Der KI-Boom treibt nicht nur Chiphersteller an, sondern auch die Versorger im Hintergrund. Für Bloom Energy gipfelt diese Entwicklung am heutigen Donnerstag in einem bedeutenden Meilenstein: der Aufnahme in den renommierten Bloomberg 500 Index. Doch während die Auftragsbücher des Brennstoffzellen-Herstellers überquellen, rückt die ambitionierte Bewertung des Unternehmens zunehmend in den Fokus.
Profiteur des KI-Booms
Dass Bloom Energy nun zu den 500 wertvollsten börsennotierten US-Unternehmen nach Streubesitz zählt, kommt nicht von ungefähr. Rechenzentren für Künstliche Intelligenz benötigen enorme Mengen an Strom. Genau hier punktet das Unternehmen mit seinen Festoxid-Brennstoffzellen, die innerhalb weniger Monate einsatzbereit sind. Für eine KI-Fabrik von Oracle lieferte Bloom die Energielösung im vergangenen Jahr in nur 55 Tagen und umging damit langwierige Netzanschlüsse. Solche Geschwindigkeitsvorteile locken namhafte Kunden wie Walmart, Verizon und den Rechenzentrumsbetreiber Equinix an.
Diese kommerzielle Dynamik spiegelt sich direkt in den Büchern wider. Der gesamte Auftragsbestand summierte sich zuletzt auf beachtliche 20 Milliarden US-Dollar. Entsprechend selbstbewusst hob das Management die Umsatzprognose für das Jahr 2026 auf 3,1 bis 3,3 Milliarden US-Dollar an – deutlich mehr, als die Wall Street im Vorfeld erwartet hatte. Diese rasante operative Entwicklung treibt auch den Kurs: Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein massives Plus von über 500 Prozent und schloss gestern bei 137,60 Euro.
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Ambitionierte Bewertung
Doch der außergewöhnliche Kursanstieg ruft auch Skeptiker auf den Plan. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 16 ist die Aktie aktuell mehr als viermal so teuer wie der Durchschnitt anderer Unternehmen aus dem Bereich der sauberen Energien. Analysten der Bank of America argumentieren, dass die aktuelle Bewertung kaum noch Kurspotenzial nach oben zulässt. Auch Citi stuft die Papiere trotz der hohen Nachfrage lediglich mit „Neutral“ ein.
Ein Blick auf die Ertragslage erklärt diese Zurückhaltung. Zwar verbuchte Bloom Energy im vierten Quartal einen Rekordumsatz von 777 Millionen US-Dollar, unter dem Strich blieb jedoch nur ein Nettogewinn von rund 1,1 Millionen US-Dollar. Die Profitabilität hinkt dem enormen Umsatzwachstum also noch spürbar hinterher.
Um die gewaltige Nachfrage künftig bedienen zu können, plant Bloom Energy, seine Produktionskapazität bis Ende 2026 von einem auf zwei Gigawatt zu verdoppeln. Flankiert wird dieses Vorhaben von einem Finanzierungsrahmen über fünf Milliarden US-Dollar mit Brookfield Asset Management. Für Anleger bedeutet das: Der heutige Index-Aufstieg sorgt zwar kurzfristig für mechanische Pflichtkäufe durch ETF-Anbieter, doch mittelfristig muss das Unternehmen beweisen, dass es den milliardenschweren Auftragsbestand profitabel abarbeiten und die kapitalintensive Expansion ohne Kostenexplosion stemmen kann.
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