Petrobras Aktie: Exportsteuer belastet
Eine neue Exportsteuer auf Öl und der Weggang des Aufsichtsratschefs setzen Petrobras unter Druck. Analysten sehen die Aussichten für Dividenden geschwächt.

Kurz zusammengefasst
- Neue Exportsteuer von 12 Prozent auf Öl
- Wechsel des Aufsichtsratsvorsitzenden in die Regierung
- Herabstufung der Aktie durch Jefferies auf Hold
- Starke Inlandsnachfrage trotz externer Belastungen
Gleich zwei Belastungsfaktoren treffen Petrobras zur selben Zeit: Der Aufsichtsratsvorsitzende Bruno Moretti hat sein Amt niedergelegt, um als Planungs- und Budgetminister in die brasilianische Regierung zu wechseln. Und eine neue Exportsteuer auf Öl drückt auf die Gewinnaussichten.
Jefferies stuft ab
Die Steuer von 12 % auf Ölexporte ist der eigentliche Treiber der jüngsten Kursschwäche. Jefferies reagierte bereits am 13. März mit einer Herabstufung von „Buy“ auf „Hold“ — mit der Begründung, die Abgabe könnte den Spielraum für weitere Dividendenerhöhungen spürbar einengen. Für ein Unternehmen, das vor allem als Dividendentitel geschätzt wird, ist das ein empfindlicher Treffer.
Dabei läuft das operative Geschäft keineswegs schlecht. Der Brent-Ölpreis kletterte im ersten Quartal 2026 von rund 60 auf knapp 108 US-Dollar je Barrel — ein Niveau, das Produzenten normalerweise kräftig begünstigt. Die Exportsteuer wirkt hier als fiskalischer Gegengewicht: Ein Teil der Mehreinnahmen fließt direkt an den brasilianischen Staat.
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Starke Inlandsnachfrage, unsicheres Außenbild
Im Inland zeigt sich Petrobras robust. Bei einer Flüssiggasauktion am Dienstag erreichte der Aufschlag auf den Raffineriepreis im Werk Duque de Caxias bis zu 117 % — ein Zeichen für anhaltend hohe Nachfrage.
Auf der außenwirtschaftlichen Seite rückt der 1. Mai näher: Ab dann soll das EU-Mercosur-Handelsabkommen vorläufig in Kraft treten. Wie sich das auf die Exportbedingungen für brasilianische Energieprodukte auswirkt, bleibt abzuwarten. Kurzfristig dürfte der Fokus der Anleger jedoch auf der Frage bleiben, wie stark die 12-%-Steuer den Cashflow und damit die Dividendenpolitik für den Rest des Jahres belastet. Die Aktie notiert trotz des jüngsten Rücksetzers noch rund 55 % über ihrem Stand vom Jahresbeginn.
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