Emeis hat die eigenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2025 übertroffen und markiert damit einen wichtigen Punkt in der laufenden Sanierung. Nach einer Phase finanzieller Instabilität signalisieren die aktuellen Zahlen eine deutliche operative Erholung und eine spürbare Entlastung der Bilanz. Vor allem die beschleunigte Entschuldung und die steigende Auslastung geben der neuen Strategie des Pflegeheim-Betreibers Rückenwind.
Die Ergebnisse 2025 im Überblick:
- Umsatz: 5,895 Mrd. Euro (+6,1 % organisches Wachstum)
- EBITDAR: 872 Mio. Euro (+19,2 % im Vergleich zum Vorjahr)
- Verschuldungsgrad: Senkung auf 10,0x (Vorjahr: 19,5x)
- Belegungsquote: Anstieg auf 87,6 % (+1,8 Prozentpunkte)
Profitabilität steigt über Prognose
Der Konzern lieferte beim operativen Ergebnis vor Mieten (EBITDAR) eine Überraschung ab: Mit einem Plus von 19,2 Prozent lag das Ergebnis deutlich über der ursprünglichen Zielspanne von 15 bis 18 Prozent. Verantwortlich für diesen Zuwachs war vor allem die verbesserte EBITDAR-Marge, die um 170 Basispunkte auf 14,8 Prozent kletterte.
Getrieben wurde diese Entwicklung durch eine Kombination aus steigenden Belegungsquoten und notwendigen Preisanpassungen. Besonders im Bereich der Pflegeheime zeigt der Trend mit einer Auslastung von 87,5 Prozent nach oben, was die stabilisierte Nachfrage in den Kernmärkten unterstreicht.
Bilanz durch Verkäufe gestärkt
Ein wesentlicher Pfeiler der Erholung ist der Fortschritt bei der finanziellen Restrukturierung. Emeis gelang es, die Nettoverschuldung auf 4,475 Milliarden Euro zu drücken. Kann das Unternehmen diesen Entschuldungskurs im laufenden Jahr halten? Die Basis dafür wurde bereits gelegt: Das Veräußerungsprogramm verlief erfolgreicher als geplant.
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Seit Mitte 2022 sicherte sich der Konzern durch Verkäufe insgesamt 2,45 Milliarden Euro – das ursprüngliche Ziel von 1,5 Milliarden Euro wurde damit weit übertroffen. Zusätzlich stabilisieren neue Finanzierungen im Volumen von 3,15 Milliarden Euro die Kapitalstruktur und sichern den operativen Handlungsspielraum für die kommenden Jahre.
Ausblick auf 2026 bestätigt
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich das Management optimistisch und erwartet ein weiteres EBITDAR-Wachstum von über 10 Prozent auf vergleichbarer Basis. Die bestätigten Mittelfristziele bis 2028 sehen ein jährliches Umsatzplus von bis zu 5 Prozent und eine durchschnittliche Ergebnissteigerung von 12 bis 16 Prozent vor.
Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die nachhaltige Margenentwicklung, besonders im wichtigen französischen Heimatmarkt. Die kommenden Quartalsberichte werden zeigen, ob die operative Effizienz mit den ehrgeizigen Mittelfristzielen Schritt halten kann. Die nächste detaillierte Aktualisierung zur Umsetzung der Strategie wird im April erwartet.
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