- Deutsche Bank: Zusammenarbeit mit der Aufsicht immer noch nicht verbessert Aktienanalyse

12.11.19 10:50

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Deutsche Bank-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Fabian Strebin vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Bankenkonzerns Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) unter die Lupe.

Es schien so, als hätte die Deutsche Bank endlich die Zeichen der Zeit erkannt. Mit Michael Ilgner, bisher Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe, sollte ein Externer frischen Wind in das Geldhaus bringen. Ilgner sei als Personalvorstand vorgesehen und würde so maßgeblich den Konzernumbau begleiten. Er solle in den Vorstand eintreten, sobald die Aufsichtsbehörden grünes Licht geben würden. Doch dort gebe es jetzt Gegenwind.

Die EZB müsse als zuständige Finanzaufsicht Neubesetzungen im Vorstand zustimmen. Die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichte aber nun, dass einige Mitglieder der Aufsichtsbehörde Ilgner für ungeeignet halten würden. Nach ihrer Meinung verfüge er nicht über die nötige Erfahrung, um eine große Organisation zu führen. Zudem fehle ihm aus Sicht der Mitglieder die für den Vorstandsposten nötige Branchenerfahrung.

Eine Sprecherin der EZB habe sich dazu nicht äußern wollen. Ein Sprecher der Deutschen Bank habe dagegen gesagt, dass Ilgner zum 1. März 2020 Personalchef werden solle, allerdings erst, wenn die regulatorischen Anforderungen erfüllt seien.

Innerhalb weniger Wochen sei es bereits das zweite Mal, dass es Probleme mit dem Spitzenpersonal bei der Deutschen Bank gebe: Im Oktober habe Jürg Zeltner den Aufsichtsrat der Deutschen Bank nach kurzer Zeit wieder verlassen müssen. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin habe moniert, Zeltner sei neben seinem Job in Deutschland auch noch Chef der luxemburgischen Bankengruppe KBL. Diese werde vom Deutsche Bank-Großaktionär Katar kontrolliert.

Die Vorfälle der jüngsten Zeit würden zeigen, dass sich die Zusammenarbeit der Deutschen Bank mit der Aufsicht anscheinend immer noch nicht verbessert habe. Gerade in Zeiten, in denen die Regulierung immer mehr zunehme und aufgrund der skandalträchtigen Vergangenheit der Deutschen Bank wäre das allerdings extrem wichtig.

Die Aktie habe zuletzt zulegen können. So habe die Notierung seit Anfang Oktober rund fünf Prozent gewonnen. Das sei jedoch allgemeinen Faktoren geschuldet, auf die der Konzern keinen Einfluss habe. So habe größere Hoffnung bestanden, dass es zu einem Minideal zwischen den USA und China im Handelskonflikt komme. Allerdings scheine Trump eine Einigung hinauszuzögern. Ohnehin sei er unberechenbarer denn je, da 2020 Präsidentschaftswahlen anstünden. Positiv seien auch Hoffnungen angekommen, dass sich die Konjunktur im kommenden Jahr wieder fange. Ob das tatsächlich der Fall ist, ist aber ungewiss, so Fabian Strebin von "Der Aktionär". (Analyse vom 12.11.2019)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Deutsche Bank-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
6,965 EUR +1,43% (12.11.2019, 10:39)

Tradegate-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
6,94 EUR +0,99% (12.11.2019, 10:53)

NYSE-Aktienkurs Deutsche Bank-Aktie:
7,61 USD (11.11.2019)

ISIN Deutsche Bank-Aktie:
DE0005140008

WKN Deutsche Bank-Aktie:
514000

Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DBK

NYSE Ticker-Symbol Deutsche Bank-Aktie:
DB

Kurzprofil Deutsche Bank AG:

Die Deutsche Bank AG (ISIN: DE0005140008, WKN: 514000, Ticker-Symbol: DBK, NYSE-Symbol: DB) bietet vielfältige Finanzdienstleistungen an - vom Zahlungsverkehr und dem Kreditgeschäft über die Anlageberatung und Vermögensverwaltung bis hin zu allen Formen des Kapitalmarktgeschäfts. Zu ihren Kunden gehören Privatkunden, mittelständische Unternehmen, Konzerne, die Öffentliche Hand und institutionelle Anleger. Die Deutsche Bank ist Deutschlands führende Bank. Sie hat in Europa eine starke Marktposition und ist in Amerika und der Region Asien-Pazifik maßgeblich vertreten. (12.11.2019/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: aktiencheck.de

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