Plug Power Aktie: Reverse Split vom Tisch

Plug Power erhält Zustimmung zur Verdopplung des genehmigten Aktienkapitals. Damit ist ein Reverse Stock Split vorerst abgewendet, doch droht eine Verwässerung für bestehende Anteilseigner.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktionäre stimmen für Verdopplung der Aktienbasis
  • Reverse Stock Split damit vorerst vom Tisch
  • CEO Marsh dankt engagierten Privatanlegern
  • Führungswechsel zu CEO Jose Crespo im März

Aufatmen bei Plug Power – zumindest vorerst. Nach wochenlanger Unsicherheit und mehrfach verschobenen Terminen hat der Wasserstoff-Spezialist endlich die Zustimmung seiner Aktionäre für eine kritische Kapitalmaßnahme erhalten. Damit ist die unmittelbare Gefahr eines Reverse Splits gebannt, doch Anleger erkaufen sich diese Sicherheit mit der Möglichkeit einer massiven Verwässerung.

Der Weg ist frei für neue Aktien

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 12. Februar stimmten die Aktionäre mit deutlicher Mehrheit dafür, die Anzahl der autorisierten Stammaktien von 1,5 Milliarden auf 3,0 Milliarden zu verdoppeln. Rund 90 Prozent der abgegebenen Stimmen unterstützten diesen Schritt. Diese Entscheidung war überfällig, nachdem das Treffen ursprünglich bereits für Ende Januar angesetzt war, aber mangels ausreichender Beteiligung mehrfach vertagt werden musste.

Plug Power

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Für das Unternehmen ist dieser Schritt existenziell. Die Erhöhung des genehmigten Kapitals schafft den nötigen Spielraum für künftige Kapitalerhöhungen, Schuldenumwandlungen und Mitarbeitervergütungen. CEO Andy Marsh, der auch als Executive Chairman fungiert, wurde deutlich: Ohne dieses Votum hätte er statt Wachstumsschritten eine Aktienzusammenlegung (Reverse Stock Split) verkünden müssen – ein Schritt, der an der Börse oft als Warnsignal für tiefe Krisen gilt.

Kleinanleger als Zünglein an der Waage

Interessanterweise war es laut Marsh vor allem das Engagement der Privatanleger, das dieses Ergebnis ermöglichte. Der CEO dankte explizit den Retail-Investoren sowie institutionellen Anlegern, die ihre Aktien extra zurückriefen, um ihr Stimmrecht auszuüben. Gleichzeitig räumte das Management Probleme bei der Stimmabgabe für europäische Aktionäre ein und kündigte an, sich künftig für einfachere Prozesse über die Broker einzusetzen.

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Nicht alle Wünsche des Managements wurden jedoch erfüllt. Ein separater Vorschlag zur Anpassung der Unternehmenssatzung an das Recht von Delaware (Proposal 1) fand keine Mehrheit. Dieses Thema soll auf der kommenden Jahreshauptversammlung erneut auf die Agenda kommen.

Führungswechsel steht bevor

Die finanzielle Weichenstellung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt. Plug Power steht unmittelbar vor einem Wechsel an der Konzernspitze. Jose Crespo, derzeit noch President und Chief Revenue Officer, wird im März den Posten des CEO übernehmen. Marsh präsentierte Crespo auf der Versammlung bereits offiziell als seinen Nachfolger.

Mit der verdoppelten Aktienbasis hat das Unternehmen nun die nötige finanzielle Flexibilität gesichert, um diesen Übergang ohne den Druck einer drohenden Aktienzusammenlegung zu vollziehen. Der Blick der Anleger richtet sich nun auf den kommenden Earnings Call, der bereits vom designierten CEO Jose Crespo geleitet wird und erste Hinweise auf die strategische Ausrichtung unter der neuen Führung geben dürfte.

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