Ocugen hat im Januar 2026 gleich mehrfach für positive Schlagzeilen gesorgt. Das Biotech-Unternehmen veröffentlichte vielversprechende Studiendaten für seine Gentherapie-Programme und sicherte sich frisches Kapital. Die Fortschritte in der Behandlung seltener Augenerkrankungen könnten dem Unternehmen den Weg zur Kommerzialisierung ebnen.
Geografische Atrophie: 46 Prozent weniger Wachstum
Am 15. Januar präsentierte Ocugen vorläufige 12-Monats-Daten aus der Phase-2-Studie ArMaDa. Die Therapie OCU410 zielt auf geografische Atrophie ab, eine fortgeschrittene Form der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration. Das Ergebnis: Bei rund der Hälfte der ausgewerteten Patienten wuchsen die Läsionen 46 Prozent langsamer als in der Kontrollgruppe.
Interessant ist die dosisabhängige Wirkung. Die mittlere Dosis reduzierte das Läsionswachstum um 54 Prozent, die hohe Dosis um 36 Prozent. Zusätzlich zeigten Phase-1-Daten, dass der Verlust der Ellipsoidzone in behandelten Augen 60 Prozent langsamer voranschritt als in unbehandelten Vergleichsaugen. Über alle 60 Patienten hinweg traten keine schwerwiegenden medikamentenbedingten Nebenwirkungen auf.
Ocugen plant die Einreichung des Zulassungsantrags für OCU410 im Jahr 2028. Die vollständigen Phase-2-Daten sollen im ersten Quartal 2026 folgen, der Start der Phase-3-Studie ist für später in diesem Jahr vorgesehen.
Stargardt-Erkrankung: Veröffentlichung in Fachjournal
Drei Tage zuvor, am 12. Januar, verkündete das Unternehmen die Publikation von Phase-1-Ergebnissen für OCU410ST im renommierten Fachjournal Nature Eye. Die Therapie richtet sich gegen die Stargardt-Erkrankung, eine erbliche Form der Makuladegeneration.
Die Daten der GARDian1-Studie zeigen:
- Atrophisches Läsionswachstum um 54 Prozent reduziert gegenüber unbehandelten Augen
- Sehschärfe verbesserte sich um durchschnittlich 6 Buchstaben, während unbehandelte Augen 1,5 Buchstaben verloren
- 100 Prozent der behandelten Augen stabilisierten sich oder verbesserten ihre Sehkraft
- Keine schwerwiegenden therapiebedingten Nebenwirkungen
Die laufende Phase-2/3-Studie GARDian3 liegt nach Unternehmensangaben vor dem Zeitplan. Die Rekrutierung soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Den Zulassungsantrag für OCU410ST will Ocugen in der ersten Jahreshälfte 2027 einreichen.
Frisches Kapital bis ins vierte Quartal
Am 23. Januar schloss Ocugen eine Kapitalerhöhung über 15 Millionen Aktien zu je 1,50 Dollar ab. Das Bruttovolumen belief sich auf 22,5 Millionen Dollar, netto verblieben rund 20,85 Millionen Dollar nach Abzug von Gebühren. Hauptinvestor war RTW Investments, begleitet von neuen und bestehenden Geldgebern.
Die Mittel sollen für allgemeine Unternehmenszwecke, Investitionen und Betriebskosten verwendet werden. Laut Ocugen reicht die Liquidität nun bis ins vierte Quartal 2026. Damit verschafft sich das Unternehmen ausreichend Spielraum, um die anstehenden klinischen Meilensteine zu erreichen, bevor erneut Kapital benötigt wird.
Ocugen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ocugen-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Ocugen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ocugen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ocugen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
