KI sorgt im Software-Sektor für Nervosität – und zieht auch ServiceNow mit nach unten. Der Titel steckt in einer breiten Abverkaufswelle, die Wedbush-Analyst Daniel Ives als die heftigste seiner 25-jährigen Karriere bezeichnet. Trotzdem gab es am Freitag einen kleinen Lichtblick: Die Aktie legte rund 4% zu.
Wichtige Punkte im Überblick:
– Seit Jahresbeginn 2026: ServiceNow rund -30%
– 52 Wochen: -45,9%, während der S&P 500 +11,8% zulegte
– Analystenerwartung: +26,5% Gewinn je Aktie (EPS) im Geschäftsjahr 2026
KI-Angst trifft Softwarewerte
Auslöser der Sektor-Schwäche sind Sorgen, dass Fortschritte bei KI klassische Enterprise-Software-Modelle unter Druck setzen könnten. In diesem Umfeld gerieten viele große Namen unter die Räder: Salesforce liegt laut den Angaben im Quelltext seit Jahresstart bei knapp -28%, Microsoft bei rund -17%.
Ein Teil der jüngsten Nervosität wird zudem mit Updates am Claude-Modell von Anthropic in Verbindung gebracht, die die Debatte um mögliche Verdrängungseffekte angeheizt haben.
Wedbush hält die Reaktion für überzogen
Ives stellt sich gegen den Trend. In der CNBC-Sendung „Closing Bell“ bezeichnete er den Abverkauf als den „am stärksten vom Fundamentalen abgekoppelten Trade“, den er in seiner Wall-Street-Zeit gesehen habe. Seine Kernthese: Der Markt preise ein Szenario ein, in dem KI klassische Software-Plattformen sehr schnell ersetzt.
Doch ist ein schneller Austausch über Jahre gewachsener Software-Infrastrukturen überhaupt realistisch? Ives hält dagegen: KI dürfte sich eher in bestehende Systeme integrieren und Nachfrage stützen, statt sie zu zerstören.
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Zahlen, Konsens und relative Schwäche
ServiceNow wurde im Zuge der SaaS-Debatte ebenfalls abgestraft, setzt laut Quelltext aber auf eine offensive Akquisitionsstrategie, um KI-Risiken zu begegnen. Zudem übertraf das Unternehmen in den vergangenen vier Quartalen jeweils die Konsensschätzungen beim Gewinn.
Auf Analystenseite bleibt der Ton überwiegend positiv: Von 44 erfassten Analysten lautet der Konsens „Strong Buy“ (35x Strong Buy, 3x Moderate Buy, 5x Hold, 1x Strong Sell). RBC bestätigte Anfang Februar ein Buy. Barclays verwies darauf, dass Migrationen von Altsystemen oft langsam laufen – ein Faktor, der führende Anbieter wie ServiceNow tendenziell schützen könnte.
Gleichzeitig zeigt der Kursvergleich, wie hart der Markt zuletzt urteilte: In den vergangenen 52 Wochen verlor die Aktie 45,9% und damit deutlich mehr als der Software-ETF SPDR S&P Software & Services, der im selben Zeitraum -23,2% ausweist (seit Jahresbeginn -19,1%).
Zum Wochenschluss zogen neben ServiceNow auch andere Werte leicht an: Salesforce gewann rund 2%, Microsoft gab um weniger als 1% nach.
Im Blickpunkt bleibt damit vor allem ein Punkt: Ob KI für Enterprise-Software eher ein strukturelles Risiko oder vor allem ein Integrations- und Nachfrage-Thema wird – genau diese Einordnung scheint derzeit den Bewertungsrahmen zu bestimmen.
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