MP Materials steht dieser Tage im Mittelpunkt des Anlegerinteresses – und das aus gutem Grund. CFO Ryan Corbett tritt heute beim Canaccord Genuity Sustainability Summit auf, CEO James Litinsky folgt kommende Woche beim J.P. Morgan Industrials Conference. Die Doppelpräsenz kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen eine tiefgreifende Transformation vom Bergbaubetrieb zum integrierten Seltenerdmagneten-Hersteller vollzieht.
Das 10X-Projekt als zentraler Wachstumstreiber
Das Herzstück der Unternehmensstrategie ist der geplante Produktionskomplex „10X“ in Northlake, Texas. Für mehr als 1,25 Milliarden Dollar entsteht dort auf 120 Hektar ein Fertigungscampus für Seltenerdmagnete, der ab 2028 rund 10.000 Metriken Tonnen NdFeB-Magnete pro Jahr produzieren soll. Über 1.500 Arbeitsplätze sind geplant. Das Projekt liegt weniger als 16 Kilometer vom bestehenden Independence-Werk in Fort Worth entfernt.
Die Finanzierung stützt sich auf rund 200 Millionen Dollar an staatlichen und lokalen Fördergeldern. Dazu kommt ein zehnjähriges Abnahmeabkommen mit dem US-Verteidigungsministerium. Apple und General Motors sind bereits als Abnehmer für die neue Anlage vertraglich gebunden.
Die US-Regierung unter der Trump-Administration hat zudem 550 Millionen Dollar zugesagt – bestehend aus einer Investition von 400 Millionen Dollar in wandelbare Vorzugsaktien sowie einem Darlehen von 150 Millionen Dollar. Bestandteil ist ein zehnjähriger Liefervertrag für Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr) zu einem garantierten Mindestpreis von 110 Dollar pro Kilogramm.
Rekordproduktion, aber noch kein Jahresgewinn
Operativ läuft es besser denn je: 2025 produzierte MP Materials mit 2.599 Metriken Tonnen NdPr-Oxid so viel wie nie zuvor – ein Plus von 101 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal 2025 übertraf der Gewinn je Aktie mit 0,09 Dollar die Analystenschätzungen deutlich, während der Umsatz von 52,69 Millionen Dollar die Erwartungen verfehlte. Das bereinigte EBITDA lag im Quartal bei 39,2 Millionen Dollar, für das Gesamtjahr bei 11,4 Millionen Dollar. Unterm Strich steht für 2025 allerdings noch ein Nettoverlust von 85,9 Millionen Dollar.
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Ab Mitte 2026 soll die Trennung schwerer Seltener Erden anlaufen. Bis Ende 2026 peilt das Unternehmen eine vierteljährliche NdPr-Produktion von 1.500 Metriken Tonnen an.
Geopolitik als Rückenwind
Die geopolitische Dimension verschafft MP Materials zusätzliche strategische Relevanz. Als einziger vollständig integrierter Seltenerd-Produzent der USA könnte das Unternehmen von einer für den 25. März 2026 erwarteten chinesischen Exportkontrollankündigung profitieren. Die USA importierten 2024 rund 10.000 Tonnen Seltenerdmagnete direkt – hinzu kommen schätzungsweise 30.000 Tonnen, die als Bauteile in Fertigprodukten eingeführt werden. Rare Earth Exchanges prognostiziert ein jährliches Nachfragewachstum von 17 Prozent bei direkt verwendeten Magneten.
Analysten von S&P Global Market Intelligence erwarten, dass das 10X-Projekt den Umsatz bis 2028 auf über eine Milliarde Dollar vervierfachen könnte – ausgehend von derzeit unter 225 Millionen Dollar. William Blair bestätigt die Einstufung „Outperform“. Das durchschnittliche Kursziel von 15 Analysten liegt bei 78,50 Dollar, keiner empfiehlt den Verkauf der Aktie. Ob der ehrgeizige Zeitplan für das 10X-Projekt eingehalten werden kann, wird darüber entscheiden, ob diese Bewertungen sich als gerechtfertigt erweisen.
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