Adobe Aktie: Angst vor der KI-Zukunft

Adobe verzeichnet Rekordumsatz und milliardenschwere Aktienrückkäufe, doch der Aktienkurs fällt auf ein Mehrjahrestief. Investoren fürchten, dass KI-Konkurrenz das Geschäftsmodell des Softwarekonzerns bedroht.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktienkurs verliert über 24 Prozent seit Jahresbeginn
  • Rekordumsatz von 23,77 Milliarden Dollar im Jahr 2025
  • Goldman Sachs stuft Aktie auf "Sell" herab
  • KI-Plattform Firefly von 35 Prozent der Nutzer genutzt

Adobe liefert Rekordzahlen und kauft eigene Aktien in Milliardenhöhe zurück, doch an der Börse dominiert die Skepsis. Der Software-Konzern kämpft mit einem massiven Vertrauensverlust, der den Kurs auf ein Mehrjahrestief gedrückt hat. Während das Management die eigene KI-Strategie lobt, fürchten Investoren, dass generative künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell des Photoshop-Erfinders dauerhaft beschädigen könnte.

Grund für den Abverkauf

Der Kursdruck ist immens: Die Aktie notiert aktuell bei 215,90 Euro und hat damit seit Jahresanfang über 24 Prozent an Wert eingebüßt. Auslöser für diese Talfahrt sind weniger die aktuellen Bilanzen, sondern die Sorge um die Wettbewerbsposition. Der Markt sieht in KI-Tools wie Midjourney, Canva sowie den neuen Bildbearbeitungsfunktionen von Google Gemini und Microsoft eine ernsthafte Bedrohung für Adobes quasi-monopolartige Stellung im Kreativsektor. Hinzu kommt juristischer Gegenwind durch eine Sammelklage, die dem Unternehmen vorwirft, KI-Modelle mit urheberrechtlich geschützten Büchern trainiert zu haben.

Adobe

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Analysten senken den Daumen

Diese Unsicherheit spiegelt sich deutlich in den Bewertungen der Wall Street wider. Mehrere Analysehäuser revidierten ihre Einschätzungen im Februar nach unten. Während Institute wie HSBC und Jefferies ihre Kursziele senkten, stufte Goldman Sachs das Papier sogar auf „Sell“ herab und warnte vor weiteren Risiken.

Die Folge ist eine historische Bewertungslücke: Wurde Adobe in der Vergangenheit oft mit dem 30- bis 40-fachen Gewinn bewertet, liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) derzeit nur noch bei etwa 15. Investoren preisen hier das Risiko ein, dass das zukünftige Wachstum deutlich geringer ausfallen könnte als gewohnt.

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Starke Zahlen gegen schlechte Stimmung

Operativ stehen diese Ängste im Kontrast zu soliden Geschäftszahlen. Das Unternehmen meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Rekordumsatz von 23,77 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 11 Prozent entspricht. Auch im letzten Quartal wurden die Gewinnerwartungen übertroffen. Flankiert wurde dies von Aktienrückkäufen im Volumen von fast 12 Milliarden Dollar.

Um die Bedenken zu zerstreuen, setzt Adobe auf seine eigene KI-Plattform „Firefly“. Laut Unternehmensangaben nutzen bereits über 35 Prozent der Photoshop-Abonnenten diese generativen Funktionen aktiv. Neue Partnerschaften mit Werbegiganten wie WPP sollen zudem sicherstellen, dass Adobe-Tools auch im KI-Zeitalter der Standard in professionellen Marketing-Abteilungen bleiben.

Der nächste entscheidende Termin ist der 12. März 2026. Dann präsentiert Adobe die Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Marktbeobachter werden dabei primär auf die Entwicklung der jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) und die konkrete Monetarisierung der Firefly-Plattform achten. Diese Daten müssen belegen, ob der massive Kursabschlag eine Überreaktion war oder eine fundamentale Neubewertung darstellt.

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