IonQ Aktie: Gegensätze prallen aufeinander

Trotz Kursrückgang stocken Großanleger ihre Positionen bei IonQ auf. Der Fokus liegt nun auf den anstehenden Quartalszahlen, die das hohe Wachstum bestätigen müssen.

Kurz zusammengefasst:
  • Institutionelle Investoren bauen Positionen deutlich aus
  • Aufsichtsratsmitglied kauft eigene Aktien zu
  • Analysten sehen hohes Aufwärtspotenzial für die Aktie
  • Nächster Quartalsbericht mit starkem Umsatzwachstum erwartet

IonQ steckt in einem ungewohnten Spagat: Während der Kurs zuletzt nachgab, bauen institutionelle Investoren ihre Positionen deutlich aus und auch ein Aufsichtsrat greift zu. Im Markt prallen damit kurzfristige Skepsis und langfristige Hoffnungen auf die Quantum-Story direkt aufeinander. Entscheidend wird, ob die kommenden Zahlen den hohen Erwartungen an Wachstum und Zukunftspotenzial standhalten.

Institutionelle kaufen trotz Kursdelle

Trotz der jüngsten Schwächephase zeigen neue Meldungen von Großanlegern: Professionelle Investoren drehen eher am Gashahn als auf die Bremse.

IonQ

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Y Intercept Hong Kong Ltd hat seine Beteiligung im dritten Quartal um 109,3 % aufgestockt. Das Institut erwarb zusätzlich 155.294 Aktien und hält nun 297.344 IonQ-Papiere im Volumen von rund 18,29 Mio. US-Dollar.

Ein derart kräftiger Positionsausbau deutet darauf hin, dass diese Adresse die aktuelle Kursschwäche als Gelegenheit für den Einstieg oder Ausbau wertet. Marktbeobachter sehen darin ein Signal, dass institutionelle Investoren der technologischen Roadmap und den langfristigen Marktchancen im Quantum-Computing deutlich mehr Gewicht beimessen als den derzeit schwankenden Bewertungen von Wachstumswerten.

Insidertransaktionen: Geteilte Signale

Zusätzlich sorgt der Blick ins Management für Gesprächsstoff. Aufsichtsratsmitglied William J. Teuber Jr. hat jüngst 2.000 Aktien zugekauft und dafür rund 109.630 US-Dollar investiert. Solche Käufe aus dem eigenen Haus werden häufig als Vertrauensbeweis in die eigene Gesellschaft gewertet, da Insider den operativen Fortschritt und anstehende Meilensteine besonders gut kennen.

Ganz einheitlich ist das Bild aber nicht. Parallel zu Teubers Zukauf haben andere Führungskräfte, darunter Aufsichtsrätin Kathryn K. Chou, zuletzt Aktien veräußert. Anleger werten diese Mischung aus Käufen und Verkäufen meist differenziert: Einerseits spricht der Zukauf für Überzeugung im Aufsichtsrat, andererseits können Verkäufe ein Hinweis darauf sein, dass einzelne Insider das aktuelle Bewertungsniveau zumindest teilweise für attraktiv zur Gewinnmitnahme halten.

Bewertung und Analystenerwartungen

An der Börse wird IonQ weiterhin mit einem deutlichen Wachstumsaufschlag gehandelt. Die Marktkapitalisierung schwankt derzeit im Korridor von rund 16,4 bis 18 Mrd. US-Dollar – bei einem Umsatz der letzten zwölf Monate von etwa 80 Mio. US-Dollar. Diese Lücke zwischen aktuellem Umsatz und Börsenwert spiegelt den hohen Vorschuss wider, den der Markt der künftigen Rolle von Quantum-Computing einräumt.

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Trotz dieser ambitionierten Bewertung bleiben Analysten überwiegend positiv gestimmt. Die Konsensschätzungen im Überblick:

  • Median-Kursziel: 72,50 US-Dollar
  • Oberes Kursziel: bis zu 100 US-Dollar (Jefferies)
  • Aktueller Kurs: 47,25 US-Dollar (Schlusskurs Freitag, Tagesminus 4,22 %, rund 7 % Verlust auf Wochensicht)

Aus diesen Zielspannen ergibt sich ein theoretisches Aufwärtspotenzial von deutlich über 50 %, vorausgesetzt IonQ kann seinen Wachstumsplan glaubwürdig umsetzen. Gleichzeitig macht das hohe Kurs-Umsatz-Verhältnis die Aktie anfällig für Rückschläge, sollten Projekte langsamer vorankommen oder Meilensteine verfehlt werden.

Nächste Quartalszahlen im Fokus

Mit Blick nach vorn richten sich die Augen nun auf den nächsten Ergebnisbericht. Die Konsensschätzungen sehen vor:

  • Umsatzprognose für das Quartal: 40,31 Mio. US-Dollar
  • Erwarteter Gewinn je Aktie (EPS): -0,48 US-Dollar
  • Erwartetes Umsatzwachstum: über 244 % im Jahresvergleich

Damit steht IonQ vor der Aufgabe, sehr starkes Wachstum zu liefern, obwohl das Unternehmen weiterhin rote Zahlen schreibt. Für die kurzfristige Kursentwicklung dürfte weniger entscheidend sein, ob die Schätzungen punktgenau getroffen werden, sondern ob das Management überzeugend darlegen kann, dass:

  • das hohe Umsatzwachstum mehr als ein Einmaleffekt ist,
  • die Skalierung des Geschäftsmodells vorankommt und
  • der Weg zur Profitabilität klarer wird.

Technisch betrachtet hinkt die Aktie zuletzt hinter dem Technologiesektor her. Während der Nasdaq leichte Zugewinne verzeichnete, lag IonQ in dieser Woche im Minus. Am Freitag schloss die Aktie bei 47,25 US-Dollar und liegt damit rund ein Drittel unter dem 52-Wochen-Hoch, zugleich aber deutlich über dem Jahrestief; der 50-Tage-Durchschnitt von 44,80 US-Dollar wird noch komfortabel überboten, der RSI von 57,4 signalisiert ein neutrales, leicht positives Momentum.

Im Kern läuft alles auf den anstehenden Zahlenbericht hinaus: Gelingt IonQ der Nachweis, dass das extreme Wachstumstempo nachhaltig ist und der Pfad zu besseren Margen konkreter wird, könnten die jüngsten Zukäufe institutioneller Investoren und die optimistischen Kursziele neue Unterstützung für die Aktie liefern. Andernfalls dürfte der Markt die hohe Bewertung schneller in Frage stellen, als es den Quantum-Fans lieb ist.

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