- Deutscher Aktienmarkt: Auschlaggebende Impulse von der EZBitzung

30.10.20 10:39

Hannover (www.aktiencheck.de) - Der deutsche Aktienmarkt (DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900) +0,32%, MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741) -0,32%, TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327) +0,20%) erlebte gestern einen wechselhaften Tag, schloss aber letztlich überwiegend mit positiven Vorzeichen, so die Analysten der Nord LB.

Die auschlaggebenden Impulse seien von der EZB-Sitzung gekommen.

Ein überraschend starkes US-Wirtschaftswachstum habe an der Wall Street (Dow Jones (ISIN US2605661048 / WKN 969420) +0,5%, S&P-500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) +1,2%, Nasdaq-Comp. (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) +1,6%) für Rückenwind gesorgt. Unterstützung sei auch von den Kursgewinnen bei Index-Schwergewichten wie Amazon (ISIN US0231351067 / WKN 906866) und Apple (ISIN US0378331005 / WKN 865985) gekommen.

Der Nikkei-225 (ISIN JP9010C00002 / WKN A1RRF6) notiere schwächer bei 22.977,13 Punkten.

VW (ISIN DE0007664039 / WKN 766403) habe dank der Erholung der Pkw-Nachfrage und eines robusten Geschäfts in China die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Nach dem Krisenquartal mit weitgehend stillstehender Produktion im Frühjahr habe VW in Q3 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 3,2 Mrd. EUR erzielt. Der Umsatz sei um 3,4% auf 59,4 Mrd. EUR geschrumpft. Der Ausblick für das laufende Jahr sei bekräftigt worden.

Fresenius (ISIN DE0005785604 / WKN 578560) profitiere von einem starken Dialysegeschäft und einer Erholung bei seiner Klinikkette Helios. In Q3 sei das Konzernergebnis zwar um 4% auf 427 Mio. EUR gefallen. Währungsbereinigt habe allerdings ein Plus von 1% zu Buche gestanden. Der Umsatz sei währungsbereinigt um 5% auf 8,9 Mrd. EUR gestiegen. Fresenius habe seine im Juli wegen der Corona-Krise gesenkte Prognose bekräftigt.

Apple habe trotz rückläufiger iPhone-Verkäufe einen Umsatzrekord aufgestellt. Dank boomender Absatzzahlen bei Mac-Computern und AirPods-Kopfhörern in der Coronavirus-Pandemie hätten die Erlöse im abgelaufenen Quartal um 1,1% auf 64,7 Mrd. USD zugelegt. Während die Erlöse mit iPhones um mehr als ein Fünftel auf 26,4 Mrd. USD nachgegeben hätten, sei jede andere Produktkategorie im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Trotzdem sei der Gewinn um rund 7% auf 12,67 Mrd. USD gefallen.

Die Coronavirus-Pandemie treibe die Kunden zum Onlinehändler Amazon. In Q3 habe sich der Gewinn auf 6,3 Mrd. USD verdreifacht. Auch für das Schlussquartal (mit dem Weihnachtsgeschäft) rechne Amazon mit einer Bestellflut.

Der EUR habe sich zunächst stabil gezeigt, sei später aber unter 1,17 USD gerutscht.

Die jüngsten Konjunkturmeldungen seien am Ölmarkt verpufft. Die aktuell Corona bedingten Sorgen um die Wirtschaft hätten die Ölpreise erneut auf Talfahrt geschickt. Gold habe ebenfalls schwächer notiert. (30.10.2020/ac/a/m)




Quelle: aktiencheck.de

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