Rolls-Royce Aktie: Datencenter als zweite Säule

Die Power-Systems-Sparte von Rolls-Royce wächst dank der Nachfrage nach Rechenzentrumsinfrastruktur stark, während die zivile Luftfahrt durch den Nahostkonflikt belastet wird.

Kurz zusammengefasst:
  • Power Systems steigert Umsatz und Gewinn deutlich
  • Auftragseingang für Datencenter wächst um 85 Prozent
  • Zivile Luftfahrt leidet unter Flugstreichungen
  • Konzern plant umfangreichen Aktienrückkauf

Rolls-Royce ist längst mehr als ein Triebwerkshersteller. Während der Nahostkonflikt den zivilen Luftfahrtbereich belastet, wächst die Power-Systems-Sparte mit beeindruckender Dynamik — getrieben von der globalen Nachfrage nach Rechenzentrumsinfrastruktur.

Power Systems: Wachstumsmotor im Hintergrund

Die Zahlen sprechen für sich. Die Power-Systems-Division steigerte ihren bereinigten Umsatz 2025 um 19 Prozent auf 5,72 Milliarden Euro. Der bereinigte Betriebsgewinn kletterte auf 995 Millionen Euro, die Umsatzrendite verbesserte sich von 13,1 auf 17,4 Prozent.

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Besonders auffällig: der Auftragseingang. Er stieg um 21 Prozent auf 7,14 Milliarden Euro — angetrieben vor allem durch Rechenzentren. Im ersten Halbjahr 2025 legte der Auftragseingang im Bereich Stromerzeugung um 68 Prozent zu, die Bestellungen aus dem Datencenter-Segment allein um 85 Prozent im Jahresvergleich.

Der Hintergrund ist strukturell: Moderne KI-Rechenzentren erreichen die Größe mehrerer Fußballfelder und benötigen eine zuverlässige Stromversorgung im dreistelligen Megawatt-Bereich. Rolls-Royce liefert Systeme zur Netzstabilisierung, Lastabsicherung und unterbrechungsfreien Notstromversorgung. Ab 2026 kommt ein neues Schnellstart-Gasgenerator-Produkt hinzu, das Datencenter-Kunden die Überbrückungszeit bis zur Netzanbindung ermöglicht.

Zivile Luftfahrt unter Druck

Die Civil-Aerospace-Sparte erzielte 2025 eine operative Marge von 20,5 Prozent — ein deutlicher Anstieg gegenüber 16,6 Prozent im Vorjahr. Allerdings belastet der anhaltende Nahostkonflikt das Segment spürbar. Mindestens acht Staaten haben ihren Luftraum gesperrt oder stark eingeschränkt, darunter Iran, Irak, Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate.

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Allein am Flughafen Doha wurden seit Konfliktbeginn über 2.000 Flüge gestrichen, insgesamt entfielen laut dem Analyseunternehmen Cirium rund 23.000 Flüge in der Region. Da ein erheblicher Teil der Serviceerlöse von Rolls-Royce direkt an die geflogenen Triebwerksstunden geknüpft ist, schlägt jede Streckensperrung unmittelbar auf die Einnahmen durch.

Konzernzahlen und Ausblick

Auf Konzernebene steht das Bild solide: Der bereinigte Betriebsgewinn stieg 2025 von 2,5 auf 3,5 Milliarden Pfund, der freie Cashflow erreichte 3,3 Milliarden Pfund. Die Nettobarposition verbesserte sich von 475 Millionen auf 1,9 Milliarden Pfund zum Jahresende.

Für den mittelfristigen Horizont peilt das Management einen bereinigten Betriebsgewinn zwischen 4,9 und 5,2 Milliarden Pfund an — bei einer operativen Marge von 18 bis 20 Prozent. Parallel dazu läuft ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 7 bis 9 Milliarden Pfund für die Jahre 2026 bis 2028, davon allein 2,5 Milliarden Pfund im laufenden Jahr. Die Aktie notiert aktuell rund 6 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs — bei einem Jahresplus von gut 52 Prozent bleibt die Bewertung dennoch anspruchsvoll.

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