Aixtron rückt mit einem klaren Narrativ ins neue Jahr: Der Spezialmaschinenbauer soll nach Ansicht der Bank of America eine der spannendsten europäischen Adressen für die Infrastruktur der KI-Revolution sein. Die Aktie hat sich seit dem Frühjahr deutlich erholt und notiert nun auf Rekordniveau. Entscheidend ist dabei weniger die jüngste Kursbewegung als die Frage, ob sich der Übergang in ein neues Wachstumsregime ab 2026 tatsächlich materialisiert.
Bank of America setzt auf „AI Power Play“
Auslöser der aktuellen Stärke ist eine frische Studie der Bank of America vom Dienstag. Die US-Bank bekräftigt nicht nur ihr „Buy“-Votum, sondern führt Aixtron erneut als einen ihrer zentralen „Small- and Mid-Cap Top Picks“ für 2026. Das Kursziel von 25,10 Euro bleibt unverändert und signalisiert vom aktuellen Kurs um 21,37 Euro ein weiteres Aufwärtspotenzial von gut 20 Prozent.
Im Fokus steht dabei die Rolle des Unternehmens als Ausrüster für die nächste Generation von Rechenzentren. Während viele KI-Stories auf Software setzen, liefert Aixtron nach Einschätzung der Analysten die physische Basis für effizientere Hardware.
Die wichtigsten Argumente der Bank of America im Überblick:
- GaN-Dominanz: Geschätzter Marktanteil von rund 90 % bei Anlagen für Galliumnitrid (GaN), einer Schlüsseltechnologie für energieeffiziente KI-Server.
- Rückkehr der Optoelektronik: Wieder anziehende Nachfrage nach optoelektronischen Lösungen, gestützt durch den steigenden Bedarf an schneller Datenübertragung in Rechenzentren.
- Wachstumsschub ab 2026: 2025 gilt als bewusst in Kauf genommenes Übergangsjahr. Ab dem zweiten Halbjahr 2026 erwarten die Analysten eine deutliche Beschleunigung der Auftragseingänge.
Damit verlagert sich der Blick von kurzfristigen Zyklen hin zu strukturellem Wachstum im KI-Umfeld. Das macht die Story aus Analystensicht deutlich robuster.
Kursdynamik und Short-Positionen
Die Aktie hat die Trendwende charttechnisch untermauert. Seit Jahresbeginn legte der Kurs um rund 9 % zu, auf Sicht von zwölf Monaten sogar um rund 36 %. Mit 21,37 Euro wurde gestern ein neues 52-Wochen-Hoch markiert, der Abstand zum Tief bei 9,13 Euro beträgt inzwischen über 130 %. Der Kurs liegt deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 14,66 Euro, was den etablierten Aufwärtstrend unterstreicht.
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Diese Entwicklung bringt Leerverkäufer in die Defensive. Hedgefonds wie der Pennant Windward Master Fund oder JPMorgan Asset Management halten weiterhin signifikante Netto-Leerverkaufspositionen. Je höher der Kurs steigt, desto teurer werden diese Positionen. Ein nachhaltiger Ausbruch oberhalb des Widerstandsbereichs um 21 Euro könnte zusätzliche Eindeckungskäufe auslösen und die Aufwärtsbewegung weiter verstärken.
Auffällig ist zugleich der technische Spannungszustand: Der RSI auf 14-Tage-Basis liegt mit 25,1 im überverkauften Bereich, während der Titel mit knapp 20 % Abstand über dem 50-Tage-Durchschnitt notiert. Das signalisiert eine starke Rally der vergangenen Wochen, aber auch die Gefahr kurzfristiger Rücksetzer.
Was die KI-Story für den Chart bedeutet
Die jüngste Stabilisierung über der Marke von 20 Euro wird am Markt als Bestätigung einer abgeschlossenen Bodenbildung gewertet. Kurzfristig ist der Bereich um 20,40 Euro eine zentrale Unterstützung. Solange dieser Bereich hält, bleibt das Momentum positiv und der Fokus klar auf dem strukturellen Potenzial im KI-Sektor.
Gleichzeitig ist der Kursanstieg der letzten Monate eng mit der Erwartung verknüpft, dass die ab 2026 erwartete Auftragsbeschleunigung tatsächlich eintritt. Der Titel preist damit bereits einen Teil des künftigen Wachstums ein. Rückschläge wären vor allem dann denkbar, wenn sich diese Perspektive verzögert oder abschwächt.
Im Kern steht Aixtron aktuell für zweierlei: eine stark gespielte KI-Infrastruktur-Story und eine technisch bestätigte Trendwende. Die Kombination aus positivem Analystenblick, hohen Short-Positionen und klar definierten Unterstützungen macht die nächsten Monate entscheidend dafür, ob die Aktie ihren Lauf in Richtung des von der Bank of America genannten Kursziels fortsetzen kann oder zunächst in eine Konsolidierungsphase eintritt.
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