UBS Aktie: Zwei Nachrichten, ein Bild

UBS hat die Migration der ehemaligen Credit-Suisse-Kunden abgeschlossen und einen IT-Ausfall behoben. Die Bank fokussiert nun auf Kosteneinsparungen und erwartet regulatorische Entscheidungen.

Eduard Altmann ·
UBS Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Abschluss der komplexen Kundenmigration in der Schweiz
  • Behebung eines globalen Technologieausfalls im Handel
  • Geplante Kosteneinsparungen von 13,5 Milliarden Dollar
  • Erwartung neuer Kapitalvorschriften im April

Kundenmigration abgeschlossen, IT-Ausfall behoben — UBS lieferte diese Woche gleich zwei Schlagzeilen auf einmal. Dass beide aus dem Bereich Technologie stammen, ist kein Zufall: Die Bank steckt mitten in dem, was sie selbst als „eine der komplexesten Fusionen in der Bankengeschichte“ bezeichnet.

Meilenstein mit Beigeschmack

Am 18. März bestätigte UBS den Abschluss der Kundenmigration: Alle in der Schweiz gebuchten ehemaligen Credit-Suisse-Kunden wurden auf die eigenen Systeme übertragen. Das Projekt war enorm — über 80.000 Tests, mehr als 132.000 Schulungsstunden, täglich fast 3,1 Millionen Transaktionen auf der internen Plattform. Einen Tag zuvor hatte ein globaler Technologieausfall Teile des Handelsgeschäfts lahmgelegt und vorübergehende Handelsstopps erzwungen.

Die Ursache des Ausfalls nannte UBS nicht. Die Bank identifizierte das Problem und spielte eine Lösung ein. Ob der Vorfall symptomatisch für die laufende Infrastrukturumstellung ist oder ein isoliertes Ereignis bleibt, lässt sich derzeit nicht beurteilen. Vergleichbare Störungen trafen zuletzt auch andere Häuser: Die London Metal Exchange verlor am Montag ihr primäres Handelssystem, Lloyds Banking Group kämpfte in der Vorwoche mit einem Datenschutzfehler.

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Kostenziel im Blick

Mit der abgeschlossenen Migration kann Finanzchef Todd Tuckner nun die Stilllegung der alten Credit-Suisse-Plattformen einleiten — bis Ende 2026 soll der gesamte Prozess beendet sein. Bis dahin plant UBS Bruttokosteneinsparungen von 13,5 Milliarden US-Dollar. Bereits bis Ende 2025 hatte die Bank rund 1.600 ehemalige CS-Geschäftsanwendungen abgeschaltet.

Parallel bereitet UBS einen Umbau des Verwaltungsrats vor. Zur Hauptversammlung am 15. April sollen Agustín Carstens, langjähriger Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, und Luca Maestri, früherer CFO von Apple, neu in das Gremium gewählt werden. Die Nominierungen stärken die Expertise in Regulierung und Finanzsteuerung — beides relevant, da der Schweizer Bundesrat im April die künftigen Kapitalanforderungen für die Bank festlegen will.

Am 29. April legt UBS die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Bis dahin dürfte die Berner Entscheidung zu den Kapitalvorschriften der entscheidende Kurstreiber bleiben — wichtiger als jede IT-Meldung.

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UBS Aktie

31,75 EUR

– 0,51 EUR -1,58 %
KGV 16,09
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 3,67 %
Marktkapitalisierung 92,50 Mrd. EUR
ISIN: CH0244767585 WKN: A12DFH

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