Tesla hat seine Unternehmensmission grundlegend überarbeitet. Statt „die weltweite Umstellung auf nachhaltige Energie zu beschleunigen“ lautet das neue Ziel: „Eine Welt erstaunlicher Fülle schaffen“. Was nach Marketing-Sprech klingt, ist tatsächlich ein strategischer Richtungswechsel – weg vom reinen E-Auto-Hersteller, hin zum KI-Konzern. Gleichzeitig dämpfte CEO Elon Musk die Erwartungen an den Start der Robotaxi-Produktion deutlich.
Von E-Mobilität zu künstlicher Intelligenz
Die am Mittwoch verkündete Mission formalisiert einen Plan, den Musk bereits im Dezember andeutete. Damals sprach er von „mehr Freude“ in der neuen Formulierung. Tesla-Vizepräsidentin Grace Tao erklärte, Fortschritte in der künstlichen Intelligenz ermöglichten es dem Unternehmen, „höher zu stehen und weiter zu sehen“. Der tiefere Zweck technologischer Innovation sei es, „Menschen zu befähigen, das Leben zu führen, das sie sich wünschen“.
Analysten interpretieren den Schritt als klares Signal: Tesla positioniert sich nicht mehr primär als Autobauer, sondern als Technologiekonzern mit Schwerpunkt auf KI und Automatisierung. Das spiegelt sich auch in den Investorenprioritäten wider.
Cybercab und Optimus: Musk warnt vor langsamen Anlauf
Parallel zur Mission-Neuerung dämpfte Musk die Erwartungen an zwei Schlüsselprojekte. Die frühe Produktion des Cybercab-Robotaxis und des humanoiden Roboters Optimus werde „qualvoll langsam“ verlaufen, schrieb er am späten Dienstagabend in den sozialen Medien.
Das Cybercab soll voraussichtlich ab April 2026 vom Band laufen. Morgan Stanley rechnet damit, dass Tesla bis Ende 2026 eine Robotaxi-Flotte von rund 1.000 Fahrzeugen betreibt. Die Bank betont allerdings, dass Teslas kommende Quartalszahlen weniger relevant seien als Fortschritte bei KI-Projekten, autonomem Fahren und dem Optimus-Roboter.
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Morgan Stanley: Negative Cashflow-Prognose
Die Investmentbank erwartet für 2026 einen negativen freien Cashflow von 1,5 Milliarden Dollar – eine deutliche Abweichung vom Analystenkonsens, der mit plus 3 Milliarden rechnet. Auch bei den Auslieferungen liegt Morgan Stanley unter den Erwartungen: 1,6 Millionen Fahrzeuge würden 9 Prozent unter dem Konsens und 2,5 Prozent unter dem Vorjahr liegen.
Die Bank verweist auf die rasante Entwicklung beim Full Self-Driving: Die kumulierten FSD-Meilen stiegen von etwa 90 Millionen im Jahr 2022 auf heute rund 7,4 Milliarden. Täglich kommen mittlerweile fast 11 Millionen Meilen hinzu.
Ausblick: Quartalszahlen am 28. Januar
Tesla präsentiert am Mittwochabend die Ergebnisse des vierten Quartals 2025. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,45 Dollar bei einem Umsatz von 24,76 Milliarden Dollar. Entscheidender dürften jedoch Aussagen zu den Zeitplänen für unbeaufsichtigtes FSD, zum Austin-Robotaxi-Programm und zur dritten Generation des Optimus-Roboters sein.
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