BASF legt die Karten auf den Tisch: Am Freitag präsentiert der Ludwigshafener Chemiekonzern seinen vollständigen Geschäftsbericht für 2025 – und die Märkte dürften genau hinsehen. Während die vorläufigen Zahlen Ende Januar noch Raum für Interpretation ließen, erwarten Analysten nun harte Fakten zu Segmenten, Dividende und dem Ausblick auf 2026. Parallel sorgt eine personelle Weichenstellung im Aufsichtsrat für Aufmerksamkeit.
Erfahrener Industriemanager soll ins Gremium
Der Aufsichtsrat nominierte am Dienstag Mark Garrett als neuen Anteilseignervertreter. Der 63-jährige Industrieveteran soll auf der Hauptversammlung am 30. April gewählt werden und Liming Chen nachfolgen, der sein Mandat auf eigenen Wunsch niederlegt.
Garrett bringt über 30 Jahre Erfahrung in der Chemiebranche mit – unter anderem als Vorstandschef von Borealis (2007-2018) und als Aufsichtsratsvorsitzender der OMV (2020-2023). Aufsichtsratschef Kurt Bock lobt Garretts breite Branchenkompetenz, die das Gremium in der laufenden Umbauphase stärken soll.
Geschäftsbericht: Worauf es ankommt
Die vorläufigen Eckdaten vom Januar zeigten bereits die Stoßrichtung: Der Umsatz fiel auf 59,7 Milliarden Euro, das EBITDA vor Sondereinflüssen verfehlte mit 6,6 Milliarden Euro knapp die eigene Prognose. Positiv überraschte dagegen der Free Cashflow von 1,3 Milliarden Euro – mehr als das Doppelte des Analystenkonsenses.
Am Freitag ab 10:30 Uhr werden CEO Markus Kamieth und Finanzvorstand Dirk Elvermann nun die Details nachliefern. Besonders die Segmentzahlen dürften entscheidend sein: Wie entwickelten sich Chemicals, Agricultural Solutions oder Surface Technologies? Welche Bereiche trugen die Last der Restrukturierung, welche überraschten positiv?
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Umbau läuft auf Hochtouren
BASF treibt die Konzernreform nach eigenen Angaben schneller voran als ursprünglich geplant. Erst Mitte Februar kündigte der Konzern an, Finanz- und HR-Dienstleistungen in einen neuen Hub in Indien zu verlagern, während Supply-Chain-Services in Kuala Lumpur gebündelt werden sollen.
Die Restrukturierungskosten belasteten 2025 das Ergebnis spürbar, teilweise kompensiert durch den Verkauf des Dekorlack-Geschäfts an Sherwin-Williams. Wie sich diese Maßnahmen mittelfristig auszahlen sollen, wird die Bilanzpressekonferenz zeigen müssen.
Die Dividendenempfehlung und der Ausblick auf 2026 könnten zur eigentlichen Nagelprobe werden: Gibt sich BASF optimistisch, oder bleibt der Konzern angesichts eines herausfordernden Marktumfelds vorsichtig? Die Antworten folgen am Freitag.
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