Redcare Pharmacy Aktie: Neuer CFO, neue Ära
Redcare Pharmacy ernennt Amazon-Veteran Hendrik Krampe zum Finanzchef. Die Hauptversammlung markiert einen Führungswechsel, während geplante höhere Zuzahlungen für Medikamente dem Online-Geschäft Auftrieb geben könnten.

Kurz zusammengefasst
- Neuer CFO mit Amazon- und eBay-Erfahrung tritt an
- Geplante Erhöhung der Rezept-Zuzahlungen als Chance
- Starker Marktanteil im verschreibungspflichtigen Segment
- Erster Quartalsbericht unter neuer Führung im Mai
Mittwoch sprang die Redcare-Aktie zweistellig — ein kurzer Lichtblick in einem desaströsen Jahr. Seit Januar hat der Titel rund 40 Prozent verloren und rangiert damit auf dem vorletzten Platz im MDAX. Am Mittwoch findet nun die Hauptversammlung 2026 statt, die mehr als eine Formsache ist: Sie markiert den offiziellen Beginn einer neuen Führungsstruktur.
Krampe übernimmt das Steuer
Im Mittelpunkt steht die formelle Ernennung von Hendrik Krampe zum neuen Finanzvorstand. Krampe war acht Jahre lang als Finance Director für Amazons europäisches Marktplatzgeschäft tätig und bringt zusätzlich Erfahrung von eBay mit. Seine Expertise beim Skalieren von Online-Plattformen gilt als strategisch relevant für Redcares weiteres Wachstum.
Gleichzeitig verlassen drei langjährige Aufsichtsratsmitglieder das Gremium. Als neue Kandidaten stehen Anja Hendel, Max Müller und Peter Schmid von Linstow zur Wahl.
Rückenwind aus der Gesundheitspolitik
Die Hauptversammlung fällt in eine Phase möglicher regulatorischer Vorteile für den Online-Apothekenmarkt. Eine Expertenkommission der Bundesregierung empfiehlt, die gesetzlichen Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente um 50 Prozent anzuheben — von bisher 5 bis 10 Euro auf künftig 7,50 bis 15 Euro pro Rezept.
Bankhaus-Metzler-Analyst Felix Dennl sieht darin einen klaren Vorteil für Online-Anbieter: Preissensible Verbraucher dürften bei steigenden Eigenkosten verstärkt auf günstigere digitale Alternativen ausweichen. Gesundheitsministerin Nina Warken hat angekündigt, entsprechende Gesetzesinitiativen zügig voranzutreiben.
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Rx-Geschäft als stabiler Anker
Im verschreibungspflichtigen Segment zeigt Redcare operative Stärke. Das Unternehmen prognostiziert für 2026 einen Rx-Umsatz von über 670 Millionen Euro und hält in diesem Bereich einen Marktanteil von 67 Prozent.
Im OTC-Segment ist der Wettbewerb durch den Markteintritt von dm und Rossmann zuletzt deutlich schärfer geworden. Das Rezeptgeschäft bleibt davon jedoch weitgehend unberührt — Rossmann hat einen Einstieg in den Rx-Markt explizit ausgeschlossen.
Erster Test im Mai
Die eigentliche Bewährungsprobe folgt am 6. Mai: Dann veröffentlicht Redcare den ersten Quartalsbericht unter der neuen Führung. Anleger werden prüfen, ob die Jahresziele — Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent und eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent — unter Krampe erreichbar bleiben.
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