaket eine Abfuhr erteilt. Athen dürfe nicht gegen seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber privaten Gläubigern verstoßen, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag. Er wandte sich damit gegen die Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Weg für eine Gläubigerbeteiligung frei zu machen. Der Euro legte nach Trichets Pressekonferenz dennoch zu, weil die EZB dem Schuldensünder Portugal Erleichterungen zusagte.

Die Zentralbank kündigte an, portugiesische Staatsanleihen künftig unabhängig von deren Rating als Sicherheiten für Kredite an Geschäftsbanken zu akzeptieren. Das nützt vor allem den Banken in Portugal, die einen Großteil dieser Papiere halten. Ähnlich verfährt die EZB bereits im Falle Griechenlands, dessen Staatsanleihen mittlerweile von allen Ratingagenturen als Ramsch bewertet werden. Moody's hatte in dieser Woche als erste Agentur auch portugiesische Bonds auf den gefürchteten Junk-Status herabgestuft. Ramsch ist das Minimum Gleichzeitig machte Trichet deutlich, dass die EZB ihre Mindeststandards nicht noch weiter herunterschrauben will. Die Zentralbank hatte bereits vor Wochen gewarnt, sie werde griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheiten akzeptieren, wenn das Land für zahlungsunfähig erklärt werden sollte. Mit einem solchen Szenaro droht die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), falls die von französischen und deutschen Banken angebotene Verlängerung von Krediten an Athen verwirklicht werden sollte. "Wir sagen Nein zu einem selektiven Zahlungsausfall", sagte Trichet. Indirekt bekräftigte er damit die Drohung, dass die EZB die Annahme griechischer Staatsanleihen verweigern und damit die Banken des Landes fallen lassen werde. Bundeskanzlerin Merkel hatte am Dienstag an die EZB appelliert, das Urteil von S&P zu ignorieren. Trichet warnte indes, mit der Inkaufnahme eines Zahlungsausfalls würden die Regierungen das Vertrauen der Anleger in Staatsanleihen erschüttern und eine neue Finanzkrise riskieren: "Man (Other OTC: MAGOF.PK - Nachrichten) würde das untergraben, was man eigentlich erreichen will: Finanzstabilität."

Der internationale Bankenverband IIF sucht bereits nach einer neuen Lösung für eine Gläubigerbeteiligung. Diskutiert werde über einen Rückkauf ausstehender Staatsanleihen durch die griechische Regierung, teilte der Verband nach Beratungen in Rom mit. Da die Kurse der Papiere seit Ausbruch der Schuldenkrise drastisch gefallen sind, wäre ein Rückkauf zum Marktwert für Athen billiger, als zu einem späteren Zeitpunkt den vollen Nominalbetrag zurückzahlen zu müssen. Allerdings brächte das für die Anleihegläubiger Verluste mit sich. Das Modell müsste auch den Banken klare Vorteile bringen, damit ihre Beteiligung von den Ratingagenturen als freiwillig eingestuft wird - nur auf diese Weise ließe sich ein negatives Urteil der Bonitätswächter vermeiden.
 
 
  92.  USA: Die 7 Billionen Dollar Blase 1108 Postings, 3353 Tage KliP 08.07.11 16:20
 
und eine ruinierte Mittelschicht. Lesenswerter Artikel

http://finance.yahoo.com/banking-budgeting/...7&asset=&ccode=

5 Jahre reichten den Bankstern während der Regierung ihrer  Marionette Bush sie
aufzupumpen (2001-2006) und in 5 Jahren fiel sie wieder zusammen.
zurück blieb eine ruinierte Mittelschicht,. Zusammen mit dem seit jahrzehnten andauernden Export von hochwertigen Arbeitsplätzen und der scheinbare Ersatz durch  Ausweitung des Niedriglohnsektors
im dienstleistenden Gewerbe erhält man so die beste Voraussetzung für eine Staatspleite.

Massachussets ging schon mal voran , Hotel California ist seit Jahren pleite, aber will es nicht offiziell zugeben.
Und die Regierenden dieses kranken  Landes glauben immer noch, anderen Ländern ihr versagendes ökonomisches Modell aufzwingen zu müssen.  
 
  93.  Wenigstens einer denkt ans Sparen in D. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 08.07.11 16:30
 
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-1443554416.html?x=0

Bravo , Dr. Michael Meister!
Da hat sich bei einem Politiker.ein vernünftiges Studium und harte Arbeit in der Jugend doch mal ausgezahlt in einem guten Blick für die Realitäten der Kassenlage.



 Richtig, das strukturelle Defizit muss runter. Das ist nicht neu und das schoben bisher alle Regierungen vor sich her.

Ob die die Umfragen kläglich dahinsiechende Regierung Merkel dazu die Kraft hat?
Und ob bei einem Regierungswechsel die anderen im Freudentaumel daran denken oder lieber neue Schulden anhäufen um wieder  ihre Klientelen  zu bedienen?
Die rot-grüne  Schuldenrekord-Regierung Kraft in NRW lässt leider Schlimmstes befürchten.  
 
  94.  #90 : Das geht aber fix mit der Bestätigung 1108 Postings, 3353 Tage KliP 08.07.11 18:44
 
den Eurostoxx drücken heute Banken- und Versicherungen   vor allem
aus Italien, Spanien und Frankreich (alle richtig fett in den Roten) um fast 2,5%.

http://www.boerse-online.de/anleihen/nachrichten/...html#nv=rss_ariva


Finanzwerte wandelten sich im Laufe des Vormittags vom Schrittmacher zum Belastungsfaktor und stellten zuletzt nach den Versorgern die schwächste Branche im Stoxx 600. Maßgeblich waren hier die schweren Verluste bei italienischen Banken, allen voran der zeitweise vom Handel ausgesetzten Unicredit SpA, die zuletzt 5,8 Prozent einbrach. Gegenüber dem Hochh von Mitte Februar haben die Aktien inzwischen rund 40 Prozent an Wert verloren und notieren inzwischen auf dem tiefsten Stand seit Frühjahr 2009.


“Wenn wir über einen Zahlungsausfall in Griechenland reden, bei dem Irland, Portugal und Spanien angesteckt werden, dann ist Italien der nächste Kandidat”, sagte Charles Diebel, Leiter Marktstrategie bei Lloyds Bank Corporate Markets in London. “Italien hat einen Riesenberg Schulden.”

Haushaltskürzungen von 47 Mrd. Euro

Italien muss im zweiten Halbjahr dieses Jahres 175 Mrd. Euro an fällig werdenden Staatsanleihen und Schatzwechseln refinanzieren und 245 Mrd. Euro im nächsten Jahr, geht aus Bloomberg-Daten hervor. Das entspricht 26 Prozent der Schuldenlast des Landes von 1,6 Billionen Euro  - der zweithöchsten im Euroraum. Zum Vergleich: Großbritannien, das eine Gesamtverschuldung von 1,1 Billionen Pfund hat, muss im gleichen Zeitraum nur 13 Prozent davon refinanzieren.


Das sind alleine vom Volumen her schon richtige  Klötze. schulden fast so hoch wie in D (absolut) aber 120% vom BIP.
 Viel Spaß beim erneuten  Bail-Out mit unseren Steuergeldern auf Kommando von Mario Draghi , Frau Merkel ;)

Der lustige  Bunga-Onkel hat jetzt  schon fertig. Der wird wissen warum. Party over.
Das Land wird bei den nötigen massiven Kürzungen praktisch unregierbar werden.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-3338619739.html?x=0

http://de.finance.yahoo.com/news/...3%BCrs-hblatt-3590246887.html?x=0

Dagegen war Griechenland ein Spaziergang.  
 
  95.  Luftbewertungen mit FIAT-Money zwitschernd 1108 Postings, 3353 Tage KliP 08.07.11 18:56
 
Wenn die Währung nichts mehr Wert ist, dann kann man auch alles in Milliarden messen.

Auch sinnlose Schwatzdienste, die Geld ohne Ende verbrennen und kein Geschäftsmodell haben.

Twitter jetzt angeblich acht Milliarden Dollar wert
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...ht-afp-1496611667.html?x=0

Ich erinnere mich vor kurzem, wie diese Hütchenspieler das fratzenbüchle
auf 50 Milliarden Papierdollars hochgetaxt haben.
Einfach einen Minianteil von 1% zu einem Fantasiepreis an irgendwelche Russen  verkauft (ob da wirklich reales Geld geflossen  ist oder mit den 1 cent anteilen von früher verrechnet wurde wie bei den Manteltricksereien in den Pinksheets  ? LOL ) und den Fantapreis auf den Rest der Bude hochgerechnet.

Bekanntes Geschäftsmodell:
Achso , ich verkauf jetzt  auch ne Felge von meiner Karre an meinen Kumpel für 10000€
(natürlich nur auf dem Papier) und dann rechne ich aus und vor , dass meine Karre 1 Mio wert ist. Darauf gebe ich dann Aktien aus und suche Dumme.  
 
  96.  Immer derselbe Quatsch von Steinmeier! 1108 Postings, 3353 Tage KliP 09.07.11 11:05
 
Steinmeier fordert EU-Steuer für Aufbau der Krisenländer

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...er-afp-3136027555.html?x=0


Die asiatischen Tigerstaaten und Indien  sind nicht durch Subventionen aus anderer Steuern
groß geworden, sondern aus eigener Leistung. Weil es eben für die Menschen dort
gerade nicht die Möglichkeit gab,  von anderen bequem Geld abzugreifen.

Die ganzen EU-Pleitekandidaten hingegen wurden teils seit Jahrzehnten mit Milliarden
gefüttert, die Agrarsubventionen sind mit Abstand der größte Posten im EU Haushalt.
Und waren es schon immer.  

Gebracht hat es nichts außer ein paar Reiche noch reicher zu machen, grenzenlose Bürokratie und teils mafiöse Strukturen zu fördern und Bauern
am Weltmarkt vorbei produzieren zu lassen, statt industrielles Wachstum zu generieren. Eine Subvenionsabgreiferindustrie wurde aufgebaut.

Die EU hat sich über Jahre als ineffiziente
Geldverteilungsmaschine erwiesen, die den Aufbau gerade verhindert und gebremst hat. Aber Lobbygruppen, Besitzstandswahrer, Faulpelze und Korrupte ,  alle die macht sie glückllich.

Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen,  was mit den Geldern aus einer EU-Steuer passiert- die werden wie bisher verprasst und der Schuldenberg  wird nachher noch größer sein.

Setzen  Steinmeier, Note  6 wegen Dauerwiederholung erwiesenermaßen falscher Rezepte.   Lerne erst mal von Asien.  Indonesien, Korea , Malaysia, Taiwan - die alle waren vor 50 Jahren schlechter dran als Griechenland damals. ;)

VIEL! weniger EU , weniger zentralistische Bürokratie, weniger verplemperte Subventionen, VIEL mehr Eigenverantwortung der einzelnen Staaten, keine Bail-Outs  dann wird es was.  
 
  97.  Weiter geht die Rutschpartie (1). 1108 Postings, 3353 Tage KliP 11.07.11 16:49
 
Die EZB gesteht nun, nachdem sie sich mit den Ramschanleihen bitter verzockt hat,
ein, dass sie inkompetent in der Sache ist und sucht "professionelle" Hilfe.  
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...RzbGsDYmVyaWNodGZpbmFu?x=0

Vielleicht sollte man wieder die Sachsen mit den Goldhändchen engagieren.
Die haben doch über Jahre hinweg bei Griechenland bewiesen, wie man horrende
Defizite durch SWAP Geschäfte schöntricksen kann. Sodass die schlaue EZB gar nicht mitbekam, dass Griechenland ständig die EURO-Beitrittskriterien verletzte.

Da können die Goldieboys die EZB doch noch ein bisschen gegen gutes Honorar  beraten und dabei wieder
in aller Ruhe short gehen, z.B. auf Banken und Euro, bis die Mogelpackung platzt.  
 
  98.  Weiter geht die Rutschpartie (2) 1108 Postings, 3353 Tage KliP 11.07.11 17:10
 
Was haben  Deutschlands Banken in Italien im Feuer stehen?

Italien schuldet deutschen Banken 116 Milliarden Euro
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...RzbGsDaXRhbGllbnNjaHVs?x=0

Davon entfallen rund 36 Milliarden Euro auf den italienischen Staat.  ...

In Italien gehen die meisten Verbindlichkeiten auf die dortigen Unternehmen zurück: Demnach hatten italienische Betriebe knapp 43,3 Milliarden Euro Schulden bei deutschen Banken. An italienische Banken hatten die Kreditinstitute 37 Milliarden Euro verliehen. Der Staat stand mit 35,9 Milliarden Euro bei deutschen Banken in der Schuld.

Die deutschen Institute fahren aber laut Bundesbank bereits seit Monaten ihr Engagement in Italien zurück. Vor einem Jahr hatten demnach noch Forderungen in Höhe von 134 Milliarden Euro ausgestanden, Anfang 2009 seien es sogar noch über 150 Milliarden Euro gewesen.


Also Staat und Banken zusammen 73 Mrd. Euro.

Ich weiß ja nicht, ob die Banker Prozentrechnung können bzw. in der Vergangenheit konnten, als sie die ital.  Anleihen kauften.

Italien hat 1,6 Bio Euro Staatsschulden.  Bei einem durchschnittlichen Zinssatz
von 4%  wären darauf schon mal stramme 64 Mrd Zinsen aufzubringen - jährlich.
Wie soll das gehen ohne weitere Neuverschuldung bei dem schwachen Wachstum?

Derzeit muss Italien für langfristige Neuschulden schon 5,4% Zinsen bieten.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...dpnews-3805043078.html?x=0

Die 4% Durchschnittsverzinsung sind also eine eher mäßige Schätzung unter Berücksichtigung niedriger verzinster Altschulden. In den nächsten 2 Jahren  müssen
jedoch ca 400 Mio refinanziert werden. Die griechische Todes- Spirale ist hier schon absehbar, bzw. dreht sich schon fleißi, wenn nicht ein Wunder geschieht.

Ich erinnere an meinen Beitrag #2: Der Rettungsschhirm ist eine Farce, wenn schon die Geberländer wie D
auch in der Hochkonjunktur ständig neue schulden machen müssen.

Wo kann Italien sparen, außer an den im europ. Maßstab unverschämt hohen Diäten seiner Abgeordneten?

Einen möglichen Spar-Posten habe ich schon gefunden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verteidigungsetat

Italiens Verteidigungsetat sind stramme 40 Mrd $ - fast so hoch wie Deutschland.
Gegen wen müssen die Italiener sich so teuer verteidigen?  
Oder gehts eher um  wichtigmachen mit kriegerischen Statussymbolen?

Ach ja, ein paar waffengeile frühere Kameltreiber  blasen unsere Petrodollars auch
mit 38 Mrd $ p.a.  für Kriegsspielzeug in den Wüstensand. Irgendwie auch irre.  
 
  99.  Athens Neuverschuldung wächst ungebremst 1108 Postings, 3353 Tage KliP 11.07.11 17:54
 
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...mst/4382326.html
Es ist ein weiterer Rückschlag in Griechenlands Kampf gegen die Staatsverschuldung. Die Regierung verfehlte zur Jahresmitte das selbst gesteckte Sparziel. Folgen für das Rettungspaket sind jedoch unwahrscheinlich.
Athen Im Kampf gegen die ausufernde Staatsverschuldung hat Griechenlands Regierung zur Jahresmitte das selbst gesteckte Ziel verfehlt. In den ersten sechs Monaten weitete sich das Haushaltsdefizit im Jahresvergleich um 28 Prozent aus, wie das Finanzministerium am Montag in Athen mitteilte.

In absoluten Zahlen stieg der Fehlbetrag auf 12,78 Milliarden Euro von zehn Milliarden Euro an. Damit wurde das Zwischenziel der Zentralregierung von 10,37 Milliarden Euro nicht erreicht. Beim Haushaltsdefizit der Zentralregierung werden die bei Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen aufgelaufenen Fehlbeträge nicht berücksichtigt. Die Europäische Union schaut bei der Bewertung der Sparanstrengungen des gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds vor der Pleite bewahrten Landes hingegen auf das gesamtstaatliche Defizit.


Ob die griechischen Abgeordneten auch auf ihre Sommerferien verzichten, wie die portugiesischen? Gesetze gehen Steuerhinterziehung  und für effizientere Steuererhebung, Beschluss zu  Liegenschaftskatastern längst überfällig  (der griechische Staat weiß oft nicht, welche Immobilien ihm gehören ..) und und und.
Da gäbe es eine Menge zu tun für die Abgeordneten. ;)  
 
 
  100.  Die krasseVetternwirtschaft macht Hilfen sinnlos. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 11.07.11 18:03
 
Athen ist nur mit halbem Herzen bei der Sache
07.07.2011, 17:53 Uhr

Das Rettungspaket ist Griechenlands letzte Chance. Doch statt den Sparkurs entschlossen umzusetzen, zögert und zaudert die Regierung, glaubt GERD HÖHLER.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...che/4368592.html  
 
  101.  Durchwursteln wird jetzt richtig teuer für Silvio 1108 Postings, 3353 Tage KliP 12.07.11 16:18
 
Vor wenigen Tagen war die Rendite der 10-jährigen ital. Staatsanleihen noch bei 5,4% , jetzt schon >6%. Die einjährigen Papiere  haben einen Renditesprung von 2,15% (Juni)
auf 3,67% (12.Juli) vollzogen. Das ist schon verdammt nahe  an meinen  4% von #98,
und das bei nur einjähriger Laufzeit! Aber es scheint immer noch Geldgeber zu geben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,773904,00.html


Und das ist die andere Seite der Weltwirtschaft. Wird wohl nicht mehr lange dauern und die  Chinesen haben sich in Europa  im großen Stile eingekauft und geben die Marschrichtung vor.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,773815,00.html  
 
  102.  Der Kapitalmarkt macht BungaBunga mit Silvio :D 1108 Postings, 3353 Tage KliP 12.07.11 18:32
 
Berlusconi gelobt Turbo-Sparkurs für Italien
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,773993,00.html

Letzte Woche hat er noch seinen Finanzminister für dess Sparpaket
desavouiert, heute kommt die Rolle rückwärts.
Wie üblich die nicht ernstzunehmenden Charaden eines Spaßvogels am
Steuer einer schwächelnden Volkswirtschaft.

Immerhin werden die Töne etwas nüchterner, die CoBa möchte natürlich auch
ihre vielen Milliarden Engagements in GR und I retten.


Tabus in der Griechenland-Krise bröckeln

"Griechenland braucht eine Umschuldung bis zur teilweisen Entschuldung", schrieb Commerzbank-Chef Martin Blessing am Dienstag in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". "Kein demokratisch durchsetzbares Sparpaket wird es dem Land ermöglichen, in absehbarer Zeit an den Kapitalmarkt zurückzukehren und seine Schulden mit Zinsen zurückzuzahlen."


Papperlapapp.
Wenn die griechischen Beamten und Parlamentarier durch raschen Entzug der Droge
"Kredite von anderen EU Ländern " sich ihre   eigenen  Gehälter plötzlich dadurch sichern und verdienen müssten, dass sie effektiv Steuern erheben und endlich die ganzen Hinterzieher zur Kasse bitten müssten, da kämen sicher plötzlich ganz erhebliche Beträge an Steuereinnahmen ans Licht. Man sollte ihnen diese  Chance zumindest geben. Nachher kann man immer noch direkt helfen. Und die Demokratie würde das schon gar nicht gefährden  -eher wieder einen gewissen Verantwortungssinn und Gerechtigkeit in die Fakelaki-Gesellschaft bringen.  
 
  103.  Irland-Anleihen eingeramscht, who's next? 1108 Postings, 3353 Tage KliP 13.07.11 11:02
 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,774074,00.html
Haha
Angeblich tun sie ja nur ihre Pflicht,
ihre Modelle erläutern sie nicht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,774078,00.html

Warum die Modelle dann für die gigantische US-Schuldensituation  so viel bessere Noten liefern,  können die Rater damit natürlich auch nicht erklären.

Vielleicht sollte die EU dann Moodys in den USA auf 1 Billion Schadenersatz verklagen.
Dann müssten sie vor Gericht  die Hosen runterlassen, wie sie zu ihren Urteilen kommen. Man muss sich mal daran erinnern dass die Agenturen ursprünglich die Bonität von Firmen bewerteten und nicht Staaten. Das wäre schon mal interessant wie die ihre Modelle umgebastelt haben. Staaten können z.B. Steuern und Abgaben erhöhen ohne Konkurrenz befürchten zu müssen, können Assets verkaufen, wie es ihnen passt usw.

Vielleicht erfüllen die US-Rating Agenturen schon eine Pflicht, nämlich eine patriotische.
Sie lenken den Blick auf Europa damit nicht auffällt, dass die USW noch schlechter dastehen als Euroland.  Die US-Handelsbilanzdefizite weiten sich schon wieder aus.
Die Pump-Party von Prinz Prospero geht also  noch ein bisschen weiter.

http://finance.yahoo.com/news/...n-zacks-2480502302.html?x=0&.v=1  
 
  104.  Informative Spiegel-Grafiken zu EU-Schulden 1108 Postings, 3353 Tage KliP 13.07.11 11:10
 
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-57391-4.html

wirklich hervorragend  gemacht.
Besonders interssant finde ich die Grafiken ab S.5 über den Refinanzierungsbedarf der
größten Schuldenländer. Besonders Portugal, Spanien, Griechenland und Italien müssen 2012/2013 weitere  dicke Brocken refinanzieren. Irland hat noch etwas Luft.

Die Grafiken zeigt, dass uns die Schuldenkrise die nächsten Jahre nicht aus ihren Klauen lassen wird. Durchschlagende Lösungen sind ja von unseren politischen
Gurkentruppen eher nicht zu erwarten. Der heilsame Crash mit anschließendem Reset
wird so lange hinausgezögert wie es geht.  Man ist lieber Getriebener der Entwicklung alsTreibender.

Ab wann lohnt es sich französische Staatsanleihen zu shorten? :D  
 
  105.  Gewinne privatisieren,Verluste sozialisieren:PIMCO 1108 Postings, 3353 Tage KliP 13.07.11 11:21
 
Sonst gehts euch wohl noch gut, ihr Herren derAllianz-Tochter PIMCO!
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-1920115163.html?x=0

Die zocken jetzt mit neuen Italien Bonds und wenn
es in die Hose geht (=Renditen steigen weiter , Anleihekurse rauschen runter)
soll die EZB (=Steuerzahler) wieder retten und den Müll aufkaufen.
Ich hoffe doch sehr , dass DIESE Rechnung nicht aufgeht.
Die PIMCOS sind sogar so frech, ihr Kalkül öffentlich zu verkünden.
Unglaublich wie die EU mittlerweile als Selbstbedienungsladen der Großfinanz fungiert.


Wir nutzen die Verwerfungen im Markt", sagte Andrew Bosomworth, Leiter des Pimco-Portfoliomanagements in München, am Dienstag. Die Allianz-Tochter habe bisher unterdurchschnittlich in italienische Anleihen investiert. Das werde nun geändert. Die zuletzt rapide Verteuerung italienischer Kreditausfallversicherungen (CDS (SNP: ^CDSY - Nachrichten) ) sei Ausdruck von Panik und nicht eines funktionierenden Markts. Italien sei nicht mit Griechenland vergleichbar.

In der Tageszeitung "Die Welt" verwies der Pimco-Manager darauf, dass der Großteil der Anleihen von einheimischen Sparern gehalten werde. "Das reduziert die Gefahr, dass viel Geld aus dem Land abgezogen wird."

Sollte sich die Situation dennoch nicht beruhigen, sieht Bosomworth dem Bericht zufolge die Europäische Zentralbank in der Pflicht, einen Dominoeffekt zu verhindern. "Sie müsste massiv Staatsanleihen kaufen und so den Zinsanstieg aufhalten", sagte er der Zeitung. Er gehe derzeit allerdings nicht davon aus, dass die Situation außer Kontrolle gerate.
 
 
 
  106.  Eingeständnis von Papandreou 1108 Postings, 3353 Tage KliP 14.07.11 08:32
 
dass seine Beamtenschaft faul, korrupt und unfahig ist. Der derzeit wichtigste  Job,
die Steuerfahndung, soll  outgesourct werden. Natürlich werden die faulen Beamten  
weiter durchgefüttert.  Die haben jetzt noch mehr Zeit für Kaffe und Fakelaki-Handaufhalten, für gute Tipps an die Steuerhinterzieher, wenn die privaten Fahnder
drohen. Die brauchen ihre Unterlagen nämlich auch von den Finanzämtern  ;)  Immerhin, in Zeiten der Not erinnert man sich an die verschlampten Schätze. Wird aber so nicht viel bei rauskommen.

Die Diagnose von  Papandreou ist ja  nun wahrlich nicht neu. Was hat denn seine Regierung und seine Partei bisher getan,  um etwas zu ändern? Die Karamanlis und die Papandreou regieren das Land im Wechsel seit dem Ende der Militärdiktatur!   An euren Taten und Leistungen werdet ihr gemessen, griechische Freunde, euer apologetisches Geschwätz interessiert uns nicht mehr. ;)  Das ist die Botschaft von Fitch und Moodys,  und es sollte auch die Botschaft der EU sein. Ergebnisse statt Ankündigungen.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...cen/4392502.html

Griechenland will Steuerfahndung outsourcen
14.07.2011, 06:46 Uhr

Um die riesigen Finanzlöcher zu stopfen, will die griechische Regierung ihre Steuersünder demnächst von privaten Firmen jagen lassen. Steuerschulden von rund 36 Milliarden Euro könnten so eingetrieben werden.
BerlinDie griechische Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge den Einsatz privater Steuerfahnder. „Es gibt in Griechenland 14.000 Menschen, die dem Staat zusammen rund 36 Milliarden Euro an Steuern schulden“,  
sagte Ministerpräsident Giorgos Papandreou. „Auf diese Gruppe will sich der Finanzminister jetzt konzentrieren. Wir werden die Aufgabe wahrscheinlich an Privatfirmen outsourcen.“ Die Regierung habe den Eindruck, dass der Verwaltungsapparat das nicht könne und sich bei dieser Aufgabe nicht sehr wirkungsvoll gezeigt habe.

„Griechenland hat keinen Verwaltungsapparat wie ein nordisches Land, der gut organisiert ist und dem einfach Anordnungen erteilt werden, die dann verlässlich umgesetzt werden“, wurde Papandreou zitiert. Der öffentliche Apparat sei bürokratisch und undurchsichtig. „Es sind also Verwaltungsreformen nötig, die sehr tief reichen, bei denen man Mentalitäten von Grund auf ändern muss.“
......
Papandreou beklagte auch Probleme mit der Justiz. „Das Justizsystem funktioniert so: Wer Steuern schuldet und vor Gericht gestellt wird, bekommt oft eine Übergangszeit von drei Jahren, während derer man nichts bezahlt. Danach bekommt man oft eine kleine Strafe oder man bekommt noch mehr Zeit.“ Zudem stelle auch die Steuerflucht ein Problem dar. „Es gibt Steuerflucht in die Schweiz“, sagte Papandreou. „Wir sind deshalb in Gesprächen mit der Schweiz, ähnlich wie es auch Deutschland macht.“
 
 
  107.  Schäuble gesteht auch Versagen ein 1108 Postings, 3353 Tage KliP 14.07.11 08:43
 
beim Thema "freiwillige Beteiligung".  War von Anfang an klar, dass dies eine Farce ist (siehe frühere Beiträge oben im Thread ) und nach ein paar Wochen hat es Herr Schäuble auch gemerkt.
Immerhin etwas schneller als Herr Papandreou ist er ja schon der Herr Schäuble.
Der Finanzminister Hätte der lieben  Angie halt lieber gleich sagen sollen, dass der Petit Nicolas sie wieder mal ausgetrickst hat.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-2870041479.html?x=0


Schäuble gesteht bei privater Beteiligung Niederlage ein
handelsblatt

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   Themen:
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       Anleihen

Donnerstag, 14. Juli 2011, um 6:16

Die Bundesregierung hat ihr Ziel, privaten Gläubigern einen "substanziellen freiwilligen Beitrag" zum geplanten zweiten Hilfspaket für Griechenland abzuverlangen, einkassiert. 30 Milliarden Euro wollten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Banken, Versicherungen und Fonds abverlangen, doch daraus wird nichts. "Es ist absehbar, dass das nicht klappen wird. Schäuble steht deshalb unter massivem Druck", heißt es jetzt es in diplomatischen Kreisen in Brüssel.

Intern gesteht der Minister seine Niederlage ein. Die Chancen für eine freiwillige Beteiligung des Privatsektors seien nur noch gering, heißt es im Bundesfinanzministerium: "Nach heutigem Stand ist das Vorhaben höchst unwahrscheinlich."

In der Öffentlichkeit insistiert Schäuble zwar immer noch auf einer Beteiligung der privaten Anleger. Doch das Wörtchen "substanziell" lässt er neuerdings weg - ein klares Signal für seinen Rückzug.

Im zweiten Kreditpaket für Griechenland werde der Beitrag der privaten Gläubiger voraussichtlich gar nicht mehr eingeplant, heißt es in Brüssel. In dem Paket klaffe deshalb eine Lücke von 30 Milliarden Euro. Der IWF habe die Euro-Zone aufgefordert, den fehlenden Betrag anders zu finanzieren. Sonst wolle sich der IWF an der neuen Griechenland-Hilfe nicht beteiligen.

Ratingagenturen und EZB blockieren ....


Natürlich blockiert die EZB. Wäre sonst pleite und die ganzen schönen bequemen Pöstchen in Gefahr.  Eine EZB die zum Hedgefonds mutiert ist, braucht auch niemand mehr.  
 
  108.  Bald Frankreich und Deutschland an der Reihe 1108 Postings, 3353 Tage KliP 14.07.11 15:41
 
ja, richtig gelesen. Was ich schon seit Threadbeginn sage, in Europa ein noch  Tabuthema  ist, eigentlich ist der Euro erst richtig kaputt, wenn Deutschland und Frankreich  in der Schuldenfalle sitzen. Und darauf wird zielstrebig hingearbeitet.
Wer immer Frau Merkel die Idee mit dem Rettungsschirm und der Kollektivhaftung
für die Schuldenprinzen eigeblasen hat, der  
wusste genau was er tat. Die Schlinge zieht sich immer weiter zu
und die Amerikaner sprechen es auch ganz ungeniert aus.
Italien war der erste nähere Einschlag.

Einfach mal anhören.

http://finance.yahoo.com/video/...o-spread-to-france-germany-25940030

Das dürfen bzw, müssen die Amis  auch so direkt sagen, denn er Euro ist (noch) vom welstweiten Geldvolumen  die
einzige ernstzunehmende Konnkurrenzwährung zu ihren wertlosen Papierdollars.
(Verhältnis etwa 1:2 )

Würden sich die Asiaten auf eine Währung verständigen am besten mit Indien,
wären Dollar und Euro nur noch als Heizmaterial brauchbar. ;)  
 
  109.  Mit den EU-Milliarden in den Hosen lässt sich gut 1108 Postings, 3353 Tage KliP 14.07.11 15:53
 
stinken.   Der dicke Griechenonkel der seit kurzem  den Finanzminister mimt,
verkündet seinen Parlamentsfreunden
dass die Party weitergehen kann.  alles nicht so schlimm, weitermachen wie bisher.
Die EU sponsert uns weiter.  Reformen weerden weiterhin nur Papiertiger bleiben.


Greece finance chief downplays default rating

http://finance.yahoo.com/news/...ries&pos=4&asset=&ccode=


ATHENS, Greece (AP) -- Greece's finance minister sought to downplay fears of the implications of a default rating being slapped on the debt-ridden country after an expected second bailout.

Evangelos Venizelos told Parliament Thursday that the country faced "no danger of bankruptcy" and that its banking system was secure.

Concerns over Greece's financial health continue to dominate sentiment in the markets even though the Greek government managed to get an austerity package through Parliament.

However, the markets are getting concerned that the credit rating agencies will decide that the country is in default of its debts if the EU tries to get private creditors to share the burden of a second rescue package.

Some experts have raised fears that a so-called "selective default" rating could trigger a renewed bout of turmoil in the markets, as investors fret over the exposure of the banks to Greek debt.

Venizelos argued that a "selective default" rating would be manageable.

He said Greece is seeking to "lighten the burden of the Greek national debt ... through longer repayment periods, reducing interest rates, and a probable mechanism to buy back Greek debt on the secondary market."

On Wednesday, Fitch slashed its rating on Greece by another three notches and further into junk status. The move from B+ to CCC leaves Greece just one grade above a default rating.

Meanwhile, the country's debt burden continues to rise as a share of national income. Though it posted growth in the first quarter of the year, Greece has spent most of the time since 2008 in recession and is forecast to shrink further in the coming quarters at least.

On Wednesday, the International Monetary Fund warned that Greece's national debt would reach 172 percent of gross domestic product in 2012, above the fund's estimate of 159 percent made in March.

Austrian Finance Minister Maria Fekter warned Thursday that Greece may have to reschedule its debts.

"What I don't want is a haircut," the minister said, referring to potential forced losses for bond holders. "That would represent sudden damage to the Austrian tax payer."

Greece is currently relying on loans from a euro110 billion ($155 billion) international bailout from other eurozone countries and the IMF.
 
 
  110.  Frankreich, wann könnte es losgehen? 1108 Postings, 3353 Tage KliP 14.07.11 20:25
 
Nachdem also der italienische Bungaclown durch sein dümmliches  Verhalten kurz vor der Refinanzierungswelle  seine Landsleute ordentlich Geld gekostet hat und kosten wird  (fast 6% Zinsen auf die zehnjährigen statt 5,4%, das waren teure Späßchen von Silvio über den Finanzminister, die den Großfinanzern schön  in die Hände gespielt haben !):

Es ist jetzt an der Zeit auch  mal nach Frankreich zu blicken.  Wann werden die Finanzprofis die "elephant gun" auspacken um Zweifel an der Zahlungsfähigkeit zu streuen und die Zinsen zu treiben?

1)  In Frankreich  steht eine Wahl an, Steuererhöhungen oder auch nur ernsthafte Sparanstrengungen zwecks Haushaltskonsolidierung werden bis dahin aus freien Stücken nicht erfolgen.  Der jetzige Präsident muss auch so schon um seine Wiederwahl fürchten. Und dass die Franzosen leicht reizbar sind, wenn es um ihre Pfründe geht, weiß man. Das Haushaltsdefizit ist beachtlich, bezogen aufs
BIP praktisch doppelt so hoch wie das deutsche.
Frankreich leistet sich übrigens   stattliche Militärausgaben von 66 Mrd $ p.a., runde 20 Mrd mehr als D.  Der Gallische Hahn spreizt halt gerne sein Gefieder.

2.)  Die Ist-Zinsen sind auch im ganz langfristigen Bereich (40  Jahre ) derzeit noch gar
nicht dramatisch, so 4,2%. Zinsstrukturkurve nach hinten flach. Auf 10 Jährige gibts derzeit 3,5%.

http://www.comdirect.de/inf/anleihen/detail/...l?ID_NOTATION=22665376

Da dieser Zerobond, Laufzeit  bis 2055, Restlaufzeit 43,8  besonders empfindlich auf Zinsänderungen reagiert,  ist er  wie ein Vergrößerungsglas zur Beobachtung geeignet. Änderungen in der langfristigen
Risikoeinschätzung von Gläubigern und damit verbundene Zinsänderungen machen sich in kräftigen Kursausschlägen bemerkbar. Man sieht dies auch im Chart.

An einem fiktiven Beispiel gerechnet (mit Zinseszins).
Zerobond Laufzeit 40 Jahre
Kurs bei 6% Zinsen : 9,7%
Kurs bei  4% Zinsen : 20,8 %
Eine Zinsänderung von 2%  bewirkt also eine Kurshalbierung bzw. Verdoppelung.
Man wird den obigen Bond oder ähnlich langlaufende also in den nächsten Monaten genau im Auge behalten müssen.

3.) Frankreichs Refinanzierungsbedarf in den nächsten Monaten:
Hier sind die nächstfälligen Staats-Anleihen - zumindest die in D oder USA notierten.

http://www.comdirect.de/inf/anleihen/selector/...mp;SORTDIR=ASCENDING

Im  11. August ist nur ein Volumen von 6 Mrd fällig. Das sollte normalerweise kein Problem darstellen, außer unseren Politikern gelingt es bis dahin, das Vertrauen in den Euro komplett zu zerstören.

Im Oktober/November/Dezember  sind dann etliche Anleihe fällig, Volumen über 35Mrd Euro - bei den meisten ist das Volumen angegeben, bis auf eine (?).
Die Volumina in Mrd euro :  5+4+16+8+2 + ?  
(zusammen mit Augist also Refibedarf noch 41 Mrd. )

Hier könnte sich für Großinvestoren die Chance bieten, die Renditen durch geschickt
gestreute Zweifel, durch zielsicher getimte Downgrades der Agenturen usw. in die Höhe zu treiben.
Das war jetzt nur der Refinanzierungsbedarf!
Über Neuschuldenaufnahmen die bei Frankreichs Staatsdefizit stattfinden MUSS,
haben wir da noch gar nicht gesprochen.  Dürften in diesem Jahr auch noch zweistellige Milliardenbeiträge sein.

Vermutlich ist aber erstmal Spanien an der Reihe in der Abschussliste.
Deutschland dient derzeit noch als sicherer Hafen, mit ganz niedrigen Renditen, aber spätestens wenn Frankreich wackelt, werden die bei uns auch in die Höhe schnellen.
Vielleicht auch etwas schon vorher, z.B. inflationsbedingt.  
 
  111.  Deustschland - noch ein sicherer Hafen. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 14.07.11 20:49
 
Während die italienischen Staats-Anleihen in den letzen Wochen brutal abgestürzt sind (10 Jährige um 9-10%!)   floh das Geld offenbar in den vermeintlich sicheren Hafen
Deutschland.

Man sieht dies schön am Rückgang  der Umlaufrendite seit Anfang Juli :


oder eben auch am Kurschart eines Langläufers (29 Jahre Restlaufzeit - derzeit nur 2,6% Rendite! )  Immerhin von 32% auf 37% in wenigen Wochen.


http://www.comdirect.de/inf/anleihen/detail/...l?ID_NOTATION=23982282

Hier zum Vergleich die gegenläufige Entwicklung italienischer Staatsanleihen. ( Restlaufzeit 6,6 Jahre )



Noch eine anmerkung zum vorigen Post: Ich habe darin nur die demnächst  fälligen Französischen Staatsanleihen in EURO berücksichtigt - möglicherweise gibt es noch zusätzlich welche in anderen Währungen.  
 
  112.  Korrektur zum vorigen Post : Tippfehler 1108 Postings, 3353 Tage KliP 14.07.11 20:52
 
oder eben auch am Kurschart eines Langläufers (29 Jahre Restlaufzeit -
derzeit nur 2,6% Rendite! )


Das Muss natürlich 3,6% Rendite heißen!
Wir sind ja nicht in Japan. LOL  
 
  113.  Ökonomen trommeln für radikale Griechen-Lösung 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.07.11 16:07
 
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...hblatt-3896124252.html?x=0


Das Lavieren der Politik stößt mehr und mehr auf Unverständnis bei Experten. So dringen inzwischen zahlreiche führende Ökonomen in Deutschland, wie etwa die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro im Interview mit dem Handelsblatt, für eine Umschuldung Griechenlands. Während die Ökonomin ein Tauschangebot des europäischen Rettungsschirms EFSF an die privaten Gläubiger präferiert, plädieren andere Experten für deutlich radikalere Lösungen. "Griechenland ist pleite und wird um einen Schuldenschnitt nicht herumkommen", sagte der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Ferdinand Fichtner, Handelsblatt Online. Die von der Politik favorisierte "sanfte" Lösung werde nicht ausreichen. Wolle man private Gläubiger angemessen an den Kosten beteiligen, sei ein "schneller und umfangreicher" Haircut erforderlich. "Dass hierdurch private Investoren Verluste hinnehmen müssen, steht dem nicht entgegen und wird in Zukunft ein gewünscht vorsichtigeres Investitionsverhalten mit sich bringen", sagte Fichtner. Möglich sei auch, dass einzelne Banken so geschädigt würden, dass zur Verhinderung von Dominoeffekten staatliche Gelder zugeschossen werden müssen. "Aber selbst dann ist es billiger, einzelne systemrelevante Banken zu retten als die griechische Regierung dauerhaft vor Zahlungsunfähigkeit zu schützen", betonte der DIW-Experte.


Wenn die Investoren vorsichtiger werden, dann wird
es wird auch die Griechen und andere Geldverrschwender zwingen, endlich ihre Probleme selbst  anzugehen, anstatt auf Kosten unserer Kinder ständig
auf Geld zu Niedrigzinsen zu spekulieren = Doppelter Erziehungseffekt .  
 
  114.  Italien "Sparpaket" 1108 Postings, 3353 Tage KliP 15.07.11 16:57
 
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-07/italien-sparpaket-beschluss



Nach Griechenland hat Italien mit Verbindlichkeiten in Höhe von fast 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts die zweithöchste Schuldenlast der Euroländer zu tragen. Bis 2014 soll die Neuverschuldung des Landes mit Kürzungen von 48 Milliarden Euro auf 0,2 Prozent des BIP gesenkt werden.  Zu den Maßnahmen gehören unter anderem geplante Privatisierungen und das Einfrieren von Gehältern sowie Einstellungsstopps im öffentlichen Dienst. Insgesamt will Wirtschaftsminister Giulio Tremonti damit 79 Milliarden Euro in den kommenden dreieinhalb Jahren in die Staatskassen fließen lassen.


Also im Klartext: Sparen heißt hier auch (wie in Deutschland) lediglich,  dass bis 2014
weiter neue Schulden gemacht werden. Nur etwas weniger neue Schulden
als  bisher. Fast ausgeglichener Haushalt bis 2014.  Und das wird auch noch teils mit Einmalerlösen aus Privatisierungen erreicht. Und mit einer guten Konjunkturannahme.
Eine Rezession mit niedrigeren Steuereinnahmen ist sicher nicht eingerechnet.

Wenn die Privatisierungen dann verbraten sind, was dann? Wieder höhere neue Schulden? Von SCHULDENABBAU ist weit und breit nichts zu sehen!

Ich sehe da zwar Bemühungen und einige Beruhigungspillen, aber sicher kein nachhaltiges (!) Sparkonzept.

Werden die Kapitalmärkte vermutlich auch so sehen, zumindest dann,  wenn klar ist, dass die ausgeuferten Kredite an Italien nicht mehr von den Steuerzahlern anderer Länder gedeckt werden.  Die Italiener werden auch noch richtig sparen lernen müssen. ;)  
 
  115.  Einfache Wahrheiten , Klare Worte 1108 Postings, 3353 Tage KliP 17.07.11 21:25
 
in der ZEIT  von Weidmann und Sinn.

Die Schlussfolgerungen sind dieselben wie meine seit Threadbeginn.
Wenn ständig mehr Geld ausgegeben als eingenommen wird, ohne radiaklen Schuldenstopp (der nirgendwo in Sicht ist) bricht das System
zusammen und Rettungspakete sind völlig sinnlos, sie ermutigen nur zu weiteren
Schulden und Verteilungskämpfen um die letzten Kredite. Jeder weitere Kredit erhöht die Erpressbarkeit der Gläubiger und schwächt sie.


http://www.zeit.de/2011/29/Bundesbank-Weidmann


DIE ZEIT: Die Griechen kämen aber leichter an Geld, das die Märke ihnen derzeit nicht geben wollen.

Weidmann: Die Ursachen der Krise sind doch letztlich nicht Fehleinschätzungen der Märkte, sondern ein Mangel an Wettbewerbsfähigkeit und unsolide Staatsfinanzen in einigen Ländern der Währungsunion. Die Vergemeinschaftung der Schulden würde daran rein gar nichts ändern, im Gegenteil. Dadurch würden die Anreize für eine solide Haushaltspolitik weiter geschwächt, von der politischen Akzeptanz in den Hilfe gewährenden Ländern ganz zu schweigen. Wir stünden sehr bald vor noch größeren Problemen.


http://www.zeit.de/2011/29/AM-EU-Zahlungsbilanz

Sinn:

Im Euro-System will der von Frankreich und den peripheren Ländern dominierte Zentralbankrat diese Selbstkorrektur der Märkte unter allen Umständen mit öffentlichen Mitteln verhindern, um Banken und andere Vermögensbesitzer vor Verlusten und die Bevölkerung dieser Länder vor Einbußen bei dem auf Pump finanzierten Lebensstandard zu schützen. Dafür sind unermessliche öffentliche Kreditströme erforderlich. Nach Schätzungen der Citi-Bank wird man im Endeffekt Rettungspakete von mehr als zwei Billionen Euro benötigen. Das würde Deutschland in die Knie zwingen.

Mit jedem weiteren Rettungspakt würde es unserem Land schwerer fallen, sich aus der Schuldenfalle der peripheren Länder zu befreien, weil die Schreckensgemälde dessen, was bei einer Unterbrechung des öffentlichen Kreditflusses passieren würde, immer bedrohlicher gemalt werden könnten. Aber der Weg in die Transferunion, den Europa auf diese Weise ginge, wäre in Wahrheit noch bedrohlicher, weil er die fehlende Wettbewerbsfähigkeit der südlichen Länder zementieren und den Lebensstandard der Deutschen dauerhaft einschränken würde. Je früher die Politik den Mut aufbringt, sich der grenzenlosen Kreditvergabe zu verweigern, desto glimpflicher wird die Sache für Deutschland und das Euro-System ausgehen.

 
 
  116.  Hier sollte man hinschauen, als Politiker. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 19.07.11 00:07
 
http://www.handelsblatt.com/finanzen/fonds/...edge-fonds/4388646.html

Sie gewinnen ja nicht immer die Hedge-Fonds, aber sie nutzen oft Systemschwächen sehr
effizient - aus Sicht der Verlierer gnadenlos - für sich aus. Damit zeigen sie auch die Systemschwächen an und sind letztlich nützlich für das System. Ihre Rolle ist die der Raubvögel in der Natur. Wenn man bereit ist, hinzuschauen und zu lernen.

Aus den Tagen, als Soros praktisch im Alleingang das britische Pfund abschoss
und dabei Milliarden verdiente- ich erinnere mich gut an die spektakuläre Aktion-, haben die Währungshüter udn Volkswire einiges gelernt. Die Politiker leider nicht.  Die Systemschwäche des Euro resultiert aus der  Schwäche der Politiker und ihrer Wähler,  ab und zu nötige und etwas härtere  Sparmaßnahmen zu akzeptieren.  

Jedes europäische Land hat nach dem 2. Weltkrieg viel schwerere Zeiten
durchlebt und überstanden, als sie drohen würden, wenn die Haushalte jetzt mit harter Hand  kernsaniert würden, jegliche Neuverschuldung sofort gestoppt würde.

Es würden keine Hungersnöte drohen, dafür ist die Wohlstandsbasis viel zu hoch.
Wir würden lediglich etwas weniger konsumieren, und evtl. ein bisschen mehr arbeiten müssen.  Verzicht vielleicht 10% von heutiger Basis aus gerechnet. Da lebten wir immer noch so gut wie in den 90er Jahren. Die Griechen müssten vielleicht 20% sparen, Einkommen usw. nur  20% von den 60% Gehalts-Steigerung und Wohlstndszunahme,
die sie sich nach Einführung des Euro und erschlichenem Beitritt "genehmigt" haben.

Was ist so schlimm an mittleren Rezessionen? Sie sind das Ausatmen der Konjunktur.


Die Amerikaner haben uns das Mantra des ewigen Wachstums mit künstlich verkürzten Rezessionsphasen aufgeschwatzt. Rezessionen wurden durch Fluten der Märkte mit Geld "bekämpft"   - diese Flutung zog dann stets wenige Jahre später Fehlallokationsblasen und deren teures Platzen nach sich.

Es begann spätestens am 19. Oktober  1987,  zumindest ist es das erste Mal nach meiner Erinnerung.

Alan Greenspan war gerade FED-Chef geworden, da gab es einen hübschen kleinen Crash.
Die Märkte waren zuvor lange gestiegen, regelreich heißgelaufen.
Im ganz langfristigen Chart des DOW kann man den Absturz noch als kleine Zacke im DOW sehen, nach 15 Monaten bereits ausgebügelt.
Man sieht aber auch, dass der nichts besonderes war, auch wenn es der größte Tagesverlust bis dato war.  Der Dow fiel an diesem Tag gerade mal um 22%.
Man sieht im (logarithmischen!) Chart auch den sehr steilen Anstieg in den 2 Jahren zuvor (ab 85).  


http://finance.yahoo.com/q/...mp;t=my&l=on&z=l&q=l&c=



Statt nun den Einbruch als das zu verstehen, was er war, nämlich die nötige Korrektur eines
zu  lange heißgelaufenen Marktes, öffnete Greenspan die Geldschleusen und senkte rasch die Zinsen. Und ließ sich dann jahrelang als Held der Nation feiern. Bis ihm bei DOW 6000 (viel später) unheimlich wurde, und er etwas von "irrational exuberance " grummelte.  (was den DOW nicht hinderte weiter zu steigen)

Da war es aber schon zu spät.  Die Droge "leichtes und billiges Geld  als Allheilmittel gegen alle (oft strukturellen) Schwächen der Märkte und der Wirtschaft hatte ihren Siegeszug um die Welt angetreten.  Inzwischen gibt es leider global soviele Junkies, die gar nicht mehr wissen, was Sparen und en Gürtel enger schnallen heißt, dass es wohl leider erst noch zum ganz großen Knall kommen muss. Bevor man global umdenkt. Von Bernanke , dem Heli-Ben ist es schon gar nicht zu erwarten. Der erfindet immer neue Ausreden, warum er die Nullzinspolitik beibehalten muss.  Ich erinnere mich auch noch an Fernsehaufzeichnung  vom ihm im Herbst 2007, bei CNBC, wo vor dem Kongress in seinen regelmäßigen Rechenschaftsberichten (mit zittriger Stimme ;) behauptete, alles sei in bester Ordnung und von den Märkten gingen keine Gefahren aus. Ich werde mal danach suchen und es ggf. reinstellen, wenn ich es noch finde.  
 
  117.  Drei Buben und derselbe Quatsch. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 19.07.11 08:03
 
Steinmeier, Gabriel, Steinbrück: Drei Herren mit politisch mäßigem Track-record
haben jetzt den Stein der Weisen gefunden zur Lösung de Schuldenkrise.
IhrLösungs- Konzept ist enorm innovativ, die SPD benutzt es seit Jahrzehnten:

Die drei von der Tanke möchten- oh Wunder -  dem deutschen Steuerbürger weiter in die Tasche langen,  um die Griechen weiter durchzupampern durch Schuldenerlass und Sozialisierung der Griechenschulden mittels Eurobonds.  So muss man wohl denken, wenn man selbst Jahrzehnte von Steuergeldern durchalimentiert wurde bis hin zu einer generösen Altersversorgung.  Ihr Vorschlag ist im Text gut versteckt.
Da scheint mir  die Kanzlerin schon weiter. Die Griechen müssen endlich einmal  Anlauf
nehmen und selbst springen. Dann kann man sie weitertragen.  

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/....html?p4406952=all

Drei Männer, eine Meinung
Den Ausweg aus der Schuldenmisere sieht das Trio in einem Schuldenschnitt, bei dem sich Gläubiger auf Verluste zwischen 40 und 50 Prozent einstellen müssten. Im Gegenzug solle die EU für die verbleibenden Schulden eine gemeinsame Garantie in Form von Euro-Bonds aussprechen. In Not geratene Banken müssten rekapitalisiert, Schattenbanken dagegen ausgetrocknet werden.
m die griechische Wirtschaft wieder anzukurbeln, fordern die drei SPD-Größen schließlich einen „Marshallplan für periphere Staaten Europas“. Finanziert werden soll all das über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer – aber auch über deutsche Steuergelder. „Das kostet den Staat Geld, und das kostet auch den Bürger Geld, der dafür eigentlich nichts kann.  Aber die SPD muss sich trotzdem dazu bekennen“, sagt Sigmar Gabriel. Zu groß sei das Risiko für das Projekt Europa, als dass man es nationalen Eitelkeiten opfern könne.


Das Projekt Europa ist genau an dem notorischen Transfergedanken gescheitert, den die drei Helden weiterführen wollen.  Statt Hilfen , wenn überhaupt, zeitlich streng befristet zu gewähren, wurden jahrzehntelang Milliardentransfers in innovationsunwillige Nehmerhände geleitet, und so eine korrupte Subventionsindustrie aufgebaut, die jeden  Fortschritt hemmt und blockiert.  Teilweise auch noch  verrückte Blasen wie in Irland der Immowahnsinnn gezüchtet, deren Platzen wieder Milliarden an Hilfen verschlingt.  

Die Griechen könnten - zum Beispiel - schon lange die größten Solarkraftwerke Europas haben,
aber warum hätten sie die bauen sollen? Das Geld floss doch auch so.  

Merkel baut etwas Druck auf.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...ppeln/4404022.html  
 
  118.  Otmar Issing ist schon weiter 1108 Postings, 3353 Tage KliP 19.07.11 08:06
 
denn im Ruhestand darf er sich deutliche Worte erlauben.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...nds/4408306.html

Zitat:
Eine Umschuldung Griechenlands bei gleichzeitigem Verbleib im Euro-Raum hält er für einen „GAU". Denn dies hätte seiner Ansicht nach fatale Signalwirkung. „Bleibt Griechenland danach Mitglied in der Währungsunion und kann auf weitere Hilfen sowie Refinanzierung bei der EZB vertrauen, ist das Ende der Währungsunion eingeläutet", sagte Issing.  „In Griechenland würden so gut wie alle Reformbemühungen eingestellt. Das Land erhielte faktisch einen Freibrief, mit der verhängnisvollen Politik der Vergangenheit fortzufahren." Daraus folge, dass nach einigen Jahren ein weiterer Schuldenschnitts notwendig würde.
 
 
  119.  Französische Ansichten aus der Le Monde. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 19.07.11 08:45
 
http://www.lemonde.fr/europe/article/2011/07/18/...tml#ens_id=1268560

In diesem Artikel werden  sehr schön die widersprüchlichen Vorschläge deutscher
Ökonomen und Interessensvertreter /Lobbyisten wiedergegeben und analysiert.
Man darf ja nicht vergessen, dass auf dem Finanzmarktfeuer viele ihr Süppchen kochen.  


In folgendem Artikel begründet der Kommentator der Le Monde wortreich, warum er eine
substanzielle Beteiligung der Banken in Form eines einfachen  Schuldenerlasses für Griechenland  unausweichlich hält.  Im wesentlichen um ein Überschwappen der Vertrauenskrise auf andere PIIGS Staaten -besonders Italien zu verhindern.  Ich finde darin besonders die genauen
Zahlen zu den (massiven) Engagements französischer Banken in Italienischen Staatsschulden  interessant, meine aber, dass das Argument  mit dem Überschwappen schon überholt ist. Italien wurde schon angetestet, es liegt jetzt an der Regierung in Rom, genauer Tremonti, für vertrauensbildende Maßnahmen zu sorgen.  Die bisherigen werden nicht reichen. Der Bunga-Kasper dagegen würde seinem Land sicher einen Dienst erweisen mit einem sofortigen Rücktritt, der hat ja bei seinen ganzen Prozessen ohnehin keine Zeit mehr zum Regieren.

Les banques doivent annuler une partie des créances de la Grèce
http://www.lemonde.fr/idees/article/2011/07/18/...html#ens_id=1268560

Un autre pays de la zone euro fera aussitôt la désagréable expérience de ce que l'on appelle les effets de contagion. Il s'agit de l'Italie. En effet, lorsqu'on examine l'exposition des grands groupes bancaires aux dettes souveraines des pays européens de la méditerranée, l'Italie et la Grèce représentent les pourcentages les plus élevés dans le portefeuille des titres publics détenus.

Pour ne prendre que l'exemple de la France,  selon les données de la Banque des règlements internationaux, l'Italie représenterait 68,64 % de l'exposition de BNP Paribas aux dettes souveraines des PIIGS (Portugal, Italie, Irlande, Grèce, Espagne), et ce pourcentage s'élèverait à 41,28 % pour la Société générale, 71,32 % pour le Crédit agricole, 69,82 % pour Dexia, 63,54% pour le groupe des Banques populaires et Caisses d'épargne. Même si le plan de relance budgétaire de ce pays lors de la crise de 2008 n'a pas dépassé 5 % du PIB, le ratio de sa dette culmine à plus de 100 % du PIB et devrait atteindre 120 % en 2011. Les changements de majorité politique qui se dessinent pourraient conduire les marchés à s'interroger sur l'orientation qui sera donnée à la poursuite des politiques structurelles qui se révèlent être in fine des politiques de privatisation des services publiques.
 
 
  120.  Fetter Pleite-Grieche erpresst die EU 1108 Postings, 3353 Tage KliP 20.07.11 08:33
 
..statt seine Hausaufgaben zu machen.
Soweit sind wir also schon. Ein kleines Peripherie Land, das sich durch Betrug. Korruption  und Misswirtschaft sondergleichen in die Klemme gebracht hat, erpresst jetzt mit seinen Schulden und
einer resultierenden Destabilisierungsdrohung  die EU und die Welt.
Natürlich ist das reichlich überdreht, so wichtig sind die nicht.

Aber: Wenn diese unglaubliche Dreistigkeit Erfolg hat, warum sollte sich dann Portugal
und Irland in Zukunft anders verhalten und an Auflagen halten?  Und dann wirds ernst. ;)

Estland hat gezeigt was machbar ist, wenn man sparen will.
Griechenland passt von seiner Politik derzeit besser zu Afrika als zu Europa. ;)

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...ock/4408746.html

Athen schürt Angst vor globalem Schock
19.07.2011, 09:44 Uhr

Das Lehman-Gespenst hat einen neuen Namen: Griechenland. Der Finanzminister des Pleitestaats zieht selbst den Vergleich und zeichnet ein düsteres Szenario, sollten die EU-Partner jetzt nicht helfen.

AthenDer griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hat vor einem Dominoeffekt in der Schuldenkrise gewarnt. „Unsere Schwäche ist unsere Stärke. Jeder erinnert sich gut an die Fehler, die die Bush-Regierung bei Lehman Brothers gemacht hat“, sagte Venizelos am Montag im griechischen Fernsehen. „Keiner sollte den Dominoeffekt unterschätzen.“ Griechenland habe noch keine Lösung akzeptiert, die einen teilweisen Zahlungsausfall einschließe. Es seien zahllose Optionen geprüft worden.

Venizelos plädierte dafür, dass ein zweites Hilfspaket den Euro-Rettungsfonds EFSF sowie den EU-Rettungstopf EFSM stärker einbinden könnte. „Es kann ein Modell gefunden werden, das alle zufriedenstellt - die Mitgliedsstaaten, Deutschland eingeschlossen und die EZB.“


 
 
  121.  Irrsinnige Privilegien in Griechenland 1108 Postings, 3353 Tage KliP 20.07.11 08:55
 
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...32060.html#image

..da gäbs für den dicken Pleite-Griechen Venizelos noch reichlich Handlungsbedarf.
Aber das wäre ja mit Arbeit verbunden.

Kostprobe:


Besonders kuriose Vergünstigungen bekommen die Lokführer der Staatsbahnen OSE, die ohnehin bis zu 7.000 Euro im Monat verdienen: sie bekommen eine Prämie für jeden gefahrenen Kilometer, und ihre freien Tage haben nicht 24 sondern 28 Stunden. Hinzu kommt ein Zuschuss für das Händewaschen in Höhe von 420 Euro monatlich. Dieses Geld bekam bislang fast ein Viertel der Angestellten, die auf Zügen arbeiteten.


Bei einem Gehalt von 7000 Euro (mehr als das Doppelte eines Lokführers in Deutschland!) nochmal 420 Euro drauf fürs Händchenwaschen. So leicht würden wir unser Geld auch gerne verdienen.  
 
  122.  Noch mehr Transferunion wäre das Aus für D! 1108 Postings, 3353 Tage KliP 20.07.11 09:14
 
Vor diesem Hintergrund:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-07/Euro-Griechenland-Schulden

Die Finanzmärkte würden zum fröhlichen Halali auf die ausgebluteten Geberländer
blasen. Die bisherige Transferunion ist hon verrückt und kontraproduktiv genug.

Was übereilte Rettungsaktionen im Nachhinein kosten, das sieht man hier:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-07/Euro-Griechenland-Schulden

Pleitebank HRE treibt Schäubles Defizit hoch
19.07.2011, 18:00 Uhr
Das Haushaltsminus 2010 muss nachträglich kräftig nach oben korrigiert werden: Schuld sind die faulen Wertpapiere in der Bad Bank der Hypo Real Estate.


Die Rettung der HRE war ja angeblich auch so alternativlos, damals haben sich Steinbrück und Merkel von den Kapitalmärkten regelrecht ins Bockshorn jagen lassen.
So übereilte Entschlüsse zahlen sich nicht aus!

Wir haben für weitere Rettungsaktionen schlicht kein Geld!

- Staatsdefizit in D schon  80% vom BIP; 20% über Maastricht!
- Schuldzinsen für deutsche Staatsverschuldung größtenteils nur über neue Schulden finanzierbar (Neuschulden 2011 bereits auf 29 Milliarden getaxt , und das ohne GR-Rettung! Schuldzinsen für Altschulden ca 40 Mrd. )
- Älternde Gesellschaft , rasant wachsende Gesundheitskosten die mit ca 6% p.a. steigen - dreimal so schnell wie Inflationsrate.
- Null Risikopuffer für eine Rezession in den bisherigen Haushaltsansätzen bis 2014!

 
 
  123.  Korrektur Link zum vorigen Post 1108 Postings, 3353 Tage KliP 20.07.11 09:16
 
zu den Kosten der übereilten HRE-Rettungsaktion.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...-hoch/4411910.html  
 
  124.  Deutsche Republik im freien Fall 1108 Postings, 3353 Tage KliP 29.07.11 22:40
 
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...-fall/4427706.html    
  125.  Der faule Kompromiss in Brüssel fliegt 1108 Postings, 3353 Tage KliP 29.07.11 22:52
 
den Dilettanten  schon um die Ohren. Die Halbwertszeiten der Maßnahmen werden immer kürzer.

Spanien, Zypern, Italien ..und in den nächsten Monaten wahrscheinlich Frankreich.
Und wie sollen diese Länder , die selbst ihre Schulden nicht in den Griff kriegen,
für die anderen Schuldenprinzen garantieren. Siehe meinen Beitrag #1.
Der entscheidende Webfehler
der Rettungsmaßnahmen tritt auch für die Unbedarften immer klarer hervor.


Euro-Rettung verpufft – neues Ungemach droht
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...oht/4446070.html
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...oht/4446070.html

Der Druck in der Euro-Schuldenkrise lässt nicht nach. Erst erwägt Moody's eine Spanien-Abstufung. Dann heißt es, Italiens Beitrag zu den Griechenland-Hilfen sei gefährdet. Geht das Schuldenhickhack von vorne los?



- Trichet darf die illegal erworbenen Ramschanleihen ja nun, nach dem neuesten Beschlüssen an einen von den
Euro-Ländern "garantierten " Fonds (genauer eine Bad-Bank) weiterverschieben und
weiter unkontrolliert neue Ramschanleihen aufkaufen.
Damit kann die  EZB über erhebliche Teile der  Hauhalte der Eu-Länder indirekt bestimmen.
Die Souveränität ist hin, Deutschland ist nun völlig mit im untergehenden Boot gefangen.  
 
  126.  Euro-Krise "Das war ein Sargnagel" 1108 Postings, 3353 Tage KliP 29.07.11 22:56
 
Zitat:

Trotz Griechenrettung: Der amerikanische Ökonom Nouriel Roubini gibt der Euro-Zone noch fünf Jahre.


http://www.zeit.de/2011/31/Eurokrise-Roubini

Mir kommen die 5 Jahre ja reichlich optimistisch vor. ;)

Die Zeit läuft uns davon :

ZEIT: Können die Mittelmeerländer denn mehr wie Deutschland werden?

Roubini: Schwierig. Die Deutschen haben 15 Jahre damit verbracht, wieder wettbewerbsfähig zu werden – indem sie die Löhne weniger schnell steigen ließen als die Produktivität. Wenn Griechenland, Portugal und Spanien es jetzt so ähnlich anfingen, kämen die Resultate viel zu spät. Und eine Gegenbewegung gegen die Sparmaßnahmen und Reformen wäre unausweichlich. Was hilft, ist der Ausstieg aus dem Euro.
 
 
  127.  Prince Prospero wankt schon ;) 1108 Postings, 3353 Tage KliP 09.08.11 00:52
 
wer es im Origial mal lesen möchte:

http://www.online-literature.com/poe/36/

Moodys droht den USA auch mit  Abstufung (die die Anleger längst vollzogen haben)
die angebliche Supermacht ist aber immer noch zu schwach zum Sparen und hofft
auf Heli Bens Spielgeld- Druckerei.

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...ch-afp-1319270380.html?x=0

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...r-auf/4477800.html


Frankreich ist angezählt,  Italien muss von der EZB gestützt werden,  die weiter gegen EU Recht italienische Ramschanleihen aufkauft (die später keiner mehr haben will) , der närrische  Bunga Opa  wird angeblich zum Sparen eingestielt,   aber alles noch  zu halbherzig, Ein vielleicht ausgeglichener
Haushalt 2013 in Italien interessiert jetzt  keine Sau mehr.  2012 muss der her.

Gute Zeiten an der Börse wie ich sie mag, es kracht ordentlich, Blasen werden angestochen, die Lemminge in Panik , ordentlich Druck wird aufgebaut
auf die Fakelaki-Bande in der Politik - nicht nur in Griechenland, ohne
diesen Druck würde immer noch laviert und gemauert.

Jetzt muss man sich endlich auf alte Tugenden besinnen, zum Beispiel die, nur das Geld auszugeben, das man hat und nicht das, welches vielelicht die Enkel irgendwann mal erwirtschaften.

Und dabei enstehen bald auch wieder gute Kaufgelegenheiten für solide Firmen.
DAX nachbörslich auf ca 5700 , macht fast 10% Miese heute.


Von einem Crash  spricht man bei Minus 20%-25% , wenn man ab 7300 rechnet sind wir da jetzt in etwa über die letzten 2 Wochen gesehen.  

Beerkenswert auch die starken Kursverluste im MDAX , Maschinenbauer und Zulieferer  im Tiefflug.


Ein paar Vorstände und Insider sind sogar schon auf der Käuferseite.  
 
  128.  Abkacken mit Ansage: La Petite Nation. 1108 Postings, 3353 Tage KliP 10.08.11 21:55
 
Die Schlagzeilen überschlagen sich und die Botschaft ist klar.  Frankreichs Misswirtschaft
wird nun von den Kapitalmärkten ins Visier genommen. Etwas früher als ich erwartete (siehe oben,)  aber die Konturen sind schon  klar erkennbar.  

Dem kleinen Mann, der noch vor nicht allzulanger Zeit sich dreist und großsarkotzig über die 3% Grenze
des Maastricht Vertrages und den europäischen Stabilitätspaktes hinweggesetzt hat, geht jetzt der Allerwerteste richtig auf Grundeis. Haushaltspolitik mit 7% Defizit vom BIP, keine Sparziele erreicht,  weil nicht ernsthaft angestrebt - so macht man sich zum Opfer der  Finanzmärkte.   Der kleine Mann wird wohl statt  wie bisher in lauten  Tönen   zu krakeelen,  bald still und leise in Berlin um Hilfe betteln müssen.

Seine Banlieus, die er einst mit dem plan d' espoir sanieren wolllte, (nach Reinigung mit dem "Kärcher" ) sind genauso heruntergekommen  und verlottert wie eh und je, jede Menge Gewaltpotentail, Kriminalität, Perspektivlosigkeit, eine  verrottende Gesellschaft.  Die Pläne waren nur Geschwätz für ein paar Wählerstimmen.


Ein Land , das einem Teil seiner Jugend keine Bildung und Ausbildung und Arbeit gibt (und dies notfalls auch mit harter Hand von der Jugend einfordert!) , in dem sich dafür kleine exklusive Bonzenclubs über Jahre die Macht zuschanzen und das Land aussaugen und zur Dekadenz verführen, das wird bald untergehen.

In Berlin ist man auch schon auf dem Wege dazu. ;)  
Welche Polizeistreife kann sich dort zu zweit noch in Problemviertel trauen, welchen Respekt genießen unsere Gesetze in den Parallelgesellschaften?  



Die hysterischen Beteuerungen können Sarkozy und Konsorten  sich sparen - nüchtern rechnende Großfinanzer sind keine Wähler und Politiker die man mit eitlem Geschwätz ruhigstellen kann.

Die wollen Taten und Erfolge sehen, sonst präsentieren sie die Rechnung ohne Gnade.
Und die heißt nun mal. Höhere Zinsen für höhere Risiken. Teuer wird jetzt auch in Frankreich das Prassen und
die Großmanssucht ohne wirtschaftliche Potenz auf Pump.

Schade für das Land, ihm und seinen Menschen dort gehört meine Sympathie seit langer Zeit, aber nicht seinen korrupten Politikern.

Frankreich kämpft gegen "AAA"-Verlustgerüchte
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...NsawNmcmFua3JlaWNoa20-?x=0

Sarkozy sagt nach Krisentreffen Einhaltung der Sparziele zu

http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...NsawNzYXJrb3p5c2FndG4-?x=0


Kurs der französischen Bank Société Générale stürzt ab (die der anderen frz. Banken auch)

http://de.finance.yahoo.com/news/...schen-Bank-afp-373198301.html?x=0  
 
  129.  Kleines Update zu Frankreich 1108 Postings, 3353 Tage KliP 06.01.12 18:07
 

 Nach 5 Monaten ist es Zeit für ein Update.

Inzwischen geraten die französischen Staats-Anleihen wieder unter Druck.  Was hat sich bisher getan seit dem letzten Post? 

Chart einer 50jährigen Anleihe.   WKN: A0DZFW  (von 2005 bis 2055) 

www.comdirect.de/inf/anleihen/detail/chart.html

Kurs am 10.8. war 103,8 danach bis Oktober noch Anstieg auf 110, dann Crash auf 90 , dann wieder  kurze Erholung, derzeit 98, Tendenz fallend. Hohe Vola. Der Renditeanstieg seit August ist nicht aufregend, aber der Spread zu deutschen Anleihen hat stark zugenommen. Im August 2011 waren die Zinserträge noch etwa gleich ca 4% bei langen Laufzeiten , das hat sich geändert.  Zum Vergleich ein deutscher Langläufer, der ZinsSpread zur  französischen Anleihe hat sich  beachtlich ausgeweitet Derzeit gibt es auf 30 Jahre nur 2,5%. 

http://www.comdirect.de/inf/anleihen/detail/...p;ID_NOTATION=23982282

 

Zwischenzeitlich sind gewisse  Panikattacken umd die Staatsfinanzen  auch in Belgien und Österreich registriert worden. Neben den üblichen Verdächtigen. 

Ungarn ist wieder mal pleite und bettelt um Geld vom IWF, aber das ist nichts neues. Die  brauchten

und bekamen 2008  schon mal 20 Mrd.  Die Aussichten sind nicht gut, die Bereitschaft der anderen 

Europäer und des IWF , in Ungarn mit Fremdgeld  neue Nazis  heranzuzüchten, die nach der Presse und Fernsehen  jetzt auch die Notenbank gleichschalten, ist und bleibt hoffentlich gering.  Pleitegehenlassen und weg mit der komischen Orbanclique  - das wärs. 

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/...bankGesetzes-durch

 

 

 

 
 
  130.  Griechenland: Wer hat die 160-180 Mrd. Euro? Akt I 1108 Postings, 3353 Tage KliP 06.01.12 18:13
 
Griechenland: Wer hat die 160-180 Mrd. Euro?

Akt 1:
Wir erinnern uns:
Die  Griechen haben ihren Euro-Beitritt mit geschönten Statistiken (bei einer Firma wären es gefälschte Bilanzen!)
erschlichen. Sogar nachzulesen bei wikipedia.
http://de.wikipedia.org/wiki/Euro

Dabei half ihnen bekanntlich Goldman Sachs mit verschleiernden Währungsgeschäften vor den Bilanzstichtagen.
(Sind die bisher dafür irgenwie zur Verantwortung gezogen worden? )

Das derzeitige Gerede über " drohende Vergemeinschaftung  der Schulden durch einen Eurorettungsfonds " ist dummes Geschwätz. Diese Vergemeinschaftung fand
bereits statt mit dem Eurobeitritt!

Jahrelang - vor dem Eurobeitrit- zahlten die Griechen Schuldzinsen von 8,9,10%.  Die Italiener um die 8%.
Als trotz massiver Verfehlung der Konvergenzkriterien ein Beitritt sich abzuzeichnen begann, sanken die Schuldzinsen in kurzer Zeit auf ca 5%-6%, nur wenig über den deutschen
(damals 4%-5%, alles für 10 jährige Schulden)
-und blieben in diesem Bereich auch lange Zeit.

Das bedeutet: Die Gläubiger haben damals schon eine Gemeinschaftshaftung unterstellt.
Denn das Risiko der Griechenanleihen  wurde  ja nicht geringer, im Gegenteil.

Die Griechen nutzten die niedrigen Schuldzinsen um ihre Staatsschulden zu verdoppeln.
Die Grafik zeigt es: von ca 170 Mrd in 2001 auf ca 350 Mrd Euro in 2011. Etwa Verdopplung in 10 Jahren.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/...ng-von-griechenland/

Und immer bekamen sie neues Geld zu Niedrigzinsen. Zuletzt übrigens wieder eine  8 Mrd. Tranche aus dem Rettungspaket.
Obwohl die OECD ihnen "völlige Reformunfähigkeit " bescheinigt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,803558,00.html
Und inzwischen wird auch endlich öffentlich vom Reformversagen gesprochen. Die Ankündigungsweltmeister setzen fast nichts um.

Reformversager:  http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,805502,00.html
Schneckentempo bei Reformen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,803558,00.html


Nur - obwohl dieses alles schon lange bekannt ist: Geld gibt es weiter.
Die Gläubiger haben damals übrigens auch ihre  Hausaufgaben zu schlampig gemacht (Zufall? wozu haben  die Banken und Vericherungen Juristen).
Viele Anleihen wurden nach griechischem Recht aufgelegt - die Griechen können nachträglich  an den Konditionen drehen.


http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...herem-verzicht-11586109.html

So, nun haben die Griechen in 10 Jahren ca 180 Mrd neue Schulden aufgenommen und werde sie per Schuldenschnitt wieder los. Gutes Geschäft sollte man meinen.
Die Frage stellt sich: Wer hat das Geld nun?  Mehr dazu im 2. Akt.  
 
  131.  Griechenland: Wer hat die 160-180 Mrd. Euro? Akt2 1108 Postings, 3353 Tage KliP 06.01.12 18:33
 
Akt 2: Der Schuldenschnitt. Inzwischen über einen  Schuldenschnitt der Griechen von mindestens 50% verhandelt.
Damit wäre es für die Griechen ein Schuldenreset auf das Jahr 2001. (Natürlich leider  kein griechischer Beamtenreset, wie er eigentlich nötig wäre)
.
Die Differenz von 170 zu 350 Mrd. also ca 180 Mrd. (mögen +- 10 Mrd hin oder her sein, spielt doch eh keine Rolle mehr)
hätten  die Griechen sich also dann in 10 Jahren von den anderen Europäern "geholt." Und  alles verkonsumiert und (die Reichen) ins Ausland geschafft? Schauen wir mal.

Wer meint, die Griechen  hätten das nur von den Groß-Anlegern gezwickt,  der versteht dieZusammenhänge nicht: Abschreibungen auf Ramschanleihen mindern die Steuerschuld,
also weniger Steuereinkünfte der  jeweiligen Heimatstaaten der Anleger, muss durch alle Steuerbürger ausgeglichen werden - irgendwann.  

Die Preisfrage lautet: Wer hat die 180 Mrd.?   Ein Teil für Zinszahlungen draufgegangen. Bei 300 Mrd und 5% fallen ja immerhin p.a. 15 Mrd Zinsen an.

Ein erheblicher Teil der seit 2001 entstandenen neuen Schulden ging also  für Zinszahlungen drauf. Natürlich auch für die Bedienung einer faulen und konsumfreudigen Wählerklientel.
War ja ein lange gutes Geschäft für Großanleger (Banken, Versicherungen, übrigens auch griechische ). Z.B. Leihe bei der EZB zu 1-2%  und verleihe an die Griechen/Staat  zu 4,5% oder 5%.  Lange risikolose Lizenz zum gelddrucken.

Dann wurde es ein brenzlich, weil die Kurse in den Keller rauschten und auch jedem Trottel klar wurde, dass die Griechen diesen Schuldenhaufen niemal würden zurückzahlen können.

Sofort stand aber wieder die EZB zur "Rettung" bereit.

- Geld gibts jetzt günstigst von der EZB.  Und auf die Bonität der als Pfand hinterlegten Papiere wird auch nicht mehr genau geschaut.
- Waren die EZB-Finanzierungen früher mit einer Laufzeit von wenigen Tagen bis Wochen so ist sie jetzt BIS 3 JAHRE möglich.

Mal eben 500 Mrd Euro Tender an die "notleidenden Banken" rausgedrückt - zusätzlich zu den 200 Mrd. an direkten Aufkäufen von Staatsanleihen.
Also jetzt auf mehrere Jahre alleine schon dadurch 700 Mrd im Risiko! (ca 200 Mrd dieses Risikos  entfallen auf Deutschland - der Hebel mit dem
wir auch politisch  unter Druck gesetzt  werden können (Staatspleite!)  wächst von Tag zu Tag. Warnschuss wurde schon abgefeuert. ;) )

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...e-geldschwemme-11575432.html
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...-mit-geld-voll-11576855.html

Auf lange Sicht (3 Ajhre!) und gegen Pfänder mit fraglicher Bonität. (Staatsanleihen)  
Ich nenne das einen weiteren Einstieg der EZW in die vertragswidrige Staatsfinanzierung.
Die andere war der direkte Aufkauf von Staatsanleihen (derzeit 200 Mrd im Risiko)

Diese Gelder kommen natürlich nicht wie beabsichtigt in großem Umfang als Kredite bei der Realwirtschaft an.
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/...t-kaum-zu-kredit-11585953.html

Die Banken verleihen  ja noch nicht mal untereinander sondern bunkern lieber  bei der EZB.
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/...-auf-rekordhoehe-11582093.html

Da die EZB diesen Unsinn  ja direkt sieht, muss man sich fragen, warum sie die Banken so mit Geld vollpumpt unter offenbar nur vorgeschobenen trickreichen Begründungen.

Ist unsere EZB vielleicht doch in Wirlichkeit gar nicht soo unabhängig, sondern letztlich  eine Marionette von gewissen Bankern
(und teilweise auch der Politik, ...die auch wieder von Bankern bestimmt wird)?

Die vorgeschobenen Gründe für die Aktionen der EZB  überzeugen nicht, hingegen sind die Profiteure ihrer Aktion klar.
Mit den 700 Mrd werde vor allem die Banken freigekauft,  die anderenfalls zur Bilanzbereinigung und Erfüllung der Eigenapitalforderungen
Anleihen abschreiben bzw. sofern möglich auf dem Markt verkaufen müssten. Bzw. es würden die Pseudoversicherungen aka CDS (credit default swaps)
fällig werden. Das muss offenbar um jeden Preis verhindert werden. Denn sonst würde der ganze Schmu um diese als "Absicherungen" getarnten
Zockerpapiere CDS  auffliegen und zusammenbrechen. Wie weiland bei der Hypothekenkrise
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Insolvenz von AIG- einstmals größter Versicherungskonzern der Welt, Zusammenbruch wegen geplatzter Hypokreditversicherungen im Gefolge der Immobilienkrise!    Im Akt 3 schauen wir uns die handelnden Personen ein wenig genauer an.  
 
  132.  Akt 3 : Das handelnde Personal und das große Bild 1108 Postings, 3353 Tage KliP 06.01.12 18:49
 
Der neue EZB Präsident Mario Draghi.

Wo hat Draghi nochmal gelernt? Goldman Sachs.
Welche Bank  war nochmal der große Architekt (der  aber dann  selbst richtig auf den Zusammenbruch wettete)  
hinter den ganzen Kreditderivaten und Kreditbündelungen auf US Schrott-immos,  mit denen die ganze Welt
das Platzen der US-Immobilienblase mitfinanzieren durfte? Nicht zufällig ganz vorne dran: Goldman Sachs.

Und wer hat letztlich am meisten davon profitiert, direkt und durch Aussschalten/Schwächen wichtiger Konkurrenten  (Lehman-Pleite) ?
Und profitiert immer noch durch die aufgrund der aufgeblähten Staatsschulden immer neuen Staatsanleihenemissionen?
Goldman und andere Investmentbanken.

So schließt sich der Kreis.  Ach ja, ehemalige Goldman Sachs Leute gibts natürlich noch mehr. Paul Achleitner , ehemals Risikovorstand bei  der Allianz
(siehe oben im Thread, der Typ , der im letzen Jahr so laut nach neuen Kreditversicherungen für europäische Staatsanleihen rief)  ist übrigens auch  einer, der bei Goldman (und bei Bain Capital ) das
Investmentbanking gelernt hatte.    
http://www.sueddeutsche.de/geld/...etzt-den-ackermann-macht-1.1189243

Der Bursche kontrolliert jetzt neuerdings  die Deutsche Bank obwohl er das Dresdener Bank Debakel (Kauf durch Allianz ) als Vorstand zu verantworten hatte!

Dieser Drebakauf  kostete erst die Allianz viele Milliarden Abschreibungen, später wurde das Fass ohne Boden in einer Nacht-und-Nebelaktion, die bsi heute mit keiner Logik nachzuvollziehen ist, an die
Commerzbank weitergereicht. Der Steuerzahler haftet bis heute dafür.  
Aber Paule darf jetzt das größte Geldhaus im Lande  "kontrollieren" ..honni soit etc.

Sind das alles Zufälle?

In das  Bild von Notenbanken  als Handlanger gewisser Großfinanzkreise passt auch die gemeinsame Dollar-Flutungsaktion am 30. November.

Dax wurde an einem Tag 5% gepusht, ganz zufällig auf die glatte Marke von fast genau 6000. Dow auf 12000.

Warum nicht am  2. Dezember , oder am 20. November?
Vielleicht weil am 30.11. ganz zufällig viele Fonds ihr Geschäftsjahr abschließen?

Ich werde gewiss nicht behaupten, dass die Herren von Goldman Sachs die alleinigen Profiteure und Hintergrundmänner  
in diesem jede Vorstellung sprengenden Billionengambling  sind, der jetzt  ganze
Volskwirtschaften in den Abgrund zieht.  

Natürlich haben sie genügend Mitspieler.
Wissende und unfreiwillige.

Ich konstatiere aber, dass die nationale Politik und die Politiker immer schwächer, immer mehr zu getriebenenen  werden von scheinbar "zufälligen " bedrohlichen  Finanzereignissen. Wo ist die angekündigte Bankenregulierung geblieben?

Griechenland, ein für die Euro-Zone volkwirtschaftlich völlig  unbedeutender  Randstaat mit einem langen track record von Unfähigkeit und Korruption wird ganz plötzlich
zu einem riesigen Hebel,  mit dem auch die deutsche Tagespolitik dominiert und auch unsere wirtschaftliche Zukunft massiv beeinflusst werden kann.

Wie kann so etwas geschehen, wer sind die Herren in diesem Spiel, die nach Belieben mit ein paar Aktionen und gezielten Nachrichten die Märkte
in Angst und Schrecken versetzen und unsere Politiker zu immer neuen angeblich alternativlosen aber nur kopflosen Rettungsaktionen bringen.

Preisfrage:  Wer verdient an der so erzeugten hohen Volatilität der Märkte?    

Wieviel hunderte Mio Dollar haben  der feine Herr Blankfein und seine Kollegen in den letzten Jahren als Boni kassiert?  
 
  133.  EZB- vertragswidrige Staatsfinanzierung 1108 Postings, 3353 Tage KliP 08.01.12 10:30
 
und Bankenfinanzierung wird in diesem Artikel noch einmal genauer aufgeschlüsselt.
Welt-Online 7.1.2012 - Zweifelhafte Sicherheiten.
http://www.welt.de/wirtschaft/article13803049/...rdenrisiken-auf.html


Es sind neben den 212 Mrd an direkt  aufgekauften Staatsanleihen auch noch ca 200 Md an
als Pfandgeschäften mit Banken, zum Teil mit extra von den Bankan dafür aufgelegten "staatlich garantierten" Anleihen.   Besonders passend ist erst die Behauptung von Draghi, keine Staatsfinanzierung betreiben zu wollen und dann das:

Italiens Banken haben Anleihen für 50 Milliarden ausgereicht

Italienische Banken etwa haben die wunderbare Art der Geldbeschaffung kürzlich entdeckt. Seit dem 20. Dezember haben sie 29 dieser Anleihen im Wert von mindestens 50 Milliarden Euro aufgelegt. Diese sind einzig aufgelegt worden, um sie bei der EZB einzureichen. Die Papiere haben nicht einmal ein Rating – was für den Verkauf an private Investoren nötig wäre. „Die EZB ist in der Krise hohe Kreditrisiken eingegangen, um Banken über Wasser zu halten. Die Möglichkeit, staatlich garantierte Bankanleihen einzureichen, ist die Fortsetzung dieser Politik“, sagt Rocholl.

Normalerweise verlangt die Notenbank gerade deshalb Sicherheiten, um diese im Fall eines Zahlungsausfalls einer Bank verwerten zu können. Dieser Mechanismus wird aber ad absurdum geführt, wenn die Sicherheit nur in einer Garantie des Heimatlands besteht. So haften für eine staatlich garantierte Anleihe zwar formal sowohl die Bank als auch der Staat – da aber etwa bei einer Pleite Griechenlands auch alle maßgeblichen Banken dort zusammenbrächen, ist diese doppelte Haftung nichts wert.


Hier belügt also Draghi die Öffentlichkeit. Denn diese Bankananleihen dienen auch dazu,
die Staatsfinanzierungsrisiken der Geschäftsbanken abzusichern (gerade die italienischen Bankan haben dem Staat viel Geld geliehen). Und die staatliche Garantie der Anleihe ist in Griechenland und Italien nichts wert, weil der Staat selbst Probleme mit der Refinanzierung hat. Also volles Risiko für die EZB und indirekte Staatsfinanzierung auch hier. Vertragsbruch!  Und Europa schaut zu und zu ..  
 
  134.  Die Rolle Draghis wird klar: Italienische Schulden 1108 Postings, 3353 Tage KliP 08.01.12 11:14
 
abwälzen. Ganz zufällig war er ja vorher Finanminister und davor auch italienischer Notenbankpräsident.

Da konnten die italienischen Banlen natürlich dem Staat immer leicht Kredite geben und Staatsanleihen kaufen. Wenn sie später die Schulden an alle Europäer weiterreichen durften. Das alte Prinzip, dass der Gläubiger für seine Einschätzungen haftet und Risiken entprechend einpreist  (und so ein gewisser Selektionsdruck ensteht) wurde wieder eimal erfolgreich außer Kraft gesetzt.

Man könnte es auch eine Wettbewerbsverzerrung nennen, denn einem Teil der Banken wurde so ein risikoloses Geldverdienen ermöglicht , dei enstandenen Risiken tragen andere- die normal wirtschaftenden Banken erleiden durch diese krummen Touren einen Nachteil.  Und natürlich auch die Realwirtschaft, weil die Banken in einer solch verdrehten Welt lieber Staaten finanzieren als    Unternehmen.

Mittlerweile ist auch der Fliegenfänger Kannegießer aufgeschreckt worden.
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...zwirtschaft-113354815.html
http://www.jungewelt.de/2011/12-17/028.php


Die Industrie und Wirtschaft sollte bei uns viel mehr Druck machen. Denn letztlich geht es in dem scheinbar leichtsinnigen  Spiel der Banken auch wohl  darum, uns das Vermögen zu nehmen, dass durch Jahrzehnte
guter und fleißiger  Industriearbeit in Deutschland aufgebaut wurde. Alleine an liquiden Mitteln haben die deutschen Sparer fast 5 Bio angehäuft, das deckt  unsrere Staatsverschuldung mehr als doppelt ab (und ist eine attraktive Beute für GS und co) .

Angesichts der demographischen Entwicklung ist das aber auch als unsere Altersversorgung zu sehen.  Wenn wir uns das von den Banken und Finanzgangstern in einem gigantischen Geldtransfer abnehmen lassen, und für  Schuldenprinzen anderer Länder verplempern , dann möchte ich nicht in Deutschland alt werden.

Mit jedem Euro den die EZB vertragswidrig in die Finanzierung korrupter und unfähiger
Staaten steckt, erhöht sich per Gemeischaftshaftung unsere Beteiligung daran. Ob wir wollen oder nicht.

Die deutsche Politik wäre gut beraten, hier der Ausplünderung Deutschlands zu bregrenzen, in dem das maximale Haftungsrisiko für die EZB gedeckelt wird. Die Briten machen auch was sie wollen, damit ihre Banken weiter an uns gut  verdienen (10% von ihrem  Bip
hängt davon ab).  
 
  135.  Keine Überraschung, Erosion des Euro geht weiter 1108 Postings, 3353 Tage KliP 14.01.12 11:41
 
Frankreich und 8 weitere abgestuft
vgl. zum Beispiel Beiträge  #1 ,  #110, #128 ...

Frankreich ist aber das wesentliche, da bisher wesentlicher Mit-Garant des Euros.

Das kann man jetzt knicken, die denken schon nur noch an sich (Zölle, Protektionismus, sogar Euro Austritt - mal das Wahlprogramm von Tante Marie (Le Pen)  lesen  usw - die  hat jetzt schon so viele Anhänger wie  le petit Nicolas.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...gradierte-land-11605903.html

http://www.faz.net/aktuell/...euro-laender-herabgestuft-11605410.html

Die Falle war ja von langer Hand vorbereitet, die Dummheit und Schwäche der handelnden Personen
/Politiker geschickt genutzt und eingeplant.

(mangelnde Sparanstrengung, jahrelanges Ignorieren der Maastricht Kriterien aus nationaler Eitelkeit
und Arroganz udn Pöstchengeilheit, Wähler wurden gepampert  ) ..

Nun wird geschlachtet Stück für Stück. Das Gesetz und die Macht des Handelns liegt nun bei den Herren der Gelder, Politiker und Völker sind entmachtet.
Ob long ob short, sie verdienen immer die Herren des Geldes.  
Hohe Vola, die sie selbst pushen undbetimmen  können , zum Beispiel duch ein paar Gerüchte und etwas Zurückhaltung bei Auktionen von Staatsanleihen, bedeuten hohe Prämien.

Das Schweinchen Deutschland wird jetzt noch ein bisschen gemästet, Anlegergelder aus Panik und Nalagenotstand  hineingetrieben, zu Minizinsen, bis  6 Monatsbereich  sogar Negativzinsen.
Da baut sich jetzt eine schöne kritische Masse auf. Richtig gespart wird bei uns auch nicht, man kriegt das Geld ja noch so billig. Neue Schulden auch  in D, 2011, 2012 ..
Lobbygruppen weiter bedient usw.


Wenn es fett genug ist, das Schweinchen D, dann wird es auch abgestochen werden.
Voraussichtlich noch in diesem Jahr.  Spätestens im nächsten.

Kleinere  Konjunkturdelle reicht schon, sinkende Steuereinnahmen, Einige Haftungen für die Schuldenprinzen werden fällig (bzw. es muss noch mehr Geld zugeschossen werden um das zu verhindern)  aus den immer größer und unkontrollierter aufgeblasenen Rettungsmaßnahmen für andere Länder mit unfähigen Regierungen.
Allein schon 15 Mrd bisher von D NUR nach Gr.

Die Konjunkturabkühlung ist weltweit klar absehbar, sogar in China.


Wird dieses Jahr an den Märkten wahrscheinlich noch deftiger zur Sache gehen als 2011, Amplituden werden noch größer, noch mehr Panik.


Was waren das noch für Zeiten, als Deutschland eine UNABHÄNGIGE Notenbank hatte.  
 
  136.  Herr Monti bonitätet sich jetzt selbst. :D 1108 Postings, 3353 Tage KliP 14.01.12 11:56
 
Oder wie soll man das verstehen? Haha.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...-fuer-eurozone-11602011.html


Da werden ein paar publicityträchtige Aktionen gefahren

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...-d-ampezzo-auf-11599181.html

und ein paar "bettelarme " Ferraristi udn Gastwirte enttarnt und schon soll alles anders werden?
Natürlich wäre der Haushalt für Italien kein Problem , wenn die mehrere 100 Millarden
hinterzogenen Steuern p.a. auch nur ansatzweise eingetrieben würden.

Interssant übrigens wer dagegen keift: Die Narrentruppe um den von den Finanzmärkten nach 14 Jahre übelster Misswirtschart und Korrufpion aus dem Amt
gekickten Faschingsprinzen.  Er wurde NICHT von den eigenen Landsleuten
verjagt, nicht abgewählt,  wie er korrekt betont. EIN Zeichen für die Schwäche der italienischen Zivilgesellschaft.
Und deshalb mischt er auch mit seiner Narrentruppe weiter eifrig in der Politik mit.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...tz-berlusconis-11604062.html

Was will da dein Monti ohne Wählerbasis dagegensetzen, so sympathisch der Mann mit seinem trockenen Humor auch ist, verzichtet sogar auf seine Bezüge und spart den Finanminister ein.

Nach 14 Jahren Berlusconi ist es  auch kein Wunder, dass die wahre Macht nun hier liegt:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...a-geschaefte-macht-1.1254487

Was will ein Monti dagegen machen?   Die 100 Mrd Gewinn (!) p.a.und die unglaubliche Vernetzung in Wirtschaft und Gesellschaft macht die Mafia inzwischen  praktisch immun.  
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  137.  Von Board-Team gelöscht oder geändert Löschung 3480 Postings, 1375 Tage Cokrovishe 14.01.12 12:14
 

Moderation
Moderator: digger2007
Zeitpunkt: 14.01.12 18:46
Aktion: Löschung des Postings
Kommentar: Beleidigung - Provokationen unterlassen bitte!

 
 
  138.  Nein Cokrovishe, 530 Postings, 1847 Tage ninive 14.01.12 12:47
 
was KliP in diesem Thread dokumentiert/beschreibt ist die eingangs des Threads beschriebene Prognose, daß uns eine Währungsreform blüht. Und die wird kommen, falls politisch das Ruder nicht komplett herumgeworfen wird. Wofür aber auch rein gar nichts spricht. Was das besagte Währungsareform bedeutet, kann man in den Geschichstbüchern nachlesen.
Sehr zu empfehlen in diesem Zusammenhang auch das Buch der Berliner Banker Leuschel und Vogt "Die Inflationsfalle". Wer die Kompetenz der Autoren anzweifelt, sollte sich deren Buch aus dem Jahre 2004 zu Gemüte führen und nachlesen, wie präzise dort die amerikanische Immobilienkrise vorausgesagt wurde.

Anfeindungen wie "Gehirnschmelze" sind hier fehl am Platze und disqualifizieren allenfalls den Schreiber, nicht aber den Angegriffenen.

Zusammenbruch 2014-2016, also während desnächsten amerikanischen Präsidentschaftszyklus, würde ich auch prognostizieren.  
 
  139.  Neue Schulden in D präzisiert 1108 Postings, 3353 Tage KliP 14.01.12 13:15
 
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...illiarden-euro-11603567.html

Noch nicht mal in Boomjahren konnte der Schuldenberg von 2 Bio auch nur ein bisschen abgebaut werden. Kein Haushaltsüberschuss. Und wie aus dem Artikel hervorgeht , kann auch der deutsche Beitrag zum Rettungsschirm kann leider nur durch zusätzliche Schulden
finanziert werden. Und die paar Milliarden die jetzt dort eigezahlt werden, sind ja nur eine Petitesse, gegeüber den Beträgen, die durch weitere Rettungsmaßnahmen und Haftungen fällig werden könnten. Rückstellungen (Risikovorsorge) zu bilden kommt unserer Regierung
natürlich nicht in den Sinn.
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-@crokovishe:  Ich gehe auf grenzdebiles Gepöbel von offensichtlichen volkwirtschaftlichen  Analphabeten in diesem Thread ungern ein. Dafür ist mir das Thema zu wichtig. Schmelzen kann nur eine vorhandene Masse. Wiege mal deine und dann geh bitte auf einen Spielplatz draußen, wenn dir langweilig ist,
oder suche dir an deiner Lieblingstrinkhalle ähnlich einfach strukturierte Mitgröler. Für mich bist du hier  nicht satisfaktionsfähig. (-> Wiki ;) )  
 
  140.  Wie wärs damit: 3480 Postings, 1375 Tage Cokrovishe 15.01.12 16:58
 

Propagandisten aller Länder vereinigt euch? Dieser thread besteht nur aus lächerlichem Geschwätz.

Lösche doch! Damit zeigst du nur deine Intoleranz ggü. anderer Meinungen und bestätigst damit das Ziel deines threads.

 
 
  141.  ein mit Herzblut 242 Postings, 3178 Tage stanley 15.01.12 17:46
 
geschriebener thread, den ich bisher nicht kannte ( und dem ich mehr Leser wünsche). Ich werde hier sicher häufiger vorbeischauen.
@ ninive Roland Leuschel läuft seit über zwanzig Jahren durch die Gegend.....  
 
  142.  Italienische Kapitäne ... 1108 Postings, 3353 Tage KliP 16.01.12 20:06
 
immer wenn ich diesen umgekippten Hotelpott derzeit in den news sehe, und  über den
bodenlosen und kriminellen Leichtsinn dieses Kapitänstrottels lese (wie kiregt man als Reedersproß in Italien wohl sein Patent?) , muss ich an die EZB und Italien denken.

Die Analogie geht leider noch weiter - wenn das Schuldenschiff kentert, dann wird der Käptn ganz schnell fliehen und sich um die absaufenden nicht kümmern- der hat nämlich finanziell schon lange ausgesorgt.
Das Personal wird mit der ungewohnten Situation natürlich  komplett überfordert sein - Chaos pur. Makabre Analogie, aber ich finde sie treffend.


Aktuelle Meldungen:
Handelsblatt:
EZB tritt mit aggressiverer Kaufstrategie auf
Die Europäische Zentralbank hat sich zum Wochenbeginn aggressiver um italienische Staatsanleihen bemüht. Händler berichten von Geboten bis zu einer Höhe von 30 Millionen Euro. Damit ist die EZB der einzig große Käufer.
http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/...gie-auf/6073186.html

Welt_online: (lesenswert!)
In der EZB-Bilanz steckt eine Zeitbombe
Mit ungewöhnlichen Maßnahmen hat die EZB zur Beruhigung der Märkte beigetragen. Doch damit hat sie ihr eigenes Risiko immer mehr vergrößert.

http://www.welt.de/wirtschaft/wall-street-journal/...e-Zeitbombe.html

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@crocovishe: #140,  Dein Gelöschtes Post #137 war sicher  keine kontroversse Meinungsäußerung zum Thema, die auch niemanden hier gestört hätte ,  sondern schlicht ein dummes Gepöbel und eine  Beleidigung.. Das Rückgrat , wenigstens zu deinen Ausfälligkeiten zu stehen,  fehlt dir also offenbar  auch , und unehrlich bist du auch noch. Vielleicht probierst du es bei Silvio
als Kammerdiener, ihr passt bestens zueinander, ihr "cavalieres" haha.  
 
  143.  S&P stuft Rettungsfonds EFSF herab 1108 Postings, 3353 Tage KliP 16.01.12 20:37
 
Ein Schritt, der nach den Abstufungen der 9 Euro Länder jetzt nicht weiter überrascht.
Siehe Eingangspost, Fehlkonstruktion. Fußkranke können keine Bahre tragen.  

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...nds-efsf-herab-11609734.html

Heute lese ich, dass Schäuble für die Bundesschulden die niedrigsten Zinszahlungen siet 1993 zahlen muss, trotz enorm gestiegenem Schuldenberg. Und trotzden kriegt er keinen ausgeglichenen Haushalt hin. Wie würde  das erst werden, wenn sich die Zinsen wieder verdoppeln.  
  Bisherige Bewertungen:
1x Gut analysiert
  144.  Wenigstens die Schweiz hat einen Fachmann 1108 Postings, 3353 Tage KliP 16.01.12 20:43
 
als Präsident der Schweizer Nationalbank. Thomas Jordan

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...r-euro-prophet-11607183.html

Wenigstens mal kein ehemaliger Staatsekretär, Politiker  oder Investmentbanker.
Unglaublich, wie früh und präzise der Mann die Probleme unserer Währungsunion erkannt, oder besser vorausgesehen  hat, namlich schon 1993!

Zitat:
Jordan hat den Ruf eines exzellenten, sehr aufs Fachliche bedachten Ökonomen. Seine Dissertation stellte der Eurozone ein schlechtes Zeugnis aus - und das schon im Jahr 1993. Heute, fast 20 Jahre später, liest sich die Arbeit wie der Fahrplan für die Eurokrise.

Gerade war der Vertrag von Maastricht geschlossen worden und mit ihm die Währungsunion. Da wies Jordan schon auf die Probleme hin. "Seigniorage, Defizite, Verschuldung und Europäische Währungsunion": So lautet der unspektakuläre Titel seines Buches. Der wird schon brisanter, wenn man weiß, dass "Seigniorage" der Fachbegriff fürs Wirtschaften mit hoher Inflation und laxer Geldpolitik ist - also für das, was die Euro-Peripheriestaaten vor der Währungsunion im Übermaß taten.

In seinem Buch zeigte Jordan mit 759 Formeln, dass die Umstellung auf eine stabilitätsorientierte Politik für einige Länder besonders schwierig wird und dass dabei Rezessionen drohen. Doch Länder, die ihre Wirtschaftsweise nicht umstellten, produzierten oft hohe Schulden. Gefährdet seien vor allem Griechenland, Italien, Portugal, Spanien, Irland und Belgien, schrieb Jordan

 
 
  145.  das problem liegt viel tiefgreifender 1036 Postings, 1088 Tage marketcrash 16.01.12 21:15
 
ich glaube dennoch das die EZB nochmal aus allen Rohren feuern, Zinsen auf 0%, QE nach dem Vorbild der FED. Das gibt uns nochmal 2 Jahre und dann gehts runter !    
  146.  vergessen 1036 Postings, 1088 Tage marketcrash 16.01.12 21:33
 
http://www.youtube.com/watch?v=LUKkSjANq-g&feature=related    
  147.  Ich setz noch einen drauf... 10209 Postings, 4691 Tage lehna 16.01.12 21:48
 
iss aus meinem Thread, wo mich in Rage getippt hab, aber schön...
boala:
Heeeey, mit immer größerer Geschwindigkeit rollt die Katastrophe auf uns zu.
Merkel/ Sarkozy sind hilflos.
Notenbanken lügen, Massenmedien vertuschen, Euro und Banken saufen samt Rettungsschirm ab.
Die Kredite klemmen, China kippt, der Gerichtsvollzieher treibt Obama ausm Weissen Haus. Die FED wird versteigert, aber keiner will den Ramsch. Dax und Dow im unkontrollierten Zerfall, die Börsen um den Globus kollabieren...
Boaaaahhh...2012...der Emmerich hats geahnt...
ariva.de  
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  148.  #147: Dich juckt wohl die Lust am Untergang, hehe 1108 Postings, 3353 Tage KliP 17.01.12 08:16
 

wie es nicht anders zu erwarten ist von einem, der Werte kurz vor der Inso kauft :D  Aber bitte, wenn schon Apokalypse dann nicht so bröselig und läppisch wie auf deinem Bildle, sondern als richtiges Feuerwerk.  Damit das Kroppzeug, das in seinen Glaspalästen hockt und unser hart verdientes Geld mit toxischem Schrottpapierchen und daher  bald "alternativlos" nötigen Sondersteuern absaugt, gleich mit  verbrannt wird. Ansonsten: Der Kindergartenbereich (Talkforum)  ist weiter unten.!   

Aus http://www.chemie-master.de/....chemie-master.de/pse/pse.php?modul=Es

1. Wasserstoffbombenexplosion  http://www.chemie-master.de/pse/Es_mike.jpg

 

 

 
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2 149.  @marketcrash 1108 Postings, 3353 Tage KliP 17.01.12 08:54
 
Dass  ein schneller Untergang im Sinne der Herren in den Nadelstreifen ist, glaube ich nicht.
Das wäre für die äußert kontraproduktiv, die wollen ja noch lange an uns verdienen.
(Kann natürlich sein, dass die Sache ihnen entgleitet und explodiert)

Deren Target ist, wie oben beschrieben, der in Europa angehäufte Wohlstand (nicht nur in  D ). Zur Erinnerung: Alleine bei uns in D liegen fast 5 Bio Euro an Geld auf Spar, Giro, Festgeldkonten etc herum.   Darauf könnte jede Regierung leicht zugreifen über Sondersteuern (Vermögenssteuer wird schon diskutiert, die 25% Kap. ertragsteuer wird auch schon als zu niedrig debattiert, ferner gehen wegen vorhandener Katastererfassung relativ leicht  höhere Steuern auf Immos (muss wegen BVerf.Gerichtsurteil zusammen  mit einer  Vermögenssteuer kommen- und da du von deinem Haus keine Scheibe abschneiden und verkaufen kannst, gehts ans liquide Vermögen ) , höhere Erbschaftssteuern.
Die SPD u.d. läuft sich schon warm.

Solche neuen /höheren Steuern werden dann plötzlich "alternativlos"  nötig werden  in einem inzwischen leicht herbeizuführenden Szenario.

- Der Bund muss jedes Jahr mehrere hunderte Mia. refinanzieren. Noch sonnt sich Rekordschuldenprinz Schäuble in niedrigsten Zinssätzen. Diese können sich aber in ganz kurzer Zeit verdoppeln, verdreifachen wie man jüngst sah.

Zugleich ist Deutschland via Europa in der Haftung.
>200 Mlliarden für Rettungsschirm
ca 28% Haftung  für EZB Anleihenkäufe (200 Mrd)  und 500 Milliarden langfristige Werpapierleihgeschäfte mit fraglicher Bonität. Draghi mach alles um dieses Risiko aufzublasen und Deutschland damit weiter ins Haftungsrisiko zu ziehen. Hier gibt es auch - anders als beim Rettungsschirm - keine Haftungsbegrenzung.  

Wenn ich das jetzt zusammenrechne komme ich auf über 400 Mrd. Haftung.

Nun folgender gedachter Ablauf: Bei Refirunden wird ein bisschen Angst gemacht, Käuferzurückhaltung, Anlleihen werden eher verkauft wegen befürchteter Kursverluste (Kurse derzeit auf hist. Höchsstand!!) die Zinsen für D steigen plötzlich. Erst auf 4  dann auf  5%,6% wie bei Italien. Dann die Rückkopplung auf den Rettungsschirm - dessen Bonität sinkt weiter. Ein Stück wurde ja jetzt schon rausgeschossen. Haftungsrisiko für D wächst weiter an, damit sinkt die Bonotät für uns und Refi wird wieder teuer.
Ein netter circulus vitiosus, den wir in small scale schon bei anderen Ländern hatten.

Einen bailouter gibts nicht mehr, Deutschland war die letzte Bastion in Europa.
Die Russen und Chinesen wurden ja beim Schirm schon peinlich  angebettelt, aber die sind clever,  die schmeißen Kein Geld in schwarze Löcher wie Staatsanleihen, sondern investieren lieber driekt in Firmen und holen sich so die Technologie von uns ganz legal ohne eigenen Entwicklungsaufwand.

In dieser Situation wird einer deutschen Regierung gar nix anderes mehr übrig bleiben, als ganz schnell an unser Barvermögen zu gehen, um den Staatsbankrott zu verhindern.
Und im Gegensatz zu Italien udn Griechenland wo unfähige und korrupte Beamte
diesen Zugriff häufig ausbremsen, geht das bei uns immer sehr effizient.  Kontenabfragen auf Höchststand derzeit ,
Aufweichung der Bankgeheimnisses bis zur Nichtexistenz seit Jahren , Steuerbehörden mit EDV- alles schon gut vorbereitet.

Schema klar?  Wo landet das Geld zum Schluss? Bei denen die die hochzinsigen Anleihen kaufen und Versciherungsprodukte darauf anbieten - Hedgefonds und Investmentbanken. Wie derzeit.

Wer verdient an der hochschießenden Volatilität der Märkte? Unter anderem die Emittenden von Derivaten, höhere Vola ->höhere Prämie beim Produkt , (OS-Pricing) höherer Profit.

Eigentlich alles ziemlich logisch und nachvollziehbar. Ein Billionengambit, das wenige Supergewinner und sehr viele Verlierer kennen wird. Mittelschicht wird weiter abrutschen bei uns, viele Mittelständler pleite gehen. Die bilden aber das Rückgrat unserer Arbeitsplätze und des Wohlstandes. Das alles aber nicht in 2 Jahren, eher 15.

Den potentiellen Supergewinnern kann man natürlich die Suppe versalzen durch entsprechenden zivilen Widerstand der Bürger. Warum gehen so viele Leute mittleren Alters neuerdings auf Demos? Weil sie die Zeichen der Zeit verstehen und eine schlechte Zukunft befürchten. Und warum brauchen wir plötzlich eine "Berufsarmee" die
man - auch hier wird schon immer wieder dran gebohrt - nach Verfassungsänderung viel leichter im Inneren einsetzen kann?  
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  150.  #148 jetz klipst aber aus... 10209 Postings, 4691 Tage lehna 17.01.12 09:59
 
anstatt froh zu sein, dass Papiere endlich mal wieder auf Kaufniveau standen, wird rumgejammert.
Hab dagegen noch niiie jemand wehklagen hören, wenn Aldi Schnäpchen im Regal hat.
Dank unterbelichteter Nadelstreifen konnten im Zentrum des Kapitalismus- der Wallstreet- ein Haufen Gammelfleisch ( Lehman etc ) aussortiert werdn.
Meist nur in solchen Krisen werden solcher Ballast und faule Maden im Speck aussortiert....
Also gefälligst etwas Dankbarkeit an die Investmentschlampen...  
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Fri Sep 19 15:49:44 2014
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