Alphabet beendet das Jahr 2025 mit einer klaren Ansage an die Konkurrenz. Mit der 4,75 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Intersect sichert sich der Tech-Riese nicht nur Infrastruktur, sondern den wichtigsten Rohstoff für die Zukunft der Künstlichen Intelligenz: Strom. Während der Wettlauf um Rechenkapazitäten tobt, adressiert der Google-Mutterkonzern mit diesem strategischen Schritt einen der größten Engpässe der Branche.
Umgehung von Netz-Engpässen
Die Vereinbarung zur Übernahme von Intersect wurde am 22. Dezember verkündet und soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden. Alphabet zahlt den Kaufpreis in bar und übernimmt zusätzlich bestehende Schulden. Doch der eigentliche Wert des Deals liegt in der operativen Strategie: Intersect bringt Projekte mit einer Kapazität von mehreren Gigawatt an Energie- und Rechenzentrumsleistung mit ein.
Besonders im Fokus steht das sogenannte „Co-Location“-Konzept. Dabei werden Stromerzeugung und Rechenzentren direkt nebeneinander errichtet. Dies ermöglicht es Alphabet, die oft langwierigen Wartezeiten für Anschlüsse an das öffentliche Stromnetz zu umgehen. Angesichts des massiven Energiehungers moderner KI-Modelle verwandelt sich der Zugang zu zuverlässiger Stromversorgung von einem bloßen Kostenfaktor zu einem entscheidenden strategischen Vorteil. CEO Sundar Pichai betonte, dass dieser Schritt dem Unternehmen erlaube, Kapazitäten flexibler und schneller auszubauen.
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Analysten sehen Wettbewerbsvorteil
Die Reaktion an der Wall Street fiel eindeutig positiv aus. Mehrere Großbanken, darunter Citi und Wedbush, bestätigten ihre Kaufempfehlungen und hoben die Kursziele auf bis zu 350 US-Dollar an. Analysten wie Nick Jones von BNP Paribas bewerten die Akquisition als weitsichtige Investition, die Alphabets langfristige Positionierung im KI-Infrastruktur-Wettbewerb stärkt, auch wenn sie kurzfristig keine massiven Auswirkungen auf die Bilanz haben dürfte.
Diese Zuversicht spiegelt sich auch im Kursverlauf wider. Mit einem Anstieg von rund 65 Prozent im Jahr 2025 war Alphabet der stärkste Performer unter den „Magnificent Seven“. Die Aktie notiert aktuell bei 313,00 US-Dollar und damit nur knapp unter ihrem Allzeithoch.
Blick auf die kommenden Zahlen
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist der 3. Februar 2026, wenn Alphabet nach Börsenschluss seine Quartalszahlen vorlegt. Der Fokus dürfte dabei nicht nur auf dem Gewinnwachstum liegen, sondern vor allem auf den Investitionsausgaben (CapEx). CFO Anat Ashkenazi hatte bereits signalisiert, dass diese Ausgaben 2026 nochmals signifikant steigen werden, um den massiven Ausbau der KI-Infrastruktur zu finanzieren. Der Deal mit Intersect schafft hierfür nun eine konkretere Kostentransparenz.
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