Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Am Mittwoch legt der Sportartikelriese seine finale Bilanz für das Rekordjahr 2025 vor. Doch der Blick der Anleger richtet sich längst nicht mehr auf die Vergangenheit, sondern starr nach vorn. Kann die neue Prognose die jüngste Kursschwäche beenden oder sorgen Währungsrisiken für den nächsten Dämpfer?
Die Messlatte liegt hoch
Adidas hat ein starkes Jahr 2025 hinter sich. Mit einem vorläufigen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro und einer deutlich verbesserten operativen Marge von 8,3 Prozent konnte der Konzern operativ überzeugen. Das Betriebsergebnis kletterte auf gut zwei Milliarden Euro – ein Plus von rund 700 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.
Diese Zahlen beweisen, dass der Turnaround im Kerngeschäft greift. Besonders das Schlussquartal übertraf mit einem Betriebsergebnis von 164 Millionen Euro die Erwartungen vieler Analysten. Trotz ungünstiger Währungseffekte und höherer Zölle gelang es, die Bruttomarge auf 51,6 Prozent zu steigern. Doch die aktuelle Kursentwicklung zeigt: Der Markt traut dem Frieden noch nicht ganz.
Der Ausblick entscheidet
Am 4. März zählen nicht die Erfolge von gestern, sondern die Ziele für morgen. Investoren warten gespannt auf die erste offizielle Guidance für das Geschäftsjahr 2026. Die zentrale Frage lautet: Sind die Margenfortschritte nachhaltig oder werden sie durch externe Faktoren wieder aufgefressen?
Bereits im vergangenen Jahr belasteten Währungsschwankungen den Umsatz um mehr als eine Milliarde Euro. Wie das Management diese Risiken sowie potenzielle Zollbelastungen in der neuen Prognose einpreist, wird die unmittelbare Marktreaktion bestimmen. Eine zu vorsichtige Schätzung könnte den Eindruck verstärken, dass 2025 ein Ausreißer nach oben war, während ein selbstbewusster Ausblick das Vertrauen zurückbringen könnte.
Signalwirkung durch Aktienrückkauf
Um die Anteilseigner bei Laune zu halten, setzt Adidas parallel auf ein massives Kapitalmarktsignal. Seit Februar läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu einer Milliarde Euro. Finanziert wird dies durch den erwarteten starken Cashflow im Jahr 2026.
Das Programm schreitet zügig voran: Bis zum 20. Februar wurden bereits über 1,6 Millionen Aktien zurückgekauft. Allein die erste Tranche von 500 Millionen Euro soll bis Mitte März abgeschlossen sein. Dieser Schritt verknappt das Angebot an Aktien und stützt rechnerisch den Gewinn je Anteilsschein.
Harter Wettbewerb
Trotz der internen Hausaufgaben bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Während Adidas bei Retro-Sneakern und im Fußballsegment punktet, greifen spezialisierte Konkurrenten wie On und Asics aggressiv Marktanteile ab. Gleichzeitig arbeitet der ewige Rivale Nike an einem eigenen Comeback und wird nach der WM 2026 den DFB als Ausrüster übernehmen – ein symbolisch schmerzhafter Verlust für die Franken.
Mit einem aktuellen Kurs von 152,25 Euro notiert die Aktie deutlich unter ihren Höchstständen. Der kommende Mittwoch wird zeigen, ob die fundamentalen Daten stark genug sind, um den Abwärtstrend der letzten zwölf Monate zu brechen, oder ob Anleger weiterhin zur Vorsicht mahnen.
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