Kraft Heinz steht vor einem Neuanfang – und bekommt dafür Rückenwind vom mächtigsten Aktionär. Berkshire Hathaway stellte sich öffentlich hinter die neue Strategie des Lebensmittelkonzerns, nachdem dieser seine Aufspaltungspläne begrub. Gleichzeitig sorgen frische Insider-Verkäufe für Gesprächsstoff.
Berkshire hält an Beteiligung fest
Berkshire Hathaway plant keine Änderung seiner Beteiligung an Kraft Heinz, nachdem der Konzern die geplante Aufspaltung gestoppt hat. CEO Greg Abel bestätigte dies in einem Fernsehinterview und lobte die Entscheidung des neuen Managements ausdrücklich. Die Konzentration auf die Verbesserung des Kerngeschäfts sei „absolut der richtige Ansatz“, so Abel.
Die öffentliche Rückendeckung des größten Aktionärs kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Kraft Heinz hatte im Februar einen strategischen Kurswechsel vollzogen: Statt der angekündigten Aufspaltung fließen nun 600 Millionen Dollar in Marketing, Vertrieb und Produktentwicklung. Hintergrund sind schwache Quartalszahlen – der organische Umsatz im vierten Quartal sank um 4,2 Prozent, die bereinigte Bruttomarge schrumpfte um 130 Basispunkte auf 33,1 Prozent.
Insider verkaufen – Investoren kassieren
Während Berkshire Vertrauen signalisiert, nutzte Insider Cory Onell die jüngste Kurserholung zum Verkauf. Am 3. März trennte er sich von knapp 5.000 Aktien zu durchschnittlich 24,34 Dollar, zwei Tage zuvor hatte er bereits über 9.000 Papiere zu 24,61 Dollar abgestoßen. Insgesamt behält Onell noch rund 197.000 Aktien.
Für Dividendenjäger bleibt die Aktie trotz operativer Schwäche interessant: Am Freitag ging das Papier ex-Dividende, die Quartalszahlung von 0,40 Dollar je Aktie erfolgt am 27. März. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich eine Rendite von etwa 6,6 Prozent. Die Nachhaltigkeit der Ausschüttung wird allerdings angesichts des aktuellen Ertragstrends kritisch beobachtet.
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Analysten bleiben skeptisch
Die Wall Street zeigt sich verhalten. Mizuho senkte das Kursziel von 27 auf 25 Dollar bei neutraler Einschätzung, JPMorgan stufte die Aktie sogar auf „Underweight“ herab und kappte das Ziel von 24 auf 22 Dollar. Morgan Stanley konzediert zwar, dass Berkshires Unterstützung kurzfristige Risiken mindert, sieht aber keine klaren Anzeichen für eine nachhaltige Erholung.
Für das Geschäftsjahr 2025 verbuchte Kraft Heinz einen Nettoumsatz von 24,9 Milliarden Dollar – ein Rückgang von 3,5 Prozent. Der freie Cashflow kletterte hingegen um fast 16 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Für 2026 peilt das Management einen Gewinn je Aktie zwischen 1,98 und 2,10 Dollar an, während die Investitionen auf rund 950 Millionen Dollar steigen sollen.
Die Frage lautet nun: Kann frisches Kapital in Marken und Innovation das Volumen zurückbringen? Die 600-Millionen-Dollar-Offensive zielt auf Produktqualität, Marketing und selektive Preisanpassungen. Ob dieser Mix ausreicht, um die Talfahrt zu stoppen, dürfte sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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