Die Software-Branche ist in Aufruhr, und Adobe steht im Zentrum des Sturms. Neue KI-Modelle der Konkurrenz wecken Zweifel am „Burggraben“ des Kreativ-Platzhirsches und sorgen für Verunsicherung bei Investoren. Während der Gesamtmarkt unter Druck steht, wächst die Sorge: Wird die generative Künstliche Intelligenz für Adobe vom Hoffnungsträger zur ernsthaften Bedrohung?
Der Auslöser: Konkurrenz durch Anthropic
Der jüngste Abverkauf, bei dem die Aktie am Dienstag deutlich nachgab, hat einen spezifischen Grund. Das KI-Unternehmen Anthropic stellte neue Automatisierungstools vor, die speziell auf den Rechtssektor abzielen. Marktbeobachter werten dies als Warnsignal für die gesamte Softwarebranche: Wenn KI-Modelle in der Lage sind, komplexe, spezialisierte Aufgaben zu übernehmen, könnte keine Nische mehr sicher sein.
Für Adobe bedeutet dies konkret, dass die Angst vor einer Disruption des Kerngeschäfts wächst. Investoren befürchten, dass fortschrittliche KI-Tools professionelles Design so stark vereinfachen könnten, dass Adobes teure Software-Suiten an Bedeutung verlieren. Diese Sorgen lösten eine Kettenreaktion aus, die den Titel stärker traf als den breiten Tech-Sektor.
Analysten werden skeptisch
Diese fundamentale Skepsis spiegelt sich auch in den Bewertungen der Wall Street wider. Bereits im Januar stuften mehrere Analystenhäuser die Aktie herab. Während Oppenheimer das Rating auf „Market Perform“ senkte, ging Goldman Sachs noch einen Schritt weiter und änderte die Einschätzung von „Kaufen“ auf „Verkaufen“.
Experten warnen davor, dass der Wettbewerbsdruck durch reine KI-Anbieter zunimmt. Das aktuelle Stimmungsbild der Analysten gilt als das pessimistischste seit über einem Jahrzehnt.
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Chartbild und Unternehmenszahlen
Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind im Kursverlauf deutlich ablesbar. Mit einem aktuellen Kurs von 281,33 USD hat sich die Aktie weit von ihrem 52-Wochen-Hoch bei über 445 USD entfernt. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste auf über 15 Prozent. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie beträgt inzwischen fast 10 Prozent, was den angeschlagenen technischen Zustand unterstreicht.
Dennoch gibt sich das Unternehmen kämpferisch. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Adobe Rekordumsätze von knapp 24 Milliarden Dollar und investiert massiv in die eigene KI-Plattform Firefly. Das Management verweist auf steigende Nutzerzahlen im Freemium-Bereich als Beleg dafür, dass die eigene KI-Strategie greift.
Blick auf die Quartalszahlen
Ob Adobe die Zweifel zerstreuen kann, wird sich am 12. März 2026 zeigen. Dann präsentiert der Konzern seine Ergebnisse für das erste Quartal. Nach den soliden Zahlen vom Dezember müssen diese Daten beweisen, dass das Unternehmen trotz der wachsenden Bedrohung durch generative KI seine Marktführerschaft behaupten kann.
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