Nordex Aktie: Auftrag trifft Strategie
Nordex sichert sich einen weiteren Großauftrag in Deutschland und präsentiert eine neue ESG-Strategie mit messbaren Zielen. Das Unternehmen setzt seinen Expansionskurs fort.

Kurz zusammengefasst
- Neuer Auftrag für acht Windkraftanlagen in Deutschland
- Aktualisierte Nachhaltigkeitsstrategie mit klaren Zielen
- Langfristige Wartungsverträge stärken Servicegeschäft
- Starker Aktienkurs und ambitionierte Jahresziele für 2026
Zwei neue Aufträge, eine neue Nachhaltigkeitsstrategie — Nordex liefert an einem Tag gleich auf zwei Fronten. Das Hamburger Windkraftunternehmen setzt damit seinen Wachstumskurs im deutschen Heimatmarkt konsequent fort.
Prowind bestellt erneut bei Nordex
Der Osnabrücker Projektentwickler Prowind hat heute acht Turbinen des Typs N175/6.X mit einer Gesamtleistung von 54,4 MW geordert. Sechs Anlagen gehen in den niedersächsischen Windpark Hogenset, zwei weitere in das grenzüberschreitende Projekt Füchtorf, das sich über Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erstreckt. Errichtet werden alle Turbinen auf Hybridtürmen mit 179 Metern Nabenhöhe — Fertigstellung ist bis Ende 2027 geplant.
Es ist nicht das erste Mal, dass Prowind auf Nordex setzt. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Entwickler sieben Anlagen desselben Typs für zwei niedersächsische Projekte bestellt. Die Wiederholung zeigt, welche Kundenbindung Nordex im deutschen Markt aufgebaut hat. Hinzu kommen 20-jährige Premium-Vollwartungsverträge für alle acht Anlagen — ein stabiler Beitrag zum Servicegeschäft.
Neue ESG-Strategie mit konkreten Zielen
Parallel zum Auftragsgeschäft hat Nordex diese Woche eine aktualisierte Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt. Die bisherige Strategie 2025 lief aus; die neue Version führt messbare Ziele in sieben ESG-Schwerpunktbereichen ein, mit besonderem Fokus auf die Dekarbonisierung der Lieferkette. Das ist auch mit Blick auf die EU-weite Corporate Sustainability Reporting Directive relevant, die Anforderungen an Transparenz und Lieferkettenemissionen erheblich ausweitet.
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Zu den definierten Zielen zählen unter anderem eine Reduktion der Produktionsabfälle zur Entsorgung um 5 Prozent bis 2028 sowie die Senkung der Frischwasserentnahmeintensität an Produktionsstandorten um 10 Prozent je produziertem MW bis 2028. Im sozialen Bereich soll der Frauenanteil in Führungspositionen bis Ende 2030 auf 25 Prozent steigen.
Die Ausgangslage dafür ist solide: 2025 halfen Nordex-Anlagen, 92,2 Millionen Tonnen CO₂e zu vermeiden — ein neuer Rekord. Seit 2022 sanken die direkten Emissionen (Scope 1 und 2) um 36,6 Prozent.
Quartalsbericht als nächster Prüfstein
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 167 Prozent zugelegt und notiert damit knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Für 2026 peilt Nordex einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an, bei einer EBITDA-Marge von 8 bis 11 Prozent — nach rund 7,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Am 27. April veröffentlicht das Unternehmen seinen nächsten Quartalsbericht, der erste konkrete Hinweise liefern wird, ob dieser Wachstumspfad haltbar ist.
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