Am 19. März legt Vonovia seinen vollständigen Geschäftsbericht 2025 vor — und es ist zugleich die erste große Jahresbilanz unter dem seit Januar amtierenden CEO Luka Mucic. Der Markt schaut genau hin, denn die zentrale Frage bleibt unverändert: Wie schnell kann der Konzern seine Schuldenlast im aktuellen Zinsumfeld abbauen?
Operative Stärke trifft auf Schuldendruck
Die Neunmonatszahlen für 2025 lieferten ein grundsätzlich solides Bild. Das bereinigte EBITDA im Kernmietgeschäft stieg trotz eines geschrumpften Portfolios um 2,5 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro, das Gesamt-EBITDA legte um 6,4 Prozent auf 2,11 Milliarden Euro zu. Besonders der Operating Free Cash-Flow-Anstieg um 27,4 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro deutet auf echte Effizienzgewinne hin.
Für das Gesamtjahr 2025 peilt Vonovia ein bereinigtes EBITDA von rund 2,8 Milliarden Euro an, für 2026 stellt das Unternehmen 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro in Aussicht. Das Verhältnis von Nettoschulden zum bereinigten EBITDA verbesserte sich von 15,1 auf 14,0 — Fortschritt, der aber verdeutlicht, wie viel Weg noch vor dem Konzern liegt.
Auf der Kapitalseite hat Vonovia zuletzt aktiv gehandelt. Im November 2025 platzierte der Konzern drei Eurobond-Serien über insgesamt 2,25 Milliarden Euro zu durchschnittlich 3,96 Prozent — die Emission war 3,4-fach überzeichnet. Ende Februar folgte eine Yen-Anleihe über knapp zehn Milliarden Yen mit Laufzeit bis 2036, deren Erlöse kurzfällige Euro-Anleihen bis 2027 ablösen sollen. Der Refinanzierungsdruck sinkt damit spürbar.
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Analysten gespalten, Kurs unter Druck
Das Analystenumfeld hat sich zuletzt etwas aufgehellt. Morgan Stanley stufte die Aktie im Februar von „Underweight“ auf „Equal-Weight“ hoch und nannte ein Kursziel von 30 Euro — verwies aber gleichzeitig auf die hohe Verschuldung und eine niedrige Eigenkapitalrendite als Risikofaktoren. JPMorgan bleibt mit einem Kursziel von 36 Euro bei „Overweight“.
Der Kurs erzählt eine andere Geschichte. In den vergangenen sieben Tagen verlor die Aktie rund sieben Prozent und notiert mit 24,04 Euro knapp über dem 52-Wochen-Tief von 23,67 Euro — rund 20 Prozent unterhalb des Jahreshochs vom Mai 2025. Als Treiber gelten gestiegene geopolitische Unsicherheiten sowie die vorsichtige Positionierung der Marktteilnehmer vor dem Ergebnistermin.
Parallel zum Jahresbericht scheidet Vorstandsmitglied Daniel Riedl Ende Mai aus. Mucic übernimmt damit zunehmend die alleinige Verantwortung — und steht am 19. März vor einem dicht getakteten Kommunikationskalender: Q1-Zahlen folgen am 7. Mai, die Hauptversammlung am 21. Mai. Gelingt es ihm, die EBITDA-Prognose zu bestätigen und den Schuldenabbau klar zu dokumentieren, könnte das den Titel wieder in Richtung der Analystenziele bewegen. Verfehlt der Bericht die Erwartungen, dürfte das 52-Wochen-Tief schnell wieder in Reichweite geraten.
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