Trotz eines gemeldeten Rekordquartals geriet das Papier des Reisekonzerns zuletzt spürbar unter die Räder. Während der Markt skeptisch auf die künftige Buchungslage blickt, senden nun zwei gewichtige Instanzen Signale der Stärke: Die Ratingagentur Fitch bestätigt die Bonität und das Top-Management nutzt die Kursschwäche für signifikante Zukäufe.
Doppeltes Vertrauenssignal
Die Ratingagentur Fitch bestätigte am Donnerstag die langfristige Bonitätsnote „BB“ für den Hannoveraner Touristikriesen. Der Ausblick bleibt stabil. Diese Bewertung honoriert die gefestigte Marktposition und die verbesserte Bilanzstruktur des Konzerns nach den turbulenten Vorjahren. Fitch verweist zwar auf bestehende Herausforderungen wie den Margendruck im Pauschalreisegeschäft und saisonale Schwankungen, sieht die finanzielle Basis jedoch als gefestigt an.
Noch deutlicher fällt das Votum aus der Chefetage aus. Nach dem Kursrutsch infolge der Q1-Zahlen haben CEO Sebastian Ebel und Vorstandsmitglied Sybille Reiß Aktien des eigenen Unternehmens erworben. Diese Insiderkäufe, die kurz nach der Zahlenvorlage getätigt wurden, demonstrieren die Überzeugung des Managements, dass die aktuelle Marktbewertung die operative Realität nicht widerspiegelt.
Diskrepanz zwischen Zahlen und Kurs
An der Börse dominiert derzeit jedoch die Vorsicht. Aktuell notiert die Aktie bei 8,17 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von 8,43 Prozent. Der jüngste Rücksetzer drückte den Kurs auch unter den wichtigen 50-Tage-Durchschnitt von 8,94 Euro.
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Verantwortlich für den Abgabedruck waren nicht die nackten Zahlen des ersten Quartals – diese fielen stark aus. Vielmehr sorgen sich Marktteilnehmer um eine mögliche Verlangsamung der Buchungsdynamik und ein verändertes Kundenverhalten hin zu kurzfristigeren Reservierungen. Dass die Aktie kürzlich ex-Dividende (0,10 Euro) handelte, erklärt den Abschlag nur zu einem kleinen Teil.
Analysten bleiben optimistisch
Im Gegensatz zur aktuellen Marktstimmung halten führende Investmentbanken an ihren positiven Einschätzungen fest. Institute wie Barclays und JPMorgan bestätigten nach den Quartalszahlen ihre „Overweight“-Voten. Sie gewichten die operative Erholung und die strategische Neuausrichtung offenbar stärker als die kurzfristigen konjunkturellen Unsicherheiten.
Das Fazit fällt eindeutig aus: Während der Aktienkurs eine gewisse Skepsis einpreist, sprechen die Rating-Bestätigung und die Insiderkäufe eine andere Sprache. Diese Divergenz zwischen Preisentwicklung und fundamentaler Bewertung durch Management und Ratingagenturen definiert die aktuelle Situation bei TUI.
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