Porsche AG Aktie: Warntafel ignoriert?

Porsche verzeichnet den stärksten Absatzrückgang seit 2009, angetrieben durch eine Krise im China-Geschäft. Der neue CEO steht vor der Aufgabe, die versprochene operative Erholung für 2026 zu untermauern.

Kurz zusammengefasst:
  • Auslieferungen 2025 um 10 Prozent gesunken
  • China-Markt bricht um 26 Prozent ein
  • Aktienkurs notiert nahe 52-Wochen-Tief
  • Elektromodelle in Europa überholen Verbrenner

Stuttgarts Sportwagenbauer steht mit dem Rücken zur Wand. Kurz vor dem heutigen Pre-Close Call notiert die Aktie in Schlagdistanz zum Allzeittief. Nach enttäuschenden Absatzzahlen fragen sich Anleger, ob das Management glaubwürdige Signale für eine operative Wende im Jahr 2026 senden kann oder ob die China-Schwäche das Geschäft nachhaltig beschädigt.

  • Termin: Pre-Close Call heute um 16:30 Uhr.
  • Absatz: Auslieferungen 2025 sanken um 10 Prozent.
  • China-Krise: Rückgang von 26 Prozent im wichtigsten Markt.
  • Kursentwicklung: Minus 13,34 Prozent seit Jahresanfang.

Fundamentale Belastungsfaktoren

Der jüngste Kursrutsch hat handfeste operative Gründe. Mit weltweit knapp 279.500 ausgelieferten Fahrzeugen verfehlte der Konzern das Vorjahresergebnis deutlich. Dies markiert den stärksten Absatzrückgang seit 2009. Verantwortlich hierfür ist primär der chinesische Markt, der sich als massiver Bremsklotz erwies. Ein Minus von 26 Prozent in dieser Region lässt sich auch durch stabile Zahlen in Nordamerika nicht kompensieren.

Porsche AG

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Vertriebsvorstand Matthias Becker begründete die Entwicklung unter anderem mit einer anhaltend schwachen Nachfrage nach Luxusprodukten in China sowie bewussten Angebotslücken bei Verbrenner-Modellen. Diese „Value over Volume“-Strategie wird derzeit vom Markt auf eine harte Probe gestellt.

Analysten reagieren skeptisch

Die Reaktion der Finanzmärkte fiel deutlich aus. Mehrere Banken, darunter Barclays und Berenberg, strichen ihre Kursziele zusammen und verwiesen auf die anhaltenden Risiken. Mit einem aktuellen Kurs von 40,99 Euro notiert das Papier gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 39,81 Euro.

Der technische Druck bleibt hoch: Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt rund 7,5 Prozent, was den übergeordneten Abwärtstrend bestätigt. Allein in der vergangenen Woche verzeichnete die Aktie den schlechtesten Verlauf seit dem Börsengang im Jahr 2022.

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Lichtblick im Modellmix

Trotz der schwierigen Gesamtlage gibt es operative Lichtblicke, die eine Bodenbildung begünstigen könnten. Der ikonische 911er erzielte gegen den Trend einen neuen Auslieferungsrekord. Zudem greift die Elektrifizierungsstrategie in Europa besser als erwartet: Hier überstiegen die Auslieferungen von elektrifizierten Modellen erstmals die der reinen Verbrenner.

Ausblick: Das Übergangsjahr endet

Der Fokus liegt nun auf dem neuen CEO Dr. Michael Leiters, der seit Jahresbeginn im Amt ist. CFO Dr. Jochen Breckner hatte 2025 bereits als tiefsten Punkt der Entwicklung definiert und eine spürbare Besserung ab 2026 in Aussicht gestellt. Der heutige Call muss zeigen, ob diese Prognose angesichts der China-Situation Bestand hat und wie der Anlauf neuer Modelle wie des elektrischen Cayenne voranschreitet.

Die nächsten Wochen sind für die Kursentwicklung richtungsweisend. Nach dem heutigen Update folgt am 11. März 2026 der detaillierte Geschäftsbericht. Sollte die psychologisch wichtige Marke von 40 Euro fallen, droht charttechnisch weiteres Ungemach. Hält die Unterstützung jedoch, könnte die aktuelle Bewertung eine Basis für die versprochene Erholung im laufenden Jahr bilden.

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