Ferrexpo hat die Produktion von Eisenerzpellets in der Ukraine wieder aufgenommen, nachdem sich die Stromversorgung stabilisiert hat. Während der operative Betrieb am Standort Poltava Mining anläuft, sorgt der Lizenzentzug einer Schweizer Partnerbank für finanzielle Komplikationen. Wie stark schränkt dieser Vorfall den internationalen Zahlungsverkehr des Unternehmens ein?
Operative Erholung nach Energieengpässen
Nach einer Unterbrechung seit Januar sind die Anlagen bei Poltava Mining wieder in Betrieb. Eine Pelletlinie produziert aktuell wieder, da Reparaturen am nationalen Stromnetz und stabilere Energiepreise eine kontinuierliche Fertigung ermöglichen. Zuvor hatten massive Störungen der Infrastruktur den industriellen Stromverbrauch stark eingeschränkt.
Für den Export greift das Unternehmen auf seine eigene Waggonflotte zurück, um Kunden in Ost- und Mitteleuropa zu beliefern. Laut Interim-Chef Lucio Genovese erlaubt die verbesserte Netzkapazität nun wieder eine flexiblere Abwicklung der Exportgeschäfte.
Turbulenzen am Finanzplatz Schweiz
Parallel zum operativen Neustart meldet die Schweizer Tochtergesellschaft Ferrexpo AG Probleme mit ihrem Bankpartner. Die Finanzmarktaufsicht FINMA hat der MBaer Merchant Bank AG die Lizenz entzogen und die Liquidation angeordnet. Ferrexpo nutzte dieses Institut primär für internationale Zahlungen und Abrechnungen außerhalb der Ukraine.
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Zum 9. März hielt die Tochtergesellschaft rund 3 Millionen US-Dollar bei der insolventen Bank. Bei einer Gesamtliquidität der Gruppe von etwa 30 Millionen US-Dollar (Stand Ende Februar) entspricht dies einem nennenswerten Anteil der Barreserven. Zwar rechnen die Liquidatoren mit einer vollständigen Rückzahlung der Einlagen, ein genauer Zeitplan steht jedoch noch nicht fest.
Fokus auf neue Bankverbindungen
Trotz der Liquidation konnten zuletzt zwar einzelne grenzüberschreitende Zahlungen abgewickelt werden, dennoch bleibt die Kapazität für internationale Überweisungen stark eingeschränkt. Das Management sucht deshalb aktiv nach neuen Bankpartnern außerhalb der Ukraine, um die Zahlungsströme zu normalisieren.
Gelingt der Aufbau verlässlicher neuer Kanäle nicht zeitnah, warnt das Unternehmen vor materiellen negativen Folgen für den Gesamtbetrieb. Die operativen Bergbautöchter in der Ukraine sowie die Beziehungen zu anderen, nicht betroffenen Bankpartnern bleiben von der regulatorischen Intervention in der Schweiz unberührt.
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