MP Materials steht aktuell im Spannungsfeld zwischen staatlicher Absicherung und internen Verkäufen. Während eine strategische Partnerschaft mit dem US-Verteidigungsministerium den Kurs stützt, sorgen massive Aktienverkäufe der Führungsebene für Diskussionen. Ist der jüngste Kurssprung von fast 9 Prozent am Freitag nachhaltig oder nur ein Strohfeuer?
Das fundamentale Sicherheitsnetz für die aktuelle Bewertung bildet die Partnerschaft mit dem US-Verteidigungsministerium (DoD). Kernstück der Mitte 2025 finalisierten Vereinbarung ist eine kritische Preisuntergrenze von 110 US-Dollar pro Kilogramm für Neodym-Praseodym-Produkte (NdPr). Dieser Mechanismus schirmt das Unternehmen effektiv gegen die volatile Preisentwicklung an den globalen Rohstoffmärkten ab. Zusätzlich garantiert ein Abnahmevertrag über zehn Jahre die Produktion der neuen „10X-Anlage“, deren vollständige Inbetriebnahme für 2028 geplant ist. Diese staatlichen Garantien schaffen eine verlässliche Basis für Umsatzprognosen und reduzieren das typische Rohstoffrisiko erheblich.
Widersprüchliche Signale von innen
Bei den Insidertransaktionen zeigt sich eine deutliche Divergenz. Aufsichtsratsmitglied Connie K. Duckworth ließ sich ihre Vergütung zum Jahresende 2025 bewusst in Aktienoptionen (DSUs) statt in bar auszahlen – ein Vertrauensbeweis in das zukünftige Kurspotenzial. Dem steht jedoch eine massive Verkaufswelle der Führungsriege gegenüber:
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- CEO-Verkäufe: James Litinsky veräußerte im Dezember Anteile im Wert von über 24 Millionen US-Dollar.
- CFO-Verkäufe: Auch Finanzvorstand Ryan Corbett reduzierte seine Position um mehr als 38.000 Aktien.
- Gesamtvolumen: In den letzten 90 Tagen stießen Insider Aktien für rund 43,5 Millionen US-Dollar ab.
Marktteilnehmer wägen nun ab, ob die Entscheidung des Aufsichtsratsmitglieds eine Neubewertung der Lage signalisiert, die nach den Verkäufen im Dezember stattfand.
Sektor-Rally und Kursziele
Die MP Materials Aktie profitiert derzeit von einer breiteren Sektor-Rotation hin zu strategisch wichtigen heimischen Lieferketten für Seltene Erden. Am Freitag kletterte das Papier um 8,81 Prozent auf knapp 55 US-Dollar. Auch institutionelle Anleger positionieren sich: Woodward Diversified Capital baute zuletzt eine neue Position mit über 23.000 Aktien auf und setzt damit auf den Produktionshochlauf der NdFeB-Magnete bis 2028.
Analysten sehen hier noch deutlich Luft nach oben. Der Konsens liegt bei einem Kursziel von 79 US-Dollar, was einem Potenzial von fast 44 Prozent entspricht. Die Bank of America ruft in einem optimistischen Szenario sogar 112 US-Dollar auf. Aktuell testet die Aktie den Widerstand im Bereich von 55 US-Dollar. Mit der staatlichen Preisgarantie im Rücken liegt der Fokus nun darauf, ob die Sektor-Stärke ausreicht, um die Belastung durch die jüngsten Insiderverkäufe dauerhaft zu absorbieren.
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