XRP: Fundamentalstau
Trotz neuer Partnerschaften und milliardenschwerer Treasury-Projekte bleibt der XRP-Kurs gedrückt, da ein fehlender gesetzlicher Rahmen die institutionelle Nutzung blockiert.

Kurz zusammengefasst
- Ripple pilotiert RLUSD-Stablecoin in Singapurs Zentralbank-Sandbox
- Evernorth baut größtes öffentliches XRP-Treasury auf
- Über 1,25 Milliarden XRP in institutionellen Vehikeln
- Gesetzlicher Engpass bremst Kursentwicklung aus
Drei bedeutende Partnerschaften und Regulierungsfortschritte in drei Wochen — und der Kurs bewegt sich kaum. Das Ripple-Ökosystem häuft institutionelle Meilensteine an, doch die Preisreaktion bleibt aus. Zwei neue Entwicklungen verdeutlichen dieses Muster besonders deutlich.
RLUSD in Singapurs Zentralbank-Sandbox
Ripple pilotiert seinen RLUSD-Stablecoin im Rahmen von Singapurs BLOOM-Programm, das die Monetary Authority of Singapore zur Erprobung tokenisierten Geldes aufgelegt hat. Gemeinsam mit dem Supply-Chain-Finance-Unternehmen Unloq will Ripple manuelle Handelsfinanzierungsprozesse durch konditionsbasierte Abwicklung auf dem XRP Ledger ersetzen: Sobald eine Sendung verifiziert ist, löst das System automatisch eine RLUSD-Zahlung aus.
Der Zielmarkt ist erheblich. Grenzüberschreitende Handelsfinanzierung ist ein 9-Billionen-Dollar-Segment, das noch immer auf Akkreditive, Papierdokumente und Korrespondenzbanken setzt — mit tagelangen Verzögerungen und hohen Gebühren, besonders für kleinere Exporteure. Ripple stützt sich dabei auf seine bestehende Major Payment Institution License in Singapur, die das Unternehmen im vergangenen Jahr um einen erweiterten Anwendungsbereich ergänzt hatte.
Die Aufnahme in BLOOM signalisiert, dass Regulatoren den RLUSD- und XRP-Ledger-Stack für beaufsichtigte Experimente mit realen Handelsströmen als geeignet betrachten — kein Test-Token, sondern produktiver Einsatz.
Evernorth: Milliardenschweres XRP-Treasury
Parallel dazu nimmt ein strukturelles Großprojekt Gestalt an. Evernorth Holdings hat am 18. März eine S-4-Registrierungserklärung bei der SEC eingereicht, um mit dem Nasdaq-SPAC Armada Acquisition Corp. II (Ticker: XRPN) zu fusionieren. Das Ziel: das größte öffentlich gehandelte XRP-Treasury-Unternehmen aufzubauen, finanziert mit über einer Milliarde Dollar Bruttoerlösen. Zu den Investoren zählen Arrington Capital, Ripple, SBI Holdings, Pantera Capital und Kraken.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei XRP?
Evernorth und die verbundene Pathfinder Digital Assets hielten zum Jahresende rund 473 Millionen XRP. Das Treasury steht allerdings bereits unter Wasser: Die Barkäufe erfolgten im Durchschnitt zu 2,54 Dollar pro Token, was 2025 zu einer Wertminderung von rund 234 Millionen Dollar führte. Der aktuelle Kurs liegt rund 62 Prozent unter dem Zyklusnoch.
Der Gesetzgebungs-Engpass
Zusammen mit den 772 Millionen XRP in US-Spot-ETFs befinden sich inzwischen rund 1,25 Milliarden XRP — etwa zwei Prozent des umlaufenden Angebots — in institutionellen Vehikeln. Trotzdem bleibt der Kurs gedrückt.
Der Grund liegt laut Analysten im fehlenden gesetzlichen Rahmen. SEC und CFTC klassifizierten XRP am 17. März gemeinsam als digitale Ware, doch das ist eine interpretative Veröffentlichung, kein Bundesgesetz. Banken werden XRP erst dann in großem Maßstab als Brückenwährung einsetzen, wenn der Digital Asset Market CLARITY Act diese Klassifizierung dauerhaft verankert. Das Gesetz passierte das Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen, stockt aber im Senat. Galaxy Digitals Alex Thorn hat eine konkrete Frist benannt: Passiert das Gesetz den Bankenausschuss des Senats nicht bis Ende April, gilt es für 2026 als gescheitert.
XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...