Wiluna Mining: Beben in der Chefetage
Nach der Sanierung steht der australische Goldproduzent vor einer neuen Führungskrise. Eine Aktionärsgruppe fordert die Abberufung von Direktoren und gefährdet die geplante Stabilisierung.

Kurz zusammengefasst
- Offizielle Aktionärsforderung nach Abberufung von Direktoren
- Revolte trifft Unternehmen in kritischer Phase nach Sanierung
- Interne Machtkämpfe binden wertvolle Management-Ressourcen
- Geplante Börsenrückkehr rückt in weite Ferne
Wiluna Mining kommt nicht zur Ruhe. Kaum ist die Sanierung abgeschlossen, droht bereits der nächste personelle Kahlschlag. Eine Gruppe von Aktionären fordert die Absetzung von Mitgliedern des Führungsgremiums.
Aktionäre fordern Abberufung
Am 15. April erhielt der australische Goldproduzent eine offizielle Mitteilung nach Sektion 203D des Corporations Act. Dieses juristische Instrument erlaubt es Anteilseignern, die Abberufung von Direktoren auf die Tagesordnung einer außerordentlichen Hauptversammlung zu setzen. Details dazu, welche Köpfe genau rollen sollen, nannte das Unternehmen bisher nicht.
Die Revolte trifft Wiluna Mining in einer kritischen Phase. Erst am 31. Dezember 2025 beendete das Unternehmen die externe Verwaltung und kehrte unter der Führung eines neuen Boards in die Eigenregie zurück. Mit Martin Alciaturi, Deborah Lord und Richard Holder wurden erfahrene Köpfe installiert, um die Rekapitalisierung voranzutreiben. Im Mai soll zudem Victor Rajasooriar als neuer Managing Director das operative Ruder übernehmen.
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Altlasten und Machtkämpfe
Der aktuelle Vorstoß ist kein isoliertes Ereignis. Bereits im Februar 2026 lieferte sich die AIM Mining Corporation ein Scharmützel mit der Führungsebene. Der Aktionär verlangte einen geprüften Bericht über die Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2025. Wiluna Mining wies dies als unnötige Kostenbelastung zurück, da in diesem Zeitraum überhaupt keine Gehälter an die Direktoren geflossen seien.
Parallel dazu scheiterte AIM Mining mit dem Versuch, vor dem australischen Takeovers Panel eine geheime Absprache anderer Aktionäre nachzuweisen. Die Behörde lehnte eine Untersuchung der Vorwürfe ab. Indes verdeutlicht der neue Vorstoß nach Sektion 203D, dass die Gräben zwischen der neuen Führung und Teilen der Aktionärsbasis tief bleiben.
Die internen Machtkämpfe binden wertvolle Management-Ressourcen. Diese werden eigentlich benötigt, um den operativen Betrieb der Wiluna Gold Operation in Westaustralien zu stabilisieren. Die geplante Rückkehr an die Börse – die Aktie wurde bereits im April 2024 vom Kurszettel der ASX gestrichen – rückt durch die drohende Führungskrise in weite Ferne. Ob das neue Team um Rajasooriar im Mai wie geplant starten kann, hängt nun maßgeblich vom Ausgang der kommenden Abstimmung ab.
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