Baidu Aktie: Milliarden-Offensive

Der chinesische Internetkonzern Baidu startet ein Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden US-Dollar und kündigt erstmals eine Dividende an. Parallel treibt der geplante Börsengang der KI-Chiptochter Kunlunxin die Analystenerwartungen.

Kurz zusammengefasst:
  • Fünf-Milliarden-Dollar-Aktienrückkauf bis Ende 2028
  • Erstmalige Dividendenzahlung ab dem Jahr 2026
  • Geplanter Börsengang der KI-Chiptochter Kunlunxin
  • Analysten sehen erhebliches Aufwärtspotenzial

Der chinesische Internetriese Baidu überrascht mit einem doppelten Paukenschlag: Ein Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar und die erste Dividende in der Unternehmensgeschichte. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie nach einem beeindruckenden Kursanstieg von über 55 Prozent im vergangenen Jahr bei 137,95 Dollar notiert – und Analysten dennoch weiteres Potenzial sehen.

Fünf Milliarden für eigene Aktien

Das Rückkaufprogramm läuft bis Ende 2028. Baidu will die eigenen Papiere zu aktuellen Marktpreisen oder auf anderen rechtlich zulässigen Wegen erwerben. Der Konzern verweist dabei auf „substanzielle Barreserven“ und eine „solide Finanzlage“. Die Aktie wird derzeit unter ihrem fairen Wert gehandelt, während die Bilanz mehr Cash als Schulden aufweist.

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Noch bemerkenswerter ist die Dividendenpremiere: Erstmals in der 26-jährigen Geschichte will Baidu ab 2026 Gewinnausschüttungen vornehmen. Die Zahlungen sollen primär aus operativen Gewinnen finanziert werden, ergänzt durch Erlöse aus dem Verkauf nicht-strategischer Vermögenswerte. Zeitpunkt und Höhe bleiben vorerst im Ermessen des Verwaltungsrats.

Kunlunxin-Börsengang als Kurstreiber

Parallel hat Baidu vertraulich den Börsengang seiner KI-Chip-Tochter Kunlunxin in Hongkong beantragt. Tiger Securities hebt deshalb das Kursziel auf 150 Dollar an – von zuvor 135 Dollar. Die Analysten bewerten Kunlunxin mit 100 Milliarden Renminbi, was einem Multiplikator von 15,4 auf den prognostizierten Umsatz 2026 entspricht. Zum Vergleich: Der gelistete Wettbewerber Cambricon Technologies wird mit dem 31,5-fachen des Umsatzes gehandelt.

Baidu hält derzeit rund 59 bis 60 Prozent an der Chipsparte und will auch nach dem IPO die Mehrheit behalten. Tiger Securities wertet die Bewertung als konservativ und sieht erhebliches Aufwärtspotenzial.

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Robotaxis und KI-Cloud im Fokus

Auch andere Analysten zeigen sich optimistisch: Freedom Capital Markets erhöhte das Kursziel auf 160 Dollar, Benchmark sogar auf 215 Dollar. HSBC liegt bei 130 Dollar. Die Begründungen ähneln sich: Baidu könnte durch die Ausgliederung von Geschäftsbereichen erheblichen Shareholder Value freisetzen.

Besonders die Cloud-Sparte gilt als gut positioniert, um von der beschleunigten KI-Adoption in China zu profitieren. Das Robotaxi-Geschäft Apollo Go, das kürzlich in Dubai die erste Genehmigung für fahrerlose Tests erhielt, könnte eine Neubewertung erfahren. Investoren richten ihren Blick zunehmend von der KI-Infrastruktur auf konkrete Anwendungen – ein Bereich, in dem Baidu punkten kann.

Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von 49,8 Milliarden Dollar bleibt die Frage, ob die aggressive Kapitalrückführung und die geplanten Spin-offs ausreichen, um die Bewertungslücke zu schließen.

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