Gold: Kein Vorwärtskommen?
Der Goldmarkt erlebte einen extrem volatilen Tag mit einem Absturz auf Jahrestief und anschließender Erholung, getrieben von geopolitischen Spannungen und einer überraschenden Trump-Ankündigung.

Kurz zusammengefasst
- Goldpreis fällt zunächst auf Jahrestief von 4.100 USD
- Trump verschiebt Militärschläge und löst Erholung aus
- Ölpreis stürzt um 14 Dollar nach Trumps Tweet
- Gold verliert über 20 Prozent seit Januar-Rekord
Ein 48-Stunden-Ultimatum, ein Tweet von Donald Trump und ein Ölpreissturz um 14 Dollar — der Goldmarkt erlebte am Montag einen der ungewöhnlichsten Handelstage seit Jahren. Innerhalb weniger Stunden riss die Handelsspanne gut 300 USD auseinander.
Vom Jahrestief zur Erholung in einem Tag
Im frühen Handel brach Spot-Gold zunächst auf knapp 4.100 USD ein — den tiefsten Stand seit Oktober 2025. Das entspricht einem Minus von über 8 % auf Tagesbasis. Auslöser war die angespannte Lage rund um die Straße von Hormus: Die USA hatten ein Ultimatum zur Öffnung der strategischen Meerenge gestellt und Militärschläge gegen iranische Energieinfrastruktur angedroht.
Die Wende kam per Social Media. Trump verkündete, die geplanten Angriffe um fünf Tage zu verschieben und verwies auf „produktive Gespräche“ mit Teheran — auch wenn der iranische Parlamentspräsident Mohammad Baker Kalibaf offizielle Verhandlungen umgehend dementierte. Die Märkte reagierten sofort: Brent-Öl fiel von über 114 USD auf zeitweise unter 100 USD, und Gold erholte sich bis zum Nachmittag wieder über 4.400 USD.
Geopolitische Prämie schmilzt, Zinsdruck bleibt
Die kurzfristige Erholung täuscht über das größere Bild hinweg. Seit dem Rekordhoch von rund 5.594 USD im Januar hat Gold mehr als 20 % verloren. Der März 2026 könnte als stärkster monatlicher Rückgang seit 1975 in die Bücher eingehen.
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Verantwortlich dafür ist ein Zusammenspiel aus zwei Kräften: Einerseits entzieht jede Entspannungsnachricht dem Edelmetall seine geopolitische Risikoprämie. Andererseits steigen die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen — zuletzt auf 4,4 % — und erhöhen die Opportunitätskosten für zinsloses Gold. Analysten beobachten zudem, dass das Metall in Phasen extremer Marktverunsicherung vermehrt als Liquiditätsquelle verkauft wird, was den Preisdruck zeitweise verstärkt.
Silber traf es noch härter: Mit 61,76 USD pro Unze notiert das Industriemetall nahezu auf dem halben Niveau seines Februar-Hochs.
Bemerkenswert: Während der Goldpreis einbrach, hielten sich die Aktien der großen Minenbetreiber Newmont und Barrick Gold am Montag im europäischen Handel leicht im Plus — ein Hinweis darauf, dass Anleger die Bewertungen der Produzenten vom kurzfristigen Preisrauschen zunehmend entkoppeln. Die nächsten fünf Tage, bis Trumps selbst gesetztes Ultimatum abläuft, werden zeigen, ob die geopolitische Prämie zurückkommt oder endgültig aus dem Goldpreis herausgerechnet wird.
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