Alibaba präsentiert sich bei den Olympischen Winterspielen 2026 als globaler Technologiepartner und hat parallel sein neuestes KI-Modell Qwen3.5 vorgestellt. Doch während der Cloud- und KI-Bereich boomt, steht die Aktie unter erheblichem Verkaufsdruck. Am 5. März folgen die Quartalszahlen – und die Investoren warten gespannt auf Signale, ob sich die Milliarden-Investitionen tatsächlich in profitables Wachstum verwandeln.
Olympische Bühne für Cloud-Technologie
Als weltweiter TOP-Partner des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) stattete Alibaba die Winterspiele in Milano Cortina technologisch aus. Das Unternehmen setzte seine Cloud- und KI-Lösungen ein, um Energieverbrauch zu überwachen, Transportsysteme zu optimieren und Broadcasting-Operationen zu verbessern.
Besonders im Fokus: Alibabas hauseigene Qwen-Sprachmodelle. Das IOC testete einen intelligenten Chatbot, der auf Qwen basiert und Mitarbeitern Zugriff auf historische und Echtzeit-Daten zum Stromverbrauch ermöglichte. Das International Broadcasting Centre fiel 25 Prozent kleiner aus als 2022 in Peking – möglich gemacht durch Cloud-First-Ansätze. Insgesamt verarbeitete das System 4.198 Video-Highlights aus 391 Wettkampf-Sessions.
Die olympische Bühne dient Alibaba als hochkarätige Referenz für seine globalen Cloud-Ambitionen – zeitlich perfekt platziert wenige Tage vor den nächsten Geschäftszahlen.
Qwen3.5: Der Angriff im KI-Wettlauf
Mitte Februar veröffentlichte Alibaba Cloud Qwen3.5-397B-A17B, sein Flaggschiff unter den Open-Weight-Modellen. Das System unterstützt 201 Sprachen und wurde für Coding, GUI-Interaktion, Video-Verständnis und komplexe KI-Workflows entwickelt. Laut Alibaba liefert Qwen3.5 60 Prozent niedrigere Kosten und eine 8,6- bis 19-fach höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit im Vergleich zur Vorgängergeneration.
Die Konkurrenz ist jedoch hart: Allein im Februar 2026 haben mehrere chinesische KI-Labs größere Modelle gelauncht, darunter Zhipus GLM-5 und Moonshot AIs Kimi K2.5. Parallel halten US-amerikanische Anbieter den Druck hoch. Alibaba muss sich in einem zunehmend umkämpften Markt behaupten – verschärft durch geopolitische Spannungen und regulatorische Unsicherheiten.
Cloud wächst – aber reicht das?
Im abgelaufenen Quartal zum September 2025 legte Alibabas Cloud-Umsatz um 34 Prozent im Jahresvergleich zu und war damit das am schnellsten wachsende Segment des Konzerns. KI-bezogene Cloud-Erlöse stiegen sogar dreistellig. Die Qwen-Modelle wurden über 600 Millionen Mal heruntergeladen und zählen zu den meistgenutzten Open-Source-KI-Modellen weltweit.
Trotz dieser Dynamik drücken die massiven Investitionen auf die Margen. Alibaba hat angekündigt, in den kommenden drei Jahren mehr als 50 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur zu stecken. Die zentrale Frage lautet: Wann zahlt sich dieser Aufwand in nachhaltig profitablem Wachstum aus?
Die Aktie handelt derzeit bei 119 Euro und liegt damit deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 161,60 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über zehn Prozent. Investoren scheinen vor den Quartalszahlen Positionen zu reduzieren – die Unsicherheit über Profitabilität und Wettbewerbsdruck wiegt schwer.
Am 5. März wird Alibaba Einblick in die Entwicklung des dritten Geschäftsquartals geben. Der Markt erwartet konkrete Aussagen zur Margensituation im Cloud-Geschäft und zur KI-Monetarisierung. Ob die olympische Technologie-Show und die Qwen-Offensive sich in harten Finanzkennzahlen niederschlagen, entscheidet über die kurzfristige Richtung der Aktie.
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