DJ pressetext.de: G Data: Malware-Industrie in der Krise? - Zahl neuer Computerschädlinge sank im Juni um mehr als 30 Prozent

03.07.09 12:35


DJ pressetext.de: G Data: Malware-Industrie in der Krise? - Zahl neuer Computerschädlinge sank im Juni um mehr als 30 Prozent

 
Bochum, Deutschland (pts/03.07.2009/12:05) - Die Malware-Community scheint seit 
Beginn des Sommers ihre Aktivitäten zurückzufahren - so das Ergebnis der 
Monatsauswertung der G Data Security Labs. So zeigt die Juni-Analyse einen 
deutlichen Rückgang bei neuen Computerschädlingen. Waren es im Mai noch weit 
über 120.000, so lag die Anzahl der Neuerscheinungen im vergangenen Monat bei 
knapp über 83.000 Malware-Typen. Das entspricht im Vergleich zu Mai einem 
Rückgang um mehr als 30 Prozent. Dieser starke Einbruch ist nach Einschätzung 
von G Data Security-Experte Ralf Benzmüller nicht allein mit der anstehenden 
Urlaubszeit zu erklären. Die weltweite Rezession scheint jetzt auch die 
eCrime-Ökonomie erfasst zu haben. 
 
Trotz dieser erfreulichen Entwicklung ist mit einer Entspannung an der 
Malware-Front nicht zu rechnen. Nach Einschätzung von Ralf Benzmüller, Leiter 
der G Data Security Labs, handelt es sich aktuell um ein vorübergehendes Tief. 
 
++ "Wir beobachten dieses Phänomen in jedem Jahr aufs Neue. Zu Beginn der 
Urlaubszeit sinkt die Zahl neuer Computerschädlinge. Ein Grund hierfür liegt in 
der weltweit beginnenden Reisezeit sein, denn dann nimmt erfahrungsgemäß auch 
die Anzahl aktiver Internet-Nutzer ab. Ein Einbruch um mehr als 30 Prozent ist 
damit aber nicht zu erklären", so Ralf Benzmüller. 
 
Nach Einschätzung des Experten scheint vielmehr die weltweite Wirtschaftskrise 
die eCrime-Industrie geschwächt zu haben. "Die Schattenwirtschaft agiert nach 
streng ökonomischen Gesichtspunkten: Angebot und Nachfrage bestimmen das 
Geschäft. Die weltweite Wirtschaftskrise macht vor der eCrime-Ökonomie nicht 
halt. Nach Dumping-Preisen für den Versand von Spam ist der Abschwung jetzt auch 
bei den Schadcode-Autoren angekommen. Die Auftragslage scheint in diesem 
Geschäftszweig momentan rückläufig zu sein. Für den laufenden Monat erwarten wir 
daher eine Stagnation bei Malware-Neuerscheinungen. Einzelne Peaks wird es aber 
sicherlich weiterhin geben. Globale Ereignisse und Katastrophen sind zu jeder 
Zeit beliebte Aufhänger für Online-Kriminelle." 
 
+ Gesamtzahl neuer Malware in den letzten drei Monaten: 
- April: 93785 
- Mai: 123581 
- Juni: 83072 
 
+ Top 5 Malware-Kategorien: 
Weiter unangefochten auf Platz eins der Malware Top-5 bleiben mit einem Anteil 
von 28,8 Prozent Trojanische Pferde. 
1. Trojaner: 28.8% (Vormonat 31.2%) 
2. Downloader: 23.4% (Vormonat 25,6%) 
3. Backdoor: 19.9% (Vormonat 13.8%) 
4. Spyware: 15.9% (Vormonat 13.6 %) 
5. Worms: 4,0 % (Neueinsteiger) 
 
+ Top-5 der Virus-Familien: 
Anhand von Ähnlichkeiten im Programmcode wird Malware von G Data in Familien 
eingeteilt. Die Zahlen zeigen die produktivsten Malwarefamilien. 
1. Buzos: 5,2 % 
2. Bifose: 5,1 % 
3. Hupigon: 4,3 % 
4. Magania: 3,5 % 
5. Poison: 2,5% 
 
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Ausführliche Erläuterung zu den Schadfunktionen und Malware-Kategorien finden 
Sie im Pressebereich der G Data Webseite: 
http://www.gdata.de/ueber-g-data/pressecenter/pressemeldungen/news-details/artic 
le/1269-g-data-malware-industrie-in-d.html 
 
++ G Data Analyse-Methodik 
Die Zählung basiert auf Malware mit gleichen Code-Eigenschaften, so wie sie auch 
bei Signaturen erfolgt. G Data zählt und kategorisiert bei dieser Methodik nicht 
die einzelnen schädlichen Dateien, sondern zählt die Malware-Typen, durch die 
viele unterschiedliche Einzeldateien als gleiche Malware erkannt werden können. 
 
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E-Mail: Thorsten.Urbanski@gdata.de 
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Quelle: http://pressetext.com/news/090703015/ 
Fotos: http://pressetext.com/show_attach.mc?pte=090703015 
 
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