Die Fiserv-Aktie steht im Spannungsfeld zwischen positiven Quartalszahlen und einer anhaltenden Kursschwäche. Während der Zahlungsdienstleister Anfang Februar mit seinen Q4-Ergebnissen die Erwartungen übertraf, bleibt die Aktie unter Druck – institutionelle Investoren positionieren sich neu, und ein US-Senator trennte sich von seinem Anteil.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
- Senator verkauft Aktien im Rahmen einer Portfolioumschichtung
- Institutionelle Investoren mit Milliarden-Umschichtungen
- Insider kaufen – CFO erhöht Position um 228%
- Neue Krypto-Plattform INDX gestartet
Senator verkauft, Insider kaufen
Laut einer Pflichtmitteilung vom 15. Februar trennte sich Senator John Boozman (Republikaner, Arkansas) am 29. Januar von Fiserv-Aktien im Wert zwischen 1.001 und 15.000 Dollar. Der Verkauf erfolgte im Zuge einer breiteren Portfolioanpassung, bei der der Senator unter anderem Positionen in PayPal, Caterpillar und Eaton aufbaute.
Ein ganz anderes Bild zeigen die Insider-Transaktionen von Unternehmensvertretern. CFO Paul M. Todd kaufte Anfang Dezember 2025 insgesamt 17.000 Aktien zu je 62,41 Dollar – ein Investment von rund 1,06 Millionen Dollar, das seine Position um 228% aufstockte. Auch Direktor Adam L. Rosman griff zu und erhöhte seine Beteiligung um knapp 15% durch den Kauf von 7.900 Aktien zu 63,19 Dollar.
Institutionelle Umschichtungen in Milliardenhöhe
Trotz einzelner Abgaben bleibt die institutionelle Verankerung mit rund 91% extrem hoch. Die jüngsten Quartalsmeldungen zeigen allerdings erhebliche Verschiebungen:
Neue Großpositionen:
– Vanguard Group baute eine neue Beteiligung im Wert von etwa 3,5 Milliarden Dollar auf
– Dodge & Cox stieg mit circa 3,3 Milliarden Dollar ein
– State Street Corp erwarb Anteile für rund 1,6 Milliarden Dollar
Aufstockungen:
– Capital World Investors erhöhte den Bestand um 35,2% auf etwa 25,8 Millionen Aktien
Reduzierungen:
– Todd Asset Management LLC verkleinerte die Position um 33,3% und verkaufte 115.766 Aktien
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Starke Quartalszahlen, verhaltener Ausblick
Am 10. Februar legte Fiserv Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor, die über den Erwartungen lagen. Der Gewinn je Aktie erreichte 1,99 Dollar gegenüber prognostizierten 1,90 Dollar. Der Umsatz kletterte auf 4,90 Milliarden Dollar – Analysten hatten mit 4,78 Milliarden gerechnet. Im Jahresvergleich entspricht das einem Plus von 0,6%.
Für das Geschäftsjahr 2026 stellt das Unternehmen einen Gewinn je Aktie zwischen 8,00 und 8,30 Dollar in Aussicht.
Krypto-Offensive mit INDX-Plattform
Fiserv erweitert sein Geschäftsfeld in Richtung digitale Vermögenswerte. Die neu gestartete INDX-Plattform ermöglicht Krypto-Unternehmen die Echtzeit-Abwicklung von Dollar-Transaktionen rund um die Uhr. Die Einlagen werden über das Fiserv Deposit Network auf mehr als 1.100 US-Finanzinstitute verteilt und sind mit bis zu 25 Millionen Dollar FDIC-versichert.
Die Plattform basiert auf der im Dezember 2025 abgeschlossenen Übernahme von StoneCastle.
Analysten zurückhaltend
Die Wall Street bleibt vorsichtig. Die Konsensempfehlung steht bei „Hold“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 108,97 Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau von 59,36 Dollar. Jüngste Analystenbewertungen:
- Morgan Stanley: Kursziel 64 Dollar
- Jefferies: Anhebung auf 65 Dollar (von 60), Rating „Hold“
- B. Riley Securities: Senkung auf 72 Dollar (von 76), Rating „Neutral“
- Citigroup: Reduktion auf 68 Dollar (von 75), Rating „Neutral“
Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 57,79 Dollar und weit unter dem Hoch von 238,59 Dollar. Die 50-Tage-Linie liegt bei 65,79 Dollar, die 200-Tage-Linie bei 94,95 Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell rund 32,3 Milliarden Dollar.
Die nächsten Monate dürften zeigen, ob Fiserv die positive Geschäftsdynamik in eine Kurserholung ummünzen kann – oder ob die institutionellen Umschichtungen auf anhaltende Unsicherheit hindeuten.
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