Apple holt zum Doppelschlag aus. Mit einem aggressiven Preismodell für Kreativ-Software und einer bestätigten KI-Partnerschaft mit Google will der Tech-Gigant neue Umsatzquellen erschließen. Doch rechtfertigen diese strategischen Weichenstellungen die aktuelle Bewertung nahe dem Allzeithoch, während die Aktie bei knapp 260 US-Dollar notiert?
Kampfansage an die Konkurrenz
Der Konzern nimmt Adobe direkt ins Visier. Unter dem Namen „Apple Creator Studio“ startet am 28. Januar 2026 ein All-in-One-Abonnement, das den Markt für Kreativ-Software aufmischen dürfte. Die Preisgestaltung ist aggressiv: Für 12,99 US-Dollar im Monat (Studenten: 2,99 US-Dollar) erhalten Nutzer Zugriff auf Profi-Tools wie Logic Pro, Final Cut Pro und Pixelmator Pro.
Dies steht im scharfen Kontrast zu den deutlich teureren Angeboten der Adobe Creative Cloud. Apple zielt darauf ab, Kreative durch das günstige Bündel noch stärker an das eigene Hardware-Ökosystem zu binden und gleichzeitig die wiederkehrenden Einnahmen im Service-Sektor zu steigern. Neue iPad-Nutzer erhalten Zugriff auf die Top-Apps künftig exklusiv über dieses Bundle.
KI-Allianz mit Google steht
Parallel dazu sorgt die Bestätigung einer mehrjährigen Partnerschaft mit Google für Bewegung. Apple wird die Gemini-Modelle nutzen, um die nächste Generation von Siri und „Apple Intelligence“ Funktionen im Jahr 2026 anzutreiben. Dieser Schritt erlaubt es dem iPhone-Konzern, fortschrittliche KI-Funktionen auszurollen, ohne sich ausschließlich auf die interne Entwicklung verlassen zu müssen – ein notwendiger Schritt, um im KI-Wettlauf nicht den Anschluss zu verlieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Apple?
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Marktstimmung bleibt angesichts dieser Nachrichten überwiegend positiv. Wedbush-Analyst Dan Ives ruft ein bullishes Kursziel von 350 US-Dollar aus und hält eine Marktkapitalisierung von über 5 Billionen US-Dollar im Jahr 2026 für realistisch. Er sieht vor allem in der KI-Integration und dem Service-Wachstum die primären Treiber.
Der breite Marktkonsens liegt derzeit bei einem durchschnittlichen Kursziel von 284,07 US-Dollar, was vom aktuellen Niveau aus ein Potenzial von rund 9 Prozent impliziert. Allerdings ist die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 35 bereits sportlich bewertet, was hohe Wachstumserwartungen widerspiegelt.
Der entscheidende Termin für Anleger ist der 28. Januar 2026. An diesem Tag fallen der Start des neuen Software-Abos und die Veröffentlichung der Quartalszahlen zusammen. Nach einem starken Vorquartal mit über 102 Milliarden US-Dollar Umsatz muss Apple beweisen, dass die neuen Service-Offensiven das Wachstum trotz gemeldeter Lieferkettenprobleme bei Chip-Materialien nachhaltig beschleunigen können.
Apple-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Apple-Analyse vom 15. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Apple-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Apple-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Apple: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
