Nel ASA steuert auf zwei wichtige Ereignisse zu: die Hauptversammlung am 10. April und den Quartalsbericht für Q1 2026 am 22. April. Beide werden zeigen, ob der strategische Umbau des norwegischen Elektrolyseur-Herstellers Früchte trägt — nach einem Geschäftsjahr 2025, das von Abschreibungen und Umsatzrückgängen geprägt war.
Ein schwieriges Jahr liegt hinter Nel
Das Geschäftsjahr 2025 war für Nel eine Zäsur. Der Umsatz schrumpfte um 31 Prozent auf 963 Millionen NOK. Hauptverantwortlich dafür war kein operatives Versagen, sondern ein bewusster Technologiewechsel: Nel schrieb 799 Millionen NOK auf Produktionsanlagen und immaterielle Vermögenswerte ab — ein klares Signal, dass das Unternehmen die erste Generation seiner alkalischen Elektrolysetechnologie hinter sich lässt. Parallel dazu wurde die Belegschaft von 430 auf 346 Vollzeitstellen reduziert, was die Personalkosten um 12 Prozent auf 569 Millionen NOK senkte.
Trotz dieser Belastungen schloss Nel das vierte Quartal mit einem bemerkenswerten Auftragsschub ab. Mit 686 Millionen NOK an neu gebuchten Aufträgen — ein Anstieg von 364 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal — wuchs der Auftragsbestand auf 1.319 Millionen NOK. Darunter befindet sich der bislang größte PEM-Auftrag der Unternehmensgeschichte: eine 40-Megawatt-Anlage für HYDS an zwei Standorten in Norwegen.
Herøya als Dreh- und Angelpunkt
Der strategische Kern ist die Hochskalierung der neuen „Next Generation Pressurized Alkaline“-Plattform im Werk Herøya. Im Dezember 2025 genehmigte der Vorstand die Industrialisierung dieser seit 2018 entwickelten Technologie. Die erste Ausbaustufe zielt auf eine Kapazität von einem Gigawatt und erfordert rund 300 Millionen NOK an Investitionen — abzüglich einer EU-Förderung von bis zu 135 Millionen Euro, die rund 60 Prozent der förderfähigen Kosten abdeckt. Langfristig soll Herøya eine jährliche Kapazität von vier Gigawatt erreichen.
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Die neue Plattform verspricht gegenüber der Vorgängertechnologie einen um bis zu 80 Prozent kleineren Systemfußabdruck und eine Kostensenkung von 40 bis 60 Prozent. Ob diese Versprechen im kommerziellen Maßstab halten, wird die Markteinführung in der ersten Jahreshälfte 2026 zeigen — größere Auslieferungen sind ab 2027 geplant.
Liquidität gibt Spielraum
Nel verfügt zum Jahresende über rund 1,6 Milliarden NOK an liquiden Mitteln — ein Rückgang gegenüber den 1,9 Milliarden NOK Ende 2024, aber ausreichend, um die Herøya-Investitionen, die sich auf 2026 und 2027 verteilen, zu schultern. Das negative EBITDA von rund 275 Millionen NOK verdeutlicht jedoch, wie weit der Weg zur Profitabilität noch ist.
Die Hauptversammlung am 10. April bietet Aktionären die erste formelle Gelegenheit, mit Vorstand und Management über den Zeitplan der Plattformeinführung und die Liquiditätssituation zu sprechen. Der Q1-Bericht am 22. April wird dann erste Hinweise liefern, wie schnell Nel seinen wachsenden Auftragsbestand in tatsächliche Umsätze umwandeln kann.
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