Coinbase sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, aktiv gegen eine steuerliche Erleichterung für Bitcoin-Zahlungen zu lobbyieren — und das ausgerechnet zugunsten von Stablecoins, die zum eigenen Geschäftsmodell passen. CEO Brian Armstrong und Chief Policy Officer Faryar Shirzad wiesen die Anschuldigungen am 11. März öffentlich zurück.
Der Streit um die De-Minimis-Regelung
Ausgangspunkt war ein Beitrag des Bitcoin-Podcasters Marty Bent, der behauptete, Coinbase rate Gesetzgebern von einer geplanten Steuerbefreiung für Bitcoin-Transaktionen ab. Konkret geht es um einen Gesetzentwurf von Senatorin Cynthia Lummis: Käufe bis 300 Dollar pro Transaktion und 5.000 Dollar jährlich sollen von der Kapitalertragsteuer ausgenommen werden. Heute löst jede Zahlung mit Bitcoin in den USA einen steuerpflichtigen Vorgang aus, der aufwändige Buchführung erfordert.
Die Brisanz des Vorwurfs: Coinbase soll sich stattdessen für eine Regelung eingesetzt haben, die ausschließlich Stablecoins begünstigt — ein Segment, in dem das Unternehmen eigene Interessen hat. Block-Gründer Jack Dorsey schaltete sich via X ein und fragte Armstrong direkt nach der Position des Unternehmens. Shirzad bezeichnete die Gerüchte daraufhin als falsch, Armstrong nannte sie schlicht „komplett unwahr“.
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Das Bitcoin Policy Institute bestätigte unterdessen, dass es in Washington tatsächlich Bestrebungen gibt, die geplante Steuerbefreiung auf Stablecoins zu beschränken. Die Organisation führt nach eigenen Angaben aktiv Gespräche mit Gesetzgebern, um die Nachteile eines solchen Ausschlusses für dezentrale Kryptowährungen zu erläutern.
Expansion in Europa
Unabhängig vom politischen Gegenwind in den USA hat Coinbase am 9. März den Start regulierter Futures-Kontrakte in 26 europäischen Ländern bekanntgegeben. Es ist das erste Mal, dass das Unternehmen Derivate direkt für europäische Nutzer anbietet — bislang wichen diese auf unregulierten Offshore-Plattformen aus. Die neuen Produkte laufen über eine MiFID-registrierte europäische Einheit und umfassen unter anderem cash-besicherte Bitcoin-Futures sowie krypto-verknüpfte Aktienindizes. Einige Kontrakte ermöglichen einen Hebel von bis zu zehnfacher Positionsgröße.
Die Aktie hat sich nach einem schwachen Jahresstart zuletzt deutlich erholt — allein im vergangenen Monat legte sie rund 32 Prozent zu. Ob die europäische Derivate-Expansion und der Ausgang der Steuergesetzgebung in Washington den Kurs nachhaltig stützen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen, wenn erste Nutzungsdaten aus Europa vorliegen und der Kongress die De-Minimis-Debatte weiterführt.
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