OHB Aktie: Strategische Offensive

Der Raumfahrtkonzern OHB expandiert mit einer neuen Mondgesellschaft und strebt bis 2028 einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro an. Die Profitabilität soll ebenfalls steigen.

Kurz zusammengefasst:
  • Gründung einer eigenen Mondlogistik-Tochtergesellschaft
  • Umsatzziele für 2028 auf über zwei Milliarden Euro angehoben
  • Geplante Steigerung der EBITDA-Marge auf über 12 Prozent
  • Gespräche mit Rheinmetall über Verteidigungskooperation

Der Bremer Raumfahrtkonzern schaltet einen Gang höher. Mit der Gründung einer eigenen Mond-Tochtergesellschaft und deutlich angehobenen Finanzzielen untermauert das Management seine Wachstumsambitionen bis 2028. Doch wie realistisch ist der geplante Sprung bei Umsatz und Profitabilität angesichts der komplexen Projekte?

Expansion Richtung Mond

OHB weitet das Geschäftsmodell über die klassische Satellitentechnik hinaus aus. Am vergangenen Mittwoch gab das Unternehmen die Gründung der „European Moonport Company“ am Standort Oberpfaffenhofen bekannt. Ziel der neuen Einheit ist der Aufbau einer logistischen Infrastruktur auf der Mondoberfläche. In Zusammenarbeit mit dem Flughafen München soll ein Konzept für Start- und Landemöglichkeiten entwickelt werden, das als Drehkreuz für zukünftige Missionen dient.

OHB SE

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Diese strategische Weichenstellung wird politisch flankiert. Der Freistaat Bayern hat angekündigt, bis 2030 über eine Milliarde Euro in die Luft- und Raumfahrt zu investieren, was dem Standort Oberpfaffenhofen zusätzlichen Rückenwind verleihen dürfte.

Ambitionierte Finanzziele

Dass es sich hierbei nicht nur um Zukunftsvisionen handelt, sollen die jüngsten Zahlen belegen. Auf dem Capital Market Day präsentierte der Vorstand einen optimistischen Fahrplan für die kommenden Jahre.

Die Kernziele im Überblick:
* Auftragslage: Der Auftragseingang kletterte 2025 um rund 24 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Mittelfristig werden jährlich rund 3 Milliarden Euro angestrebt.
* Umsatz: Die Gesamtleistung soll bis 2028 auf über 2,0 Milliarden Euro steigen (Plan 2026: 1,4 Mrd. Euro).
* Profitabilität: Die EBITDA-Marge soll sich von geplanten 11 Prozent im Jahr 2026 auf über 12 Prozent im Jahr 2028 verbessern.

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Verteidigungssektor und Börsennotiz

Neben der Raumfahrt gewinnt der Verteidigungsmarkt an Relevanz. OHB bestätigte Ende Januar laufende Gespräche mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall über eine mögliche Kooperation bei öffentlichen Vergabeverfahren. Diese Partnerschaft könnte den Zugang zu lukrativen Verteidigungsaufträgen erleichtern.

Parallel dazu trat das Management Spekulationen über einen möglichen Börsenrückzug entgegen. Ein Delisting sei derzeit nicht geplant, da die Transparenz der Börsennotiz als vertrauensbildende Maßnahme gegenüber Kunden geschätzt werde. Operativ untermauerte OHB die Leistungsfähigkeit zuletzt durch erfolgreiche Starts von Galileo-Navigationssatelliten und dem Wettersatelliten MTG-S1.

Die Bestätigung des vorläufigen Zahlenwerks und weitere Details zur Profitabilität werden am 19. März 2026 erwartet, wenn der Konzern seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 vorlegt.

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