Kraft Heinz tritt bei der geplanten Aufspaltung auf die Bremse – und das ausgerechnet zusammen mit einem Ausblick, der Anleger nicht überzeugt. Zwar lagen die Gewinne im Schlussquartal über den Erwartungen. Doch Umsatz, Absatztrend und vor allem die Prognose für 2026 zeigen: Der Weg zurück zu stabilem Wachstum wird länger.
Aufspaltung auf Eis – Fokus auf Sanierung
Mit dem Quartalsbericht hat das Management gestern bestätigt, dass die Vorbereitungen für eine Trennung in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen vorerst gestoppt werden. Die Aufspaltung sollte ursprünglich das wachstumsstärkere Lebensmittelgeschäft deutlicher vom Foodservice-Bereich abgrenzen. Stattdessen liegt der Schwerpunkt nun auf der Stabilisierung des operativen Geschäfts.
CEO Steve Cahillane, der seit Januar an der Spitze steht, begründet den Schritt damit, Ressourcen auf die operative Trendwende zu bündeln. Geplant ist dafür ein Investitionsprogramm über 600 Mio. US-Dollar, das in Marketing, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung fließen soll – mit dem Ziel, das US-Geschäft zu beleben und wieder Volumenwachstum zu erreichen.
Gewinne besser, aber Umsatz und Prognose schwächer
Im vierten Quartal 2025 meldete Kraft Heinz ein bereinigtes Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,67 US-Dollar und lag damit über dem Konsens von 0,61 US-Dollar. Auf der Umsatzseite blieb der Bericht jedoch hinter den Erwartungen zurück:
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- Nettoumsatz: 6,35 Mrd. US-Dollar (erwartet: 6,38 Mrd. US-Dollar)
- Organisches Umsatzwachstum: -4,2% zum Vorjahr
- Volume/Mix: belastete mit -4,7 Prozentpunkten
Noch stärker wog die Prognose für 2026. Kraft Heinz erwartet ein bereinigtes EPS von 1,98 bis 2,10 US-Dollar – deutlich unter dem, was der Markt zuvor eingepreist hatte. Beim organischen Nettoumsatz stellt das Management ein Minus von 1,5% bis 3,5% in Aussicht. Als ein Faktor werden Gegenwinde durch reduzierte SNAP-Leistungen genannt.
Dividende bleibt stabil
Trotz Strategiewechsel und vorsichtigerem Ausblick hält der Konzern an der regulären Quartalsdividende fest. Der Vorstand beschloss 0,40 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 27. März, maßgeblich sind Aktionäre mit Stichtag 6. März.
An der Börse kam die Mischung aus gestoppter Aufspaltung und schwächerem 2026er-Ausblick schlecht an: Nach einem vorbörslichen Rückgang von rund 7% am Mittwoch blieb die Aktie auch heute unter Druck.
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