Bitcoin konnte sich am Montag leicht von seinem Wochentief bei 86.000 US-Dollar erholen, doch die Erleichterung dürfte nur vorübergehend sein. Die größte Kryptowährung der Welt hat seit ihrem Allzeithoch Anfang Oktober rund 30 Prozent verloren – und die technische Struktur spricht eine klare Sprache: niedrigere Hochs, niedrigere Tiefs. Besonders bedenklich: Institutionelle Investoren ziehen sich zurück, die Mining-Aktivität sinkt, und wichtige Unterstützungsmarken geraten unter Druck.
Institutionelle Flucht belastet
Die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der Woche bis zum 22. Januar Abflüsse von 1,22 Milliarden US-Dollar – die höchsten seit November 2025. Allein am 21. Januar flossen 708,7 Millionen US-Dollar ab, gefolgt von knapp 480 Millionen US-Dollar am Vortag. BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC führten die Verkaufswelle an.
Die durchschnittliche Kostenbasis der ETF-Investoren liegt bei 84.099 US-Dollar – eine Marke, die in der Vergangenheit mehrfach als Unterstützung fungierte. Historisch gesehen markierten ähnliche Abflussmuster oft lokale Tiefpunkte: Im November 2025 bildete Bitcoin nach vergleichbaren Abflüssen ein Tief nahe 80.000 US-Dollar, bevor es wieder über 90.000 US-Dollar ging.
Miner schalten Geräte ab
Die Hash-Rate von Bitcoin fiel während eines Wintersturms in den USA am Wochenende um etwa zehn Prozent. Der 30-Tage-Durchschnitt liegt bereits sechs Prozent unter dem Höchststand von Mitte November. Laut VanEcks ChainCheck-Report sank die Mining-Schwierigkeit um zwei Prozent, der geschätzte globale Stromverbrauch der Miner von 206 auf 203 Terawattstunden.
Die On-Chain-Kennzahlen deuten auf sinkende Netzwerkaktivität hin:
- Tägliche Netzwerkeinnahmen: -15 %
- Aktive Adressen: -6 %
- Neue Adressen: -4 %
- Transfervolumen: -11 %
Immerhin: Das geringere Transfervolumen der Miner an Börsen (-6 %) deutet auf nachlassenden Verkaufsdruck von dieser Seite hin.
Kritische Unterstützungen im Fokus
Bitcoin handelt aktuell knapp über dem 100-Wochen-Durchschnitt von 87.145 US-Dollar. Fällt diese Marke, rücken weitere Unterstützungszonen in den Blick: Die Kostenbasis der ETF-Investoren bei 84.099 US-Dollar, der durchschnittliche Abhebungspreis von Börsen im Jahr 2024 bei 82.713 US-Dollar und der True Market Mean Price bei etwa 80.000 US-Dollar.
Ein Bruch unter 80.000 US-Dollar könnte die Niveaus vom April 2025 wieder ins Spiel bringen, als Bitcoin während des Tarif-bedingten Ausverkaufs bis auf 76.000 US-Dollar fiel. Eine offene CME-Kurslücke bis 89.265 US-Dollar könnte allerdings zunächst als kurzfristiges Ziel dienen.
Fed-Entscheidung im Blick
Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der US-Notenbank im Januar liegt laut CME FedWatch bei nur drei Prozent. Die Fed-Sitzung diese Woche dürfte Richtung geben – nicht nur für Bitcoin, sondern für alle Risiko-Assets. Sollte Bitcoin seinen vierten Monatsverlust in Folge verbuchen, wäre das die längste Negativserie seit 2018.
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