IBM lieferte zuletzt starke Quartalszahlen und übertraf die Erwartungen an der Wall Street deutlich. Doch die Aktie honoriert die operative Stärke kaum und kennt seit Jahresbeginn fast nur eine Richtung: abwärts. Während das KI-Geschäft brummt, sorgen makroökonomische Gegenwinde und Zweifel am Cloud-Wachstum für schlechte Stimmung bei den Investoren.
Gründe für die Korrektur
Verantwortlich für die jüngste Talfahrt sind primär externe Faktoren und spezifische Sektorsorgen. Steigende Renditen bei US-Staatsanleihen setzen tech-lastige Titel generell unter Druck, da sie sichere Anlagealternativen wieder attraktiver machen. Zudem misstrauen Investoren dem Wachstumstempo im wichtigen Hybrid-Cloud-Segment. Diese Skepsis spiegelt sich deutlich im Kurs wider: Auf 30-Tage-Sicht verzeichnet das Papier ein Minus von rund 14 Prozent und notiert mittlerweile deutlich unter den wichtigen 50- und 200-Tage-Linien.
Diskrepanz zwischen Zahlen und Kurs
Dabei präsentierte sich der Konzern operativ zuletzt in Bestform. Die Ende Januar veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal 2025 übertrafen die Prognosen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn je Aktie. Besonders das Geschäft mit generativer KI wächst dynamisch und hat mittlerweile ein Auftragsvolumen von über 12,5 Milliarden US-Dollar erreicht. Auch das Management unter CEO Arvind Krishna gibt sich zuversichtlich und stellt für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von mehr als 5 Prozent in Aussicht.
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Analysten bleiben optimistisch
Diese Kluft zwischen fundamentaler Entwicklung und aktuellem Börsenwert ruft Marktbeobachter auf den Plan. Die Mehrheit der Analysten stuft die Aktie weiterhin positiv ein („Moderate Buy“) und sieht die Kursziele deutlich über dem aktuellen Niveau. Ein weiteres Vertrauenssignal sendete zuletzt Direktor David N. Farr, der Ende Januar eigene Aktien zukaufte – allerdings zu Preisen, die noch weit über den jetzigen Notierungen lagen.
Für langfristig orientierte Anleger bleibt die Dividende ein zentrales Argument. Mit einer seit 1916 ungebrochenen Zahlungshistorie bietet IBM Stabilität, auch wenn das charttechnische Bild momentan angeschlagen wirkt. Der Fokus richtet sich nun darauf, ob die Unterstützung im Bereich der jüngsten Tiefststände hält, bevor am 10. März die nächste Dividendenzahlung erfolgt.
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