Der Aufsichtsrat des angeschlagenen Agrar- und Energiekonzerns berät über eine Neubesetzung der Führungsetage. Die Ad-hoc-Mitteilung vom Dienstagabend kommt nur wenige Wochen nach dem Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra – und könnte den Übergang zur nächsten Sanierungsphase markieren.
Aufsichtsrat berät ergebnisoffen
In der um 20:17 Uhr veröffentlichten Pflichtmitteilung teilte BayWa mit, dass der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung die künftige personelle Aufstellung des Vorstands diskutiert hat. Konkrete Beschlüsse oder Namen nannte das Unternehmen nicht. Sobald rechtliche Anforderungen dies verlangen, will der Konzern den Kapitalmarkt über den Fortgang der Beratungen informieren.
Eine solche Ad-hoc-Mitteilung deutet in der Regel darauf hin, dass Veränderungen an der Unternehmensspitze konkret erwogen werden. Der Kurs, der sich zuletzt zwischen 3,00 und 3,20 Euro bewegte, dürfte am Mittwoch unter erhöhter Beobachtung stehen.
Cefetra-Verkauf als Wendepunkt
Die Diskussion um den Vorstand erfolgt vor dem Hintergrund einer umfassenden Restrukturierung. Ende Dezember 2025 hatte BayWa den Verkauf der niederländischen Agrarhandelstochter Cefetra Group an ein Investorenkonsortium vermeldet. Der Deal soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden und die Bankverbindlichkeiten um mehr als 600 Millionen Euro senken. Zusätzlich fließen dem Konzern liquide Mittel im dreistelligen Millionenbereich zu.
Die Fakten im Überblick:
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- Aufsichtsrat berät ergebnisoffen über Vorstandsbesetzung
- Keine konkreten Beschlüsse in heutiger Sitzung
- Cefetra-Verkauf reduziert Schulden um über 600 Mio. Euro
- Kapitalerhöhung im November 2025 brachte 179 Mio. Euro
Bereits im November 2025 hatte das Unternehmen durch eine Kapitalerhöhung rund 179 Millionen Euro eingesammelt. Dass nun, kurz nach diesen strategischen Schritten, die Führungsstruktur auf den Prüfstand gestellt wird, könnte den Übergang von der reinen Finanzrettung zur operativen Neuausrichtung signalisieren.
Was Anleger erwartet
Für Aktionäre sind drei Punkte entscheidend: Erstens wird der Markt zeitnah eine Folgemeldung mit konkreten Namen erwarten. Ein Wechsel an der Spitze wird oft als Signal für einen strategischen Neuanfang gewertet. Zweitens dürften die Banken, die das Stillhalteabkommen stützen, bei der Besetzung des Vorstands mitsprechen. Eine einvernehmliche Lösung wäre ein positives Signal für die Stabilität des Sanierungskurses.
Die Aktie kämpft aktuell um eine Bodenbildung oberhalb der 3-Euro-Marke. Der Cefetra-Deal ist ein wesentlicher Meilenstein in der Entschuldung – die personelle Neuaufstellung könnte zeigen, ob der Fokus künftig auf weiterer Portfoliobereinigung oder auf der Stärkung der verbliebenen Kernsparten Agrar, Bau und Energie liegt.
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