Redcare Pharmacy Aktie: Wachstum bremst

Redcare Pharmacy verfehlt Umsatzerwartungen trotz starken Wachstums im deutschen E-Rezeptgeschäft. Das frei verkäufliche Sortiment enttäuscht deutlich und belastet die Aktie.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatzwachstum bleibt unter Markterwartungen
  • E-Rezeptgeschäft in Deutschland verdoppelt sich
  • Non-Rx-Segment enttäuscht mit schwacher Nachfrage
  • Margenziel für 2025 wird bestätigt

Die Redcare Pharmacy-Aktie geriet am 7. Januar massiv unter Druck – trotz starker Rezeptumsätze in Deutschland. Der Grund: Die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal 2025 offenbarten eine deutliche Schwäche im frei verkäuflichen Sortiment. Mit einem Minus von rund 8 Prozent zählte der Titel zu den größten Verlierern im MDAX.

Deutsche E-Rezepte treiben Wachstum

Die vom Konzern am frühen Morgen vorgelegten Eckdaten zeigen ein gespaltenes Bild. Der Konzernumsatz kletterte im Schlussquartal um 18 Prozent auf 794 Millionen Euro – blieb damit aber rund 3 Prozent unter den Markterwartungen. Über das Gesamtjahr summierte sich der Erlös auf 2,9 Milliarden Euro, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Redcare Pharmacy

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Der Lichtblick: Das deutsche Rezeptgeschäft legte im vierten Quartal um 59 Prozent auf 155 Millionen Euro zu. Auf Jahressicht verdoppelte sich dieser Bereich nahezu – von 254 Millionen auf 503 Millionen Euro. CEO Olaf Heinrich verwies auf die verpflichtende Einführung des elektronischen Rezepts als Wachstumstreiber.

Non-Rx-Segment enttäuscht deutlich

Die Kehrseite der Medaille: Die Umsätze mit nicht verschreibungspflichtigen Produkten wuchsen im vierten Quartal nur um 9 Prozent auf 483 Millionen Euro – etwa 9 Prozent unter Konsensschätzung. Besonders die DACH-Region enttäuschte mit einem Minus von rund 10 Prozent gegenüber den Erwartungen.

Heinrich räumte ein: „Während wir im vierten Quartal in einigen Märkten eine schwächere Nachfrage im Non-Rx-Bereich beobachtet haben, freuen wir uns über den Ausbau unserer Führungsposition beim E-Rezept in Deutschland.“

Analysten uneins über Bewertung

Die Reaktionen der Investmenthäuser fielen unterschiedlich aus. Baader Bank bekräftigte das Kaufvotum mit Kursziel 175 Euro und bezeichnete die Umsatzentwicklung trotz verfehlter Erwartungen als solide. UBS hingegen bleibt bei Neutral mit fairem Wert von 74 Euro und verwies auf die enttäuschende Non-Rx-Performance. Barclays hält am Kauf-Rating fest.

Die Spanne der Kursziele – von 74 bis 175 Euro – verdeutlicht die Unsicherheit über die mittelfristige Entwicklung.

Margenziel bestätigt

An der Profitabilitätsprognose hielt das Management fest: Die bereinigte EBITDA-Marge für 2025 soll wie geplant zwischen 2,0 und 2,5 Prozent liegen. Zur Strategie für 2026 wollte sich Redcare noch nicht äußern – der Ausblick folgt mit den testierten Jahreszahlen am 4. März 2026.

Dann wird sich zeigen, ob die Schwäche im frei verkäuflichen Sortiment temporär oder strukturell ist – und ob das starke Rezeptgeschäft ausreicht, um die Gesamtdynamik zu stützen.

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