Commerzbank Aktie: Übernahme-Fantasie verblasst

Dämpfende Aussagen der UniCredit zur Fusion lassen den Commerzbank-Kurs einbrechen. Der Fokus der Anleger verschiebt sich von Übernahmespekulationen zurück auf fundamentale Kennzahlen.

Kurz zusammengefasst:
  • Kursverlust nach Zurückhaltung von UniCredit
  • Aktie notiert nahe wichtiger 50-Tage-Linie
  • Übernahmeprämie schwindet als Kurstreiber
  • Charttechnisch heikle Lage unter 35 Euro

Während der DAX von Rekord zu Rekord eilt, koppelt sich die Commerzbank von der allgemeinen Marktstimmung ab. Der Grund für den jüngsten Kursrutsch kommt aus Mailand: Dämpfende Aussagen zur potenziellen Fusion mit der UniCredit lassen die spekulative Luft entweichen. Für Anleger verschiebt sich der Fokus nun schlagartig von Übernahmeträumen zurück auf die nackten Zahlen.

Die wichtigsten Entwicklungen zum Wochenausklang:
* Kursreaktion: Rückgang um 1,77 % auf 34,99 €
* Trend: Seit Jahresanfang liegt der Titel 3,87 % im Minus
* Charttechnik: Kurs nähert sich der 50-Tage-Linie (34,67 €)

Commerzbank

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Ernüchterung statt Prämie

Monatelang hielt die Aussicht auf eine schnelle Übernahme durch die italienische Großbank den Kurs oben. Dieser Aufschlag bröckelt nun. UniCredit-CEO Andrea Orcel hat die Erwartungen an einen zeitnahen Deal deutlich relativiert, was kurzfristig orientierte Investoren zum Ausstieg bewegt. Das Kapital fließt aus der Wette auf eine Übernahmeprämie ab, da das Szenario eines „schnellen Geldes“ unwahrscheinlicher geworden ist.

Die Divergenz zum Gesamtmarkt ist unübersehbar. Während Industriewerte den DAX über die 25.000er-Marke hieven, wirken die Finanzwerte als Bremsklotz. Die Commerzbank rutschte am Freitag mit einem Schlusskurs von 34,99 Euro ans Ende des Leitindex. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 41,58 Euro hat sich damit auf fast 16 Prozent vergrößert.

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Charttechnik: Kampf um die Unterstützung

Der Rutsch unter die psychologisch wichtige 35-Euro-Marke bringt die Aktie in eine technisch heikle Zone. Aktuell notiert das Papier nur noch knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 34,67 Euro. Diese Marke gilt als kurzfristiger Indikator für den mittelfristigen Trend. Ein nachhaltiges Unterschreiten könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen, da viele computergesteuerte Handelssysteme sich an solchen Durchschnittslinien orientieren.

Dennoch gibt es Lichtblicke: Ein Blick in das Orderbuch nach Xetra-Schluss zeigte am Freitagabend einen leichten Überhang an Kaufaufträgen auf dem reduzierten Niveau. Einige Marktteilnehmer nutzen den Rücksetzer offenbar antizyklisch zum Einstieg, was zumindest auf eine gewisse Stabilisierung hindeutet.

Fazit: Zurück zur Realität

Das Platzen der akuten Übernahmeblase zwingt die Commerzbank Aktie dazu, sich wieder über operative Kennzahlen zu beweisen. Solange aus Mailand keine neuen Signale für eine konkrete Offerte kommen, fehlt der externe Kurstreiber. Die kurzfristige Richtung entscheidet sich nun an der Unterstützung bei 34,67 Euro – hält diese Marke nicht, droht ein Test des langfristigen Trends am 200-Tage-Durchschnitt bei 30,85 Euro.

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