Ein viraler Bericht über eine düstere KI-Zukunft sorgt für Unruhe im Softwaresektor und trifft ServiceNow besonders hart. Während ein hypothetisches Szenario Anleger verunsichert und den Kurs weiter unter Druck setzt, steuert das Management mit Insider-Käufen aktiv dagegen. Ist die Angst vor der Disruption durch Künstliche Intelligenz berechtigt oder überzogen?
Hypothese löst Ausverkauf aus
Die Aktie von ServiceNow fiel am Montag um 3,33 Prozent auf 100,80 US-Dollar und baute damit ihr Minus im laufenden Jahr auf rund 34 Prozent aus. Auslöser war eine viel beachtete Szenario-Analyse von Citrini Research. Der Bericht, verfasst aus der hypothetischen Perspektive des Jahres 2028, skizziert ein Risiko, bei dem fortschrittliche KI-Fähigkeiten massiv Arbeitsplätze im Bürobereich ersetzen.
Für ServiceNow projiziert die Analyse in diesem Gedankenspiel eine deutliche Verlangsamung des Wachstums: Der jährliche Vertragswert (ACV) könnte im dritten Quartal 2026 nur noch um 14 Prozent wachsen – deutlich unter den bisherigen 23 Prozent. Obwohl Citrini Research betonte, dass es sich um ein Szenario und keine Prognose handele, reagierten die Märkte nervös. Auch andere Branchengrößen wie Salesforce und MongoDB gaben deutlich nach. Marktbeobachter von Mizuho merkten an, dass der Bericht Zweifel säte, gerade als Investoren ohnehin sensibel auf mögliche negative KI-Folgeeffekte reagierten.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?
Partnerschaft verpufft, Insider kaufen
Eine zeitgleich verkündete KI-Partnerschaft mit Tata Consultancy Services (TCS) konnte die negative Stimmung nicht aufhellen. Die geplante Entwicklung gemeinsamer Lösungen für IT und Kundensupport trat angesichts der breiteren Sektorschwäche in den Hintergrund.
Im Kontrast zur Kursentwicklung steht jedoch das Verhalten der Führungsebene. CEO William McDermott und weitere Vorstände stoppten laut SEC-Unterlagen ihre geplanten Aktienverkäufe. McDermott verpflichtete sich stattdessen, am 27. Februar ServiceNow-Aktien im Wert von 3 Millionen US-Dollar zu kaufen. Diese Insider-Signale folgen auf operativ solide Zahlen: Im vierten Quartal 2025 stiegen die Abonnementeinnahmen um 21 Prozent, begleitet von einem neuen Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden US-Dollar.
Termine für Anleger
In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob das Management die Bedenken zerstreuen kann. Führungskräfte präsentieren sich bereits morgen auf dem Bernstein TMT Forum, gefolgt von einem Auftritt des CEO bei Morgan Stanley am 4. März. Die nächsten konkreten Quartalszahlen werden für den 22. April 2026 erwartet.
ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:
Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
