Micron Technology meldet einen Meilenstein im NAND-Geschäft: Die Umsätze in diesem Bereich kletterten auf 2,7 Milliarden Dollar – ein Zeichen für die wachsende Bedeutung von High-Performance-Speichern im KI-Zeitalter. Während die Aktie zum Jahresende leicht nachgab, steht die Frage im Raum, ob der NAND-Boom die beeindruckende Rally von 2025 auch in 2026 fortsetzen kann.
NAND-Geschäft nimmt Fahrt auf
Die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zeigen: Microns NAND-Sparte wächst deutlich schneller als erwartet. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stiegen die NAND-Erlöse um 22 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Damit macht dieser Bereich inzwischen rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus – ein struktureller Wandel im Geschäftsmix des Speicherherstellers.
Besonders stark entwickelte sich das Rechenzentrumsgeschäft mit NAND-Speichern, das erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar überschritt. Verantwortlich dafür sind vor allem die knappen Kapazitäten in der Branche sowie die aggressive Hochfahrung von Microns G9-NAND-Technologie. Diese neue Architektur kommt in High-Capacity-SSDs zum Einsatz, die für KI-Training und -Inferenz benötigt werden. Micron brachte zuletzt die weltweit erste PCIe Gen6 SSD auf den Markt und konnte sich damit bei Hyperscalern positionieren.
Gewinnmitnahmen nach Rekordlauf
Nach einem Jahr, in dem die Aktie um rund 250 Prozent zulegte, nutzten Investoren den letzten Handelstag 2025 für Gewinnmitnahmen. Der Kurs gab von seinem Wochenhoch bei knapp 299 Dollar auf etwa 287 Dollar nach. Zusätzlich wurde bekannt, dass CFO Mark Murphy im Rahmen seiner Nachlassplanung Aktien übertragen hat – eine Transaktion, die der Markt gelassen aufnahm.
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Die aktuelle Konsolidierung wirkt nach dem steilen Anstieg nachvollziehbar. Die Aktie notiert weiterhin deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresanfang enormen Boden gutgemacht.
Ausblick bleibt optimistisch
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Micron mit einem NAND-Mengenwachstum von etwa 20 Prozent, getrieben durch die zunehmende Verbreitung der G9-Technologie und QLC-Produkte in Rechenzentren. Für das zweite Quartal stellt das Management Umsätze von rund 18,7 Milliarden Dollar in Aussicht – ein Signal, dass die Wachstumskurve noch nicht abgeflacht ist.
Technisch betrachtet bildet sich um die Marke von 280 Dollar eine Unterstützung. Der Widerstand bei 298 bis 300 Dollar könnte nach der Jahreswende getestet werden. Mit dem HBM-Markt, der bis 2028 auf 100 Milliarden Dollar anwachsen soll, verfügt Micron über mehrere Wachstumshebel.
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