Volkswagen Aktie: Konsequenzen betrachten

Volkswagens Restrukturierung schreitet mit einem möglichen Milliardenverkauf der Tochter Everllence und neuen Tarifabschlüssen voran. Die Finanzzahlen für 2025 werden am 10. März erwartet.

Kurz zusammengefasst:
  • Gebote für Everllence-Tochter übersteigen Erwartungen
  • Neue Tarifverträge bei PowerCo und in Chattanooga
  • Aktienkurs zeigt aktuell schwache Dynamik
  • Geschäftsbericht 2025 als nächster wichtiger Termin

Volkswagen zieht die Fäden für den nächsten Schritt der Restrukturierung. Im Zentrum steht ein möglicher Milliardenverkauf der Tochter Everllence – flankiert von neuen Tarif- und Beschäftigungspakten bei PowerCo sowie einem historischen Abschluss im US-Werk Chattanooga. Entscheidend wird, ob diese Maßnahmen auch im Zahlenwerk überzeugen: Am 10. März legt der Konzern den Geschäftsbericht 2025 vor.

Everllence-Verkauf: Gebote über Erwartungen

Das stärkste Signal kommt aus dem laufenden Verkaufsprozess der Dieselmotoren-Tochter Everllence (ehemals MAN Energy Solutions). Laut Bloomberg sollen Blackstone und Brookfield in der nächsten Bietrunde Angebote von mindestens 8 Milliarden Euro für eine Mehrheitsbeteiligung vorgelegt haben. Auch Advent, Bain, EQT und CVC sollen im Prozess weitergekommen sein.

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Bemerkenswert ist vor allem die Dynamik: Im Januar war noch eine Bewertungsspanne von 5 bis 6 Milliarden Euro im Umlauf. Dass die ersten Gebote nun darüber liegen, deutet auf spürbaren Wettbewerb hin. Gleichzeitig ist der Deal nicht sicher – die Gespräche laufen, ein Abschluss ist offen. Volkswagen will nach Angaben aus dem Umfeld 30 bis 40 Prozent an Everllence behalten.

Zur Einordnung: Everllence kam 2024 auf 4,3 Milliarden Euro Umsatz und 337 Millionen Euro EBIT. Der Verkauf passt zum Ziel, das Portfolio zu straffen und die Profitabilität zu erhöhen.

PowerCo und Chattanooga: Mehr Planungssicherheit – zu welchem Preis?

Parallel treten arbeitsrechtliche Weichenstellungen in Kraft. Bei der Batterietochter PowerCo gilt seit heute (1. März 2026) ein Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag bis 31. Dezember 2030, der betriebsbedingte Kündigungen verbindlich ausschließt. Davon profitieren rund 2.000 Beschäftigte. Zusätzlich wurde eine Tabellenentgelt-Erhöhung um 5,5 Prozent vereinbart – allerdings gestundet bis zum 1. April 2031.

In den USA ratifizierten UAW-Mitglieder im Werk Chattanooga mit 96% Zustimmung ihren ersten Tarifvertrag. Für die rund 3.200 Beschäftigten beinhaltet er unter anderem eine Lohnerhöhung von 20 Prozent, günstigere Gesundheitsleistungen und Zusagen zur Arbeitsplatzsicherheit.

Was bedeutet diese neue Stabilität für die Kostenbasis? Kurzfristig schafft sie Planbarkeit, mittelfristig bleibt der Spagat zwischen Transformation und Effizienz das zentrale Thema – zumal Volkswagen bis Ende 2028 die Kosten um 20 Prozent senken will.

Aktie: Schwacher Trend, Termin rückt näher

Am Freitag schloss die Aktie bei 100,85 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 2,13%, seit Jahresbeginn sind es -4,95%. Technisch fällt der RSI (14 Tage) von 27,8 auf – ein Wert, der oft auf eine deutlich abgekühlte Dynamik hindeutet.

Der nächste Fixpunkt ist klar: Am 10. März 2026 veröffentlicht Volkswagen den Jahres- und Konzernabschluss 2025. Und am 18. Juni 2026 stimmt die virtuelle Hauptversammlung über die Dividende für 2025 ab. Wenn der Konzern den Umbau glaubwürdig untermauern will, dürfte vor allem der Ausblick für 2026 zeigen müssen, wie stark Ergebnis und Cashflow von Portfolio-Schritten wie Everllence und den neuen Tariflinien geprägt werden.

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